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Arnold Gehlens "Über kulturelle Kristallisation". Zusammenfassung der Thesen

Titel: Arnold Gehlens "Über kulturelle Kristallisation". Zusammenfassung der Thesen

Zusammenfassung , 2020 , 9 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Carolyn Heidinger (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das ist eine Zusammenfassung von Arnold Gehlens Werk "Über kulturelle Kristallisation". Inhalt und Thesen werden stichpunktartig aufgelistet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Amerikaner und Europäer haben eine „moderne Kultur“ erschaffen

2. „große Schlüsselattitüde“ ist „vergangen, nicht wiederherstellbar.“

3. Lediglich Institutionalisierung/ Institutionen lassen Ideen überleben

4. Es wird keine neuen Weltanschauungen mehr geben

5. Die Wissenschaften (und Superstruktur- Gesellschaft) sind mit der praktischen Realität verflochten

6. Kristallisation hat sich gebildet

7. Die Ideengeschichte ist abgeschlossen, wir sind in der Posthistoire angekommen

8. Die Sinnfrage findet in unserer „prinzipienpluralistischen Gesellschaft von höchster Dynamik und in einer unabschließbaren, exzentrischen Welterfahrung“ keinen Platz

9. Das Umspielen der Ernstaufgaben, entstehend aus der Drastik des Lebenwollens aller, führen zu nationalen Problemen

10. Forderung: Fortschritt statt Umspielung der Ernstaufgaben!

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Arnold Gehlens kulturphilosophische Zustandsbeschreibung der modernen Industriegesellschaft und untersucht das Phänomen der kulturellen Kristallisation sowie das Ende der traditionellen Ideengeschichte.

  • Kritische Analyse der modernen technischen und industriellen Kultur.
  • Untersuchung des Niedergangs weltanschaulicher Systeme („große Schlüsselattitüde“).
  • Thematisierung der Spezialisierung innerhalb der Wissenschaften.
  • Erörterung des Konzepts der „kulturellen Kristallisation“ und des Zustands der Posthistoire.

Auszug aus dem Buch

kulturelle Kristallisation

„Wenn Sie diese bisher gegebene Zustandsanalyse für annährend richtig halten, so haben Sie bereits den Beleg für das, was ich »kulturelle Kristallisation« nenne.“ (Ursprung: Vilfredo Pareto, ital. Soz.) Kristallisation = ein Zustand auf einem beliebigen kulturellen Gebiet, „der eintritt, wenn die darin angelegten Möglichkeiten in ihren grundsätzlichen Beständen alle entwickelt sind.“ (11). Dabei gibt es innerhalb dieser Kristallisation noch Detailfortschritte der auseinandergezweiten Einzelwissenschaften.

Bsp.: Kunst. ‚Avantgardismus‘ ist überholt; es gibt vielleicht 3, 4, 5 Fundamentalmöglichkeiten. Es wird sich mit Bewegungsfreiheit auf der Stelle bewegt (12) -> kulturell genau so

Zusammenfassung der Kapitel

Amerikaner und Europäer haben eine „moderne Kultur“ erschaffen: Die industrielle Entwicklung hat zu einer neuen Umwelt geführt, die alte Traditionen ablöst und durch technische Zwänge geprägt ist.

„große Schlüsselattitüde“ ist „vergangen, nicht wiederherstellbar.“: Die Versuche, durch weltanschauliche Gesamtschauen das Leben zu deuten, sind in einer Krise gescheitert und historisch überholt.

Lediglich Institutionalisierung/ Institutionen lassen Ideen überleben: Ideologien wie der Marxismus oder religiöse Systeme überdauern nur, wenn sie als feste gesellschaftliche Institutionen verankert sind.

Es wird keine neuen Weltanschauungen mehr geben: Die Realisierung von Idealvorstellungen ist an der Wirklichkeit gescheitert, weshalb nur noch bestehende, in die Industriegesellschaft integrierte Ideen Zukunft haben.

Die Wissenschaften (und Superstruktur- Gesellschaft) sind mit der praktischen Realität verflochten: Wissenschaft ist heute eine „Supermaschine“, die eng mit Fortschritt und technischer Anwendung verknüpft ist, abseits philosophischer Selbstbegründungsfragen.

Kristallisation hat sich gebildet: Kultur befindet sich in einem Zustand, in dem grundlegende Möglichkeiten ausgeschöpft sind, was weitere fundamentale Transformationen unwahrscheinlich macht.

Die Ideengeschichte ist abgeschlossen, wir sind in der Posthistoire angekommen: Die Menschheit hat einen Status erreicht, in dem keine geschichtsverändernden neuen Ideologien mehr zu erwarten sind.

Die Sinnfrage findet in unserer „prinzipienpluralistischen Gesellschaft von höchster Dynamik und in einer unabschließbaren, exzentrischen Welterfahrung“ keinen Platz: Die moderne Lebenswelt bietet aufgrund ihrer hohen Dynamik und Spezialisierung keinen Raum mehr für eine allgemeine Sinnstiftung.

Das Umspielen der Ernstaufgaben, entstehend aus der Drastik des Lebenwollens aller, führen zu nationalen Problemen: Gesellschaften versuchen, reale Probleme durch Ausweichmanöver oder institutionelle Verwaltung zu umgehen, statt sie grundlegend zu lösen.

Forderung: Fortschritt statt Umspielung der Ernstaufgaben!: Der Autor mahnt dazu, die tatsächlichen Nöte innerhalb der technisch hochentwickelten Industriekultur endlich aktiv anzugehen.

Schlüsselwörter

Arnold Gehlen, Kulturelle Kristallisation, Posthistoire, Industriegesellschaft, Weltanschauung, Spezialisierung, Philosophische Anthropologie, Ideengeschichte, Moderne Kultur, Institutionen, Ernstaufgaben, Technik, Fortschritt, Soziologie, Sinnfrage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dem vorliegenden Text?

Der Text befasst sich mit Arnold Gehlens Vortrag über die kulturelle Situation der modernen Industriegesellschaft und das Konzept der kulturellen Kristallisation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind die Technisierung der Kultur, das Ende weltanschaulicher Angebote sowie die institutionelle Verfestigung wissenschaftlicher Prozesse.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist die Analyse von Gehlens Diagnose, dass die Ideengeschichte abgeschlossen ist und wir uns in einem Zustand der Posthistoire befinden.

Welche wissenschaftliche Methode liegt dem Werk zugrunde?

Der Text nutzt eine kulturphilosophische und anthropologische Zustandsanalyse, um gesellschaftliche Entwicklungstendenzen seit der Industrialisierung zu deuten.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Wandel von der „menschlichen“ zur „technischen“ Kultur, die Bedeutung der Spezialisierung und die Problematik gesellschaftlicher Ernstaufgaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kulturelle Kristallisation, Posthistoire, Industriegesellschaft und Philosophische Anthropologie definiert.

Was versteht Gehlen unter dem Begriff der „kulturellen Kristallisation“?

Es bezeichnet einen Zustand, in dem die kulturellen Möglichkeiten eines Gebiets in ihren Grundbeständen voll ausgeschöpft sind, sodass grundlegende Veränderungen unwahrscheinlich werden.

Wie bewertet Gehlen die Rolle der Spezialisierung in der modernen Wissenschaft?

Er sieht in der Spezialisierung ein notwendiges Übel für das Überleben in der Industriegesellschaft, das jedoch zu einer wachsenden Kluft zwischen Fachleuten und Laien führt.

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Details

Titel
Arnold Gehlens "Über kulturelle Kristallisation". Zusammenfassung der Thesen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1.7
Autor
Carolyn Heidinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
9
Katalognummer
V517324
ISBN (eBook)
9783346116321
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gehlen Kulturelle Kristallisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolyn Heidinger (Autor:in), 2020, Arnold Gehlens "Über kulturelle Kristallisation". Zusammenfassung der Thesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/517324
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Leseprobe aus  9  Seiten
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