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Fremde Lebenswelten - Orientieren in einem fremden München von Ostdeutschen und Tschechen/Innen

Title: Fremde Lebenswelten - Orientieren in einem fremden München von Ostdeutschen und Tschechen/Innen

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Miroslava Rabe (Author)

Communications - Intercultural Communication
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Summary Excerpt Details

In meinem empirischen Teil möchte ich im Vordergrund Ergebnisse aus den von mir gemachten Interviews, sowie aus meinen eigenen Erfahrungen darstellen und weiter bearbeiten. Als Begleitmethode möchte ich „mental maps“ (mentale Landkarten) einbeziehen, die ich einige der Befragten gebeten habe anzufertigen. Die Befragten waren aus Tschechien und aus Ostdeutschland, die angefertigten Orientierungslandkarten habe ich auch einige Münchner anfertigen lassen um den Vergleich deutlicher darstellen zu können.

Ich habe mich vor allem auf 2 Gruppen konzentriert. Die eine Gruppe sind Tschechen/Innen, die andere Gruppe sind ostdeutsche Männer und Frauen, die nach München gekommen sind. Das Alter der Befragten bewegt sich zwischen 22-30 Jahren und alle sind nach München wegen einer Ausbildung, Arbeit oder zum Deutsch lernen (als au-pair Mädchen) gekommen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Definitionen/Begriffserklärungen

2 Methodik und Vorstellung der Befragten

2.1 Verzeichnis der Interviewten

3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Alltagsleben der Ostdeutschen und Tschechen/Innen in München

3.1 Ansätze von Konrad Bedal Strukturmerkmale eines Kultursystems

4 Eigene empirische Forschung

4.1 Sprache + Sprachverständnis, Sprachschwierigkeiten

4.1.1 Sprachliche Ebene – Verständnis von Wörtern und Grammatik

4.1.2 Sprachliche Schwierigkeiten im tieferen Sinne?

4.2 Kulturell geprägte Funktionszuweisung und Wahrnehmung

4.3 Kontaktaufnahme und Anfangsschwierigkeiten

4.4 München kennen lernen

4.4.1 Einkaufen

4.4.2 Kleidung

4.4.3 Verkehrsmittel

5 Bleiben oder Zurückkehren?

6 Kurzer Exkurs „mental maps“

7 Schlussbemerkungen

8 Ausblick - offene Fragen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die alltäglichen Herausforderungen und Anpassungsprozesse von jungen Ostdeutschen und Tschechen/Innen nach ihrem Umzug nach München. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Veränderungen in der Alltagswelt auftraten und wie die Migranten mit der neuen Umgebung zurechtkamen.

  • Interkulturelle Anpassung und Alltagspraxis
  • Sprachliche Barrieren und Kommunikationsstile
  • Kulturelle Wahrnehmung von Wohn- und Lebensräumen
  • Soziale Netzwerke und Kontaktfindung
  • Faktoren der Migrationsentscheidung und Bleibemotivation

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Sprachliche Schwierigkeiten im tieferen Sinne?

Eine Sprache ist nicht nur ein Instrument für Kommunikation und für das erregen von Emotionen. Jede Sprache ist auch ein Mittel, um die Erfahrungswelt zu kategorisieren. (Maletzke 1996: 73)

Meine eigene Erfahrungen: Ich hatte am Anfang eindeutig ein Problem mit der Auffassung von direkter Äußerung auf der einen Seite und eher diplomatischer Äußerung auf der anderen Seite. Oft habe ich mich persönlich angegriffen gefühlt, wenn die Frau von der Gastfamilie geäußert hat, wie sie es sich vorstellt, wie ich das Haus aufräumen soll und wie ich auf die Kinder aufpassen soll. Sie hat immer sehr direkt geäußert, was sie will. Ich fand dieses Verhalten als unmöglich, unhöflich, undiplomatisch und sogar frech. Dadurch entstand zwischen uns beiden ein ziemliches Spannungsverhältnis. Ich bin in einer Kultur erzogen und aufgewachsen, wo es als unhöflich gilt jemanden direkt in die Augen zu sagen, „was, wie, wo“. Am Anfang folgt fast immer eine kurze diplomatische Äußerung, bevor man „zur Sache“ kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definition der zentralen Begriffe wie „Fremdheit“ und „fremde Lebenswelten“ sowie Darstellung der Fragestellung.

