Thema dieser Arbeit ist die Berichterstattung der Medien über die Staatsgründung Israels. Der Fokus liegt dabei auf den Artikeln zur Staatsgründung Israels der deutschen Zeitschrift DER SPIEGEL und der deutsch-jüdischen Exilzeitschrift AUFBAU. Für die Analyse wurde der Zeitraum vom 15. Mai bis zum 18. Juni 1948 gewählt, da dieser Zeitraum die entscheidende Phase mit immerzu neuen Geschehnissen in Palästina darstellt.
Zunächst wird eine definitorische Grundlage geschaffen, um im Anschluss den Verlauf der Staatsgründung darstellen zu können. Der historische Kontext beginnt mit den ersten jüdischen Siedlern in Palästina und endet mit dem jüdisch-arabischen Krieg, welcher eine Folge der Staatsgründung ist. Im Anschluss wird die Methodik für die darauffolgende Analyse der Zeitungsartikel dargelegt. Zudem wird ein kurzer Ausblick bezüglich der Darstellung der Staatsgründung Israels in der Presse gegeben. Nach dem Vergleich der Analysen, kann man in der Schlussbetrachtung einen Ausblick darüber bekommen, wie die hier ausgewerteten Zeitungsartikel über die Staatsgründung berichtet haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Methodik – Inhaltsanalyse
3. Definitionen
3.1 Definition: Zionismus
3.2 Definition: Staat
4. Grundlegende Hintergrund-Informationen zum Verlauf der Staatsgründung Israels
4.1 Anfänge der jüdischen Zuwanderung in Palästina
4.2 Von Zuwanderern zu Einheimischen
4.3 Proklamation des Staates Israel
4.4 Jüdisch-arabischer Krieg
5. Die Kommunikatoren
5.1 Deutsche Presse nach 1945
5.2 DER SPIEGEL
5.3 AUFBAU
6. Analyse/Durchführung der Methode
6.1 Analyse der SPIEGEL-Artikel
6.1.1 SPIEGEL – Artikel 1 Analyse
6.1.2 SPIEGEL – Artikel 2 Analyse
6.1.3 SPIEGEL – Artikel 3 Analyse
6.1.4 SPIEGEL – Artikel 4 Analyse
6.1.5 SPIEGEL – Artikel 5 Analyse
6.1.6 SPIEGEL – Artikel 6 Analyse
6.2 Analyse der AUFBAU-Artikel
6.2.1 AUFBAU – Artikel 1 Analyse
6.2.2 AUFBAU – Artikel 2 Analyse
6.2.3 AUFBAU – Artikel 3 Analyse
7. Vergleich
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung über die Staatsgründung Israels im Zeitraum vom 15. Mai bis zum 18. Juni 1948. Im Fokus steht dabei der Vergleich zwischen der deutschen Zeitschrift DER SPIEGEL und der deutsch-jüdischen Exilzeitschrift AUFBAU, um Unterschiede in der Darstellung, Gewichtung und Perspektive auf die historischen Ereignisse sowie die damit verbundenen Folgen auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene aufzuzeigen.
- Historischer Kontext der israelischen Staatsgründung
- Methodische Anwendung der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse
- Medienanalyse des SPIEGEL und des AUFBAU im Jahr 1948
- Vergleich der pro-israelischen bzw. kritischen Perspektiven in der Presse
- Rolle von Journalisten und Einfluss der Alliierten auf die Berichterstattung
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
“Nach fast 2000jähriger Unterbrechung wird, wie ich glaube, in wenigen Tagen ein jüdischer Staat unter einer jüdischen Regierung errichtet werden”, sagte der Zionist David Ben-Gurion schon kurz vor der Staatsgründung Israels, welche am 15. Mai 1948 proklamiert wurde. Die zionistische Bewegung hatte ihren Ursprung schon deutlich vorher und fand große Sympathien bei vielen Juden. Die größte Aufmerksamkeit erlangte die zionistische Bewegung durch Theodor Herzl, der 1896 ein Buch über die Organisation und den Zusammenschluss der Zionisten veröffentlichte. Die Araber, waren Gegner dieser Idee der Zionisten. Sie sind bekannt als eine ethnische Gruppe, welche ihren Ursprung auf der Arabischen Halbinsel und Nordafrika hat. Sie leben in Palästina und in den benachbarten Ländern, wie z.B. im Libanon, in Ägypten und Marokko. Es waren also die Palästinenser betroffen, die in ihrem geografischen Raum lebten und Unterstützung von ihren arabischen Nachbarn erhielten. Die arabischen Nachbarn sahen sich von den Zionisten angegriffen, da die Palästinenser betroffen waren und ebenfalls weil in dem Gebiet ausschließlich Araber angesiedelt waren.
