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Unternehmensbewertung mittels Ertragswertverfahren

Title: Unternehmensbewertung mittels Ertragswertverfahren

Term Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Witte (Author)

Business economics - Controlling
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„Derjenige, der ein Unternehmen kaufen will, ist wirtschaftlich an nichts anderem interessiert als daran, was eine Unternehmung ihm in der Zukunft erbringen wird...“. Mit diesem Zitat in einem seiner früheren Bücher begann Schmalenbach eine Revo-lution in der Unternehmensbewertung auszulösen, deren Folgen sich heute sehr stark in der Wertermittlung von Unternehmen bei geplanten Akquisitionen erkennen las-sen. Das damals vorherrschende Substanzwertverfahren, welches den Unterneh-menswert aus vergangenen Daten bestimmte, musste den Rückzug antreten.

Heutzutage dominiert die Ertragswertmethode vor allem bei Wirtschaftsprüfern und M&A–Beratungen in der Unternehmenswertermittlung, wobei circa ¾ der Branche dieses Verfahren einsetzen. In der gesamten Unternehmensbewertungsbranche wird diese Methode in 39% der Fälle eingesetzt.

Gegenstand dieses Aufsatzes ist es die Grundzüge des Ertragswertverfahrens zu um-reißen. Dabei wird insbesondere eine Einordnung dieser Methode in das Dickicht der Bewertungsverfahren sowie eine tiefer gehende Betrachtung der Konzeption des Verfahrens und der Methoden zur Berücksichtigung von Unsicherheit erfolgen. Zum Schluss mündet der theoretische Teil praxisbezogen in einer Beispielrechnung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemeinführung

2 Übersicht der Bewertungsverfahren und Einordnung der Ertragswertmethode

3 Einführende Erläuterungen zum Ertragswertverfahren sowie dessen Anerkennung

4 Grundlegende Konzeption des Ertragswertverfahrens

4.1 Abgrenzung und Ermittlung relevanter Zukunftserfolge

4.1.1 Nettoneinnahmen des Unternehmenseigners

4.1.2 Nettoausschüttungen des Unternehmens

4.1.3 Ertragsgrößen des Unternehmens

4.1.4 Zwischenergebnis

4.2 Berücksichtigung von Unsicherheit

4.2.1 Darstellung der Unsicherheit im Zähler

4.2.1.1 Die Sicherheitsäquivalenzmethode

4.2.1.2 Die Risikoprofilmethode

4.2.1.3 Das Konzept der Risikolinearisierung nach Ballwieser

4.2.2 Darstellung der Unsicherheit im Nenner

4.3 Betrachtung von Wachstum und Geldentwertung

4.3.1 Wachstumsraten bei der Rentenmethode

4.3.2 Wachstumsraten bei der Phasenmethode

4.4 Zeitliche Differenz von Bewertungsstichtag und Jahresabschluss

4.5 Einbeziehung von Verlustvorträgen

5 Beispielrechnung anhand der Ertragswertmethode

5.1 Ertragswertberechnung mittels Risikozuschlag

5.2 Berechnung des Sicherheitsäquivalents

5.3 Risikolinearisierung in der Anwendung

6 Kritische Würdigung des Ertragswertverfahrens und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Grundzüge des Ertragswertverfahrens innerhalb der Unternehmensbewertung zu erläutern, dieses kritisch in die existierende Methodenlandschaft einzuordnen und Konzepte zur Handhabung von Unsicherheit bei der Wertermittlung zu diskutieren, um schließlich in einer praxisnahen Beispielrechnung zu münden.

  • Systematische Einordnung der Ertragswertmethode in das Spektrum der Bewertungsverfahren.
  • Detaillierte Konzeption des Ertragswertverfahrens und Abgrenzung relevanter Zukunftserfolge.
  • Umfassende Analyse von Methoden zur Berücksichtigung von Unsicherheiten (Zähler- vs. Nenner-Ansatz).
  • Integration von Wachstumsraten, Inflationsbetrachtungen und Verlustvorträgen.
  • Praxisorientierte Anwendung der verschiedenen Modellansätze an einem numerischen Beispiel.

Auszug aus dem Buch

4.2.1.1 Die Sicherheitsäquivalenzmethode

Bei dieser Methodik kommt es zu einer Substitution der Wahrscheinlichkeitsverteilungen der möglichen Einzahlungen durch ein Sicherheitsäquivalent. Es wird somit das Verhältnis zwischen sicheren Zahlungen und sicheren Zahlungen einer Anlage am Kapitalmarkt betrachtet. Diese Betrachtung muss der Entscheidungsträger für jeden Zeitpunkt durchführen. Ein Hindernis, welches sich dabei ergibt, ist die genaue Festlegung der Sicherheitsäquivalente des Unternehmenseigners. Dies erfolgt durch die Risikonutzentheorie nach Bernoulli. Inhalt dieses Modells ist die Ermittlung einer Risikonutzenfunktion für den Entscheidungsträger, welche seine Einstellung in der Art und Weise widerspiegelt, dass es ohne weiteren Aufwand möglich ist die Alternativhandlungen dieser Person nach dem Erwartungsnutzen zu sortieren.

In der Praxis ist dies allerdings nicht möglich, da die Bestimmung der Risikonutzenfunktion äußerst schwierig ist. Daher erfolgt die Ermittlung der Bernoulli-Nutzenwerte durch das Aufführen von Präferenzen, welches auch zu akzeptablen und gut verwertbaren Ergebnissen führt.

Einige Vertreter dieses Themengebietes erachten es auch als genügend, wenn der Unternehmenseigner das Sicherheitsäquivalent eigenmächtig festlegt. Dies ist allerdings kritisch anzusehen, da es dieser Person schwer möglich sein dürfte das Sicherheitsäquivalent einer komplexen Wahrscheinlichkeitsverteilung abzuschätzen. Dies impliziert nämlich eine genaue Zuordnung von Beträgen zu jeder Verteilung einer jeden Periode, welches in der Praxis kaum durchführbar erscheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemeinführung: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung der Unternehmensbewertung ein und stellt das Ertragswertverfahren als heute dominierende Methode dar.

2 Übersicht der Bewertungsverfahren und Einordnung der Ertragswertmethode: Es erfolgt eine Kategorisierung der Bewertungsverfahren in Einzel-, Misch- und Gesamtbewertungsverfahren, wobei letztere den Fokus auf die zukünftige Ertragskraft legen.

3 Einführende Erläuterungen zum Ertragswertverfahren sowie dessen Anerkennung: Dieses Kapitel erläutert die Rolle des IDW S 1 Standards, der das Ertragswertverfahren und die Discounted-Cashflow-Verfahren als anerkannte Bewertungsmethoden legitimiert.

4 Grundlegende Konzeption des Ertragswertverfahrens: Der theoretische Hauptteil analysiert die Bestimmung von Zukunftserfolgen, den Umgang mit Unsicherheit durch Zähler- oder Nenneranpassungen, die Berücksichtigung von Wachstum und Inflation sowie die Behandlung von Verlustvorträgen.

5 Beispielrechnung anhand der Ertragswertmethode: Anhand eines fiktiven Unternehmens wird die praktische Anwendung der Ertragswertberechnung durch Risikozuschlag, Sicherheitsäquivalente und Risikolinearisierung demonstriert.

6 Kritische Würdigung des Ertragswertverfahrens und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert die methodischen Grenzen des Ertragswertverfahrens, insbesondere die Schwierigkeit der objektiven Unsicherheitsbewertung, und prognostiziert weiteren wissenschaftlichen Diskussionsbedarf.

Schlüsselwörter

Ertragswertverfahren, Unternehmensbewertung, Zukunftserfolge, Sicherheitsäquivalent, Risikoprofilmethode, Risikolinearisierung, Kapitalisierungszinssatz, Unsicherheit, Wachstum, Inflation, IDW S 1, Risikonutzenfunktion, Betriebswirtschaftslehre, Finanzplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die methodischen Grundlagen und die praktische Anwendung des Ertragswertverfahrens zur Ermittlung des Unternehmenswertes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Konzeption des Ertragswertverfahrens, der Umgang mit unternehmerischen Risiken, die Berücksichtigung von Wachstum und Inflation sowie die regulatorische Anerkennung durch das IDW.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Ertragswertverfahren in den Kontext der modernen Bewertungslehre einzuordnen und aufzuzeigen, wie unterschiedliche methodische Ansätze zur Risikoberücksichtigung die Wertermittlung beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse zur Systematisierung der Bewertungsverfahren sowie eine mathematische Modellierung (Beispielrechnung), um verschiedene Risikokonzepte in der Praxis zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Ermittlung der Zukunftserfolge, die verschiedenen Methoden zur Integration von Unsicherheit (z.B. Sicherheitsäquivalenz- und Risikoprofilmethode) und die Auswirkungen von Wachstumsraten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Risikozuschläge, Sicherheitsäquivalente, Zukunftserfolge und IDW S 1.

Warum wird die Sicherheitsäquivalenzmethode in der Praxis oft kritisch gesehen?

Die Methode erfordert die Bestimmung einer komplexen Risikonutzenfunktion des Entscheidungsträgers, was in der realen Anwendung aufgrund der individuellen Subjektivität äußerst schwierig ist.

Was ist die Kernbotschaft der Beispielrechnung?

Die Beispielrechnung verdeutlicht, dass die Wahl der spezifischen Methode zur Risikoberücksichtigung signifikante Unterschiede im ermittelten Unternehmenswert bewirken kann, was den bestehenden Spielraum bei der Bewertung unterstreicht.

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Details

Title
Unternehmensbewertung mittels Ertragswertverfahren
College
Fachhochschule Lausitz
Course
Beteiligungscontrolling
Grade
1,3
Author
Sebastian Witte (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V51584
ISBN (eBook)
9783638475150
ISBN (Book)
9783638640558
Language
German
Tags
Unternehmensbewertung Ertragswertverfahren Beteiligungscontrolling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Witte (Author), 2006, Unternehmensbewertung mittels Ertragswertverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51584
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