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Das Gentechnikgesetz (2005) als Spiegel der gesellschaftlichen Interessen in Deutschland

Title: Das Gentechnikgesetz (2005) als Spiegel der gesellschaftlichen Interessen in Deutschland

Term Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Hillengaß (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Als Reaktion auf europäische Vorgaben novellierte die rot-grüne Bundesregierung das seit 1990 bestehende Gentechnikgesetz bezüglich der Freisetzung und des Inverkehrbringen gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft. Anfang Februar 2005 trat das neue Gentechnikgesetz in Kraft. Heftige Kritik und kontroverse Diskussionen in Politik und Gesellschaft begleiteten sein Zustandekommen. Forderungen, Stellungnahmen, Aktionen und Reaktionen rund um diese legislative Entscheidung haben Positionen und Einstellungen gesellschaftlicher Akteure klar herausgestellt. Auf diese Weise wird das neue Gentechnikgesetz zum Indikator diverser Interessen. Christian Hillengaß schildert die Kernpunkte des Gesetzes und umreißt anhand der Reaktionen gesellschaftlicher Interessengruppen und Verbände die Lager von Gegnern und Befürwortern. Er zeichnet damit ein Bild der aktuellen Interessenkonstellation im Bereich grüner Gentechnik in der Bundesrepublik.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführende Begriffsklärung

2.1 Grüne Gentechnik

2.2 Interessengruppen

3. Das neue Gentechnikgesetz

3.1 Zustandekommen des Gesetzes

3.2 Der Gesetzeszweck

3.3 Der Gesetzesinhalt

4. Kritik und Zustimmung seitens Interessengruppen

4.1 Erläuterung zum systematischen Vorgehen

4.2 Die Streit- und Standpunkte

5. Die Interessenkonstellation

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Interessenkonstellation im Bereich der grünen Gentechnik in der Bundesrepublik Deutschland, indem sie das neue Gentechnikgesetz von 2005 als Indikator für die Positionen verschiedener gesellschaftlicher Akteure untersucht.

  • Rolle und Einfluss von Interessengruppen auf den Gesetzgebungsprozess
  • Inhaltliche Schwerpunkte des neuen Gentechnikgesetzes (Vorsorge, Haftung, Transparenz)
  • Kontroverse Diskussionslinien zwischen Befürwortern (Industrie, Wissenschaft) und Gegnern (Umwelt- und Verbraucherverbände)
  • Bedeutung der politischen Rahmenbedingungen für die Durchsetzung spezifischer Interessen

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Streit- und Standpunkte

Untersucht man die Stellungnahmen von Interessengruppen die sich zum neuen Gentechnikgesetz äußern, stellt man fest, dass die Kritik am Gesetz überwiegt. Den einen gehen die Regelungen zu weit, den anderen nicht weit genug.

Jeder der oben genannten wesentlichen Punkte des Gesetzesinhalt wird zum Streitpunkt divergierender Interessen.

Vorsorgepflicht

An den Regelungen, welche die Maßnahmen zur Sorgfalt, die Anbauregeln, kurz: die „gute fachliche Praxis“ beim Inverkehrbringen gentechnischer Organismen festlegen, und vom Anwender nachweisliche Kompetenz verlangen, teilen sich die Meinungen.

Greenpeace äußerte sich in einer Stellungnahme positiv über die vom Gesetzgeber erlassenen Vorschriften. Die Umweltschützer unterstreichen dabei die Wichtigkeit, dass eine Anbauerlaubnis für GVO von der Einhaltung und Wirksamkeit der Maßnahmen abhängt, die der Gen-Bauer zum Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft ergreift. Greenpeace begrüßt die in diesem Zusammenhang stehende Informationspflicht der Gen-Firmen über das Saatgut und die Einführung eines „Führerscheins für Gen-Bauern“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Novellierung des Gentechnikgesetzes ein und definiert die Arbeit als Untersuchung der Interessenkonstellation gesellschaftlicher Akteure.

