Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Kants "Kritik der praktischen Vernunft". Wie argumentiert Kant gegen den moralischen Hedonismus?

Titel: Kants "Kritik der praktischen Vernunft". Wie argumentiert Kant gegen den moralischen Hedonismus?

Essay , 2013 , 4 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Z. Can (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay wird die Frage beantwortet, wie Kant gegen den moralischen Hedonismus argumentiert. In seiner "Kritik der praktischen Vernunft" nennt Kant sechs wesentliche Gründe, die seiner Meinung nach dagegen sprechen, dass die Glückseligkeitsethik für die Fundierung moralischer Grundsätze taugt. Bevor ich die sechs wesentlichen Einwände gegen den moralischen Hedonismus im Folgenden anführe und erläutere, will ich zunächst in groben Zügen die Moralvorstellung Kants skizzieren, damit der Hauptgrund für seine Kritik an der Glückseligkeitsethik ersichtlich wird, aus der sich die restlichen Einwände ergeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Kritik der praktischen Vernunft (Analytik)

1.1 Einleitung zur Moralvorstellung Kants

1.2 Die Problematik der Heteronomie

1.3 Die Subjektivität der Maximen

1.4 Die Unfähigkeit zur Selbstgenügsamkeit

1.5 Die Überflüssigkeit als moralisches Gebot

1.6 Der Mensch für höhere Zwecke

1.7 Fazit zur Glückseligkeitslehre und Sittenlehre

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Immanuel Kants Auseinandersetzung mit dem moralischen Hedonismus in der „Kritik der praktischen Vernunft“ auseinander. Ziel ist es, die sechs zentralen Argumente darzulegen, mit denen Kant begründet, warum die Glückseligkeitsethik als Fundament für moralische Grundsätze unzureichend ist und an ihrer Stelle die Autonomie der reinen Vernunft als notwendiges Prinzip der Moralität fordert.

  • Die Scheidung zwischen Empirischem und Rationalem als methodische Grundlage.
  • Die Kritik an Heteronomie und Fremdbestimmung durch Neigungen.
  • Die mangelnde Universalität subjektiver Maximen.
  • Die Unterscheidung zwischen der Sinnenwelt und der intelligiblen Welt.
  • Die Rolle der Autonomie des Willens für moralische Gesetze.

Auszug aus dem Buch

(AS) Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft (Analytik)

Das Hauptanliegen Immanuel Kants ist es, eine Moralphilosophie zu begründen, der dieselbe objektive Gültigkeit zukommt wie den Naturwissenschaften. Um die objektive Gültigkeit der Naturwissenschaften zum Fundament seiner Moralphilosophie zu machen, nimmt Kant durch „ein der Chemie ähnliches Verfahren, [eine] Scheidung des Empirischen vom Rationalen“ vor. Durch diese Scheidung wird nämlich nach Kant deutlich, „was jedes für sich allein leisten könne“. Während das Empirische keine objektive, sondern lediglich subjektive Gültigkeit hervorbringen kann, schreibt Kant dem Rationalen die für seine Moralphilosophie notwendige objektive Gültigkeit zu.

Die objektive Gültigkeit, die in den Naturwissenschaften den Naturgesetzen zukommt, gilt in der Moralphilosophie für das Sittengesetz. Obwohl das Natur- als auch das Sittengesetz objektive Gültigkeit besitzen, sind sie nach Kant Gesetze zwei diverser Welten: der Sinnen- und der intelligiblen Welt. Das in der intelligiblen Welt verankerte Sittengesetz ist frei von jeglicher Empirie und apriorisch, das bedeutet, dass es nicht den Gesetzen der Natur, sondern einer eigenen, vernünftigen Kausalität unterworfen ist. Das Vermögen, den Willen nach Gesetzen zu bestimmen, die von jeglicher Empirie unabhängig und somit in der Verstandeswelt verankert sind, ist die Autonomie, die nach Kant „das alleinige Prinzip aller moralischen Gesetze“ ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Kritik der praktischen Vernunft (Analytik): Dieses Kapitel analysiert Kants philosophische Herleitung der Moral, wobei die Trennung von empirischen Einflüssen und rationaler Vernunft sowie die Autonomie des Willens als zentrale Bedingungen für ein moralisches Handeln dargelegt werden.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Kritik der praktischen Vernunft, Moralphilosophie, Glückseligkeitsethik, Kategorischer Imperativ, Heteronomie, Autonomie, Sittengesetz, Vernunft, Willensbestimmung, Sinnenwelt, intelligible Welt, Maximen, Moralität, Empirie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Immanuel Kants philosophische Ablehnung des moralischen Hedonismus, wie er ihn in seiner „Kritik der praktischen Vernunft“ formuliert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Begründung einer objektiven Moralphilosophie, der Gegensatz zwischen Glückseligkeit und Pflicht sowie die Autonomie der reinen Vernunft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung der sechs wesentlichen Argumente, mit denen Kant die Unzulänglichkeit der Glückseligkeitsethik als moralisches Fundament belegt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine textanalytische Untersuchung der „Kritik der praktischen Vernunft“ durch und stützt sich dabei auf eine systematische Rekonstruktion von Kants Argumentationslinien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die sechs Einwände Kants gegen den moralischen Hedonismus systematisch erläutert, angefangen bei der Heteronomie bis hin zur Bestimmung des Menschen für höhere Zwecke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Autonomie, Kategorischer Imperativ, Heteronomie, Sittengesetz und die Unterscheidung zwischen Sinnen- und Verstandeswelt.

Warum lehnt Kant die Glückseligkeit als moralisches Prinzip ab?

Kant lehnt sie ab, weil sie heteronom ist – der Wille wird dabei durch äußere Neigungen und Zweck-Mittel-Relationen bestimmt, statt durch die reine Form des moralischen Gesetzes.

Bedeutet Kants Kritik, dass Glückseligkeit für den Menschen keine Rolle spielt?

Nein, Kant erkennt an, dass der Mensch als Sinnenwesen Bedürfnisse hat, stellt jedoch klar, dass diese nicht als Fundament für ein moralisch objektives Gesetz dienen können.

Was versteht Kant unter dem „höheren Zweck“ des Menschen?

Der Mensch ist für Kant dazu bestimmt, sich über bloße Instinkte und Tierheit zu erheben, indem er sein Leben nach der reinen, autonomen Vernunft ausrichtet.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kants "Kritik der praktischen Vernunft". Wie argumentiert Kant gegen den moralischen Hedonismus?
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Philosophie)
Note
1,0
Autor
Z. Can (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
4
Katalognummer
V516711
ISBN (eBook)
9783346128447
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kants kritik vernunft kant hedonismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Z. Can (Autor:in), 2013, Kants "Kritik der praktischen Vernunft". Wie argumentiert Kant gegen den moralischen Hedonismus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516711
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  4  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum