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Die Umwelt der Tiere und Menschen. Leben wir in einer Kulturumwelt?

Titel: Die Umwelt der Tiere und Menschen. Leben wir in einer Kulturumwelt?

Hausarbeit , 2019 , 11 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Carolyn Heidinger (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Menschen und Tiere teilen seit Menschengedenken diese Welt. Aber was unterscheidet die Menschen von den Tieren? Tiere leben in einer Umwelt, an welche sie von Natur aus organisch angepasst sind. Menschen hingegen sind unspezialisierte Wesen, die von Natur aus keine Anpassung haben und daher nicht in einer Umwelt, sondern der Welt im Allgemeinen leben. Deshalb werden sie auch als weltoffen bezeichnet. Soweit eine erste Unterscheidung zwischen Menschen und Tieren. Was bedeutet überhaupt weltoffen? Wie leben Tier und Mensch in Umwelt und Welt? Diese Fragen stellte sich auch Arnold Gehlen (1904-1976) und veröffentlichte im Jahre 1940 sein Werk "Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt".

Im Folgenden werde ich in Anlehnung an Arnold Gehlen und an Jakob Johann Baron von Uexküll das Tier und die Umwelt behandeln, gefolgt von einer Einführung nach Gehlen über den Menschen, seine Weltoffenheit und die daraus entstehende Kultur. Anschließend unternehme ich einen zusammenfassenden Vergleich zwischen dem Menschen und dem Tier in Welt und Umwelt. Nachdem diese Grundlage, basierend auf Gehlen, geschaffen ist, werde ich den Menschen und seine Kultur in der Gegenwart thematisieren und überprüfen, ob der Mensch gegenwärtig tatsächlich weltoffen ist, oder ob der Mensch, genau wie das Tier, inzwischen in einer Umwelt lebt; der Kulturumwelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Das Tier

Der Mensch

Ein Vergleich zwischen Menschen und Tieren

Die Kulturumwelt

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht auf Basis der philosophischen Anthropologie von Arnold Gehlen und Jakob Johann von Uexküll, ob sich die klassische Unterscheidung zwischen der "Umwelt" des Tieres und der "Weltoffenheit" des Menschen in der modernen Industriegesellschaft zu einer neuen "Kulturumwelt" gewandelt hat.

  • Die physische Spezialisierung des Tieres gegenüber der Unspezialisiertheit des Menschen.
  • Gehlens Mängelwesentheorie und die Notwendigkeit der aktiven Kulturleistung.
  • Die Transformation menschlicher Kultur hin zu einer technischen "zweiten Natur".
  • Die Frage nach der Freiheit und Diversität in einer zunehmend durch Expertenwissen und Kristallisation geprägten Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

Die physische Unspezialisiertheit des Menschen

„Die physische Unspezialisiertheit des Menschen, seine organische Mittellosigkeit sowie der erstaunliche Mangel an echten Instinkten bilden also unter sich einen Zusammenhang, zu dem die Weltoffenheit […] den Gegenbegriff bilden.“

Wie geht der Mensch mit der Weltoffenheit um, um sich in der Welt zurecht zu finden? Zuerst einmal ist die Weltoffenheit, genau wie die Unspezialisiertheit, ein Problem, denn aus beiden entsteht eine enorme Reizüberflutung. Doch auch hier findet der Mensch die Lösung in sich selbst: Durch Entlastung. In jeder Handlung des Menschen steckt „ein Doppeltes“. Die den Menschen umgebende Wirklichkeit wird ins Lebensdienliche umgeformt, und während der Mensch dies tut, stellt er eine Hierarchie eigenen Könnens, eigener Leistung auf.

Den Vorgang des Umformens der Natur ins Lebensdienliche wird als Kultur bezeichnet, und die Kultur stellt somit die Lebenswelt des Menschen dar. Gehlen bezeichnet die Kultur auch als „die zweite Natur“, sagt über diese folgendes aus: „Kultur soll uns sein: der Inbegriff der vom Menschen tätig, arbeitend bewältigten, veränderten und verwerteten Naturbedingungen, einschließlich der bedingteren, entlasteten Fertigkeiten und Künste, die auf jener Basis erst möglich werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Hinführung zum Thema durch die philosophische Anthropologie und Vorstellung der zentralen Fragestellung bezüglich der Weltoffenheit.

Das Tier: Darstellung der biologischen Einpassung des Tieres in seine Umwelt durch Spezialisierung, Instinkte und den Funktionskreis nach Uexküll.

Der Mensch: Erläuterung der Mängelwesentheorie nach Gehlen und der Notwendigkeit, sich durch Handeln und Kultur eine eigene Lebenswelt zu schaffen.

Ein Vergleich zwischen Menschen und Tieren: Gegenüberstellung der organisch fixierten Umwelt des Tieres mit der weltoffenen, aber handlungsnotwendigen Existenz des Menschen.

Die Kulturumwelt: Kritische Analyse, ob der Mensch in der modernen, hochgradig kristallisierten Industriegesellschaft tatsächlich noch weltoffen lebt oder in einer neuen Kulturumwelt gefangen ist.

Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage, wobei die Entwicklung von der menschlichen Kultur zur technischen Kultur betont wird.

Schlüsselwörter

Philosophische Anthropologie, Arnold Gehlen, Jakob Johann von Uexküll, Weltoffenheit, Mängelwesen, Umwelt, Kultur, zweite Natur, kulturelle Kristallisation, Spezialisierung, Industriegesellschaft, Handeln, Entlastung, Posthistorie, Leitkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Mensch und Tier im Kontext ihrer jeweiligen Lebensräume und hinterfragt, ob der Mensch heute noch als "weltoffen" bezeichnet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die philosophische Anthropologie des 20. Jahrhunderts, die Unterscheidung zwischen Umwelt und Welt sowie die kritische Betrachtung der technisierten Moderne.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin möchte klären, ob der Mensch durch die zunehmende Technisierung und kulturelle Kristallisation nicht mehr weltoffen agiert, sondern in einer determinierten Kulturumwelt lebt.

Welche wissenschaftlichen Theoretiker werden primär herangezogen?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Anthropologie von Arnold Gehlen sowie auf die Umwelt-Forschung von Jakob Johann von Uexküll.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der tierischen Spezialisierung, die Mängelwesentheorie des Menschen, einen komparativen Vergleich und eine kritische Auseinandersetzung mit der "kulturellen Kristallisation".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Weltoffenheit, Mängelwesen, Kultur als zweite Natur, industrielle Kristallisation und das Konzept der Umwelt.

Inwiefern unterscheidet sich die "Umwelt" des Tieres von der "Welt" des Menschen laut Gehlen?

Das Tier ist durch Instinkte fest in sein Milieu eingebunden, während der Mensch aufgrund seiner physischen Unspezialisiertheit aktiv handeln muss, um sich seine Welt als Kultur zu erschaffen.

Was bedeutet der Begriff der "kulturellen Kristallisation"?

Gehlen bezeichnet damit einen Zustand der industriell-technischen Kultur, in dem sich die gesellschaftlichen Strukturen so gefestigt haben, dass kaum noch grundlegend Neues entstehen kann und der Detailfortschritt dominiert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der "Leitkultur"?

Die Arbeit verknüpft Gehlens ursprüngliche Konzepte von Leitgedanken mit der modernen politischen Debatte um den Begriff der Leitkultur und stellt deren praktische Umsetzung infrage.

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Details

Titel
Die Umwelt der Tiere und Menschen. Leben wir in einer Kulturumwelt?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
2.0
Autor
Carolyn Heidinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
11
Katalognummer
V517316
ISBN (eBook)
9783346108401
ISBN (Buch)
9783346108418
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umwelt tiere menschen leben kulturumwelt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolyn Heidinger (Autor:in), 2019, Die Umwelt der Tiere und Menschen. Leben wir in einer Kulturumwelt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/517316
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Leseprobe aus  11  Seiten
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