Das Nonnenturnier. Schwächung, Unterwanderung aber auch Bestätigung mittelalterlicher Ordnungsvorstellungen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2019

21 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 NONNENTURNIER: WIE ORDNUNGSENTWÜRFE GESCHWÄCHT, UNTERLAUFEN ODER ABER BESTÄTIGT WERDEN
2.1 Kurzer Überblick
2.2 Charakterisierung der Figuren
2.2.1 Der Ritter
2.2.2 Die Dame
2.2.3 Die Nonnen
2.2.4 Der Phallus
2.3 Ordnungsbrüche
2.3.1 Der Ritter und die Dame
2.3.2 Der Phallus und die Nonnen

3 SCHLUSS

LITERATURVERZEICHNIS

1 Einleitung

Aus der MHG-Studie, einem Forschungsprojekt, das im September diesen Jahres in der Pressekonferenz während der Bischofskonferenz in Fulda vorgestellt wurde, geht hervor, dass der Kindesmissbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche in Bezug auf das Zölibat einen nicht verkennbaren Unterschied unter den Täterprofilen aufweist:1 „So wurden von den zölibatär lebenden Diözesanpriestem 5,1 Prozent des Missbrauchs beschuldigt, von den hauptamtlichen Diakonen, die heiraten dürfen, nur ein Prozent.“2 Ebenso wie der Straftatbestand des Kindesmissbrauchs, wird auch der Priestermangel auf das Enthaltungsgebot zurückgeführt. So sei das Zölibat ein gewichtiger Aspekt in der Entscheidung für den kirchlichen Dienst.

Folglich wurde in diesem Zusammenhang in jüngster Zeit im Angesicht der genannten Aspekte, die unausweichliche Frage gestellt, inwieweit denn eine derartige Enthaltung noch zeitgemäß sein kann - nachdem die Bibel selbst nicht ausdrücklich dazu aufruft.3 Dabei wurde der Zustand der katholischen Kirche in diesem Punkt nicht das erste Mal bemängelt; das Thema wurde ebenfalls auf der künstlerischen Ebene, wie beispielsweise in der Filmindustrie des Öfteren behandelt - sei es mit Produktionen, die auf wahren Begebenheiten beruhen, wie der Film Spotlight,, der die Vergehen von Pfarrern an Kindern und die Vertuschung dieser Straftaten durch die Kirche selbst behandelt, oder aber auch mit Themen, die versuchten Einzelschicksale repräsentativ aufzugreifen.4 Es ist also kaum von der Hand zu weisen, dass eines der größten Probleme, die die katholische Kirche in unserer Zeit zu bewältigen hat mit dem Zölibatsgebot zu tun hat. Nichtsdestotrotz läge man nicht ganz richtig, nähme man an, dass die künstlerische Auseinandersetzung mit jenem Sachverhalt ausschließlich eine Sache der Moderne ist - betrachtet man nämlich die Ursprünge der Forderung zur sexuellen Enthaltsamkeit, findet sich der Höhepunktjener Forderung im Mittelalter wieder.5 So wurde das Zölibat kirchenrechtlich von Benedikt VIII. endgültig durchgesetzt - allerdings nicht um die Bedeutung der kirchlichen Aufgaben hervorzuheben bzw. anderen Privilegien voranzustellen, sondern um die Besitztümer der Kirche innerhalb der Kirche zu bewahren, statt sie in Form von Erben an das Nachkommen der Kirchendiener oder auch an deren Gemahlinnen zu verlieren.

Auch Das Nonnenturnier oder Der Turnei von dem Zers aus ebenjener Zeit behandelt das Zölibatsthema auf seine ganz eigene, spezielle Art und Weise: Ein anscheinend aufgrund seiner sexuellen Fähigkeiten bei den Frauen sehr beliebter Ritter6 trifft in der besagten Erzählung auf eine Dame, die ihn zur eigenen Entmannung überzeugt und dessen Genital sich in der Folge selbstständig macht und in einem Kloster, in das er eigentlich zur Strafe verbannt wird, unerwarteter Weise ein phantasiereiches Abenteuer mit den Nonnen erlebt - dieja eigentlich in der Dienerschaft zum Herrn den Inbegriff des zölibatären Lebens darstellen sollten, sichjedoch wider aller Erwartungen völlig anders verhalten. Den Priapeia-Mären angehörend wird dem männlichen Genital in der besagten Märe auf phantasievolle Art ein Eigenleben und ein eigenes Bewusstsein zugeschrieben; es spricht und agiert selbstständig. Dabei werden ebenfalls bekannte Ordnungen und erwartete Verhaltensmuster der mittelalterlichen Gesellschaft über den Haufen geworfen und teils auf witzige, teils auf recht derbe Art und Weise umgekehrt. Weshalb dies passiert und welchem Zweck dies dienen könnte, soll in der vorliegenden Arbeit behandelt und ein Versuch der Interpretation vorgenommen werden.

