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Darstellung und kritische Würdigung des Rechts der gesetzlichen Unfallversicherung

Title: Darstellung und kritische Würdigung des Rechts der gesetzlichen Unfallversicherung

Seminar Paper , 2005 , 48 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Beate Mohr (Author)

Business economics - Law
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Summary Excerpt Details

Unfälle können ein Leben verändern. Oft ist es nur eine kleine Unachtsamkeit, ein Versehen mit verheerenden Folgen. Verletzungen und Krankheiten, die im schlimmsten Fall zur Berufsunfähigkeit oder gar zum Tod des Verunfallten führen, sind Albtraum vieler Menschen. Weitergedacht bringen solche Unfälle nicht selten auch Einbußen des Einkommens mit sich. So können lange Krankenzeiten, notwendige Hilfsmittel und andere unfallbedingte Folgeerscheinungen schnell auch die gesicherte finanzielle Grundlage des Verunfallten und im schlimmsten Fall der gesamten Familie auf den Kopf stellen. Trägt man dem Umstand Rechnung, dass der arbeitende Mensch in der Regel den Großteil seines Tages mit der Verrichtung seiner Arbeitstätigkeit verbringt, so wird deutlich, dass die potenzielle Gefahr eines Unfalles am Arbeitsplatz sehr hoch einzustufen ist.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer allgemeinen Darstellung der gesetzlichen Unfallversicherung, wobei im zweiten Kapitel mit der Vorstellung des versicherten Personenkreises begonnen wird. Anschließend werden die versicherten Gegebenheiten dargestellt, um nachfolgend die gesetzlichen Leistungen darzulegen. Das fünfte Kapitel beschäftigt sich danach mit der Organisation und der Finanzierung der Unfallversicherung. Abschließend wird in einer kritischen Würdigung die aktuelle Situation der gesetzlichen Unfallversicherung dargestellt. Dabei muss der Frage nachgegangen werden, ob in Zeiten, in denen die Senkung der Lohn- und Lohnnebenkosten ein allumfassendes Politikum geworden ist, die gesetzliche Unfallversicherung überhaupt noch eine Rechtfertigung erlangen kann. In Zeiten, in welchen große politische Parteien offen proklamieren, sozial sei, was Arbeitsplätze schaffe, muss sich auch die gesetzliche Unfallversicherung der Bewertung stellen, ob sie als sinnvoller Teil der sozialen Sicherung nach wie vor Rechtfertigung erlangt oder als „sozialer Wohlstand“ überholt und abzuschaffen oder zumindest den aktuellen Gegebenheiten anzupassen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 VERSICHERTER PERSONENKREIS

2.1 Allgemeines

2.2 Versicherte kraft Gesetz

2.3 Versicherte kraft Satzung

2.4 Freiwillig Versicherte

2.5 Versicherungsfreiheit

3 VERSICHERUNGSFÄLLE

3.1 Allgemeines

3.2 Arbeitsunfall

3.2.1 Kausalität

3.2.2 Versicherte Tätigkeit

3.2.3 Unfall

3.2.4 Gesundheitsschaden

3.2.5 Prüfschema zur Feststellung eines Arbeitsunfalls

3.3 Wegeunfall

3.3.1 Allgemeines

3.3.2 Ort der versicherten Tätigkeit

3.3.3 Häuslicher Wirkungskreis

3.3.4 Dritter Ort

3.3.5 Umwege

3.3.6 Unterbrechungen

3.4 Berufskrankheiten

3.5 Folgenunfälle

4 VERSICHERUNGSLEISTUNGEN

4.1 Allgemeines

4.2 Leistungen vor Eintritt eines Versicherungsfalls

4.2.1 Allgemeines

4.2.2 Unfallverhütungsvorschriften

4.2.3 Überwachung und Beratung

4.2.4 Sicherheitsbeauftragte

4.2.5 Weiterbildung durch die Unfallversicherungsträger

4.3 Leistungen nach Eintritt eines Versicherungsfalls

4.3.1 Allgemeines

4.3.2 Heilbehandlung und Rehabilitation

4.3.3 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

4.3.4 Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und ergänzende Leistungen

4.3.5 Leistungen bei Pflegebedürftigkeit

4.3.6 Verletzten- und Übergangsgeld

4.3.7 Renten an Versicherte

4.3.8 Leistungen an Hinterbliebene

5 TRÄGER UND FINANZIERUNG

5.1 Träger

5.2 Finanzierung

6 KRITISCHE WÜRDIGUNG

7 LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine systematische Darstellung der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland. Das Ziel ist es, die Struktur des versicherten Personenkreises, die Definition von Versicherungsfällen sowie das Spektrum der angebotenen Leistungen zu erläutern und anschließend die aktuelle Situation und Rechtfertigung dieser Sozialversicherung kritisch zu hinterfragen.

  • Rechtliche Grundlagen und Systematik der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Abgrenzung des versicherten Personenkreises (echte vs. unechte Unfallversicherung)
  • Definition und Voraussetzungen von Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten
  • Präventions- und Rehabilitationsleistungen sowie finanzielle Entschädigungen
  • Organisation, Finanzierung und kritische Würdigung der aktuellen Renten- und Leistungspraxis

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Versicherte Tätigkeit

Wie bereits kurz beschrieben, muss die durchgeführte Handlung in einem inneren Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen und dieser wesentlich dienen. Hierbei kommt es allerdings nicht darauf an, ob die Handlung dem Unternehmen tatsächlich objektiv dient. Vielmehr ist auf die subjektive Einstellung des Versicherten und seine Auffassung darüber abzustellen, ob die Tätigkeit geeignet sein könnte, dem Interesse des Unternehmens zu dienen.26 Schranken sind dem Versicherten jedoch in der Art gesetzt, als dass er den Rahmen vernünftigen Verhaltens nicht offensichtlich überschreiten oder die Tätigkeit bewusst schädigend vornehmen darf.27 Grundsätzlich ist es somit unproblematisch, einen Versicherungsfall zu bejahen, wenn der Versicherte während seiner Arbeitszeit auf dem Arbeitsgelände einen Unfall aufgrund einer Tätigkeit erleidet, die er infolge seines Arbeitsauftrages ausführen muss.28 Schwieriger gestaltet sich jedoch das Bejahen einer versicherten Tätigkeit, wenn diese eine eigenwirtschaftliche Handlung darstellt, welche sich von der versicherten Tätigkeit dahingehend abgrenzen lässt, als dass die eigenwirtschaftliche Tätigkeit dem privaten und damit nicht versicherten Bereich zuzurechnen ist. Entscheidend ist hierbei die am Zweck orientierte Betrachtungsweise der Handlung. Eine privatwirtschaftliche Tätigkeit wird dann angenommen, wenn sie ausschließlich der Verfolgung privater Interessen dient und nicht durch den Betrieb veranlasst ist.29

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung der gesetzlichen Unfallversicherung als Unternehmerhaftpflichtversicherung und Zielsetzung der Seminararbeit.

2 VERSICHERTER PERSONENKREIS: Definition der versicherten Personen, einschließlich Beschäftigter, Ehrenamtlicher, Kinder und Studenten, sowie Möglichkeiten der freiwilligen Versicherung.

3 VERSICHERUNGSFÄLLE: Eingehende Analyse der Voraussetzungen für Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten sowie deren Abgrenzung.

4 VERSICHERUNGSLEISTUNGEN: Darstellung der Präventionsmaßnahmen vor Eintritt eines Falls sowie der Heilbehandlungs- und Rehabilitationsleistungen nach einem Versicherungsfall.

5 TRÄGER UND FINANZIERUNG: Erläuterung der Organisation der Träger (Berufsgenossenschaften) und der beitragsbasierten Finanzierung durch Unternehmer.

6 KRITISCHE WÜRDIGUNG: Reflexion über die heutige Rechtfertigung der gesetzlichen Unfallversicherung vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Sparzwänge.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Unfallversicherung, Arbeitsunfall, Wegeunfall, Berufskrankheit, Sozialgesetzbuch, Berufsgenossenschaft, Prävention, Rehabilitation, Versicherter Personenkreis, Unternehmerhaftung, Rentenzahlung, Verletzengeld, Finanzierung, Umlageverfahren, Arbeitssicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine umfassende Darstellung und eine kritische Würdigung des deutschen Rechts der gesetzlichen Unfallversicherung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bestimmung der Versicherten, der Definition von Versicherungsfällen (Arbeits-, Wegeunfälle, Berufskrankheiten) sowie der Struktur der Leistungen und der Finanzierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist eine systematische Übersicht über das Versicherungssystem sowie eine kritische Bewertung, ob das System in Zeiten sinkender Lohnnebenkosten weiterhin seine Rechtfertigung behält.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Seminararbeit, die auf der Analyse von Gesetzen, Kommentaren und Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Personenkreises, die detaillierte Prüfung von Versicherungsfällen, das Leistungsspektrum von der Prävention bis zur Rehabilitation und die Analyse der Trägerstruktur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Unternehmerhaftpflichtversicherung, Versicherter Personenkreis, Kausalität, Prävention, Berufsgenossenschaft und Umlageverfahren.

Was unterscheidet einen Arbeitsunfall von einem Wegeunfall?

Während der Arbeitsunfall in direktem inneren Zusammenhang mit der eigentlichen versicherten Tätigkeit steht, betrifft der Wegeunfall die Fortbewegung zur oder von der Arbeitsstätte.

Wie wird das "Drei-Stufen-Modell" bei der Finanzierung genutzt?

Es dient zur Beitragsberechnung: 1. Risikogemeinschaften bilden, 2. Zuordnung zu Gefahrenklassen, 3. individuelle Anpassung durch Beitragszuschläge oder Nachlässe.

Warum ist die "Wegeversicherung" ein kritischer Punkt?

Sie widerspricht teilweise dem Prinzip der Beitragsgerechtigkeit, da Arbeitgeber selten Einfluss auf das Verhalten der Versicherten auf ihren privaten Wegen zur Arbeit haben.

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Details

Title
Darstellung und kritische Würdigung des Rechts der gesetzlichen Unfallversicherung
College
University of Applied Sciences Aschaffenburg  (Fachbereich Betriebswirtschaft und Recht)
Course
Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
Grade
1,0
Author
Beate Mohr (Author)
Publication Year
2005
Pages
48
Catalog Number
V51536
ISBN (eBook)
9783638474825
ISBN (Book)
9783638843683
Language
German
Tags
Darstellung Würdigung Rechts Unfallversicherung Arbeits- Sozialversicherungsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beate Mohr (Author), 2005, Darstellung und kritische Würdigung des Rechts der gesetzlichen Unfallversicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51536
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