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Seitenwechsel in der Zeitungslandschaft: Weniger Druck durch´s Internet?

Titel: Seitenwechsel in der Zeitungslandschaft: Weniger Druck durch´s Internet?

Hausarbeit , 2005 , 31 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Eble (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

Die eine kam, kassierte und platzte, die andere kam, nistete sich ein und pflegt seit langem einen wohlverdienten Ruf: Nichts ist so verschieden wie die gedruckte Zeitung und ihre jüngsten Erscheinungsformen im Internet. Doch es gibt auch große strukturelle Ähnlichkeiten der beiden (ungleichen) Geschwister. Zwar scheint die Gefahr nach dem Platzen der „New-Economy-Bubble“ für ausschließlich im Printsektor tätige Verlage vorerst gebannt, doch bietet das Internet gänzlich neue Formen von Publizität, Aktualität und Flexibilität – und nicht zuletzt einen kommerziellen Markt. In der vorliegenden Arbeit wird zunächst die klassische gedruckte Zeitung in ihren verschiedenen Facetten analysiert. Die dort zu Grunde liegenden Kriterien werden dann – soweit möglich – auch als Analyse-Schema für die publizistischen Online-Angebote verwendet. Dabei liegt der Fokus hauptsächlich auf Tageszeitungen, bezieht sich aber auch auf andere Angebote publizistischen Charakters, wie etwa Wochenzeitungen und (Fach-)Zeitschriften, die aber nicht Hauptgegenstand sind. Schließlich geht es um die Frage der Zukunftsfähigkeit von publizistischen Online-Angeboten in (bisher reinen) Printverlagen.

Neben der einschlägigen Literatur werden dazu zwei Beispiele gänzlich verschiedener Ausrichtung herangezogen: Die Netzeitung (www.netzeitung.de) ist ein publizistisches Organ, das ausschließlich im WWW existiert, während General-Anzeiger-Online (GAOnline, www.general-anzeiger-bonn.de) das Internetangebot der regionalen Tageszeitung Bonner General-Anzeiger darstellt. Die Informationen über die Netzeitung beruhen dabei auf entsprechender Literatur und der Analyse der Website. Die vorgelegten Informationen über GA-Online beruhen auf Vor-Ort-Recherchen in der hausinternen Online-Redaktion. Weiterhin gilt, dass die vorgelegten Untersuchungen nur in Bezug zum deutschen Mediensystem stehen, in den USA etwa stellt sich das Feld der publizistischen Online- Angebote mitunter anders dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das klassische Druckwerk

2.1 Definition des Mediums Zeitung

2.2 Geschichtliche Entwicklung

2.3 Strukturelemente der Zeitung

2.3.1 Redaktion

2.3.2 Finanzierung

2.3.3 Vertrieb

2.4 Markt und Wettbewerb

2.5 Kosten- und Erlösstrukturen

3. Die modernen Online-Angebote

3.1 Theorie und Charakter

3.2 Historie

3.3 Strategien und Konzepte

3.3.1 Produktion

3.3.2 Finanzierung

3.3.3 Crossmediale Beziehungen

3.4 Markt und Wettbewerb

3.5 Kosten- und Erlösstrukturen

4. Seitenwechsel als Zukunftschance

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen und ökonomischen Herausforderungen sowie die strategischen Anpassungsprozesse von klassischen Zeitungsverlagen im digitalen Zeitalter, mit dem Ziel, die Zukunftsfähigkeit von Online-Publikationsangeboten zu bewerten.

  • Vergleich der strukturellen Merkmale klassischer Printmedien mit modernen Online-Angeboten.
  • Analyse der Produktions-, Finanzierungs- und Vertriebsstrategien in der digitalen Medienwelt.
  • Untersuchung des Marktumfelds und der Wettbewerbsdynamik für Online-Journalismus.
  • Bewertung des Potenzials für crossmediale Synergieeffekte zwischen Print und Online.
  • Erörterung der Zukunftsrolle von Zeitungsverlagen als medienneutrale Informationsdienstleister.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Redaktion

Das Wort „Redaktion“ ist zunächst ein Begriff für drei Erscheinungsformen. Es steht für die Gesamtheit aller Redakteure, ihren Arbeitsraum und die ihnen obliegende Tätigkeit. Der Ursprung des Wortes liegt im lateinischen „redigere“, was soviel bedeutet wie „etwas in einen Zustand bringen“. Aus dieser Übersetzung lässt sich die Funktion des Organs ableiten: Ihre Aufgabe ist es, die verschiedensten Informationen und Sachverhalte in eine derartige Fassung zu bringen, dass sie veröffentlicht werden können (vgl. von La Roche 2003, 14f). Zu diesem Zweck redigieren die Mitarbeiter der Redaktion, d.h. sie wählen Nachrichten aus und bewerten diese.

