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"Hochbegabung - Die Welt liegt dir zu Füßen?!"

Title: "Hochbegabung - Die Welt liegt dir zu Füßen?!"

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 35 Pages , Grade: 2

Autor:in: Stephanie Rümmer (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Summary Excerpt Details

In Deutschland beschäftigt man sich erst seit Anfang der 80er Jahre mit dem Thema Hochbegabung. Davor sprach man nur von Spitzenbegabungen in Sport, Musik oder in einzelnen Gebieten wie z.B. Mathematik. Intelligenz und Hochbegabung hängen unweigerlich miteinander zusammen. 2% bis 3% aller Kinder sind weit überdurchschnittlich intellektuell befähigt und gelten somit als hochbegabt. Eine Normalverteilung der Intelligenz vorausgesetzt, entspricht dies einem Intelligenzquotienten von 130 oder mehr. Doch wann ist jemand normal intelligent und wann überdurchschnittlich intelligent und somit hochbegabt?Um festzustellen, was Hochbegabung ist, ist es zunächst nötig, sich über den Inhalt und die Struktur von Intelligenz klar zu werden. Ausserdem soll erläutert werden, was man unter Intelligenz, Begabung und Hochbegabung versteht. Um exemplarisch die verschiedenen Vorgehensweisen zur Festestellung von Intelligenz darzustellen und somit zu zeigen, wovon Hochbegabung abhängt, werden vier Modelle von Intelligenz kurz dargestellt und auf zwei näher eingegangen. Hochbegabte Kinder zeichnen sich durch weit überdurchschnittliche Fähigkeiten und Interessen aus, durch die sie Gleichaltrigen oft beträchtlich voraus sind. Besondere Beachtung bei der Arbeit mit Hochbegabten, wird der Frage der Identifikation geschenkt. Wie kann man Hochbegabung erkennen? Gibt es eine spezielle Möglichkeit oder ein sicheres Verfahren, welchesalle Hochbegabten herausfiltern kann? Neben der eigentlichen Diagnostik von Hochbegabung sollte das Augenmerk aber auch auf die ausschlaggebenden Randbedingungen gelegt werden. Nur wenn die Rahmenbedingungen zu Hause und in der Schule dafür günstig sind, können Hochbegabte ihr Ziel erreichen und ihre Fähigkeiten für sich und andere in entsprechende Leistungen umsetzen.
Hochbegabte Kinder können in der Schule und im sozialen Umgang Probleme entwickeln, wenn ihre intellektuellen Bedürfnisse lange Zeit nicht wahrgenommen oder akzeptiert wurden und die Kinder deshalb ihre Fähigkeiten nicht entfalten konnten. Es ist daher wichtig, Eltern und Lehrer hochbegabter Kinder über Unstimmigkeiten, die entstehen können, aufzuklären. Hilfe bekommen Hochbegabte seit der Eröffnung der ersten Beratungsstelle 1984 in Deutschland. Doch wie sieht so eine Förderung überhaupt aus und ist sie wirklich nötig? Diese Frage ist auch heute noch sehr widersprüchlich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definitionen

1.1 Intelligenz

1.2 Begabung

1.3 Hochbegabung

2. Was ist Hochbegabung? - Konzepte

2.1 Modell von MÖNKS (1990)

2.2 Modell von Heller, Perleth und Hany (1994)

3. Diagnostik

3.1 Merkmale potentiell Hochbegabter

3.2 Die Identifikation von Hochbegabten

3.2.1 Probleme und Fehler bei der Identifikation Hochbegabter

3.2.2 Standardisierte Verfahren mit großer Objektivität

3.2.3 Nichtstandardisierte Verfahren mit geringerer Objektivität

3.3 Ablauf des Identifikationsprozesses

4. Entwicklung von Hochbegabung

4.1 Familiensituation

4.2 Persönlichkeitsentwicklung Hochbegabter

5. Probleme von Hochbegabten

5.1 Isolation

5.2 Schulversagen

5.3 Schulische Unterforderung

5.4 Familiäre Konflikte

6. Förderung Hochbegabter

6.1. Argumente gegen eine Hochbegabtenförderung

6.2. Argumente für eine Hochbegabtenförderung

6.3. Ziele der Förderung Hochbegabter

6.4. Verschiedene Förderungsmöglichkeiten

6.4.1. Förderung in der Familie

6.4.2. Förderungsmöglichkeiten in der Schule

6.4.3. Außerschulische Förderungsmöglichkeiten

6.4.4. Vereine zur Förderung und Beratung

6.4.5 Planung von Fördermassnahmen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen der Hochbegabung, wobei ein besonderer Fokus auf der Definition, der wissenschaftlichen Identifikation sowie den Möglichkeiten und Herausforderungen der Förderung hochbegabter Kinder liegt. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, wie Hochbegabung diagnostiziert werden kann und welche Rolle die familiäre und schulische Umwelt bei der Entwicklung und notwendigen Unterstützung dieser Kinder spielt.

  • Definition und theoretische Konzepte von Intelligenz und Hochbegabung
  • Methoden und diagnostische Herausforderungen bei der Identifikation Hochbegabter
  • Einfluss der familiären Situation und Persönlichkeitsentwicklung
  • Problematiken wie Isolation, Schulversagen und Unterforderung
  • Strategien und Fördermöglichkeiten im schulischen und außerschulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1 Merkmale potentiell Hochbegabter

Zu der bereits kurz angesprochenen Übersicht der Merkmale für Hochbegabung von Winner in Kapitel 2, gibt es noch eine Reihe weiterer detaillierter Eigenschaften für Hochbegabung. Nicht alle unten aufgeführten Merkmale treffen bei allen hochbegabten Kindern zu. Ein Intelligenztest zur genaueren Diagnose sollte jedoch herangezogen werden, wenn ein Kind viele Merkmale zeigt.

