Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem im Jahr 2015 aufgedeckten Abgasskandal der Volkswagengruppe. Dabei werden die Krisenkommunikation sowie der wirtschaftliche Schaden aufgezeigt. Die Krisenkommunikation kann im Nachhinein seitens VW als mangelhaft bezeichnet werden. Vor dem Eingeständnis Michael Horns tat die oberste Managerriege des Konzernes, als sei der aufgedeckte Skandal ein Märchen seitens der Presse. VW-Chef Martin Winterkorn beteuerte bis zuletzt, keine Kenntnisse zu den vorgeworfenen Manipulationen gehabt zu haben.
Die Umweltorganisation ICCT forscht seit langem, um herauszufinden, wie viele Schadstoffe Dieselfahrzeuge ausstoßen. Die Entdeckung des Abgasskandals war trotz alledem eine Zufallsentdeckung. Ein Jahr vor der eigentlichen Enthüllung gab der Direktor von ICCT Europe Peter Mock einen widersprüchlichen Test europäischer Dieselmodelle der Hersteller VW und BMW an seine Kollegen in den USA weiter. Es galt zu zeigen, dass die deutschen Autos in den USA sauberer sind als in Europa, da dort die Normen für Abgase strenger sind. Mit Hilfe der West Virginia University, welche über die nötige Technik verfügten, solche Tests durchzuführen, ergab sich der Verdacht der Manipulationen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Ursprünge des VW Konzerns
2.1 Volkswagens Konzernstruktur
2.2 Zielgruppenanalyse
3. Der Abgasskandal
3.1 Die Ausgangssituation
3.2. Ursachen
3.3. Auswirkung auf den Konzern
4. Krisenkommunikation von Volkswagen
4.1. Maßnahmen
4.2. Schaden am Image
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den im Jahr 2015 aufgedeckten Abgasskandal bei Volkswagen. Ziel ist es, die Ursachen für die Manipulationen an Dieselmotoren zu analysieren, die mangelhafte Krisenkommunikation des Konzerns kritisch zu beleuchten und die daraus resultierenden wirtschaftlichen sowie imagebezogenen Folgen darzustellen.
- Historischer Hintergrund und Konzernstruktur von Volkswagen
- Analyse der Zielgruppen und Käuferpotentiale
- Ursachenforschung und technische Hintergründe des Abgasskandals
- Untersuchung der Krisenkommunikation und der personellen Konsequenzen
- Bewertung des Imageschadens und der finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmen
Auszug aus dem Buch
Die Ausgangssituation
Die US-Amerikanische Umweltorganisation EPA wirft VW vor illegale Abschalteinrichtungen an Vergasern Ihrer Ottomotoren. Die Motorserie EPA73 ist betroffen. Dies geschah am 23.07.1973. Die Strafe damals: 120.000 US Dollar.
Im Jahr 2015 wiederholte sich dieser Fall um VW. Am 19.09.2015 wurde bekannt, dass VW in den USA eine Strafe in Milliardenhöhe droht. Grund hierfür waren die Manipulationen von Abgaswerten der Motorserie EA 189. Bereits seit 2010 werden die EU-Grenzen für Stickoxidbelastungen permanent überschritten. 50 Ballungsräume in Deutschland fallen unter dieser Belastung. Die deutsche Regierung hat die Brüsseler Ermahnungen ignoriert und sich dem Willen der Autolobby gebeugt. So ist es wenig verwunderlich das gerade die USA diesen Skandal aufdeckten. Die US Umweltschutzbehörde EPA macht einen weitaus konsequenteren Job als es die deutsche Regierung je täte. So nutzte die EPA die Möglichkeiten der Universität in West Virginia und gab den Auftrag die Volkswagen-Modelle auf der Straße zu testen. Hierbei wurde herausgefunden, dass die Autos bis zu 40-mal mehr gesundheitsschädliche Stickoxide ausstießen als erlaubt. VW berief sich auch ein technisches Problem und unvorhergesehene Nutzungsbedingungen, welche mittels Software-Update zu bereinigen wären.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Abgasskandals ein und skizziert die Fragestellung sowie das Ziel der Untersuchung der Krisenkommunikation und Folgen.
