Kognitive Dimensionen interkultureller Kompetenz am Länderbeispiel Kanada


Hausarbeit, 2006
38 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit

2 Das Land Kanada
2.1 Geographie
2.2 Geschichte
2.3 Bevölkerung

3 Analyse der globalen Umwelt
3.1 Kulturelle Umwelt
3.1.1 Sprache
3.1.2 Symbole
3.1.3 Nationalbewusstsein
3.1.4 Religion
3.2 Politisch-rechtliche Umwelt
3.3 Ökonomische Umwelt
3.3.1 Kanadas Positionierung in der Weltwirtschaft
3.3.2 Konjunkturelle Lage Kanadas.
3.3.3 Deutsch-kanadische Wirtschaftsbeziehungen.
3.4 Natürliche Umwelt
3.4.1 Klimatische Verhältnisse
3.4.2 Ressourcenausstattung
3.4.3 Infrastrukturelle Gegebenheiten.

4 Kulturdimensionen nach Hofstede im Vergleich.
4.1 Machtdistanz.
4.2 Unsicherheitsvermeidung.
4.3 Individualismus.
4.4 Maskulinität
4.5 Kritik.

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Karte von Kanada.

Abbildung 2: Great Lakes.

Abbildung 3: Altersstruktur

Abbildung 4: Bevölkerung gemäß Kenntnis der offiziellen Sprache

Abbildung 5: Kanadas Wappen „The Royal Grant“

Abbildung 6: Schild in Kanadas Wappen und Band in Kanadas Wappen

Abbildung 7: Das Motto Kanadas und die kaiserliche Krone

Abbildung 8: Canadian Red Ensign und Union Jack (1904 bis 1965)

Abbildung 9: Kanadas rot-weiße Ahornblatt-Flagge ab 15. Februar 1965

Abbildung 10: Bundesweite Feiertage in Kanada und in Deutschland

Abbildung 11: Bevölkerung nach Religion

Abbildung 12: Charakteristik der Erwerbstätigkeit Kanadas

Abbildung 13: Ein- und Auswanderung 1851 bis 2001

Abbildung 14: Kulturdimensionen nach Hofstede für Kanada und Deutschland

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Die zunehmende Bedeutung der Globalisierung, der Internationalisierung sowie des Arbeitens in multikulturellen Teams macht Kenntnisse über andere Länder , Kulturen und Märkte heutzutage unverzichtbar. Besonders zur Vorbereitung von Auslandsaufenthalten von Mitarbeitern stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre zu entsendenden Mitarbeiter auf den bevorstehenden Auslandseinsatz einzustimmen. Im wesentlichen sind zwei Fälle von Kooperationen zu unterscheiden: Es bestehen deutsch-kanadische Handelsbeziehungen, welche von Deutschland aus oder in Deutschland gepflegt werden und einer erfolgreichen Kommunikation mit dem kanadischen Handelspartner bedürfen, oder es handelt sich um einen längerfristigen Auslandseinsatz eines Managers, welcher in Kanada Geschäftsbeziehungen vertieft oder aufbaut und sich sowohl beruflich wie auch privat mit der kanadischen Kultur auseinandersetzen muss. Um interkulturelle Kompetenz zu erwerben, muss als erster Schritt eine Auseinandersetzung mit „... fremden Kulturen mit ihren Besonderheiten in Geschichte, Mentalität, Gewohnheiten, Bräuchen, Religionen und Lebensstilen ...“[1] erfolgen.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Diese Hausarbeit soll dem Leser einen Einblick in die kanadische Geschichte, in die kanadische Kultur und in die Rahmenbedingungen des kanadischen Marktes vermitteln. Es handelt sich gleichermaßen um Informationen zur Vorbereitung eines Kanadaaufenthaltes sowie um einen ersten Schritt zu einer Umweltanalyse für den Markteintritt eines international tätigen Unternehmens in Kanada. In beiden Fällen ist es unabdingbar, Landeskenntnisse zu haben und gleichermaßen die Hintergründe der Menschen zu kennen, mit denen ein Kontakt aufgebaut werden soll. Die kognitive Komponente der interkulturellen Kompetenz soll hier im Vordergrund stehen. „Kognitive Lernziele beschreiben alles, was mit dem Verstand erfasst wird, sowohl Faktenwissen, als auch kreative Anwendung von Wissen und das Lösen von Problemen“[2]. Zuerst werden geographische, geschichtliche und bevölkerungsspezifische Aspekte beleuchtet. Anschließend erfolgt die Umweltanalyse, insbesondere die Analyse der globalen Umwelt, welche die kulturelle, die politisch-rechtliche, die ökonomische und die natürliche Umwelt umfasst[3]. Im Anschluss hieran folgen die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede im Vergleich von Kanada und Deutschland einschließlich der Interpretation der jeweiligen Länderindizes gefolgt von einer kritischen Würdigung der Studie. Zum Schluss erhält der Leser einen kleinen Einblick in wissenswerte Details sowie kurze Handlungsempfehlungen.

