Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Law

Strukturpolitik

Ein kurzer Überblick

Title: Strukturpolitik

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Florian Erhorn (Author)

Business economics - Law
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die heutige bestehende Förderungs- und Strukturpolitik der Europäischen Union wurde auf europäischer Ebene nicht als Gesamtkonzept entworfen, innerhalb dessen sich einzelne Maßnahmebereiche unter einem einheitlichen Zielkatalog einfügten, sondern hat sich historisch aus einer Vielzahl von Einzelpolitiken und Einzelfördermaßnahmen entwickelt.

Bereits bei Schaffung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, der Vorgängerin der heutigen EU im Jahre 1957, war bekannt, dass die wirtschaftlichen Zustände zwischen den einzelnen Vertragsländern recht unterschiedlich waren und als wichtiges politisches Ziel wurde bereits damals gefordert, die bestehenden wirtschaftlichen Disparitäten zu korrigieren. So wurde schon in der Präambel des EWG Vertrages festgeschrieben, dass die Auf-gabe der Gemeinschaft darin besteht, „ihre Volkswirtschaften zu vereinigen und deren harmonische Entwicklung zu fördern, in dem sie den Abstand zwischen den einzelnen Gebieten und den Rückstand weniger begünstigter Gebiete verringert“.

Die Ziele der Gemeinschaft wurden in Artikel 2 des EWG Vertrages formuliert. Hierzu zählen u.a. ein beständiges, nicht inflationäres und umweltverträgliches Wachstum, ein hoher Grad an Konvergenz der Wirtschaftsleistungen, ein hohes Be-schäftigungsniveau, ein großes Maß an sozialem Schutz sowie die Hebung der Lebenshaltung und der Lebensqualität. Diese Forderungen stellten allerdings keine verbindliche Rechtsgrundlage für die einzelnen Vertragsstaaten gegenüber der Ge-meinschaft dar, sondern es handelte sich lediglich um politische Ziele.

Zunächst hatte man noch die Vorstellung, dass der Markt und seine Mechanismen, d.h. die gegenseitige wirtschaftliche Verflechtung und die sich daraus ergebende Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen die bestehenden Disparitäten beseitigen würden. Gezielte Fördermaßnahmen galten als Eingriffe in den Markt, die als ökonomisches Sakrileg zur damaligen Zeit abgelehnt wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Historische Entwicklung der Strukturpolitik

2 Ziele der Strukturpolitik

2.1 Ziel 1

2.2 Ziel 2

2.3 Ziel 3

3 Strukturfonds

3.1 EFRE

3.2 ESF

3.3 EAGFL-Ausrichtung

3.4 FIAF

4 Initiativen und Kohäsionsfonds

4.1 Gemeinschaftsinitiativen

4.1.1 Interreg III

4.1.2 Urban II

4.1.3 Equal

4.1.4 Leader+

4.2 Kohäsionsfonds

5 Beitrittsvorbereitende Hilfen

5.1 Phare

5.2 Sapard

5.3 ISPA

6 Finanzrahmen der EU

7 Strukturpolitik nach 2006

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die historische Entwicklung und die Funktionsweise der europäischen Strukturpolitik. Ziel ist es, die zentralen Förderinstrumente der Europäischen Union, insbesondere die Strukturfonds und Kohäsionshilfen, im Kontext ihrer Ziele und ihrer Bedeutung für den wirtschaftlichen Zusammenhalt zu analysieren.

  • Historische Genese der europäischen Strukturförderung
  • Strukturfonds als zentrale Instrumente der regionalen Entwicklung
  • Gemeinschaftsinitiativen zur Lösung spezifischer Strukturprobleme
  • Beitrittsvorbereitende Hilfen für Kandidatenländer
  • Herausforderungen und Perspektiven der Strukturpolitik nach 2006

Auszug aus dem Buch

1 Historische Entwicklung der Strukturpolitik

Die heutige bestehende Förderungs- und Strukturpolitik der Europäischen Union wurde auf europäischer Ebene nicht als Gesamtkonzept entworfen, innerhalb dessen sich einzelne Maßnahmebereiche unter einem einheitlichen Zielkatalog einfügten, sondern hat sich historisch aus einer Vielzahl von Einzelpolitiken und Einzelfördermaßnahmen entwickelt.

Bereits bei Schaffung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, der Vorgängerin der heutigen EU im Jahre 1957, war bekannt, dass die wirtschaftlichen Zustände zwischen den einzelnen Vertragsländern recht unterschiedlich waren und als wichtiges politisches Ziel wurde bereits damals gefordert, die bestehenden wirtschaftlichen Disparitäten zu korrigieren.

So wurde schon in der Präambel des EWG Vertrages festgeschrieben, dass die Aufgabe der Gemeinschaft darin besteht, „ihre Volkswirtschaften zu vereinigen und deren harmonische Entwicklung zu fördern, in dem sie den Abstand zwischen den einzelnen Gebieten und den Rückstand weniger begünstigter Gebiete verringert“.