Nonnenturnier: Wie Ordnungsentwürfe geschwächt, unterlaufen oder aber bestätigt werden

2.1 Kurzer Überblick

„Das Nonnentumier ist nur im Codex Karlsruhe 408 der Badischen Landesbibliothek überliefert. „Diese ,für die Märenüberlieferung bedeutendste und wahrscheinlich älteste‘ unter den großen Sammelhandschriften des 15. Jahrhunderts entstand um 1430 im schwäbisch­bairisch-ostfränkischen Grenzgebiet.“7 wobei der Autor unbekannt ist. Es wird allgemein zu der Gattung der schwankhaften Mären gezählt und als Sub-Gruppe dieser Gattung als Priapeia bezeichnet.8

In diesen Mären stehen männliche oder weibliche Genitalien im Mittelpunkt, und dies entweder im Zustand, indem sie noch mit dem Körper der Eigentümer verbunden oder von diesem getrennt sind. Die unabhängig gewordenen isolierten und fragmentierten Körperteile können sich erstaunlich selbstständig machen und ein Eigenleben entfalten; manche verfügen sogar über die Fähigkeit zu sprechen.9

Die abgetrennten Körperteile werden nach Velten somit personifiziert und können sogar zu den Helden der Erzählungen werden.10 In diesem Zuge werden obszöne Details isoliert und in andere Bereiche des alltäglichen Lebens transportiert, womit eine groteske Wirkung hervorgerufen wird.11 Das Lachen der Leser- bzw. Hörerschaft wird unterdessen durch die „deutliche Konnotation des Lustvoll-Obszönen mit Gewalt“12 ausgelöst.

Was den Entstehungszeitpunkt betrifft wird angenommen, dass aufgrund der unachtsamen Schreibweise, die an den gestörten Reimen und diversen Ausfällen, seien es einzelne Wörter oder auch ganze Verse, festgemacht wird, der Text wohl im 15. Jahrhundert zu verorten ist. Die Märe ist klar in zwei Teile gegliedert, was am thematischen Wendepunkt auch sprachlich festgemacht wird:

Der erste Teil befasst sich zunächst mit der Vorstellung des Ritters, der in Sachen des Sexualaktes in den höchsten Tönen gelobt wird, bis jener auf eine Dame trifft, mit der er sich dann, nachdem er sie zunächst abgewiesen hat, schließlich doch zum durch ihm vorher festgesetzten, zunächst einmalig gedachten Beischlaf hingibt. Die Dame möchte sich im Nachgang mit diesem Entschluss, der eigentlich auf gegenseitigem Einverständnis beruhte, nicht zufriedengeben und droht jenem seinem Ruf unwiderruflich zu schaden. Schließlich überzeugt sie den namenlosen Ritter zu seiner eigenen Entmannung und versprichtjenem, dass er dadurch zu noch mehr Ruhm und Beliebtheit gelangen würde. Der Phallus erwacht zum Leben, als der Ritter nach den Überzeugungsversuchen zur eigenen Kastration durch die Dame anfängtjenen zu beschuldigen, „weil dieser ihn mit seiner Eigenmächtigkeit am rechten Minne­Dienst hindere. Wann immer sich der Ritter liebevoll an die Brust einer Dame schmiege, mache sich dieser Teil seines Körpers selbständig und verschrecke die Liebste“13. Außer, dass er die gewünschte Romantik mit seiner triebkontrollierten Art störe, würde er sogar, wenn es zum Zeitpunkt des Aktes kommt, Desinteresse an den Tag legend erschlaffen. Diese Anschuldigungen des Ritters führen zum Disput zwischen ebenjenem und seinem Geschlechtsteil und lösen eine entrüstete Gegenwehr von Seiten des Ritters Penis aus:

zwor ir seint ein böser man.

kund ihr des nitverstan?

euch ist manig grüß gegeben

oft und dick von meinen wegen

und habt zwor wirde und ere

werlich von mir mere

dan von dem deursten kleinot

das ir an euwerm leip irgen habt,

und habt mich des noch nie ergetzet.14

Nach einer letzten provokanten Aussage des Penis, die dem Ritter in der Verwirklichung seiner Drohung ebenjenen abzuschneiden Feigheit attestiert15, kulminiert der Zwist schließlich in einer physischen Trennung des Ritters vom zum Leben erwachten Geschlecht - wobei beide bezüglich der Wirkung auf die Damenwelt auf eigene Qualitäten setzen und somit dem anderen seinen Beitrag in der Sache absprechen. Der Ritter versteckt den abgetrennten Penis anschließend unter einer Treppe in einem Kloster und bestraft ihn auf diese Weise auf die bestmögliche Art - immerhin könnte er unter normalen Umständen von der Frauenwelt nicht noch weiter weg sein, da er durch die gemeinhin angenommene Enthaltsamkeit der Nonnen vollständig isoliert sein müsste. Dem Ritter selbst wird jedoch der Lohn für seine Handlung von der Dame, die ihn ja eigentlich selbst dazu verleitet hat, entsagt. Stattdessen wird er von 100 Frauen, die von der Dame aufjenen aufgehetzt werden, aus der Stadt gejagt und muss Jahre lang eremitenhaft in einer Höhle alleine im Wald leben und schließlich auf elendige Weise sterben.16

Der Zweite Teil fokussiert nun auf den zum Leben erwachten Penis, der sich, nachdem er sich eine gewisse Zeit lang im Kloster unter einer Treppe versteckt hat, auf die ,feindliche‘ Gesinnung der Nonnen auf das männliche Geschlecht vertrauend preisgibt, um so seinem elendigen Dasein ein Ende bereiten zu können.17 Der Plan nimmt allerdings eine überraschende Wendung, da die Nonnen auf den Anblick vorerst zwar wie auch angenommen sehr ablehnend reagieren, doch nach und nach sich ihrem Trieb hingeben, bis sie schließlich ein Turnier beschließen bei dem sie den Penis als Preis für die Gewinnerin festlegen. Das außer Kontrolle geratene Turnier endet mit dem Verschwinden des Phallus, was schließlich ebenso den Punkt der Wiedereinkehr des ruhigen, klösterlichen Lebens markiert.

Mit der Gliederung des Textes in zwei klar abgrenzbare Sinnesabschnitte geht, wie obig beschrieben, ein Wechsel des Fokus und damit auch ein Wechsel der Hauptfigur einher. War anfangs die Hauptfigur der namenlose Ritter, so überlässt er diese Rolle in der Folge zeitweise seinem abgetrennten Geschlechtsteil. „Hier wird der Ritter zum Antagonisten, der zagel kann zumindest kurzzeitig zum Protagonisten avancieren.“18 Die Betonung liegt indes auf der kurzen Dauer der Protagonistenrolle, da der Penis, nachdem das Turnier beschlossen wird, verstummt und nur noch als bloßer Zuschauer des Spektakels beziehungsweise als schweigsame Trophäe in den Hintergrund der Handlung rückt. „Keine Nonne kann ihn fassen, er bleibt auch selbst nicht im Fokus, er bekommt keinen weiteren Gedankenbericht und auch keine Figurenrede mehr zugestanden. Er wird wieder vom Subjekt zum Objekt.“19

2.2 Charakterisierung der Figuren

Die Erzählung wird aus vier Figuren beziehungsweise Figurengruppen gestrickt: Dazu gehören zum einen der namenlose Ritter, der Phallus, die Dame und die Nonnen insgesamt. Um die Ordnungsentwürfe im Nonnentumier zu betrachten ist es unabdingbar die genannten Personen einzeln zu behandeln, damit anschließend eine Bewertung vorgenommen werden kann. Dabei wird der Phallus als Schnittpunkt der genannten Figuren entsprechend multiperspektivisch analysiert. Dies erscheint auch deshalb sinnvoll, da sich das Nonnenturnier gemessen an Nünning, „als ein Erzählen mit geschlossener Perspektivenstruktur beschreiben“20 lässt, „in dem ein gemeinsamer Fluchtpunkt gegeben ist: Sowohl die Damenwelt des ersten als auch die des zweiten Teils geben der Position des zagel in der Streitfrage recht.“21 In beiden Fällen ist das außerordentliche sexuelle Können des Ritters - was auf seinen Geschlechtsteil und nicht auf seine charakterlichen Spezifikationen zurückzuführen ist - das, was ihm die Bewunderung der Frauen verschafft. Dies ist auch deshalb wichtig, da es das Auftreten des männlichen Gliedes ist, das die erwarteten Vorstellungen verkehrt und die Weichen für den weiteren Verlauf der Erzählung neu ausrichtet und nicht etwa die Person des Ritters.22 Der Phallus ist jedoch gerade auch aus dem Grund aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, da er in seiner Verwendung als ein Körperteil mit einem eigenen, unabhängigen Bewusstsein für die Erzählung ein absolutes Phantasieprodukt ist und daher zwar keinen zuvor festgelegten Charaktervorstellungen des Mittelalters direkt zugeordnet werden, jedoch in seiner offensichtlichen Zugehörigkeit zum männlichen Sexus, auch als Stellvertreter dessen beurteilt werden kann.

2.2.1 Der Ritter

Der Ritter wird in die Erzählung als eine allgemein positive Figur eingeführt.23 Er genießt eine hohe Anerkennung in allen Kreisen; sowohl im Hofe, als auch in der Damenwelt. Er ist „tüchtig im Turnier und selbstverständlich auch ein Liebling der Frauen“24. Dieser Umstand wird auch mit seinem gekonnten Umgang des Speeres umschrieben, denn „waidenlichen mit dem sper kond er wol in tumei“25 - wobei hier das Zurückgreifen auf den Speer ein gewollter Handgriff des Verfassers zu sein scheint, da es die Doppeldeutigkeit beziehungsweise den Bezug zum sexuellen Können des Ritters ankündigt, was aber im Anschluss auch eindeutig genannt wird.26 Indes ist das Sexualverhalten des Ritters keine gewöhnliche; er hat es sich zur Regel gemacht nicht mehr als eine Nacht mit einer Frau zu verbringen. Strohschneider zufolge ist diese „Beschränkung auf nur eine Nacht [...] [das] Ergebnis von Selbstkontrolle und Selbstzivilisierung: sie gewährleistet Macht über die Frau.“27 So sei die Quelle der Macht des Ritters über die Frau seine Entsagung zu weiteren Nächten.28 Allerdings ist nach Strohschneider für den Ritter die Quelle seiner Macht über die Frau ebenso seine größte Schwäche: Der Penis, wenn der Trieb nicht zu bändigen ist, rücke den Ritter insofern in eine schwache Position, da eine fehlende Kontrolle über den Trieb, der in direktem Bezug zum Geschlechtsteil steht, Raum für weitere Nächte schafft und somit die Machtposition verkehrt und in die Hände der Frau legt.29 Genau das passiert in der Erzählung auch, was den Punkt für den Untergang des Ritters klar markiert. Indem er einer weiteren Nacht zustimmt besiegelt er gleichzeitig seine Unterwerfung gegenüber der Dame.30 Schlussendlich wird ihm seine naive Entscheidung derart zum Verhängnis, dass er, nachdem er sich selbst kastriert, von 100 Frauen aus der Stadt gejagt wird und nach 34 einsamen Jahren in einer Höhle im Wald sein Ende findet. Das Thema der Sexualität zwischen Mann und Frau in direkter Relation auf zwischenmenschliche Machtverhältnisse im Nonnenturnier sieht indes auch Rasmussen deutlich gegeben. So gehöre es zu den Texten, die eine Geschichte erzählen, in der die Sexualität als die Bühne für für Rivalität und umkämpfte Macht zwischen den gegensätzlichen Geschlechtern fungiere.31

2.2.2 Die Dame

Die Charakterisierung der Dame kann gut im Kontrast zum Ritter als sein Gegenbild in der ersten Hälfte der Erzählung vollzogen werden. Generell ist sie im Gegensatz zum Ritter als eine negativere Figur zu bewerten.32 Einen treffenden Nachweis hierfür liefert Dimpel mit folgendem Beispiel:

Wenn die Dame [...] obwohl der Ritter seine just-one-night-Bedingung unmissverständlich zum Ausdruck gebracht hat, auf eine Fortsetzung der Liaison insistiert und droht, sie würde andernfalls zum Rufmord schreiten (90-93), so ist diese Ankündigung dazu geeignet, eher die Dame als den Ritter in ein schiefes Licht zu rücken; ein solcher Rufmord wäre für den Ritter ein unverschuldetes Unglück.33

[...]


1 'MGH-Studic: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschenb Bischofskonferenz. Mannheim, Heidelberg, Gießen, 2018.

