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Fermiaufgaben im Mathematikunterricht (Grundschule, Klasse 3). Förderung von Chancengleichheit durch neue Aufgabenformate

Eine empirische Untersuchung zu Bearbeitungswegen von Grundschulkindern

Titel: Fermiaufgaben im Mathematikunterricht (Grundschule, Klasse 3). Förderung von Chancengleichheit durch neue Aufgabenformate

Bachelorarbeit , 2017 , 54 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Mathematik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Förderung von fachlichen sowie von sozialen und persönlichen Kompetenzen steht im Mathematikunterricht im Vordergrund. Eine Grundlage für die weiterführende Schule und für das alltägliche Leben, in welchem mathematische Fähigkeiten als unverzichtbar gelten, soll bereits in der Grundschule geschaffen werden. Um dieses Ziel zu erfüllen, sollen im Mathematikunterricht diverse Kompetenzen entwickelt und erweitert werden und das Interesse am Mathematiklernen gesteigert werden. Da in der Grundschule die Heterogenität der Schüler besonders ausgeprägt ist, müssen Aufgabenformate gefunden werden, welche eine Chancengleichheit für alle Individuen darstellen und die Anwendung verschiedener Bearbeitungswege akzeptiert.

Im Verlauf dieser Arbeit soll herausgefunden werden, ob durch den Einbezug von Fermiaufgaben im Mathematikunterricht die oben genannten Forderungen erfüllt werden können und ob es möglich ist, mit diesem Aufgabenformat die verschiedenen fachlichen und sozialen Kompetenzen der Schüler zu fördern und zu vertiefen. Um dies zu erforschen, wurde eine Fermiaufgabe in einer dritten Klasse gestellt und die Bearbeitungsprozesse bezüglich der angesprochenen Kompetenzen analysiert. Ein besonderes Augenmerk liegt zusätzlich auf den unterschiedlichen Bearbeitungswegen, welche von den Schülern gewählt wurden.

Fermiaufgaben sind komplexe Schätzungsaufgaben, die mathematische Problemsituationen darstellen. Für die Bearbeitung der Aufgaben müssen die Schüler ihre Basisfertigkeiten mit ihrem Alltagswissen und beherrschten Strategien vernetzen. Es können keine vorgefertigten Schemata angewendet werden, da jede Fermiaufgabe eine individuelle Herangehensweise fordert. Fermiaufgaben behandeln alltägliche Phänomene und Probleme, die den Kindern aus ihrem Umfeld bekannt sind. Dies hilft den Schülern dabei, die Aufgaben zu verstehen und weckt ihr Interesse. Der Unterscheid zwischen Fermiaufgaben und herkömmlichen Textaufgaben liegt darin, dass bei Fermiaufgaben nicht alle benötigten Daten in der Problemfrage benannt sind. Somit müssen die Schüler die gesuchten Daten durch ihr Vorwissen erschließen, Annahmen anstellen und Zahlen plausibel schätzen. Es ist auch erlaubt Hilfsmittel wie zum Beispiel das Internet zu benutzen, um Werte zu recherchieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fermiaufgaben

2.1 Was sind Fermiaufgaben?

2.2 Woran erkennt man Fermiaufgaben?

2.3 Wozu sind Fermiaufgaben gut?

2.3.1 Offenheit der Aufgaben

2.3.2 Förderung der Selbstständigkeit

2.3.3 Strategisch arbeiten

2.3.4 Alltagsbezug

2.3.5 Kompetenzförderung

2.3.5.1 Prozessbezogene Kompetenzen

2.3.5.1.1 Problemlösen/kreativ sein

2.3.5.1.2 Modellieren

2.3.5.1.3 Argumentieren

2.3.5.1.4 Darstellen/Kommunizieren

2.3.5.2 Inhaltsbezogene Kompetenzen

2.3.5.2.1 Zahlen und Operationen

2.3.5.2.2 Raum und Form

2.3.5.2.3 Größen und Messen

3 Analyse der Fahrradaufgabe

3.1 Musterlösung

3.2 Offenheit der Aufgabe

3.3 Förderung der Selbstständigkeit

3.4 Strategisch arbeiten

3.5 Alltagsbezug

3.6 Kompetenzförderung

3.6.1 Prozessbezogene Kompetenzen

3.6.1.1 Problemlösen/Kreativ sein

3.6.1.2 Modellieren

3.6.1.3 Argumentieren

3.6.1.4 Darstellen/Kommunizieren

3.6.2 Inhaltsbezogene Kompetenzen

3.6.2.1 Zahlen und Operationen

4 Auswertung der Schülerbearbeitungen

4.1 Methodische Umsetzung

4.2 Zusammenschau der Bearbeitungen

4.2.1 Gruppe 1

4.2.1.1 Phasierung

4.2.1.2 Kompetenzerwartungen

4.2.1.3 Rechenfehler

4.2.1.4 Angemessene Lösung

4.2.1.5 Kooperation

4.2.2 Gruppe 2

4.2.2.1 Phasierung

4.2.2.2 Kompetenzerwartung

4.2.2.3 Rechenfehler

4.2.2.4 Angemessene Lösung

4.2.2.5 Kooperation

4.2.3 Gruppe 3

4.2.3.1 Phasierung

4.2.3.2 Kompetenzerwartungen

4.2.3.3 Rechenfehler

4.2.3.4 Angemessene Lösung

4.2.3.5 Kooperation

4.3 Vergleich der Gruppen

4.4 Reflexion

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Einsatz von Fermiaufgaben im Mathematikunterricht der Grundschule dazu beitragen kann, fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen der Schüler zu fördern. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Analyse unterschiedlicher Bearbeitungswege und der Eignung dieses offenen Aufgabenformats für eine heterogene Schülerschaft.

  • Charakterisierung und theoretische Fundierung von Fermiaufgaben
  • Analyse der prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzentwicklung
  • Empirische Untersuchung der Bearbeitungsprozesse in Schülergruppen
  • Vergleich von Lösungsstrategien, Kooperationsformen und Rechenwegen
  • Reflexion über die Rolle der Lehrkraft bei der Unterstützung offener Lernprozesse

Auszug aus dem Buch

3.2 Offenheit der Aufgabe

Das Kriterium der Offenheit trifft auf die verwendete Fermiaufgabe zu, da beim Lesen der Frage kein eindeutiger Lösungsweg zu erkennen ist. Wie die Aufgabe zu bearbeiten ist, wird nicht vorgegeben und jeder Problemlöser darf eine eigene Vorgehensweise wählen. Es besteht die Möglichkeit die Zahlen lediglich zu schätzen, so wie es in der Musterlösung gemacht wurde. Die Kinder dürfen allerdings auch im Sekretariat nachfragen, wie viele Schüler die Schule besuchen. Es ist außerdem erlaubt, die Klassengrößen bei den jeweiligen Klassen zu erfragen und die Gesamtzahl daraus zu errechnen beziehungsweise einen Mittelwert zu bilden. Auch für die Größe der Familien können die Schüler eine Umfrage in den Klassen machen und daraus einen Mittelwert bilden oder einige Stichproben nehmen und daran anlehnend einen realistischen Wert bilden. Auch die Reihenfolge der Teilschritte ist nicht vorgegeben. Die Problemlöser können frei entscheiden, welche Werte sie zuerst erheben wollen und mit welchem Lösungsweg sie am besten das Ergebnis erhalten. Zusätzlich gibt es nicht nur ein einziges richtiges Ergebnis, sondern solange die erhobenen Werte plausibel begründet sind, ist jedes Ergebnis richtig. Je nachdem mit welchen Zahlen gerechnet wird, weichen die Lösungen voneinander ab. Es wäre beispielsweise auch realistisch, dass von 250 Schülern ausgegangen wird und auch die Anzahl von Fahrrädern in einer Familie kann zwischen zwei und sechs schwanken. Somit verändert sich das Ergebnis und bleibt dennoch korrekt, soweit es sinnvoll begründet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Förderung fachlicher und sozialer Kompetenzen im Mathematikunterricht und führt in die Fragestellung zur Wirksamkeit von Fermiaufgaben in der Grundschule ein.

2 Fermiaufgaben: Dieses Kapitel definiert Fermiaufgaben als offene Schätzungsaufgaben und erläutert deren Beitrag zur Kompetenzförderung sowie zur Vernetzung von Alltagswissen mit mathematischen Fähigkeiten.

3 Analyse der Fahrradaufgabe: Es erfolgt eine theoretische Untersuchung der speziellen Forschungsaufgabe, wobei eine Musterlösung erstellt und das Potenzial der Aufgabe hinsichtlich der geforderten Kompetenzbereiche geprüft wird.

4 Auswertung der Schülerbearbeitungen: Dieser zentrale Teil dokumentiert und analysiert die empirische Erprobung in sieben Schülergruppen unter Anwendung der Phasen nach Polya und spezifischer Kriterien wie Kooperation und Lösungsangemessenheit.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Herausforderungen der Heterogenität und spricht sich für die Implementierung von Fermiaufgaben als festen Bestandteil des Mathematikunterrichts aus.

Schlüsselwörter

Fermiaufgaben, Mathematikunterricht, Grundschule, Problemlösen, Modellieren, Argumentieren, Kompetenzförderung, Sachrechnen, Schülerbearbeitungen, Kooperation, Offene Aufgaben, Schätzstrategien, Bildungsstandards, Heterogenität, Bearbeitungswege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Fermiaufgaben im Mathematikunterricht der Grundschule und untersucht, wie diese offenen Aufgabenformate die Kompetenzentwicklung von Kindern beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die theoretische Einordnung von Fermiaufgaben, die Analyse mathematischer Kompetenzen (prozess- und inhaltsbezogen) sowie die empirische Auswertung realer Schülergruppen bei der Lösung einer spezifischen Fermiaufgabe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist herauszufinden, ob durch den Einsatz von Fermiaufgaben fachliche und soziale Kompetenzen gefördert werden können und wie Kinder unterschiedliche Bearbeitungswege entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Untersuchung durchgeführt, bei der die Bearbeitungsprozesse von Schülergruppen in einer dritten Klasse gefilmt, analysiert und nach Kriterien wie den Phasen nach Polya sowie spezifischen Kompetenzerwartungen bewertet wurden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der "Fahrradaufgabe" und einen praktischen Teil, in dem die Arbeitsergebnisse und das Gruppenverhalten von sieben Schülergruppen im Detail ausgewertet werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Fermiaufgaben, Problemlösen, Modellieren, Kompetenzförderung, Sachrechnen und Schülerbearbeitungen.

Warum wird im Kapitel 4 die "Phasierung nach Polya" zur Analyse genutzt?

Das Modell von Polya dient dazu, die komplexen und oft unstrukturierten Denkprozesse der Schüler bei der Lösung von Fermiaufgaben in nachvollziehbare Teilschritte (Verstehen, Planen, Ausführen, Rückschau) zu gliedern.

Welche Rolle spielt die Heterogenität der Grundschulklasse für die Ergebnisse?

Die Heterogenität erklärt die deutlichen Unterschiede in den Lösungsansätzen und der Selbstständigkeit der Gruppen, wobei die Arbeit zeigt, dass Fermiaufgaben zwar für alle Kinder zugänglich sind, aber sehr unterschiedliche Unterstützung benötigen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über ihre eigene Rolle bei der Erprobung?

Die Autorin reflektiert kritisch, dass sie schwächeren Gruppen teilweise zu schnell Hilfestellung gegeben hat, wodurch den Kindern die Chance genommen wurde, Probleme eigenständig zu lösen.

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Details

Titel
Fermiaufgaben im Mathematikunterricht (Grundschule, Klasse 3). Förderung von Chancengleichheit durch neue Aufgabenformate
Untertitel
Eine empirische Untersuchung zu Bearbeitungswegen von Grundschulkindern
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
54
Katalognummer
V515214
ISBN (eBook)
9783346107503
ISBN (Buch)
9783346107510
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fermiaufgaben Mathematik Grundschule Primarstufe Empirische Untersuchung Kompetenzen Didaktik 3. Klasse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Fermiaufgaben im Mathematikunterricht (Grundschule, Klasse 3). Förderung von Chancengleichheit durch neue Aufgabenformate, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/515214
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Leseprobe aus  54  Seiten
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