Die Nachrichten und Berichte werden dabei üblicherweise von Agenturen und Pressediensten, sowie festen und freien Journalisten angeliefert. Der Redakteur sichtet und prüft das Text-Material auf seine sachliche Richtigkeit, bessert sprachliche Schwachstellen aus, kürzt oder streckt die Artikel und bringt sie schließlich in das benötigte Format. Für das Bild-Material gelten ähnliche Prozeduren. In kleineren Redaktionen wählt der Redakteur die Bilder selbstständig aus, in größeren gibt es eine eigene Bildredaktion. Die Fotos werden dabei im Regelfall aus den Datenbanken der Agenturen, mit denen entsprechende Zulieferverträge bestehen, oder von fest angestellten bzw. freiberuflichen Fotografen bezogen. Doch Redakteure verarbeiten natürlich nicht nur eingehendes Text- und Bild-Material, sondern sie fertigen auch selbst Beiträge.

Intern ist die Redaktion in verschiedene Zuständigkeitsbereiche gegliedert. So gehört ein Redakteur im Allgemeinen zu einem Ressort, etwa Sport oder Wirtschaft, das von einem Ressortleiter geleitet wird (vgl. von La Roche 2003, 40). Dem Chefredakteur obliegt wiederum die Gesamtleitung der Redaktion mit ihren einzelnen Ressorts: „Er organisiert die Redaktion und vertritt diese innerhalb des Verlags“ (von La Roche 2003, 41). Außerdem entscheidet er, welche Beiträge veröffentlicht werden. Gemeinsam mit den anderen Redakteuren plant er kurz-, mittel- und langfristige Themenschwerpunkte. Dabei werden neben aktuellen Sujets auch Sonderthemen, mit Interessenschwerpunkten etwa im Bereich Gesundheit oder jahreszeitliche Themen, anvisiert. Diese werden dann gemeinsam von Redaktion, Verlagsleitung und Anzeigenabteilung festgelegt (vgl. Breyer-Mayländer/Werner 2003, 238f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die strukturellen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Printzeitungen und Online-Angeboten sowie die Zielsetzung der Arbeit, die Zukunftsfähigkeit von Online-Publikationen in Printverlagen zu analysieren.

2. Das klassische Druckwerk: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen und Funktionsweisen von Zeitungen, insbesondere hinsichtlich ihrer Definition, Historie sowie der zentralen Strukturelemente wie Redaktion, Finanzierung und Vertrieb.

3. Die modernen Online-Angebote: Hier werden Theorie, Geschichte und die spezifischen Strategien von Online-Nachrichtenportalen beleuchtet, wobei ein besonderer Fokus auf Produktionsprozessen, Finanzierungsmodellen und crossmedialen Beziehungen liegt.

4. Seitenwechsel als Zukunftschance: Das abschließende Kapitel interpretiert die Digitalisierung nicht als Bedrohung, sondern als Chance für Verlage, sich durch medienneutrale Produktion und die Nutzung des digitalen Informationsmarktes als langfristige Dienstleister zu positionieren.

Schlüsselwörter

Zeitungslandschaft, Online-Journalismus, Printmedien, Medienökonomie, Content-Management-Systeme, Crossmedia, Redaktion, Finanzierung, Werbemarkt, Digitalisierung, Nachrichtenportale, Publizistik, Medienwandel, Informationsmanagement, Zukunftschance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der klassischen Zeitungslandschaft durch das Internet und untersucht, wie Verlage den Übergang zu Online-Publikationsformen strategisch gestalten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Vergleich von Print- und Online-Produktionsweisen, die ökonomischen Finanzierungsstrukturen beider Medienformen sowie die Möglichkeiten zur crossmedialen Vernetzung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit von publizistischen Online-Angeboten innerhalb bisher klassisch ausgerichteter Printverlage zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der Medienstrukturen mit einem fallorientierten Vergleich zwischen reinen Online-Angeboten (Netzeitung) und den Online-Präsenzen klassischer Zeitungen (General-Anzeiger-Online).

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der klassischen Druckwerk-Strukturen und deren Adaption im Online-Bereich, inklusive der technischen Produktionsbedingungen und neuer Erlösmodelle.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Content-Management, medienneutrale Produktion, crossmediale Beziehungen, Reichweite, Anzeigengeschäft und journalistische Qualität im Netz.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Online-Redaktion im Vergleich zum Print?

Im Gegensatz zum klassischen Ressortmodell zeichnet sich der Online-Newsroom häufig durch eine höhere Flexibilität und Auflösung fester Zuständigkeitsbereiche aus, um auf die geforderte Echtzeit-Aktualität zu reagieren.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Zukunft von Printverlagen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Verlage sich als medienneutrale Informationsdienstleister etablieren müssen, um die Qualität ihrer Marke erfolgreich auf digitale Produkte zu übertragen und das Online-Angebot als Chance zur Diversifizierung zu nutzen.

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Details

Titel
Seitenwechsel in der Zeitungslandschaft: Weniger Druck durch´s Internet?
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Zentrum für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar Online-Journalismus
Note
1,0
Autor
Michael Eble (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
31
Katalognummer
V51752
ISBN (eBook)
9783638476362
ISBN (Buch)
9783656816416
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Seitenwechsel Zeitungslandschaft Weniger Druck Internet Hauptseminar Online-Journalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Eble (Autor:in), 2005, Seitenwechsel in der Zeitungslandschaft: Weniger Druck durch´s Internet?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51752
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Leseprobe aus  31  Seiten
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