2. Die Ursprünge des VW Konzerns: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte von Volkswagen und die strukturelle Entwicklung des Unternehmens hin zu einem globalen Automobilhersteller.
2.1 Volkswagens Konzernstruktur: Hier wird der Aufbau des VW-Konzerns in seine Sparten Automobile und Finanzdienstleistungen detailliert beschrieben.
2.2 Zielgruppenanalyse: Dieses Kapitel definiert die potentielle Käuferschicht des Konzerns anhand von strategischen Gruppen und Milieumodellen.
3. Der Abgasskandal: Dieses Kapitel erläutert den Dieselgate-Skandal, seine mediale Relevanz und die Auswirkungen auf die deutsche Automobilwirtschaft.
3.1 Die Ausgangssituation: Hier wird die Aufdeckung des Skandals durch die US-Umweltbehörde EPA und die Rolle der Manipulationssoftware dargestellt.
3.2. Ursachen: Dieses Kapitel beleuchtet die Motive hinter der Manipulation, insbesondere den Druck durch Abgasnormen und den Wettbewerb auf dem US-Markt.
3.3. Auswirkung auf den Konzern: Hier werden die personellen Konsequenzen im Vorstand und die massiven finanziellen Schäden durch Rückruf- und Nachrüstprogramme analysiert.
4. Krisenkommunikation von Volkswagen: Dieses Kapitel analysiert das Krisenmanagement und die Strategie des Unternehmens nach Bekanntwerden der Vorwürfe.
4.1. Maßnahmen: Hier werden die direkten Reaktionen von VW, wie die Entschuldigung von Martin Winterkorn und der Umgang mit US-Rückkäufen, beschrieben.
4.2. Schaden am Image: Dieses Kapitel untersucht die unterschiedlichen Auswirkungen des Skandals auf das Markenimage in Deutschland und den USA sowie die anschließenden Imagekampagnen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die wirtschaftliche Erholung von Volkswagen trotz des immensen Imageverlusts.
Schlüsselwörter
Volkswagen, Abgasskandal, Dieselgate, Krisenkommunikation, EPA, Manipulation, Stickoxide, AdBlue, Automobilindustrie, Unternehmensstrategie, Imageverlust, Konzernstruktur, EA 189, Schadensersatz, Nachhaltigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem 2015 aufgedeckten Abgasskandal bei Volkswagen und dessen Auswirkungen auf das Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder dieser Untersuchung?
Die zentralen Themen sind die Entstehung des Skandals durch Manipulationssoftware, das Krisenmanagement des Konzerns sowie die wirtschaftlichen Folgen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Hergang des Abgasskandals aufzuarbeiten und die Krisenkommunikation sowie den wirtschaftlichen Schaden für Volkswagen kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der Geschäftsberichte, Nachrichtenquellen und fachliche Publikationen ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des VW-Konzerns, die detaillierte Analyse der Ursachen des Skandals sowie die Untersuchung der Krisenbewältigungsmaßnahmen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Dieselgate, EA 189, EPA, Krisenkommunikation, Imageschaden und finanzielle Auswirkungen.
Wie reagierte Volkswagen auf die Anschuldigungen der US-Umweltbehörde?
Nach anfänglichem Abstreiten musste der Konzern unter dem Druck der Beweise die Installation der Manipulationssoftware einräumen, was zu personellen Konsequenzen und Rückrufaktionen führte.
Wie unterscheidet sich die Reaktion von VW in den USA und Deutschland?
In den USA wurde der Konzern zu massiven Rücknahmen von Fahrzeugen gezwungen, während in Deutschland überwiegend Software-Updates zur Nachbesserung eingesetzt wurden.
Wie hat sich der Skandal auf das Markenimage in Deutschland ausgewirkt?
Obwohl das Vertrauen litt, blieb die Bindung der deutschen Konsumenten an die Marke stark, was VW durch Imagekampagnen zu stabilisieren versuchte.
Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin bezüglich der Erholung des Konzerns?
Trotz des enormen Image- und Finanzschadens konnte Volkswagen seine Position als weltgrößter Automobilhersteller behaupten und die strategischen Ziele sogar erreichen.
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- Christina Staub (Autor), 2019, Der Abgasskandal. Krise der deutschen Automobilindustrie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516575