2 Das Land Kanada

2.1 Geographie

Kanada liegt nördlich der USA und bildet gemeinsam mit den USA Nordamerika. Es ist hinter Russland das flächenmäßig zweitgrößte Land der Welt und grenzt an den Atlantik, den Pazifik sowie den Arktischen Ozean. Auf 9,1 Millionen Quadratkilometern Land leben 32,8 Millionen Einwohner. Damit kommen 3,6 Einwohner auf den Quadratkilometer - Deutschland beherbergt 236 Einwohner auf einem Quadratkilometer Land. Die Bevölkerung Kanadas lebt sehr konzentriert - 90 Prozent der Einwohner leben in einem 160 km breiten Streifen entlang der Grenze zu den USA, der Rest des Landes ist von weit weniger dichter Besiedlung gekennzeichnet.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Karte von Kanada[5]

Kanadas Verwaltungseinheiten sind 10 Provinzen (Alberta, British Columbia, Manitoba, New Brunswick, Newfoundland und Labrador, Nova Scotia, Ontario, Prince Edward Island, Quebec, Saskatchewan) und drei Territorien (Northwest Territories, Nunavut, Yukon Territory). Die Hauptstadt ist Ottawa; sie liegt in der Provinz Ontario.[6]

8,9 Prozent der Gesamtfläche Kanadas sind Wasser. Dies entspricht etwa 890.000 Quadratkilometern Fläche. Circa 10 Prozent der Wasserfläche entfallen auf die fünf Großen Seen – durch vier dieser Seen verläuft die Grenze zwischen Kanada und den USA. Lake Michigan liegt mit seiner gesamten Fläche in den USA. Die Niagara-Fälle, welche zum Lake Ontario gehören, liegen zum größten Teil auf kanadischer Seite.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Great Lakes[7]

2.2 Geschichte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Geschichte Kanadas reicht zurück bis zu den ersten europäischen Entdeckern und den ersten Siedlungen und noch weiter in die Vergangenheit zu den Ureinwohnern, die die langen Küsten, Ebenen, Gebirge und Wälder des Landes bevölkerten. Am 1. Juli 1867 wurde die britische Kolonie in das Dominion of Canada umgewandelt[8] und sie wurde damit zu einer eigenständigen Nation. Kanadas Unabhängigkeit wird heute am Nationalfeiertag „Canada Day“ am 1. Juli gefeiert.

Das Miteinander von Urvolk und Zuwanderern ist

traditionell schwierig. In den 80er und 90er Jahren

wehrten sich Vertreter der indigenen Völker Nord-

amerikas mit Protesten, Eingaben, Demonstrationen

und Besetzungen gegen Verletzungen ihrer Landrechte und gegen Umweltzerstörungen auf ihren Siedlungsgebieten.[9]

Im Jahr 1992 sprachen sich die kanadischen Ureinwohner Inuit für die Annahme einer Landrechtsvereinbarung aus, die eine finanzielle Entschädigung beinhaltet und zur Gründung eines eigenen Inuit-Territoriums innerhalb Kanadas führen wird. Heute leben in Kanada und den USA ungefähr drei Millionen Ureinwohner. Von den ehemals über vierhundert Sprachen werden heute noch zweihundert gesprochen.[10]

In den USA können die Stammesverwaltungen selbst festlegen, wer Mitglied ihres Stammes sein soll. Manchmal zählt die Ansässigkeit auf einer Reservation, manchmal die Abstammung von einem registrierten Stammesmitglied, manchmal der Anteil indianischen Blutes. In Kanada hingegen wird die Stammeszugehörigkeit nach wie vor vom Staat festgelegt. Status-Indianer, denen alleine Steuerfreiheit sowie andere Vorzugsrechte, zum Beispiel bei Jagd- und Fischgenehmigungen, zustehen, sind Nachfahren anerkannter Stämme. Kinder bekommen den Indianer-Status nur, wenn beide Eltern Status-Indianer sind.[11]

Überdurchschnittlich viele Ureinwohner sind arm oder arbeitslos. Alkoholismus, Lethargie und Kriminalität sind drängende Probleme. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Indianer liegt unter fünfzig Jahren. Die Selbstmordrate bei Jugendlichen ist zehnmal so hoch wie im übrigen Amerika.[12]

2.3 Bevölkerung

Kanadas Bevölkerung ist der Geschichte des Landes entsprechend multikulturell: Es gibt zahlreiche ethnische Gruppen: Die Einwohner kommen zu 28 Prozent von den britischen Inseln und zu 26 Prozent sind es Menschen mit einem „mixed background“, also mit verschiedenstämmigen Eltern. 23 Prozent der Kanadier sind französischer Herkunft, 15 Prozent sonstiger europäischer und 8 Prozent anderer Herkunft, das heißt, meist asiatisch, afrikanisch und arabisch.[13] Die ethnischen Gruppen in Deutschland sind im Vergleich zu 91,5 Prozent Deutsche, zu 2,4 Prozent Türken und 6,1 Prozent der Bevölkerung sind anderer Abstammung, das heißt, griechisch, italienisch, polnisch, russisch, serbo-kroatisch und spanisch[14].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Altersstruktur[15]

Die Altersstrukturen in Kanada und Deutschland ähneln sich. Die kanadische Bevölkerung ist lediglich leicht jünger als die Deutsche. Dies liegt unter anderem daran, dass die Geburtenrate in Kanada mit 1,61 Kindern pro Frau in Kanada höher liegt als mit 1,39 Kindern pro Frau in Deutschland.[16]

3 Analyse der globalen Umwelt

3.1 Kulturelle Umwelt

3.1.1 Sprache

Die offiziellen Sprachen in Kanada sind Englisch und Französisch – per Gesetz ist geregelt, dass beispielsweise auf Verpackungen im ganzen Land beide Sprachen aufgebracht sein müssen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Bevölkerung gemäß Kenntnis der offiziellen Sprache[17]

In Kanada sprechen 67,53 Prozent der Bevölkerung das offizielle Englisch und 13,32 Prozent das offizielle Französisch. Zu 17,65 Prozent beherrschen die Kanadier sowohl Englisch als auch Französisch und 1,5 Prozent der Bevölkerung beherrschen keine der beiden offiziellen Landessprachen. Die Mehrheit der zweisprachigen Kanadier lebt in den Provinzen Québec, Ontario, British Columbia und New Brunswick.[18]

3.1.2 Symbole

3.1.2.1 Wappen

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Abbildung 5: Kanadas Wappen „The Royal Grant“[19]

Das Wappen Kanadas heißt “The Royal Grant” und wurde am 21. November 1921 durch König George V. festgesetzt[20]. Im Folgenden werden einige Bestandteile des kanadischen Wappens erläutert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Schild in Kanadas Wappen und Band in Kanadas Wappen[21]

Das Schild enthält oben links die drei königlichen Löwen Englands, oben rechts den königlichen Löwen von Schottland, unten links die königliche irische Harfe von Tara und unten rechts das königliche fleurs-de-lis von Frankreich. Darunter befindet sich ein Zweig mit drei kanadischen Ahornblättern, welche Kanadier aller Herkunft repräsentieren. Am 12. Juli 1994 bestätigte die Königin auf Anraten des Ministerpräsidenten, dass das Wappen Kanadas mit einem Band aufgebessert wird, welches das Motto der Ordnung Kanadas trägt: "Desiderantes Meliorem Patriam" oder „They desire a better country“[22].

