Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung

Public Private Partnerships am Fallbeispiel der Londoner Docklands

Titel: Public Private Partnerships am Fallbeispiel der Londoner Docklands

Seminararbeit , 2015 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jana Rohde (Autor:in)

Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit wird die Anwendung von Public Private Partnerships als Alternative zur konventionellen Beschaffungsmethode von finanziellen Mitteln aufgezeigt und diskutiert. Im Vordergrund steht hierbei die Fragestellung, ob Public Private Partnerships ein Heilmittel für die finanziellen Probleme der Stadt oder einen hohen Risikofaktor darstellen. Diskutiert wird dies im Verlauf der Arbeit an dem Beispiel der Londoner Docklands.

Zu diesem Zweck wird zunächst eine Abgrenzung der Begriffe der unternehmerischen Stadt und den Public Private Partnerships gegeben. Der Begriff Public Private Partnerships wird in die unternehmerische Stadt eingeordnet, um den Zusammenhang herauszustellen. Nach der Abgrenzung der Begrifflichkeiten kommt es zur Vorstellung der Londoner Docklands.

In diesem Kontext werden die drei Phasen der Stadterneuerung erläutert und auf das Fallbeispiel der Docklands angewendet. In diesem Schritt soll der Einfluss der Public Private Partnerships auf öffentliche Großprojekte aufgezeigt werden. Abschließend wird mit einem Fazit diese Arbeit beendet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leitbild der unternehmerischen Stadt

3. Public Private Partnerships

4. Londoner Docklands

4.1 Allgemein

4.2 London Docklands Development Corporation

4.3 Die Stadterneuerung der Londoner Docklands

5. Positive und negative Aspekte der PPPs am Beispiel Londoner Docklands

5.1 Allgemeine positive und negative Aspekte von Public Private Partnerships

5.2 Positive und negative Effekte am Beispiel der Londoner Docklands

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Public Private Partnerships (PPPs) als Instrument der Stadtentwicklung, wobei der Fokus auf der Frage liegt, ob dieses Modell ein effektives Mittel gegen kommunale Finanzprobleme darstellt oder ein erhebliches Risikopotenzial birgt. Am Fallbeispiel der Londoner Docklands wird analysiert, wie durch privates Engagement städtische Räume transformiert wurden und welche sozioökonomischen Konsequenzen sich daraus ergaben.

  • Das Konzept der „unternehmerischen Stadt“ und dessen strategische Ausrichtung
  • Mechanismen und Zielsetzungen von Public Private Partnerships
  • Strukturwandel und Stadterneuerungsprozesse in den Londoner Docklands
  • Die Funktion der London Docklands Development Corporation (LDDC)
  • Chancen und Risiken PPP-basierter Großprojekte

Auszug aus dem Buch

4.2 London Docklands Development Corporation

In den Londoner Docklands wurde 1981 die Entwicklungsgesellschaft London Docklands Development Corporation (LDDC) von Ministerpräsidentin Thatcher ins Leben gerufen. Die London Docklands Development Corporation bestand zum größten Teil aus Mitgliedern des Verwaltungsrats, welche vom Minister ernannt wurden. Diese öffentlich-private Partnerschaft wurde damit beauftragt, das Stadtbild der Docklands wieder aufzubessern. Dafür sollte so wenig wie möglich öffentliches Geld ausgegeben werden. Ziel war es, die Attraktivität der Stadt für Unternehmen zu steigern.

Die LDDC übernahm zwar die Rolle einer Planungsinstanz, war jedoch an keine Pläne gebunden. Ihre Aufgabe war es, durch Marketingmaßnahmen Grundstücke zu vermarkten. (KOCHAN 1990, S. 76) Der Entscheidungsträger LDDC wurde mit den Vollmachten, Baugenehmigungen zu erteilen, ausgestattet. Der Besitz von Land war dabei eine Voraussetzung, um das Projekt realisieren zu können. Der Erwerb von Land wurde durch Übertragungserlasse vereinfacht. Dieser Erlass ermöglichte es, Land wesentlich günstiger von den Landbesitzern zu erwerben. (KLOTZHUBER 1995, S. 210) Durch den Verzicht auf Pläne sollte eine flexible und bedarfsorientierte Arbeitsweise Investoren anlocken. Die Konzentration lag auf der Moderation und Koordination des Projekts. Eine weitere wichtige Aufgabe war die Entwicklung einer geeigneten Verkehrsinfrastruktur, da die Docklands keine Anbindungen an das U-Bahn- und Straßennetz hatten. (ZEHNER 2010, S. 102)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik knapper kommunaler Finanzmittel ein und stellt die unternehmerische Stadt sowie PPPs als Lösungsansätze vor.

