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Die Kanzlerdemokratie - Führungsstile der Bundeskanzler in der Bundesrepublik Deutschland

Title: Die Kanzlerdemokratie - Führungsstile der Bundeskanzler in der Bundesrepublik Deutschland

Term Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Einleitung

Seit langer Zeit besteht in der Bundesrepublik Deutschland die Diskussion um die Machtverhältnisse im Bundestag und speziell die Stellung des Bundeskanzlers mit seinen weitreichenden Kompetenzen. Viele Meinungen existieren darüber, ob man die BRD aufgrund der ausgeprägten Stellung des Kanzlers als eine Kanzlerdemokratie bezeichnen kann. In meiner Hausarbeit möchte ich zunächst die Führungsstile vergangener Bundeskanzler untersuchen und anhand ausgewählter Beispiele belegen, ob sie einen eher „starken“ oder „schwachen“ Regierungsstil verfolgten. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, möchte ich im Wesentlichen den Zusammenhang von der Persönlichkeit und Stellung des Kanzlers in der BRD untersuchen. Aufgrund von zeitökonomischen Gründen werde ich dabei nur kurz auf die Geschichte ihrer Wahl, äußere Rahmenbedingungen ihrer Kanzlerschaft und ihre Persönlichkeit eingehen. Um nicht zu detailliert zu beschreiben, beziehe ich mich auf bestimmte wichtige Ereignisse und lasse Einzelheiten außer acht. Ich möchte mit dieser Hausarbeit vor allem einen groben Überblick über die einzelnen Amtszeiten geben und letztendlich eine Einschätzung des Regierungsstils vom derzeitigen Bundeskanzler Gerhard Schröder versuchen. In der derzeitigen Literaturlage lässt sich wegen der Aktualität wenig über den amtierenden Kanzler finden, weshalb ich mich bei meiner Arbeit nicht auf umfangreiche Literatur beziehen kann. Meinen Beurteilungen über die Regierungsstile lege ich hauptsächlich die Merkmale der Kanzlerdemokratie nach dem Politikwissenschaftler Karlheinz Niclauß zu Grunde. Abschließend werde ich in meiner Zusammenfassung einen prägnanten Vergleich aller Bundeskanzler anstellen und Schlussfolgerungen daraus ziehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Merkmale einer Kanzlerdemokratie nach Karlheinz Niclauß

3. Führungsstile vergangener Bundeskanzler in ihren Regierungszeiten

3.1. Konrad Adenauer

3.2. Ludwig Erhard

3.3. Kurt Georg Kiesinger

3.4. Willy Brandt

3.5. Helmut Schmidt

3.6. Helmut Kohl

4. Regierungsstil von Gerhard Schröder in seiner bisherigen Amtszeit

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Führungsstile der bisherigen Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, um auf Basis der von Karlheinz Niclauß definierten Merkmale der Kanzlerdemokratie zu beurteilen, inwieweit ein "starker" oder "schwacher" Regierungsstil vorlag. Dabei steht insbesondere der Zusammenhang zwischen der Persönlichkeit des Amtsinhabers, seiner Stellung innerhalb der Partei und den jeweiligen politischen Rahmenbedingungen im Fokus, wobei abschließend der Regierungsstil von Gerhard Schröder bewertet wird.

  • Analyse der Merkmale einer Kanzlerdemokratie nach Karlheinz Niclauß
  • Untersuchung der Regierungsstile von Adenauer bis Kohl
  • Vergleich von Führungskompetenz und Richtlinienkompetenz
  • Rolle der Parteibindung und Koalitionsdynamik
  • Einschätzung des Regierungsstils von Gerhard Schröder

Auszug aus dem Buch

3.1. Konrad Adenauer

„Am Anfang war Adenauer“5 heißt es und zu Recht wird gesagt, dass er mit seinem Führungsstil den Rahmen zukünftiger Bundeskanzler prägte. Als Präsident des Parlamentarischen Rates war er bekannt geworden, aber als nationale Führungsfigur kam er anfangs weniger in Frage. Er nutzte das Fehlen einer funktionierenden Parteiorganisation für sich aus und stellte so die Weichen für seine eigene Kanzlerschaft. Dies tat er vor allem darin, dass er sich durch informelle Gespräche z.B. mit dem bayrischen Ministerpräsidenten vorab verständigte und eine eventuelle Zusammenarbeit mit der SPD verhinderte, die sich aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen sowie politischen Lage nach Sicht vieler aufdrängte.

Mit seiner Regierungserklärung vom 20.09.1949 stellte Adenauer die bürgerliche Koalition als Erfüllung des Wählerwillens dar: “Das deutsche Volk hat sich mit großer Mehrheit gegen die Planwirtschaft ausgesprochen. Eine Koalition zwischen den Parteien, die die Planwirtschaft verworfen und denjenigen, die sie bejaht haben, würde dem Willen der Mehrheit der Wähler geradezu entgegengerichtet sein.“6 Adenauers Entscheidung für eine bürgerliche Koalition erwies sich später als entscheidende Strategie, um die CDU/CSU als Regierungspartei für viele Jahre festigen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung nach der Ausprägung der Kanzlerdemokratie in Deutschland ein und legt den methodischen Rahmen fest.