[...]


[1] Wikipedia Die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelle_Kompetenz, 21.11.2005.

[2] Wikipedia Die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org/wiki/Kognition, 21.11.2005.

[3] Meffert, Heribert & Bolz, Joachim: Internationales Marketing-Management, 3. Auflage, Kohlhammer, Stuttgart, 1998, S. 41.

[4] CIA World Fact Book Canada, http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/print/ca.html, 15.11.2005.

[5] CIA World Fact Book Canada, http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/print/ca.html, 15.11.2005.

[6] CIA World Fact Book Canada, http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/print/ca.html, 15.11.2005.

[7] Statistics Canada, The great lakes, dimensions, http://www40.statcan.ca/l01/cst01/phys04.htm, 09.01.2006.

[8] Rautenstrauch-Joest-Museum, Abteilung Nordamerika, Dezember 2005.

[9] Rautenstrauch-Joest-Museum, Abteilung Nordamerika, Dezember 2005.

[10] Rautenstrauch-Joest-Museum, Abteilung Nordamerika, Dezember 2005.

[11] Rautenstrauch-Joest-Museum, Abteilung Nordamerika, Dezember 2005.

[12] Rautenstrauch-Joest-Museum, Abteilung Nordamerika, Dezember 2005.

[13] CIA World Fact Book Canada, http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/print/ca.html, 15.11.2005.

[14] CIA World Fact Book Germany, http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/print/gm.html, 04.01.2006.

[15] CIA World Fact Book Canada / Germany, http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/print/ca.html, 15.11.2005 und http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/print/gm.html, 04.01.2006.

[16] CIA World Fact Book Canada / Germany, http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/print/ca.html, 15.11.2005 und http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/print/gm.html, 04.01.2006.

[17] Statistics Canada, Population by knowledge of official language, by provinces and territories (2001 Census), http://www40.statcan.ca/l01/cst01/demo15a.htm, 09.01.2006.

[18] Statistics Canada, Population by knowledge of official language, by provinces and territories (2001 Census), http://www40.statcan.ca/l01/cst01/demo15a.htm, 09.01.2006.

[19] Canadian Heritage, Ceremonial and Canadian symbols promotion, ww.canadianheritage.gc.ca/progs/cpsc-csp/mission/index_e.cfm, 09.01.2006.

[20] Canadian Heritage, Ceremonial and Canadian symbols promotion, ww.canadianheritage.gc.ca/progs/cpsc-csp/mission/index_e.cfm, 09.01.2006.

[21] Canadian Heritage, Ceremonial and Canadian symbols promotion, ww.canadianheritage.gc.ca/progs/cpsc-csp/mission/index_e.cfm, 09.01.2006.

[22] Canadian Heritage, Ceremonial and Canadian symbols promotion, ww.canadianheritage.gc.ca/progs/cpsc-csp/mission/index_e.cfm, 09.01.2006.

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Details

Titel
Kognitive Dimensionen interkultureller Kompetenz am Länderbeispiel Kanada
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Interkulturelle Kompetenz
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
38
Katalognummer
V51545
ISBN (eBook)
9783638474900
Dateigröße
640 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kognitive, Dimensionen, Länderbeispiel, Kanada, Interkulturelle Kompetenz, Kulturdimensionen, Hofstede
Arbeit zitieren
Petra Zschietzschmann (Autor), 2006, Kognitive Dimensionen interkultureller Kompetenz am Länderbeispiel Kanada, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51545

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