Die Juden erlitten über 2000 Jahre viele Rückschläge. Dazu gehörten diverse Pogrome, Unterdrückungen und auch Vertreibungen. Als ausgesprochen folgenschwer gilt der Genozid an Juden durch die Nationalsozialisten, welcher nicht nur sechs Millionen Menschenleben kostete, sondern alle Juden zum einen in Angst und Sorge und zum anderen in ein Trauma versetzte. Umso größer waren die Freude und der Wille der Juden zum Zeitpunkt der Staatsgründung. Dies bedeutete nämlich nicht nur, dass es nun einen jüdischen Staat gab, sondern auch, dass die Juden nicht mehr wehrlos waren und somit auf zukünftige Aggressionen den Juden gegenüber, wie von den Nationalsozialisten, direkt reagieren konnten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Staatsgründung Israels ein, erläutert den historischen Kontext und definiert das Ziel sowie den Fokus der Untersuchung auf die Medienberichterstattung.
2. Methodik – Inhaltsanalyse: Hier wird der methodische Ansatz der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse und der Diskursanalyse vorgestellt, der als Grundlage für die Untersuchung der Zeitungsartikel dient.
3. Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Zionismus und Staat wissenschaftlich fundiert definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Arbeit zu schaffen.
4. Grundlegende Hintergrund-Informationen zum Verlauf der Staatsgründung Israels: Dieser Abschnitt bietet einen historischen Abriss der Ereignisse von den ersten jüdischen Siedlungsbewegungen bis hin zum Jüdisch-arabischen Krieg.
5. Die Kommunikatoren: Das Kapitel befasst sich mit dem Kontext der deutschen Presse nach 1945 sowie den Profilen und Hintergründen der untersuchten Publikationen DER SPIEGEL und AUFBAU.
6. Analyse/Durchführung der Methode: Hier findet die eigentliche Analyse und Auswertung der ausgewählten Artikel beider Zeitschriften statt, unterteilt in politische, wirtschaftliche und soziale Kategorien.
7. Vergleich: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Analyse beider Medien gegenübergestellt und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Berichterstattung herausgearbeitet.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet die unterschiedlichen Perspektiven der Zeitschriften und gibt einen Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungen.
Schlüsselwörter
Staatsgründung, Israel, Palästina, Zionismus, DER SPIEGEL, AUFBAU, Medienanalyse, Inhaltsanalyse, Nahostkonflikt, Pressefreiheit, Deutschland, Geschichte, Politische Berichterstattung, Judentum, Journalismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie zwei verschiedene Medientypen (eine deutsche Zeitschrift und eine deutsch-jüdische Exilzeitung) im Zeitraum unmittelbar um die Staatsgründung Israels 1948 über das Ereignis berichtet haben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Darstellung der Ereignisse sowie der Art und Weise, wie die Medien die Rolle der Akteure und das Narrativ der Staatsgründung gestalteten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Unterschiede in der Berichterstattung zwischen dem SPIEGEL und dem AUFBAU herauszuarbeiten und zu analysieren, wie der Entstehungskontext und die Zielgruppe der Medien deren Sicht auf die Ereignisse beeinflusst haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Anwendung kommt die inhaltlich-strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, ergänzt durch Ansätze der Diskursanalyse zur Untersuchung der Darstellungsmittel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sechs Artikel aus dem SPIEGEL und drei Artikel aus dem AUFBAU einzeln analysiert und in die Kategorien Politik, Wirtschaft und Soziales eingeordnet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Staatsgründung Israel, Medienanalyse, Inhaltsanalyse und den direkten Vergleich zwischen SPIEGEL und AUFBAU in einem historischen Kontext beschreiben.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem SPIEGEL und dem AUFBAU eine so wichtige Rolle?
Die Zeitschriften hatten grundlegend verschiedene Zielgruppen und Entstehungsgeschichten: Während der SPIEGEL sich an die deutsche Gesellschaft in den Besatzungszonen richtete, diente der AUFBAU als Exilzeitung von Juden für Juden und war inhaltlich stärker mit dem Erfolg Israels verbunden.
Welche Rolle spielt die Sprache in der Berichterstattung?
Die Arbeit stellt fest, dass der SPIEGEL teils biblische Sprache zur impliziten Kritik nutzte, während der AUFBAU Begriffe wie "Held" verwendete, um die Kämpfer und den Staat zu heroisieren.
Wird die Situation in Deutschland zum Zeitpunkt der Berichterstattung thematisiert?
Die Analyse zeigt überraschend, dass in beiden Medien kaum ein direkter Bezug zur Situation in den deutschen Besatzungszonen hergestellt wird, was der Autor unter anderem mit der noch fehlenden staatlichen Struktur Deutschlands 1948 begründet.
- Quote paper
- Dilan Erdogan (Author), 2019, Die Berichterstattung zur Staatsgründung Israels im SPIEGEL und AUFBAU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514936