2 Methodik und Vorstellung der Befragten: Erläuterung des qualitativen Forschungsansatzes durch Leitfadeninterviews mit jungen Migranten aus Tschechien und Ostdeutschland sowie der Nutzung mentaler Landkarten.

3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Alltagsleben der Ostdeutschen und Tschechen/Innen in München: Analyse der anfänglichen Orientierungsprobleme und Unterschiede in der Wahrnehmung von Wohnstrukturen und kulturellen Merkmalen.

4 Eigene empirische Forschung: Detaillierte Untersuchung von sprachlichen Hürden, kulturellen Funktionszuweisungen bei Alltagsgegenständen und der sozialen Integration.

5 Bleiben oder Zurückkehren?: Diskussion der Faktoren, die zur dauerhaften Niederlassung oder zur Rückkehr in das Herkunftsland führen.

6 Kurzer Exkurs „mental maps“: Reflexion über die subjektive Wahrnehmung städtischer Räume durch individuelle mentale Landkarten.

7 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnis, dass „Fremdheit“ keine einseitige Erfahrung ist, sondern beide Seiten betrifft.

8 Ausblick - offene Fragen: Identifikation weiterer Forschungsbedarfe, etwa hinsichtlich geschlechtsspezifischer Entwicklungen und des Einflusses der Migration auf die Folgegeneration.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Migration, Alltagswelt, München, Ostdeutsche, Tschechen, Kulturschock, Sprache, Wohnkultur, Integration, Mentale Landkarten, Fremdheit, Anpassung, Empirische Sozialforschung, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die alltäglichen Anpassungserfahrungen junger Migranten aus Ostdeutschland und Tschechien in München.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen sprachliche Herausforderungen, die Eingewöhnung in die deutsche Alltagskultur, den Aufbau sozialer Kontakte sowie den Umgang mit neuen Wohn- und Konsumstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu verstehen, mit welchen Schwierigkeiten die Migranten in ihrer neuen Lebenswelt konfrontiert waren und welche Faktoren ihren Integrationserfolg maßgeblich beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzte qualitative Leitfadeninterviews sowie die Methode der „mental maps“ (mentale Landkarten), um subjektive Wahrnehmungen zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die sprachlichen Barrieren, Unterschiede im Alltagsverhalten (Einkaufen, Kleidung, Verkehrsmittel) und die soziale Einbindung detailliert empirisch ausgewertet.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Interkulturelle Kommunikation, Anpassung, Kulturschock, Alltagswelt und Fremdheitserfahrung.

Wie beeinflusst die Sprache die Integration laut der Studie?

Sprache wird nicht nur als Kommunikationstool gesehen, sondern auch als Mittel, um die Erfahrungswelt zu kategorisieren, wobei kulturell bedingte Interpretationen oft zu Missverständnissen führen.

Welche Rolle spielt die Herkunft für das Bleiben in München?

Die Entscheidung zum Bleiben hängt stark von persönlichen Bindungen (Partner, Freundeskreis) sowie beruflichen Perspektiven ab, die im Gastland oft als attraktiver wahrgenommen werden.

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Details

Title
Fremde Lebenswelten - Orientieren in einem fremden München von Ostdeutschen und Tschechen/Innen
College
LMU Munich  (Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie)
Course
Bauen und Wohnen - im interkulturellen Vergleich
Grade
2,0
Author
Miroslava Rabe (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V51784
ISBN (eBook)
9783638476614
ISBN (Book)
9783656796527
Language
German
Tags
Fremde Lebenswelten Orientieren München Ostdeutschen Tschechen/Innen Bauen Wohnen Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miroslava Rabe (Author), 2004, Fremde Lebenswelten - Orientieren in einem fremden München von Ostdeutschen und Tschechen/Innen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51784
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