2. Einführende Begriffsklärung: Hier werden die zentralen Termini „Grüne Gentechnik“ sowie „Interessengruppen“ definiert und theoretisch eingeordnet.

3. Das neue Gentechnikgesetz: Dieses Kapitel erläutert den Entstehungsprozess, den Zweck sowie die wesentlichen inhaltlichen Eckpunkte des Gesetzes, insbesondere Vorsorgepflicht, Haftung und Standortregister.

4. Kritik und Zustimmung seitens Interessengruppen: Das Kapitel vergleicht systematisch die kontroversen Standpunkte von Industrieverbänden, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen zu den Kernpunkten des Gesetzes.

5. Die Interessenkonstellation: Hier wird die Gesamtsituation der Interessenlage zusammengefasst, wobei der Widerstreit zwischen ökonomischen und ideellen Interessen sowie die Rolle der politischen Machtkonstellation beleuchtet werden.

Schlüsselwörter

Grüne Gentechnik, Gentechnikgesetz, Interessengruppen, Gesetzgebung, Vorsorgepflicht, Haftungsregelung, Standortregister, Interessenkonstellation, Landwirtschaft, Umweltschutz, Verbraucherschutz, Biopolitik, Verbände, Koexistenz, Gentechnik-Gegner

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie unterschiedliche Interessengruppen in Deutschland auf das neue Gentechnikgesetz von 2005 reagiert haben und was diese Reaktionen über die gesellschaftliche Interessenkonstellation in diesem Bereich aussagen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der politische Gesetzgebungsprozess, die spezifischen Regelungen zur grünen Gentechnik sowie die gegensätzlichen Positionen von Wirtschafts-, Industrie- und Umweltverbänden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Gentechnikgesetz als Indikator für die Interessen von Akteuren zu nutzen und aufzuzeigen, wie diese Akteure versuchen, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine systematische Auswertung von Stellungnahmen und Dokumenten verschiedener Interessengruppen, um diese anhand der zentralen Gesetzesinhalte zu strukturieren und gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die inhaltlichen Eckpunkte (Vorsorge, Transparenz, Haftung) und kontrastiert die verschiedenen, oft gegensätzlichen Bewertungen dieser Punkte durch die beteiligten Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Grüne Gentechnik, Interessenkonstellation, Vorsorgepflicht, Haftungsregelung und politischen Einfluss charakterisieren.

Welche Rolle spielt das Standortregister im Gesetz?

Das Standortregister dient der Information der Öffentlichkeit und der Überwachung möglicher Auswirkungen von GVO, wird aber von der Industrie stark kritisiert, da sie darin Eingriffe in Rechte der Anbauer sieht.

Wie bewerten Umweltverbände die Haftungsregelung?

Die meisten Umweltverbände befürworten die Regelungen grundsätzlich als Schutz für gentechnikfreie Landwirtschaft, kritisieren jedoch teilweise das Fehlen einer spezifischen Haftung für Umweltschäden.

Warum ist das Fazit zur langfristigen Perspektive interessant?

Die Arbeit schließt mit der Einschätzung, dass trotz des aktuellen Realisierungsvorteils für Gentechnikgegner, langfristig globale Trends und europäische Entwicklungen die Position der Gentechnikbefürworter stärken könnten.

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Details

Title
Das Gentechnikgesetz (2005) als Spiegel der gesellschaftlichen Interessen in Deutschland
College
University of Heidelberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Gen- und Biopolitik im internationalen Vergleich
Grade
1,3
Author
Christian Hillengaß (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V51565
ISBN (eBook)
9783638475037
ISBN (Book)
9783638751568
Language
German
Tags
Kritik Zustimmung Interessengruppen Gentechnikgesetz Spiegel Interessenkonstellation Bereich Gentechnik Bundesrepublik Deutschland Gen- Biopolitik Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Hillengaß (Author), 2005, Das Gentechnikgesetz (2005) als Spiegel der gesellschaftlichen Interessen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51565
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