Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Miscellaneous

Die wandelnde Repräsentation der Frauenrolle in Videospielen am Beispiel der "The Legend of Zelda"-Reihe

Title: Die wandelnde Repräsentation der Frauenrolle in Videospielen am Beispiel der "The Legend of Zelda"-Reihe

Essay , 2019 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Janina Baldermann (Author)

Communications - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Folgenden wird anhand ausgewählter Charaktere der Serie untersucht, inwieweit sich die Darstellung der Frauenrolle in "Zelda"-Games veränderte und verändert und wie Kritiker, Fans und Nintendo selbst dem gegenüberstehen.

Seit Anbeginn der Menschheit wird unterschieden zwischen Mann und Frau. In der Steinzeit blieb die Frau nach heutigen Erkenntnissen in der Höhle und kümmerte sich um die Kinder und das Essen, wohingegen der Mann in die weite Welt hinausging, um zu jagen oder neue Gebiete zu erkunden. Rund um den Globus kann man verschiedene Auffassungen, Interpretationen und Repräsentationen der Frauenrolle innerhalb einer kulturellen Gesellschaft beobachten – nicht selten sind sie veraltet.

Wird es nicht langsam Zeit die stereotypischen Merkmale der Geschlechter hinter uns zu lassen und die Rollen zu revolutionieren?! Ob sich dies die Entwickler von der "The Legend of Zelda"-Reihe auch dachten? Dieses Essay untersucht ihre Entscheidungen und taucht hierfür thematisch in die Videospielwelt ein. Denn sieht man sich dort um, erkennt man leicht ein immer wieder auftretendes Muster, das sich durch Jahrzehnte der interaktiven Unterhaltungsmediengeschichte zieht – das "Damsel in Distress"-Schema (dt. "Jungfrau in Nöten"-Schema).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „The Legend of Zelda“-Serie

3. Repräsentation der Frauenrolle in „Zelda“-Games

4. Nintendo und die Gender-Thematik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Dieses Essay untersucht den Wandel in der Repräsentation weiblicher Charaktere innerhalb der „The Legend of Zelda“-Reihe, wobei der Fokus auf der Dekonstruktion des „Damsel in Distress“-Schemas und der Entwicklung hin zu eigenständigen, starken Frauenfiguren liegt.

  • Analyse des „Damsel in Distress“-Schemas in frühen Videospielen.
  • Untersuchung der Charakterentwicklung von Prinzessin Zelda und weiteren Frauenfiguren wie Midna und den Gerudo.
  • Reflexion über Nintendos Firmenstrategie und die Anpassung an eine geschlechtlich diverse Spielerschaft.
  • Diskussion über die Rezeption durch Fans und die Forderung nach weiblichen Protagonisten.
  • Einordnung von Inklusionsthemen wie der Trans-Identität am Beispiel von Vilia.

Auszug aus dem Buch

Repräsentation der Frauenrolle in „Zelda“-Games

Nicht umsonst wurde die Reihe nach der Prinzessin und stillen Protagonistin Zelda benannt. Sie ist Trägerin eines der drei Teile des Triforces; Zelda verkörpert die Weisheit. Die beiden anderen Träger sind Link (Mut) und Ganondorf (Kraft), was sie als weibliche Figur mit den männlichen Trägern gleichstellt. Sie tritt auf als ein „very powerful female character“. (Axinto: 2014, o. S.) Zudem ist die Prinzessin noch viel mehr, als ihr auf den ersten Blick anzusehen ist, denn sie kam als Wiedergeburt der Göttin Hylia auf die Erde, um ihr Königreich mithilfe menschlicher Fähigkeiten und in hylianischer Gestalt zu beschützen (siehe Abb. 3). (vgl. Meinecke: 2019, S. 12)

Als Link dies erfährt, nachdem er sie erneut aus einer misslichen Lage befreite, realisiert er, dass Zelda ihn für eine Rettungsaktion gar nicht gebraucht hätte. Verblüffend war diese ungeahnte Reaktion nicht nur für den Helden: „Zelda deviates from the ‚princess‘ trope that fans have been used to for years.” (Axinto: 2014, o. S.)

Ebenfalls untypisch für eine Videospiel-Prinzessin ist, dass Zelda zusammen mit ihrer treuen Dienerin Impa ohne Schwierigkeiten durch mit allerlei Gefahren infizierte Dungeons wandert. Wohingegen Link an jeder Ecke mit Monstern kämpfen oder knifflige Rätsel lösen muss, um lediglich ein paar Schritte weiterzukommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die geschichtliche Entwicklung der Geschlechterrollen und führt in das „Damsel in Distress“-Schema ein, das als zentraler Analysegegenstand für die „Zelda“-Reihe dient.

2. Die „The Legend of Zelda“-Serie: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Bedeutung, den Erfolg und die grundlegende Struktur der Spieleserie seit ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1986.

3. Repräsentation der Frauenrolle in „Zelda“-Games: Hier wird anhand konkreter Beispiele, wie Zelda, Midna und den Gerudo, die Darstellung und Emanzipation weiblicher Charaktere im Laufe der verschiedenen Spielableger analysiert.

4. Nintendo und die Gender-Thematik: Dieser Abschnitt beleuchtet Nintendos unternehmerische Bemühungen, weibliche Spielergruppen durch Inklusion und eine genderneutrale Charakterdarstellung stärker einzubinden.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die „Zelda“-Serie erfolgreich eine Entwicklung weg von stereotypen Rollenbildern vollzogen hat und zukünftig weitere Fortschritte hinsichtlich weiblicher Protagonisten zu erwarten sind.

Schlüsselwörter

Zelda, Nintendo, Frauenrolle, Repräsentation, Damsel in Distress, Videospiele, Gender, Link, Hyrule, Spielerschaft, Emanzipation, Charakterentwicklung, Inklusion, Game Design, Triforce.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Repräsentation von Frauenrollen in der Videospielserie „The Legend of Zelda“ und beleuchtet, wie sich diese von klassischen Klischees zu komplexeren Charakterdarstellungen gewandelt haben.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das „Damsel in Distress“-Schema, die Rolle der Prinzessin Zelda, die Darstellung von Nebencharakteren, Nintendos Firmenstrategie sowie die Rezeption durch die globale Fangemeinde.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es zu zeigen, dass Nintendo durch das gezielte Überdenken von Rollenmustern eine Vorreiterrolle bei der Repräsentation von Frauen in der Videospielindustrie einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Analyse, die Spielinhalte, Charakterdesigns und Fan-Rezeptionen auswertet, um eine Entwicklungstendenz innerhalb der Franchise aufzuzeigen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse spezifischer Charaktere wie Zelda, Midna, Impa und die Gerudo sowie auf Nintendos Bestreben, eine geschlechtlich vielfältige Zielgruppe anzusprechen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Gender, Repräsentation, Videospielkultur, Empowerment und Rollenwandel definieren.

Wie geht die Arbeit mit dem Charakter Vilia um?

Vilia wird als Beispiel für die Offenheit von Nintendo gegenüber LGBT-Themen genutzt, um zu zeigen, dass auch Trans-Identitäten in modernen „Zelda“-Titeln natürlich integriert werden.

Warum ist das Ergebnis für Fans der Reihe relevant?

Das Ergebnis ist für Fans relevant, da es die gestiegenen Erwartungen an eine spielbare, weibliche Hauptfigur diskutiert und durch aktuelle Ankündigungen von Nintendo untermauert.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Die wandelnde Repräsentation der Frauenrolle in Videospielen am Beispiel der "The Legend of Zelda"-Reihe
College
SAE Institute, Hamburg
Grade
2,0
Author
Janina Baldermann (Author)
Publication Year
2019
Pages
20
Catalog Number
V515229
ISBN (eBook)
9783346120984
ISBN (Book)
9783346120991
Language
German
Tags
Frauenrolle Gender Genderthematik Videospiele Zelda Darstellung Repräsentation Feminismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Baldermann (Author), 2019, Die wandelnde Repräsentation der Frauenrolle in Videospielen am Beispiel der "The Legend of Zelda"-Reihe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/515229
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint