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Welche Lösungsansätze bietet 'Theorie Andalusiens' als Antwort auf die Probleme des Lebens?

Titel: Welche Lösungsansätze bietet 'Theorie Andalusiens' als Antwort auf die Probleme des Lebens?

Hausarbeit , 2019 , 10 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Carolyn Heidinger (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein sonniger Fleck Erde ganz im Süden Spaniens, welcher milde Winter und heiße Sommer verspricht, dazu noch eine vielfältige Kultur zu bieten hat: Andalusien. Die andalusische Kultur ist unter anderem von den Griechen, den Römern, den Arabern, aber wohl am meisten von der Zeit geprägt. Denn "die Andalusier sind vielleicht das älteste Mittelmeervolk, älter als Griechen und Römer". Wodurch zeichnet sich die andalusische Kultur aus?

Unter anderem dieser Frage nahm sich bereits Jose Ortega y Gasset (1883 – 1955) an und verfasste die ‚Theorie Andalusiens‘ (1927). Auch ein Vergleich zu anderen Kulturen ist in Ortegas Werk zu finden, denn Ortega vergleicht die andalusische Kultur mit der chinesischen und der kastilischen. Auf diese beiden Aspekte gehe ich also im Folgenden ein. Zusätzlich beschäftige ich mich mit den Problemen des Lebens, denn auf manche dieser Fragen vermag die andalusische Kultur zu antworten. Um dies möglichst anschaulich darzustellen und um den Sinn der spanischen Philosophie verständlich zu machen, nehme ich einen Vergleich zu Arnold Gehlens ‚Über kulturelle Kristallisation‘ vor.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Tier

3. Der Mensch

4. Ein Vergleich zwischen Menschen und Tieren

5. Die Kulturumwelt

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Mensch und Tier im Kontext der anthropologischen Philosophie von Arnold Gehlen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die klassische Unterscheidung zwischen der umweltgebundenen Existenz des Tieres und der weltoffenen Existenz des Menschen in der modernen, durch Technik und industrielle Prozesse geprägten Gegenwart noch Bestand hat oder ob der Mensch selbst in eine starre „Kulturumwelt“ zurückgefallen ist.

  • Die biologische Gebundenheit des Tieres an seine Umwelt nach Gehlen und von Uexküll.
  • Die Rolle der Unspezialisiertheit und Weltoffenheit des Menschen als „Mängelwesen“.
  • Die Entstehung der Kultur als „zweite Natur“ zur Entlastung des Menschen.
  • Der Übergang von der menschlichen Kultur zur technisierten „kulturellen Kristallisation“.
  • Die kritische Reflexion über die heutige Handlungsfähigkeit und Orientierung des Menschen.

Auszug aus dem Buch

Die Kulturumwelt

Nun befinden wir uns aber nicht mehr im 20. Jahrhundert. Inzwischen schreiben wir das 21. Jahrhundert, vieles hat sich verändert. Es drängt sich die Frage auf, ob eine Einteilung in Umwelt und Welt/ Kultur noch aktuell ist, oder ob dies nur noch eine Illusion ist. Passt der Mensch noch immer die Natur an sich an, macht sie zu seiner Kultur? Oder ist inzwischen schon so viel Kultur durch unsere Vorgänger geschaffen, dass der Mensch lediglich nach dieser geschaffenen Kultur lebt, sich ihr fügt, sich gar durch sie einschränken lässt? Damit wären die mannigfaltigen Chancen, die nach Gehlen aus der Weltoffenheit des Menschen entstehen, so nicht mehr vorhanden. Und somit würde nicht bloß das Tier, sondern auch der Mensch in einer Umwelt leben, nämlich in einer Kulturumwelt. Wie frei ist der Mensch in dieser vorgeformten Kulturumwelt noch? Und wie viel Diversität lässt unsere Kulturumwelt zu?

Um diese Problematik zu veranschaulichen, erinnern wir uns an die drei kantischen Fragen „Was können wir wissen?“, „Was sollen wir tun?“ und „Was dürfen wir hoffen?“. Diese Fragen sind vor ungefähr drei Jahrhunderten gestellt worden. Sie sind nun gestellt und auch wenn wir über diese und weitere Fragen philosophieren, sind sie bereits gestellt. „Ich will damit sagen, so etwas kann jetzt nicht mehr neu entstehen, während damals die innere Form der Wissenschaft dahin drängte.“17. So ist es auch mit der Kultur, denn seit die Menschen Kultur betreiben, füllen sie den Begriff stetig mit mehr und mehr Handlungen, Bedeutungen, Dingen, Ritualen und allem, was die Kultur ausmacht. Wie viel mehr ‚Platz‘ hat der Begriff der Kultur, wie viel mehr Neues kann in und um ihn noch entstehen?

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die philosophische Ausgangslage zwischen der Weltoffenheit des Menschen und der Umweltgebundenheit des Tieres dar und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

Das Tier: Dieses Kapitel erläutert die Instinktgebundenheit und die spezialisierte Umweltanpassung von Tieren unter Einbeziehung von Arnold Gehlen und Jakob Johann Baron von Uexküll.

Der Mensch: Hier wird der Mensch als unspezialisiertes „Mängelwesen“ definiert, das gezwungen ist, durch aktives Handeln und Kultur eine eigene Existenzbasis zu schaffen.

Ein Vergleich zwischen Menschen und Tieren: Das Kapitel kontrastiert die direkte Instinktsteuerung des Tieres mit der Fähigkeit des Menschen, seine Umgebung durch Kultur als „zweite Natur“ umzugestalten.

Die Kulturumwelt: Dieser Abschnitt analysiert die Transformation der menschlichen Kultur in eine technisch-industrielle „kulturelle Kristallisation“ und hinterfragt die Freiheit des Individuums innerhalb dieses Systems.

Schlüsselwörter

Arnold Gehlen, Weltoffenheit, Mängelwesen, Umwelt, Kultur, zweite Natur, kulturelle Kristallisation, Jakob Johann Baron von Uexküll, Instinkte, Handeln, Technik, Entlastung, Posthistorie, Anthropologie, Leitkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Unterscheidung zwischen Mensch und Tier sowie der Frage, wie sich das Verhältnis des Menschen zu seiner Umgebung über die Zeit verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der anthropologischen Bestimmung des Menschen bei Arnold Gehlen, dem Konzept der Umwelt bei von Uexküll und dem Wandel hin zu einer technisierten Kultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu überprüfen, ob der Mensch in der heutigen Zeit durch eine hochgradig vorgeformte „Kulturumwelt“ seine ursprüngliche „Weltoffenheit“ verloren hat und nun ähnlich wie das Tier gebunden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturrecherche, insbesondere basierend auf den philosophischen Schriften von Arnold Gehlen und Jakob Johann Baron von Uexküll.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es werden nacheinander die biologische Determination des Tieres, die physisch-morphologische Sonderstellung des Menschen sowie der Begriff der Kultur als Bewältigungsstrategie für die menschliche Reizüberflutung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Weltoffenheit, Mängelwesentheorie, kulturelle Kristallisation, Umwelt, Kultur, Technik und Entlastung.

Inwiefern unterscheidet sich die „Wirkwelt“ von der „Merkwelt“ bei Tieren?

Nach Uexküll beschreibt die Merkwelt die sensorische Wahrnehmung eines Tieres, während die Wirkwelt das motorische Handeln umfasst; beide bilden zusammen den Funktionskreis des Tieres.

Was bedeutet der Begriff „kulturelle Kristallisation“ in diesem Kontext?

Er beschreibt Gehlens Theorie, dass die kulturelle Entwicklung eine Endstufe erreicht hat, in der technische und industrielle Prozesse das menschliche Handeln dominieren und kaum Raum für grundlegend Neues lassen.

Wie definiert der Autor das „Mängelwesen“ Mensch?

Der Mensch gilt als Mängelwesen, da ihm spezialisierte Schutzmechanismen wie Fell oder Reißzähne fehlen, weshalb er gezwungen ist, seine Umwelt durch Intelligenz und Kultur aktiv zu gestalten.

Welche Rolle spielt die „Leitkultur“ im Fazit der Arbeit?

Der Begriff wird als aktuelles Beispiel für die Begriffsgeschichte angeführt, wobei der Autor kritisch anmerkt, dass trotz der ständigen politischen Verwendung des Leitgedankens eine inhaltliche Antwort auf die Frage nach der Verantwortung fehlt.

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Details

Titel
Welche Lösungsansätze bietet 'Theorie Andalusiens' als Antwort auf die Probleme des Lebens?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1.7
Autor
Carolyn Heidinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
10
Katalognummer
V517318
ISBN (eBook)
9783346122261
ISBN (Buch)
9783346122278
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ortega Theorie Andalusiens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolyn Heidinger (Autor:in), 2019, Welche Lösungsansätze bietet 'Theorie Andalusiens' als Antwort auf die Probleme des Lebens?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/517318
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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