2. Merkmale einer Kanzlerdemokratie nach Karlheinz Niclauß: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Kriterien für eine Kanzlerdemokratie, insbesondere die Richtlinienkompetenz und das persönliche Prestige.

3. Führungsstile vergangener Bundeskanzler in ihren Regierungszeiten: Eine historische Analyse der Amtszeiten von Adenauer bis Kohl hinsichtlich ihrer Regierungsstile und Machtausübung.

3.1. Konrad Adenauer: Adenauer prägte den Rahmen des Kanzleramtes und gilt als Paradebeispiel für einen starken Regierungsstil.

3.2. Ludwig Erhard: Erhard scheiterte in seiner Amtszeit vor allem an mangelnder Führungskraft und einer schwachen Verankerung in seiner Partei.

3.3. Kurt Georg Kiesinger: Seine Amtszeit war durch die Große Koalition und die notwendige Konsenssuche anstelle der Richtlinienkompetenz geprägt.

3.4. Willy Brandt: Trotz außenpolitischer Erfolge war seine Amtszeit durch interne Koalitionsprobleme und eine schwindende Mehrheit belastet.

3.5. Helmut Schmidt: Sein Führungsstil war durch pragmatisches Krisenmanagement in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gekennzeichnet.

3.6. Helmut Kohl: Kohl verstand sich als "Generalist" und sicherte seine Macht durch informelle Netzwerke und die Führung der CDU als Partei.

4. Regierungsstil von Gerhard Schröder in seiner bisherigen Amtszeit: Analyse der Wandlung Schröders vom anfangs "zaudernden" Kanzler hin zu einem stärkeren Auftreten ab Ende der 90er Jahre.

5. Zusammenfassung: Abschließender Vergleich der Regierungsstile und Schlussfolgerungen zur langfristigen Machtsicherung deutscher Bundeskanzler.

Schlüsselwörter

Kanzlerdemokratie, Bundeskanzler, Führungsstil, Richtlinienkompetenz, Regierungsführung, Politische Macht, Parteiendemokratie, Koalitionsdemokratie, Politische Führung, Geschichte der BRD, Adenauer, Brandt, Kohl, Schröder, Machtausübung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Machtverhältnisse im politischen System der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere die Rolle des Bundeskanzlers und die Frage, wie man die Regierungsstile der bisherigen Kanzler anhand der "Kanzlerdemokratie" charakterisieren kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Richtlinienkompetenz, die Beziehung zwischen Kanzler und Partei, die Auswirkungen der jeweiligen Persönlichkeit auf den Regierungsstil sowie der Einfluss der Rahmenbedingungen auf die Durchsetzungskraft des Kanzlers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den "starken" oder "schwachen" Regierungsstil vergangener Bundeskanzler anhand spezifischer Kriterien zu bewerten und basierend auf dieser Analyse eine Einschätzung zur Amtsführung von Gerhard Schröder abzugeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Literaturanalyse, wobei das Modell der "Kanzlerdemokratie" nach Karlheinz Niclauß als theoretischer Rahmen und Maßstab für die Beurteilung der Regierungsstile dient.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die Amtszeiten der Kanzler von Konrad Adenauer bis Helmut Kohl und untersucht anschließend die Regierungsführung von Gerhard Schröder in seiner bisherigen Amtszeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kanzlerdemokratie, Richtlinienkompetenz, Machtverhältnisse, Führungspersönlichkeit und die spezifischen Regierungsstile der jeweiligen Amtsinhaber.

Warum wird Konrad Adenauer als typischer Vertreter der Kanzlerdemokratie bezeichnet?

Adenauer wird so eingestuft, da er seine Richtlinienkompetenz extensiv nutzte, ein hohes persönliches Prestige genoss und sein Regierungsstil in der Literatur als eindeutig stark bzw. autoritär beschrieben wird.

Was war der Hauptgrund für das Scheitern von Ludwig Erhard als Kanzler?

Erhard verfügte kaum über einflussreiche Machtpositionen innerhalb seiner Partei, besaß nicht das taktische Geschick eines Adenauer und sah sich zudem mit aufkommenden wirtschaftlichen Krisen konfrontiert, in denen er als "Vater des Wirtschaftswunders" an Überzeugungskraft verlor.

Wie sicherte Helmut Kohl seine Macht als Bundeskanzler?

Kohl sicherte seine Position weniger durch den formalen Einsatz der Richtlinienkompetenz im Kabinett, sondern durch die Steuerung informeller Netzwerke innerhalb der politischen Klasse und die Führung der CDU/CSU als Partei.

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Details

Title
Die Kanzlerdemokratie - Führungsstile der Bundeskanzler in der Bundesrepublik Deutschland
College
http://www.uni-jena.de/  (Politikwissenschaft)
Course
Die Bundesregierung
Grade
2,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V51523
ISBN (eBook)
9783638474726
ISBN (Book)
9783656798729
Language
German
Tags
Kanzlerdemokratie Führungsstile Bundeskanzler Bundesrepublik Deutschland Bundesregierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2004, Die Kanzlerdemokratie - Führungsstile der Bundeskanzler in der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51523
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