2. Das Leitbild der unternehmerischen Stadt: Das Kapitel definiert die unternehmerische Stadt als Standortstrategie, die durch Wettbewerbsorientierung und neue Steuerungsmodi geprägt ist.

3. Public Private Partnerships: Hier wird der PPP-Ansatz als Finanzinstrument erläutert, das auf Kooperationen zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft basiert.

4. Londoner Docklands: Dieser Abschnitt beschreibt den industriellen Niedergang des Hafens und die darauf folgende, durch die LDDC gesteuerte Stadterneuerung.

5. Positive und negative Aspekte der PPPs am Beispiel Londoner Docklands: Das Kapitel wägt wirtschaftliche Erfolge gegen soziale Vernachlässigung und fehlende städtebauliche Planung ab.

6. Fazit: Das Fazit bilanziert PPPs als ambivalentes Instrument, das zwar ökonomisches Wachstum generiert, aber soziale Belange oft vernachlässigt.

Schlüsselwörter

Stadtentwicklung, unternehmerische Stadt, Public Private Partnerships, PPP, Londoner Docklands, London Docklands Development Corporation, LDDC, Stadterneuerung, Infrastruktur, Standortmarketing, Wirtschaftsförderung, Governance, Privatisierung, Risikomanagement, Stadtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der "unternehmerischen Stadt" und die Anwendung von Public Private Partnerships als stadtplanerisches Instrument anhand des Fallbeispiels der Londoner Docklands.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen kommunale Finanzstrategien, die Transformation industrieller Brachflächen, die Rolle von öffentlich-privaten Partnerschaften und die damit verbundenen städtebaulichen sowie sozialen Auswirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob PPPs eine effektive Lösung für die finanziellen Probleme von Städten darstellen oder ob sie durch ihre Risikostruktur und den Fokus auf ökonomische Interessen negative Begleiterscheinungen provozieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Untersuchung eines konkreten Fallbeispiels (Londoner Docklands), um die Theorie der unternehmerischen Stadt in der Praxis zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (unternehmerische Stadt und PPPs), die Vorstellung des Fallbeispiels (LDDC und die drei Phasen der Stadterneuerung) sowie die kritische Gegenüberstellung von Chancen und Risiken.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Public Private Partnerships, unternehmerische Stadt, Stadterneuerung, London Docklands, LDDC und Infrastrukturentwicklung.

Welche Rolle spielte die LDDC bei der Erneuerung der Docklands?

Die LDDC fungierte als spezialisierte Entwicklungsgesellschaft, die mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet war, um ohne starre Bebauungspläne durch Marketing und Grundstücksvermarktung private Investitionen anzuziehen.

Was war eine der zentralen negativen Folgen für die lokale Bevölkerung in den Docklands?

Ein wesentlicher negativer Aspekt war die Verdrängung der angestammten Bevölkerung, da durch die Sanierung und den Bau von Luxusimmobilien Wohnraum zu Höchstpreisen entstand, den sich die ansässigen Arbeiter nicht mehr leisten konnten.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Public Private Partnerships am Fallbeispiel der Londoner Docklands
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Humangeographie 2
Note
2,0
Autor
Jana Rohde (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V516589
ISBN (eBook)
9783346123862
ISBN (Buch)
9783346123879
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Public Private Partnerships
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jana Rohde (Autor:in), 2015, Public Private Partnerships am Fallbeispiel der Londoner Docklands, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516589
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  10  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum