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Die frühen Porträts von Oskar Kokoschka

Title: Die frühen Porträts von Oskar Kokoschka

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katherina Knees (Author)

Art - Painting
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Summary Excerpt Details

Oskar Kokoschka war bekannt für die emotionale Herangehensweise an seine Porträtdarstellungen. Er wollte nicht allein die äußere Hülle, sondern vor allem den Charakter des Menschen entdecken und mit Farbe auf die Leinwand bannen. Die Arbeit gibt einen Überblick über die frühen Porträts des Künstlers.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. KOKOSCHKAS SOZIALES UMFELD

2.1 ALMA MAHLER

2.2 ADOLF LOOS

2.3 GUSTAV KLIMT

3. DAS PORTRÄT ZU BEGINN DES 20. JAHRHUNDERTS

4. KOKOSCHKAS „CHARAKTERBILDNIS“

5. KOKOSCHKAS KÜNSTLERISCHE UMSETZUNG

5.1 DIE ENTSTEHUNG EINES PORTRÄTS

5.2 FARBAUFTRAG UND FARBWAHL

6. RESÜMEE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die frühen Porträts von Oskar Kokoschka unter besonderer Berücksichtigung der Begriffe „Charakterbildnis“ und „Seelenmalerei“ sowie deren künstlerischer Umsetzung vor dem gesellschaftlichen Hintergrund des frühen 20. Jahrhunderts.

  • Analyse von Kokoschkas Verständnis des „Charakterbildnisses“ im Vergleich zu zeitgenössischen Porträtkonventionen.
  • Untersuchung des Einflusses seines sozialen Umfelds (Alma Mahler, Adolf Loos, Gustav Klimt) auf sein künstlerisches Schaffen.
  • Betrachtung der spezifischen künstlerischen Arbeitsweise, insbesondere der Bedeutung von Gestik und Händen.
  • Erläuterung der unkonventionellen Technik beim Farbauftrag und der bewussten Verwendung des Kolorits.
  • Interpretation ausgewählter Schlüsselwerke zur Veranschaulichung der psychologisierenden Malweise.

Auszug aus dem Buch

4. Kokoschkas „Charakterbildnis“

„Charakterbildnisse, nicht Gesichtsbildnisse“8, so heißt es im Titel eines Aufsatzes von Tobias G. Natter. Mit wenigen Worten, wird hier klar auf den Punkt gebracht, was Kokoschkas Porträts zur damaligen Zeit so außergewöhnlich gemacht hat. Kokoschka bildete zwar das Konterfei seines Modells im Sinne eines Porträts auf der Leinwand ab, aber es ging ihm dabei viel weniger um eine naturgetreue Widergabe des objektiv Sichtbaren, als darum, die grundlegenden Charakterzüge der Person zu erfassen. Kokoschka wollte das für das Auge eigentlich unsichtbare darstellen und die psychische Konstitution eines Menschen und sein Wesen auf die Leinwand bannen. Dieses „Wesentliche“ stellte er so sehr über die sonst üblichen Kriterien an ein Porträt, dass mancher Auftraggeber sich in seinem Bildnis nicht wieder erkennen wollte und die Annahme verweigerte. Trotzdem war es dem Maler immer wieder aufs Neue wichtig, die Persönlichkeit des Menschen zum Ausdruck zu bringen, so wie er sie ganz subjektiv wahrnahm. Dies geschah nicht etwa aus einem Eifer heraus, eine psychologische Untersuchung im Sinne von Sigmund Freud zu betreiben, der zur selben Zeit in Wien die Grundsteine für seine Psychoanalyse legte. Es geschah eher aus dem ganz intuitiven Bedürfnis, einem Instinkt, sein Augenmerk nicht auf die bloße Darstellung des Körpers zu beschränken, sondern auch die der Seele des Menschen in das Bildnis mit einzubeziehen, also im abstrakten Sinne nicht seinen Körper, sondern seine Seele zu malen.9 Kokoschkas Mentor Adolf Loos beschrieb es so, dass Kokoschka „hinter die Fassade blicke. Er dringe hinter das äußere Erscheinungsbild und gehe unter die Epidermis seiner Modelle, er suche das „innere Gesicht“.“10

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die zentrale Fragestellung der „Charakterbildnisse“ und Darlegung des künstlerischen sowie biografischen Kontexts von Oskar Kokoschka.