1. Lebhaftigkeit, geringes Schlafbedürfnis: Kinder sind auffällig lebhaft, schlafen wenig, wachen häufig nachts auf und wollen abends nicht ins Bett. Einige hingegen schlafen aufgrund ihres intensiven Erlebens besonders lange.

2. Sofortiger Blickkontakt und frühe Augen-Hand-Koordination: Normalerweise nehmen Neugeborene erst nach ein paar Wochen Blickkontakt auf. Einige Mütter beobachten jedoch, dass das Kind sie direkt nach der Geburt ansieht. Diese Aussagen können jedoch subjektiver Natur sein, da sich jede Mutter wünscht, möglichst bald von ihrem Baby bewusst wahrgenommen und angesehen zu werden. Häufig ist auch die Augen-Hand-Koordination (Pinzettgriff) sehr früh entwickelt, das heißt, die Kinder greifen gezielt früher nach Gegenständen als Gleichaltrige.

3. Überspringen ganzer Entwicklungsphasen: Zum Beispiel das Kind krabbelt nicht, beginnt gleich zu laufen. Hochbegabte Kinder sprechen evtl. sehr früh und flüssig. Andere sprechen erst gar nicht, auch keine Babysprache, beginnen jedoch im Alter von 1 ½ bis 2 Jahren mit kompletten Sätzen.

4. Auffälligkeiten beim Leseverhalten: Hochbegabte Kinder bringen sich das Lesen im Alter von 3-4 Jahren auffallend oft selbständig bei. Häufig wird den Eltern unterstellt, dass sie das Kind zwanghaft lernen ließen, was jedoch nicht möglich ist, da Kinder erst eine bestimmte Entwicklungsphase erreicht haben müssen, um sich das Lesen überhaupt aneignen zu können. Frühlesen allein ist aber kein ausreichender Hinweis auf Hochbegabung, es kann auch eine isolierte Teilstärke sein. Allgemein lässt sich sagen, dass sie sehr viel lesen und; vor allem Bücher, die über ihre Altersstufe deutlich hinausgehen.

5. Gedächtnis und Beobachtungsgabe: Kleine Kinder können sich nach längerer Zeit genau an Details erinnern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftlichen Grundlagen und Begriffsabgrenzungen von Intelligenz, Begabung und Hochbegabung.

2. Was ist Hochbegabung? - Konzepte: Hier werden theoretische Modelle zur Hochbegabung vorgestellt, wie das Modell von Mönks und das Münchner Modell von Heller et al.

3. Diagnostik: Dieser Abschnitt behandelt die Identifikation Hochbegabter durch die Darstellung von Merkmalen sowie standardisierte und nichtstandardisierte Testverfahren.

4. Entwicklung von Hochbegabung: Dieses Kapitel untersucht den Einfluss des familiären Umfelds und den Verlauf der Persönlichkeitsentwicklung bei Hochbegabten.

5. Probleme von Hochbegabten: Die Darstellung widmet sich spezifischen Schwierigkeiten hochbegabter Kinder wie Isolation, Schulversagen und Unterforderung.

6. Förderung Hochbegabter: Abschließend werden Argumente für und gegen eine Förderung diskutiert sowie verschiedene pädagogische Ansätze und Planungsmöglichkeiten vorgestellt.

Schlüsselwörter

Hochbegabung, Intelligenzdiagnostik, Begabtenförderung, Identifikation, Underachiever, Persönlichkeitsentwicklung, Triadisches Interdependenzmodell, Münchner Begabungsmodell, Schulische Unterforderung, Talentförderung, Intelligenzquotient, Fördermaßnahmen, Pädagogik, Hochbegabtenforschung, Diagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Hochbegabung, beleuchtet die Definition, Diagnostik, Entwicklung und Förderung von hochbegabten Kindern im schulischen und familiären Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind theoretische Begabungskonzepte, Identifikationsmethoden, die Lebensumstände sowie Probleme und konkrete Fördermöglichkeiten für Hochbegabte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für das Phänomen Hochbegabung zu schaffen und aufzuzeigen, wie Betroffene frühzeitig erkannt und angemessen gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene psychologische und pädagogische Fachkonzepte, Modelle und Forschungsergebnisse zur Hochbegabung ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Definitionen, Konzepte der Hochbegabung, Diagnoseverfahren, Entwicklungsverläufe, typische Probleme im Alltag und verschiedene Ansätze der Förderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Hochbegabung, Intelligenzdiagnostik, Identifikation, Underachiever, Fördermöglichkeiten und Begabtenförderung.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Begabungstypen?

Die Arbeit greift auf unterschiedliche Expertenmodelle zurück, um zu verdeutlichen, dass Hochbegabung nicht nur rein intellektuell definiert wird, sondern auch kreative, soziale oder musische Bereiche umfasst.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Identifikation laut der Autorin?

Die Schule spielt eine Schlüsselrolle bei der Beobachtung von Verhalten, wobei die Autorin betont, dass Lehrer für diese Aufgabe sensibilisiert werden müssen, um auch Underachiever zu erkennen.

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Details

Title
"Hochbegabung - Die Welt liegt dir zu Füßen?!"
College
University of Augsburg
Course
Intelligenzdiagnostik2
Grade
2
Author
Stephanie Rümmer (Author)
Publication Year
2005
Pages
35
Catalog Number
V51490
ISBN (eBook)
9783638474474
ISBN (Book)
9783638661683
Language
German
Tags
Hochbegabung Welt Füßen Intelligenzdiagnostik2
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Rümmer (Author), 2005, "Hochbegabung - Die Welt liegt dir zu Füßen?!", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51490
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