Diese Arbeit stellt einen kompletten Unterrichtsentwurf einer Examensstunde im Fach Geschichte für die 7. Jahrgangsstufe dar. Der Unterrichtsentwurf setzt die Kaiserkrönung Karls des Großen am Weihnachtstag des Jahres 800 n. Chr. in Rom als Höhepunkt seiner Macht in den Mittelpunkt, die historisch gesehen weitreichende Folgen hatte.
Der Autor führt zunächst die Planungsentscheidungen zur Unterrichtsreihe an. Hier werden die Lernausgangslage, die Legitimation der Unterrichtsreihe, didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsreihe und eine tabellarische Planung der Unterrichtsreihe aufgeführt. Anschließend thematisiert der Autor die Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde. Hierfür werden unter anderem die Lernziele und Kompetenzen der Unterrichtsstunde und der geplante Stundenverlauf bearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsreihe
1.1 Hinweise zur Lernausgangslage
1.2 Legitimation der Unterrichtsreihe
1.3 Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsreihe
1.4 Tabellarische Planung der Unterrichtsreihe
2. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde
2.1 Hinweise zur Lernausgangslage
2.2 Lernziele und Kompetenzen der Unterrichtsstunde
2.2.1 Kernanliegen der Unterrichtsstunde
2.2.2 Teillernziele
2.3 Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde
2.4 Geplanter Stundenverlauf
3. Literatur
3.1 Fachliteratur
3.3 Lehrpläne
3.4 Verwendete Arbeitsmittel/Links
4. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, anhand einer multiperspektivischen Analyse der Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800 n. Chr. die historischen Ereignisse kritisch zu hinterfragen und die Urteilsfähigkeit der Lernenden zu stärken. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Diskrepanz zwischen verschiedenen zeitgenössischen Quellenberichten und die daraus resultierende Notwendigkeit, Geschichte als konstruierten Prozess zu verstehen.
- Multiperspektivität als geschichtsdidaktisches Prinzip
- Kritische Quellenanalyse und Quellenvergleich
- Entwicklung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins
- Verhältnis von weltlicher und geistlicher Macht im Mittelalter
- Förderung der Medienkompetenz und kritische Informationsbewertung
Auszug aus dem Buch
2.3 Didaktisch-methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde
Die heutige Stunde setzt die Kaiserkrönung Karls des Großen am Weihnachtstag des Jahres 800 n. Chr. in Rom als „Höhepunkt seiner Macht“ (Tiemann 2002: 10) in den Mittelpunkt, die historisch gesehen weitreichende Folgen hatte. Damals wurde das mittelalterliche Kaisertum gegründet, das in Form des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bis zum Jahr 1806 fortbestand. Zugleich, wenn auch nicht unbedingt beabsichtigt, wurde das Kaisertum eng an das Papsttum gebunden (vgl. Becher 2002: 13). Der Dualismus von weltlicher und geistlicher Macht ist in diesem Zusammenhang ein gutes Beispiel für das Wechselspiel von Kontinuität und Wandel in der Geschichte. Die Kaiserkrönung bildet dabei die Grundlage für die weitere Entwicklung dieses Machtverhältnisses. Ich habe mich für eine vertiefte Betrachtung und Untersuchung der Krönungszeremonie in Rom entschieden, da dies in der Forschung bis heute ein brisantes Thema ist und man auf eine perspektivische Berichterstattung der Kaiserkrönung Karls des Großen zugreifen kann. Dies bietet unterschiedliche Betrachtungsaspekte für die unterrichtliche Behandlung: Indem sich die Lerngruppe mit zwei Quellenberichten unterschiedlicher Perspektivität hinsichtlich der Krönungsereignisse auseinandersetzt, erhalten die Schülerinnen und Schülern exemplarisch „einen Eindruck in die schriftliche, quellenkritisch zu analysierende „Berichterstattung“ der Zeit“ (Sauer 2015: 90).
Die Schülerinnen und Schüler sollen darüber hinaus für die Perspektivität von Quellen und der Wahrnehmung von Geschichte als Konstrukt sensibilisiert werden, denn Aussagen über vergangene Ereignisse und Prozesse lassen sich nur auf Grundlage historischer Zeugnisse machen, die wiederum kritisch hinsichtlich ihrer Aussagekraft und Auslegung hinterfragt werden müssen (vgl. Sauer 2015: 23). Dieser bewusste Umgang mit der Vergangenheit und die damit verbundene Entwicklung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins spielen eine entscheidende Rolle im Geschichtsunterricht (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, 2007: 15). Darüber hinaus gilt Multiperspektivität, eines der Grundprinzipien der Geschichtsdidaktik, als wesentlicher Bestandteil des historischen Lernens (vgl. Brauch 2015: 23).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsreihe: Hier werden die organisatorischen Rahmenbedingungen, die Legitimation und die inhaltliche Strukturierung der Unterrichtsreihe "Europa im Mittelalter" dargelegt.
2. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde: Dieses Kapitel detailliert die Vorbereitung der spezifischen Lehrprobe, inklusive Lernzielen, methodischer Überlegungen und des geplanten Ablaufs.
3. Literatur: Eine Zusammenstellung der verwendeten wissenschaftlichen Fachliteratur, Lehrpläne sowie genutzter Arbeitsmittel und digitaler Ressourcen.
4. Anhang: Eine Auflistung der in der Unterrichtsreihe verwendeten Materialien, von Folien bis hin zu den antizipierten Schülerergebnissen.
Schlüsselwörter
Kaiserkrönung, Karl der Große, Multiperspektivität, Geschichtsbewusstsein, Quellenanalyse, Mittelalter, Frankenreich, Papsttum, Urteilsbildung, Historisches Lernen, Unterrichtsplanung, Fachdidaktik, Think-Pair-Share, Quellenkritik, Europa.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische Planung einer Unterrichtsstunde zum Thema der Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800 n. Chr. für die Jahrgangsstufe 7.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Herrschaftsstrukturen im Frühmittelalter, das Verhältnis von Papsttum und Kaisertum sowie die Einübung quellenkritischer Arbeitsweisen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch den Vergleich zweier zeitgenössischer Quellen zu vermitteln, dass historische Ereignisse multiperspektivisch betrachtet werden müssen, um ein objektives Urteil zu bilden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine multiperspektivische Analyse von Textquellen in Verbindung mit einem problemorientierten Geschichtsunterricht und der Think-Pair-Share-Methode angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Planung der gesamten Unterrichtsreihe "Europa im Mittelalter" sowie in die detaillierte Ausarbeitung der Lehrprobenstunde zur Kaiserkrönung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Kaiserkrönung, Multiperspektivität, Geschichtsbewusstsein, Quellenkritik und historisches Lernen.
Welchen Stellenwert nimmt die Quellenkritik in der Stunde ein?
Die Quellenkritik ist zentral, da die Schüler erkennen sollen, dass Autoren unterschiedliche Absichten verfolgen und historische Berichte daher keine absolute Wahrheit darstellen.
Wie werden die Schüler motiviert?
Die Schüler werden durch kooperative Lernformen, den Einsatz von Historiengemälden und eine problemorientierte Fragestellung zur aktiven Teilhabe motiviert.
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- Anonym (Autor:in), 2018, Wie verlief die Kaiserkrönung von Karl des Großen im Jahre 800 n. Chr.?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516806