2. KOKOSCHKAS SOZIALES UMFELD: Beleuchtung der prägenden Beziehungen zu Alma Mahler, Adolf Loos und Gustav Klimt und deren Einfluss auf Kokoschkas Leben und Werk.

3. DAS PORTRÄT ZU BEGINN DES 20. JAHRHUNDERTS: Darstellung des zeitgenössischen Kunstverständnisses in Wien und Abgrenzung zu den Porträtstilen von Hans Makart und Gustav Klimt.

4. KOKOSCHKAS „CHARAKTERBILDNIS“: Erläuterung des Kernkonzepts der Psychologisierung der Malerei und der Abkehr von der bloßen körperlichen Abbildung zugunsten der Seelendarstellung.

5. KOKOSCHKAS KÜNSTLERISCHE UMSETZUNG: Analyse der gestalterischen Besonderheiten, wie die Bedeutung der Hände als „Energiekanäle“ und die unkonventionelle Anwendung des Farbauftrags.

6. RESÜMEE: Zusammenfassende Betrachtung der authentischen und kompromisslosen künstlerischen Arbeitsweise Kokoschkas, die ihn zu einer bedeutenden Künstlerpersönlichkeit machte.

Schlüsselwörter

Oskar Kokoschka, Charakterbildnis, Seelenmalerei, Wiener Moderne, Porträtmalerei, Expressionismus, Alma Mahler, Adolf Loos, Gustav Klimt, Gestik, Psychologisierung, Farbauftrag, Fred Goldman, Conte Verona, Wiener Kunstschau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die frühen Porträts von Oskar Kokoschka und den Wandel der Porträtkunst vom idealisierten Abbild hin zum subjektiven „Charakterbildnis“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Einfluss des Wiener sozialen Umfelds, die Abgrenzung zum akademischen Porträtstil sowie die spezifische psychologisierende Technik des Malers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kokoschka durch eine intuitive und unkonventionelle Darstellungsweise das innere Wesen seiner Modelle anstelle einer bloßen äußeren Fassade erfasste.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine kunsthistorische Untersuchung unter Einbeziehung von biografischen Hintergründen, zeitgenössischen Einflüssen und einer formalen Werkanalyse ausgewählter Porträts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition des „Charakterbildnisses“, der Bedeutung der Hände und der Gestik in den Werken sowie Kokoschkas experimenteller Herangehensweise an den Farbauftrag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakterbildnis, Seelenmalerei, Psychologisierung, Wiener Moderne und Ausdrucksstärke sind die maßgeblichen Begriffe, die das Werk Kokoschkas in dieser Untersuchung definieren.

Wie unterscheidet sich Kokoschkas Arbeitsweise von seinen Zeitgenossen?

Im Gegensatz zu Malern wie Makart oder Klimt, denen eine ästhetische Inszenierung wichtig war, verzichtete Kokoschka auf eine beschönigende Darstellung und suchte nach einer unmittelbaren, oft als „brutal“ empfundenen Darstellung des inneren Zustands.

Welche Rolle spielten die Hände in den Porträts?

Die Hände fungierten laut Arbeit als „Energiekanäle“, die dem Betrachter die Gemütsverfassung und den Charakter des Porträtierten unmittelbarer vermittelten als das Gesicht selbst.

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Details

Title
Die frühen Porträts von Oskar Kokoschka
College
University of Cologne  (KHI )
Course
Proseminar
Grade
1,0
Author
Katherina Knees (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V51751
ISBN (eBook)
9783638476355
ISBN (Book)
9783638890441
Language
German
Tags
Porträts Oskar Kokoschka Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katherina Knees (Author), 2005, Die frühen Porträts von Oskar Kokoschka, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51751
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