Der Text ist eine kommentierten Zusammenfassung des 1990 beim Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienenen Buches Jan-Uwe Rogges. Näher werde ich auf seine Betrachtungsweisen eingehen und mich mit einigen von ihnen auseinandersetzen.
Jan-Uwe Rogge kann sich als Medienforscher, der gleichzeitig in der Familienberatung tätig ist, auf viele von ihm durchgeführte Studien stützen. Er ließ Kinder ihre Phantasien malen, ließ sich ihre Ängste erzählen, sprach mit ihnen über ihre Fernseherlebnisse und besprach mit vielen ratlosen Eltern die Probleme des Fernsehkonsums ihrer Kinder. In seinem 1990 beim Rowohlt-Verlag erschienenen Buch "Kinder können fernsehen" konnte er seine Erkenntnisse zusammentragen und veröffentlichen. Das Buch ist Teil der Eltern-Ratgeberreihe Mit Kindern leben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kinder können fernsehen – eine Zusammenfassung
3. Kinder können fernsehen – kein „Fernsehpropagierungsbuch“?
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Ratgeber "Kinder können fernsehen" von Jan-Uwe Rogge auseinander. Ziel ist es, die vom Autor vermittelten Strategien für einen gesunden Medienumgang in der Familie zu beleuchten und diese einer eigenen, kritischen Bewertung im Hinblick auf mögliche Gefahren und Wirkmechanismen des Fernsehkonsums bei Kindern gegenüberzustellen.
- Analyse der kindlichen Medienwahrnehmung und -verarbeitung
- Untersuchung der Bedeutung von elterlicher Begleitung beim Fernsehen
- Diskussion über das Gewaltpotenzial in Kindersendungen
- Reflektion der elterlichen Verantwortung im Familienalltag
Auszug aus dem Buch
Kinder können fernsehen – eine Zusammenfassung
Um ihr Kind zu verstehen müssen Eltern versuchen, mit den Augen eines Kindes fernzusehen. Dabei ist Rogge folgender Aspekt sehr wichtig: Kinder erleben und interpretieren die Fernsehbilder meist aus ihren eigenen Erfahrungen heraus. Sie sehen die Filmwelt so, wie sie ihre reale Welt bis jetzt kennen gelernt haben. Sie besetzen die Filmhelden mit ihren eigenen Träumen, Phantasien und Wünschen und verarbeiten die angesprochenen Themen mit ihren Sichtweisen, Ängsten und Vorstellungen.
Kinder gehen mit vielfältigen positiven wie negativen, erfreulichen wie verunsichernden Alltagserfahrungen, mit einem Vorwissen, mit präzisen oder weniger klaren Vorstellungen an Sendungen heran. (...) Das, was Kinder aus einem Fernsehhelden für sich herausholen, wie sie ihn interpretieren und für sich vereinnahmen, hat häufig mehr mit ihren eigenen Erfahrungen zu tun als mit den Absichten, die ein Drehbuchautor oder Regisseur in seine Arbeit hineingelegt hat.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die Zielsetzung des Buches von Jan-Uwe Rogge ein und erläutert den Anlass für die vorliegende kritische Auseinandersetzung.
Kinder können fernsehen – eine Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Thesen Rogges zusammen, insbesondere den Ansatz, dass Kinder Medien durch ihre eigene Erfahrungswelt interpretieren.
Kinder können fernsehen – kein „Fernsehpropagierungsbuch“?: Der Autor hinterfragt hier kritisch Rogges Ansichten, insbesondere die seiner Meinung nach zu geringe Problematisierung negativer Aspekte wie Fernsehgewalt.
Schlüsselwörter
Medienpädagogik, Jan-Uwe Rogge, Fernsehkonsum, Kindliche Wahrnehmung, Mediengewalt, Erziehung, Familienberatung, Mediensozialisation, Fernsehangebote, Bewältigungsstrategien, Medienkompetenz, Elternratgeber
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine kommentierte Zusammenfassung und kritische Analyse des Ratgebers "Kinder können fernsehen" von Jan-Uwe Rogge.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind der Einfluss von Fernsehen auf die kindliche Entwicklung, der Umgang mit Gewaltdarstellungen und die Rolle der Eltern bei der Medienerziehung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Ratschläge des Autors zu prüfen und eine differenzierte Sichtweise auf den Stellenwert des Mediums Fernsehen im Familienleben zu etablieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine medienpädagogische Literaturanalyse und kritische Reflexion, die durch den Vergleich mit anderen Fachquellen (wie Steve Biddulph) ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Rogges Erkenntnisse zur kindlichen Perspektive dargelegt und anschließend kritisch hinterfragt, ob er die negativen Folgen exzessiven Fernsehens ausreichend gewichtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Medienkompetenz, Erziehungsberatung, Fernsehwirkung, kindliche Ängste und der verantwortungsvolle Umgang mit Medien im Familienalltag.
Wie bewertet die Autorin die Argumente von Jan-Uwe Rogge zur Fernsehgewalt?
Die Autorin erkennt zwar Rogges Forschungsergebnisse an, kritisiert jedoch, dass er das Gefahrenpotenzial medialer Gewalt insgesamt zu gering einschätzt und die Auswirkungen auf das Unterbewusstsein vernachlässigt.
Welchen Rat gibt die Arbeit Eltern, die unsicher bezüglich des Medienkonsums ihrer Kinder sind?
Die Arbeit empfiehlt, das Fernsehprogramm aktiv mit den Kindern zu besprechen, Verbote eher zu vermeiden und stattdessen eine bewusste Auswahl sowie eine begleitende Einordnung der Inhalte vorzunehmen.
- Citation du texte
- Henriette Hanig (Auteur), 1999, "Kinder können fernsehen". Eine kommentierte Zusammenfassung des Ratgebers von Jan-Uwe Rogge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5165