Bei diesem Buch handelt es sich um einen Unterrichtsentwurf in einer Klasse 1 einer Schule für Sprachbehinderte. Das Thema Tiere im Winter wird in dieser Stunde anhand von Tierspuren, die selbständig hergestellt, visualisiert und dann versprachlicht werden, erarbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Darstellung der Lernvoraussetzungen
1.1 Lernvoraussetzungen der Gesamtklasse
1.2 Schülerbeschreibungen
1.2.1 Individuelle Lernvoraussetzungen von P.
1.2.2 Individuelle Lern- und Förderziele von P.
1.2.3 Individuelle Lernvoraussetzungen von E.
1.2.4 Individuelle Lern- und Förderziele von E.
2. Überlegungen zum Unterrichtsthema
2.1 Einordnung der Stunde in den Gesamtzusammenhang
2.2 Sachanalyse
2.3 Bedeutung und Bezug des Themas für die Schülerinnen und Schüler
2.4 Bezug zum Bildungsplan
3. Überlegungen zum Lehr- Lernprozess
3.1 Konzeptionelle Überlegungen
3.2 Lern- und Förderziele
3.2.1 Grobziele
3.2.2 Feinziele
3.3 Methodisch-didaktische Überlegungen
4. Unterrichtsskizze
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Prüfungslehrprobe hat zum Ziel, Erstklässlern einer Schule für Sprachbehinderte das Thema „Tiere im Winter“ durch handlungsorientiertes Lernen näherzubringen, wobei insbesondere die sprachlichen Fähigkeiten und das Verständnis für Größenverhältnisse durch den direkten Vergleich von Tierspuren gefördert werden sollen.
- Handlungsorientierte Erarbeitung von Tierspuren mittels Knet
- Vertiefung mathematischer Vorstellungen im Bereich „Längen“
- Förderung der kommunikativen Fähigkeiten in Gruppenarbeitsphasen
- Integration sprachheilpädagogischer Ansätze durch den Einsatz konstanter Satzmuster
Auszug aus dem Buch
2.2 Sachanalyse
Das Eichhörnchen ist ein Säugetier und gehört zu den Nagetieren. Sein Lebensraum sind Laub-, Misch- und Nadelwälder sowie Parks, Gärten, die oft sogar in unmittelbarer Nähe des Menschen sind. Dort baut es sich hoch oben in den Astgabeln der Bäume ein kugelförmiges, mit Gras und Moos ausgepolstertes Hauptnest, den Kobel. Außerdem hat es noch mehrere Schlaf- und Spielnester. Das Eichhörnchen hat eine Körperlänge von 20-25 cm und der Schwanz ist 15-20 cm lang. Der buschige Schwanz dient beim Klettern zum Balancieren, beim Springen als Steuerruder und bei der Balz als Signal. An den Ohren hat es Büschel, die im Winter besonders lang sind. Im Sommer ist das Fell meist leuchtend rotbraun, im Winter ist es dunkler. Die Fellfarbe des Eichhörnchens kann aber von graurot über braunrot bis zu schwarz variieren.
Das Eichhörnchen gehört zu den Winterruhern. Dabei befindet es sich in einem schlafähnlichen Ruhezustand, der aber öfter unterbrochen wird. Es ist nicht ganz so aktiv wie sonst, da es sonst viel zu viel Energie verbrauchen würde. Das Eichhörnchen ist häufiger wach als die Winterschläfer, es wechselt des Öfteren seine Schlafposition und sucht seine Vorratskammern auf. Um die kalte Jahreszeit zu überstehen, legt es sich im Herbst, solange das Nahrungsangebot noch reichhaltig ist, einen Wintervorrat an. Dazu gehören Samen wie Kiefernzapfen, Esskastanien, Walnüsse, Haselnüsse, Eicheln und Bucheckern. Diese gräbt es in die Erde oder versteckt sie in Baumhöhlen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Darstellung der Lernvoraussetzungen: Dieses Kapitel analysiert die heterogene Zusammensetzung der Klasse sowie die individuellen Lernvoraussetzungen und Förderbedarfe zweier spezifischer Schülerinnen/Schüler.
2. Überlegungen zum Unterrichtsthema: Hier wird das Thema in den Unterrichtskontext eingeordnet, eine Sachanalyse der behandelten Tiere durchgeführt und der Bezug zum Bildungsplan hergestellt.
3. Überlegungen zum Lehr- Lernprozess: Dieses Kapitel erläutert das methodische Konzept der Handlungsorientierung, definiert die Lernziele und beschreibt die didaktische Gestaltung der verschiedenen Phasen.
4. Unterrichtsskizze: Hier werden der geplante zeitliche Ablauf, die methodischen Kommentare und die benötigten Medien für die Lehrprobe tabellarisch dargestellt.
Schlüsselwörter
Tiere im Winter, Sprachbehinderte, Sonderpädagogik, Handlungsorientierung, Tierspuren, Größenvergleich, Längen, Sprachförderung, Inklusion, Förderschule, Unterrichtsplanung, Sachunterricht, Mathematik, Grundschule, Satzmuster.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine Prüfungslehrprobe für das Lehramt an Sonderschulen im Fachbereich Sprachbehindertenpädagogik mit dem Thema „Tiere im Winter“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Lebensweise heimischer Tiere im Winter, das mathematische Verständnis von „Längen“ sowie die gezielte Sprachförderung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung von Sachwissen über Tierspuren und gleichzeitig die sprachliche sowie kognitive Aktivierung der Schüler durch handelnde Auseinandersetzung mit dem Material.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein handlungsorientierter Ansatz nach Piaget, Aebli und Bruner gewählt, der durch sprachheilpädagogische Methoden wie die Kontextoptimierung nach Motsch ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Lernausgangslage, die fachliche Sachanalyse der Tiere (Eichhörnchen, Hase, Fuchs, Reh), die pädagogische Begründung der Unterrichtsphasen und eine detaillierte Unterrichtsskizze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Handlungsorientierung, Sprachförderung, Tierspuren, Größenvergleich, Förderschule und sonderpädagogische Sprachtherapie.
Warum spielt das Eichhörnchen in der Sachanalyse eine Rolle?
Das Eichhörnchen dient als Fallbeispiel für die Winterruher, um den Schülern den Unterschied zwischen Winterschlaf, Winterruhe und Winteraktivität anschaulich zu verdeutlichen.
Wie wird auf die individuellen Bedürfnisse von Schülern mit Wahrnehmungsstörungen eingegangen?
Die Arbeit sieht für betroffene Kinder intensive Betreuung durch die Lehrperson, den Einsatz visueller Hilfen wie Plakate und Symbole sowie eine bewusste Differenzierung des Arbeitsmaterials vor.
Welche Rolle spielen die Satzmuster in der Unterrichtsgestaltung?
Die Satzmuster dienen als feste Formate, die den Schülern durch häufige Wiederholung als korrektes Sprachmodell dienen und ihnen helfen, ihre Ergebnisse in ganzen Sätzen zu formulieren.
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- Vera Fechter (Author), 2006, Tiere im Winter: Ein Vergleich von selbständig hergestellten Tierspuren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51543