2 Schmalenbach & Leitlein: Nicht reden, handeln! Sieben Maßnahmen gegen Missbrauch durch Kleriker, die wirklich helfen würden, in: Zeit Online.

3 Hamburger, Gerd (Pseudonym): Warum war Jesus nicht verheiratet?. Ein katholischer Geistlicher über die Ehelosigkeit derPriester, in: Der Spiegel 13/1968, S. 44-49.

4 Zwei mehrfach prämierte Filme seien dazu genannt: Spotlight (2015) & Calvary (2014)

5 Benedikt VIII.: (1022) August 1, Pavia, in: Zimmermann (Hrsg.): Papstregesten 911 - 1024. Wien, Köln, Weimar 1998, S. 373.

6 Strohschneider, Peter: Der tumey von dem czers. Versuch über ein priapeiisches Märe, in: Liebe in der deutschenLiteraturdesMittelalters, S. 152f.

7 Strohschneider, Peter: Der tumey von dem czers, S. 152.

8 Vgl. Eming, Jutta: Der Kampf um den Phallus: Körperfragmentierung, Textbegehren und groteske Ästhetik im Nonnentumier, in: The GermanQuarterly 85/4 2012, S. 381.

9 Ebd.

10 Velten, Hans Rudolf: Groteske Organe. Zusammenhänge von Obszönität und Gelächterbei spätmittelalterlichen profanen Insignien im Vergleich zur Märenliteratur, in: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 59.1, S. 247.

11 Vgl. ebd.

12 Ebd.

13 Wenzel, Edith: Zers und Fud als literarische Helden. Zum "Eigenleben" von Geschlechtsteilen in mittelalterlicherLiteratur, in: Benthien Claudia & Wulf, Christoph: Körperteile. Eine kulturelle Anatomie, S. 282.

14 Grubmüller, Klaus (Hrsg.), Novellistik des Mittelalters: Das Nonnentumier, (185 - 193), S. 954.

15 Vgl. ebd. (199-202):

„wert ir nit ein böser zage,

ir sni(t)et mich itzunt herabe,

das frauwen und man sehe, welchem under uns baß geschehe.“

Vgl. Grubmüller, Klaus (Hrsg.), Novellistik des Mittelalters: Das Nonnentumier, (283-288), S. 958 ff.

„vor also großer schände

torst er nimmeme kummen zu lande.

er weint vor sich dar

mer dan vierunddreißigjar

und wart gar ein armer man,

biß im der tot das leben nam.“

17 Vgl. Rasmussen, AnnMarie: Wandering Genitalia, S. 14.

18 Dimpel, F. M.: du bist aller tugent vol - Rezeptionssteuerung im Nonnentumier, in: Archiv für das Studium vonNeueren Sprachenund Literaturen, 249(1), S. 31-49.

19 Ebd„ S. 43.

20 Zitiert nach: Dimpel, F. M.: du bist aller tugent vol, S. 43 f.

21 Ebd.

22 Vgl. ebd., S. 48.

23 Dimpel, F. M.: du bist aller tugent vol, S. 33 ff.

24 Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos, S. 232.

25 Grubmüller, Klaus (Hrsg.), Novellistik des Mittelalters: Das Nonnentumier, (26-27), S. 944.

26 Dimpel, F. M.: dubistallertugentvol, S. 33.

27 Strohschneider, Peter: Der tumey von dem czers, S. 166.

28 Vgl. ebd.

29 Vgl. ebd., S. 166 & 168.

30 Vgl. ebd.

31 Vgl. Rasmussen, AnnMarie: Wandering Genitalia, S.ll: „The texts tell a story about sexuality as a story about rivalry and contested power, especially in the relationships between men and women, a story about gender as a struggle for power.“

32 Dimpel, F. M.: du bist aller tugent vol, S.35.

33 Ebd., S. 35.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Das Nonnenturnier. Schwächung, Unterwanderung aber auch Bestätigung mittelalterlicher Ordnungsvorstellungen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Ältere deutsche Literatur)
Veranstaltung
Brevitas: Novellistisches Erzählen im Mittelalter
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V516657
ISBN (eBook)
9783346117304
ISBN (Buch)
9783346117311
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nonnenturnier, schwächung, unterwanderung, bestätigung, ordnungsvorstellungen
Arbeit zitieren
Osman Taskiran (Autor), 2019, Das Nonnenturnier. Schwächung, Unterwanderung aber auch Bestätigung mittelalterlicher Ordnungsvorstellungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516657

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