Problemstellung
Die zunehmende Bedeutung der Globalisierung, der Internationalisierung sowie des Arbeitens in multikulturellen Teams macht Kenntnisse über andere Länder , Kulturen und Märkte heutzutage unverzichtbar. Besonders zur Vorbereitung von Auslandsaufenthalten von Mitarbeitern stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre zu entsendenden Mitarbeiter auf den bevorstehenden Auslandseinsatz einzustimmen. Im wesentlichen sind zwei Fälle von Kooperationen zu unterscheiden: Es bestehen deutsch-kanadische Handelsbeziehungen, welche von Deutschland aus oder in Deutschland gepflegt werden und einer erfolgreichen Kommunikation mit dem kanadischen Handelspartner bedürfen, oder es handelt sich um einen längerfristigen Auslandseinsatz eines Managers, welcher in Kanada Geschäftsbeziehungen vertieft oder aufbaut und sich sowohl beruflich wie auch privat mit der kanadischen Kultur auseinandersetzen muss. Um interkulturelle Kompetenz zu erwerben, muss als erster Schritt eine Auseinandersetzung mit „... fremden Kulturen mit ihren Besonderheiten in Geschichte, Mentalität, Gewohnheiten, Bräuchen, Religionen und Lebensstilen ...“ erfolgen.
Zielsetzung der Arbeit
Diese Hausarbeit soll dem Leser einen Einblick in die kanadische Geschichte, in die kanadische Kultur und in die Rahmenbedingungen des kanadischen Marktes vermitteln. Es handelt sich gleichermaßen um Informationen zur Vorbereitung eines Kanadaaufenthaltes sowie um einen ersten Schritt zu einer Umweltanalyse für den Markteintritt eines international tätigen Unternehmens in Kanada. In beiden Fällen ist es unabdingbar, Landeskenntnisse zu haben und gleichermaßen die Hintergründe der Menschen zu kennen, mit denen ein Kontakt aufgebaut werden soll. Die kognitive Komponente der interkulturellen Kompetenz soll hier im Vordergrund stehen. „Kognitive Lernziele beschreiben alles, was mit dem Verstand erfasst wird, sowohl Faktenwissen, als auch kreative Anwendung von Wissen und das Lösen von Problemen“. Zuerst werden geographische, geschichtliche und bevölkerungsspezifische Aspekte beleuchtet. Anschließend erfolgt die Umweltanalyse, insbesondere die Analyse der globalen Umwelt, welche die kulturelle, die politisch-rechtliche, die ökonomische und die natürliche Umwelt umfasst. Im Anschluss hieran folgen die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede im Vergleich von Kanada und Deutschland einschließlich der Interpretation der jeweiligen Länderindizes gefolgt von einer kritischen Würdigung der Studie...
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2 Das Land Kanada
2.1 Geographie
2.2 Geschichte
2.3 Bevölkerung
3 Analyse der globalen Umwelt
3.1 Kulturelle Umwelt
3.1.1 Sprache
3.1.2 Symbole
3.1.3 Nationalbewusstsein
3.1.4 Religion
3.2 Politisch-rechtliche Umwelt
3.3 Ökonomische Umwelt
3.3.1 Kanadas Positionierung in der Weltwirtschaft
3.3.2 Konjunkturelle Lage Kanadas
3.3.3 Deutsch-kanadische Wirtschaftsbeziehungen
3.4 Natürliche Umwelt
3.4.1 Klimatische Verhältnisse
3.4.2 Ressourcenausstattung
3.4.3 Infrastrukturelle Gegebenheiten
4 Kulturdimensionen nach Hofstede im Vergleich
4.1 Machtdistanz
4.2 Unsicherheitsvermeidung
4.3 Individualismus
4.4 Maskulinität
4.5 Kritik
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit hat das Ziel, dem Leser einen fundierten Einblick in die kanadische Geschichte, Kultur und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes zu vermitteln. Dabei steht insbesondere die kognitive Komponente der interkulturellen Kompetenz im Vordergrund, um sowohl eine Vorbereitung auf einen Kanada-Aufenthalt als auch eine erste Umweltanalyse für potenzielle Markteintritte zu ermöglichen.
- Kognitive Aspekte interkultureller Kompetenz
- Geographische, historische und demografische Grundlagen Kanadas
- Analyse der globalen Unternehmensumwelt (kulturell, rechtlich, ökonomisch, natürlich)
- Vergleichende Untersuchung der Kulturdimensionen nach Geert Hofstede
- Deutsch-kanadische Wirtschafts- und Kooperationsbeziehungen
Auszug aus dem Buch
3.1.2.1 Wappen
Das Wappen Kanadas heißt “The Royal Grant” und wurde am 21. November 1921 durch König George V. festgesetzt. Im Folgenden werden einige Bestandteile des kanadischen Wappens erläutert:
Das Schild enthält oben links die drei königlichen Löwen Englands, oben rechts den königlichen Löwen von Schottland, unten links die königliche irische Harfe von Tara und unten rechts das königliche fleurs-de-lis von Frankreich. Darunter befindet sich ein Zweig mit drei kanadischen Ahornblättern, welche Kanadier aller Herkunft repräsentieren. Am 12. Juli 1994 bestätigte die Königin auf Anraten des Ministerpräsidenten, dass das Wappen Kanadas mit einem Band aufgebessert wird, welches das Motto der Ordnung Kanadas trägt: "Desiderantes Meliorem Patriam" oder „They desire a better country“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung interkultureller Kompetenz durch Globalisierung und definiert den Fokus auf die kognitiven Lernziele im Kontext der kanadischen Kultur.
2 Das Land Kanada: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die geographischen Gegebenheiten, die historische Entwicklung und die multikulturelle Bevölkerungsstruktur Kanadas.
3 Analyse der globalen Umwelt: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der kulturellen, politisch-rechtlichen, ökonomischen und natürlichen Einflussfaktoren, die für Kanada und dessen internationale Wirtschaftsbeziehungen prägend sind.
4 Kulturdimensionen nach Hofstede im Vergleich: Auf Basis der Theorie von Geert Hofstede werden Kanada und Deutschland in den vier Dimensionen Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Individualismus und Maskulinität gegenübergestellt und kritisch gewürdigt.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt praktische Hinweise für in Kanada tätige Unternehmen im Hinblick auf den dort gelebten Multikulturalismus.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Kompetenz, Kanada, Multikulturalismus, Geert Hofstede, Kulturdimensionen, Kognition, Umweltanalyse, Wirtschaftsbeziehungen, Kanada-Deutschland, Globalisierung, Individualismus, Maskulinität, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Nation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit behandelt die kognitiven Dimensionen der interkulturellen Kompetenz am Beispiel Kanadas und dient als Leitfaden für ein besseres Verständnis dieses Landes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte, Kultur, Bevölkerung, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Vergleich nationaler kultureller Dimensionen zwischen Kanada und Deutschland.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, dem Leser fundierte Landeskenntnisse zu vermitteln, die sowohl als Vorbereitung für persönliche Aufenthalte als auch als Basis für eine erste Umweltanalyse bei Markteintritten genutzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Sekundärquellen und stützt sich methodisch auf das Modell der Kulturdimensionen nach Geert Hofstede.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Analyse der globalen Umwelt Kanadas (kulturell, politisch, ökonomisch, natürlich) und einen detaillierten Vergleich der Hofstede-Dimensionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind unter anderem Interkulturelle Kompetenz, Multikulturalismus, Kanada-Studien, Kulturdimensionen und Wirtschaftsbeziehungen.
Wie unterscheiden sich Kanada und Deutschland in Bezug auf den Individualismus?
Laut Hofstede weist Kanada mit 80 Punkten einen deutlich höheren Individualismus-Wert auf als Deutschland mit 67 Punkten, was auf eine stärkere Ausrichtung auf Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit hindeutet.
Welche Rolle spielt der Multikulturalismus in Kanada?
Kanada gilt als Pionier beim offiziellen Grundsatz des Multikulturalismus, der die Vielfalt der Bevölkerung als Gewinn ansieht und Diskriminierung gesetzlich aktiv entgegenwirkt.
Warum wird im Fazit die "political correctness" erwähnt?
Im geschäftlichen Kontext Kanadas ist "political correctness" essenziell, etwa bei der Gestaltung von Lebensläufen, um diskriminierende Faktoren wie Fotos oder Geburtsdaten zu vermeiden.
- Citar trabajo
- Petra Zschietzschmann (Autor), 2006, Kognitive Dimensionen interkultureller Kompetenz am Länderbeispiel Kanada, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51545