Die Ziele der Gemeinschaft wurden in Artikel 2 des EWG Vertrages formuliert. Hierzu zählen u.a. ein beständiges, nicht inflationäres und umweltverträgliches Wachstum, ein hoher Grad an Konvergenz der Wirtschaftsleistungen, ein hohes Beschäftigungsniveau, ein großes Maß an sozialem Schutz sowie die Hebung der Lebenshaltung und der Lebensqualität. Diese Forderungen stellten allerdings keine verbindliche Rechtsgrundlage für die einzelnen Vertragsstaaten gegenüber der Gemeinschaft dar, sondern es handelte sich lediglich um politische Ziele.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Historische Entwicklung der Strukturpolitik: Das Kapitel beschreibt den historischen Ursprung der EU-Strukturpolitik, die sich nicht aus einem Gesamtkonzept, sondern aus verschiedenen Einzelpolitiken entwickelte.

2 Ziele der Strukturpolitik: Hier werden die drei Kernziele der Strukturpolitik im Zeitraum 2000-2006 erläutert, die auf den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt ausgerichtet sind.

3 Strukturfonds: Dieses Kapitel stellt die wichtigsten Finanzinstrumente wie EFRE, ESF, EAGFL-Ausrichtung und FIAF vor, die zur Umsetzung der strukturpolitischen Ziele dienen.

4 Initiativen und Kohäsionsfonds: Der Text geht auf ergänzende Gemeinschaftsinitiativen zur Problemlösung und die Funktion des Kohäsionsfonds für weniger wohlhabende Staaten ein.

5 Beitrittsvorbereitende Hilfen: Hier werden Programme wie Phare, Sapard und ISPA behandelt, die osteuropäische Länder bei der Vorbereitung auf den EU-Beitritt unterstützen.

6 Finanzrahmen der EU: Das Kapitel bietet einen Überblick über die budgetären Mittel, die für die Strukturinstrumente im Zeitraum 2000-2006 vorgesehen waren.

7 Strukturpolitik nach 2006: Abschließend werden die Herausforderungen und die geplante Neuausrichtung der Strukturpolitik nach 2006 durch die EU-Erweiterung analysiert.

Schlüsselwörter

Strukturpolitik, Europäische Union, Strukturfonds, EFRE, ESF, Kohäsionsfonds, regionale Entwicklung, Beitrittshilfen, Phare, ISPA, Konvergenz, Wirtschaftsdisparitäten, Strukturprobleme, Finanzrahmen, Förderperiode.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über die Strukturpolitik der Europäischen Union, ihre Entstehung, die eingesetzten Finanzinstrumente sowie die zukünftigen Herausforderungen im Zuge der EU-Erweiterung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die historischen Grundlagen, die verschiedenen Zielsetzungen, die Strukturfonds (wie EFRE und ESF), Gemeinschaftsinitiativen und die spezifischen Beitrittshilfen für neue Mitgliedstaaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung, wie die EU durch gezielte Fördermaßnahmen wirtschaftliche Disparitäten zwischen den Regionen abbaut und den sozialen Zusammenhalt stärkt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine deskriptive Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung offizieller EU-Dokumente sowie vertraglicher Grundlagen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Förderziele (Ziel 1 bis 3), die Erläuterung der einzelnen Strukturfonds und die Beschreibung von Initiativen sowie Beitrittshilfen wie ISPA und Phare.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Strukturfonds, Kohäsionspolitik, regionale Konvergenz, Wettbewerbsfähigkeit und EU-Beitrittsvorbereitung.

Warum spielt der Kohäsionsfonds eine besondere Rolle für bestimmte Staaten?

Der Kohäsionsfonds unterstützt gezielt Mitgliedstaaten, deren Pro-Kopf-Einkommen unter 90 % des Unionsdurchschnitts liegt, indem er Großprojekte im Umwelt- und Verkehrssektor finanziert.

Welche Auswirkungen hat die EU-Erweiterung auf die Strukturpolitik nach 2006?

Durch die Erweiterung steigen die sozioökonomischen Disparitäten in der EU, was eine Umverteilung der Fördermittel und eine Neuausrichtung hin zu einer stärkeren Unterstützung der neuen Mitgliedstaaten notwendig macht.

Welche Rolle spielt die Strategie von Lissabon?

Die Lissabon-Strategie zielte darauf ab, die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum zu entwickeln, was durch die Einbeziehung nachhaltiger Entwicklung ergänzt wurde.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Strukturpolitik
Subtitle
Ein kurzer Überblick
College
University of Applied Sciences Essen
Course
EU-Recht
Grade
1,7
Author
Florian Erhorn (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V51746
ISBN (eBook)
9783638476317
ISBN (Book)
9783638764988
Language
German
Tags
Strukturpolitik EU-Recht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Erhorn (Author), 2005, Strukturpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51746
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint