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In welchem Zusammenhang steht die Transaktionskostentheorie mit der Make-or-buy-Entscheidung?

Title: In welchem Zusammenhang steht die Transaktionskostentheorie mit der Make-or-buy-Entscheidung?

Term Paper , 2020 , 19 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Fabio Caserta (Author)

Business economics - Investment and Finance
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In welchem Zusammenhang steht die Transaktionskostentheorie mit der Make-or-buy-Entscheidung? Die Daseinsform von Märkten ist angesichts der vorherrschenden Arbeitsteilung unverzichtbar. Der Mensch ging bereits vor langer Zeit von der Subsistenzwirtschaft, auch Bedarfswirtschaft genannt, zur Marktwirtschaft über. In der Bedarfswirtschaft erwirtschaftet und produziert jedes Individuum die Güter nach Bedarf und vor allem nach eigenem notwendigem Verbrauch. In der Marktwirtschaft hingegen produziert jedes Individuum ein spezifisches Gut oder mehrere Güter und davon produziert es mehr als für den Eigennutzen benötigt wird. Durch die Konzentration auf die Produktion nur eines Gutes oder einer bestimmten Güterreihe werden Spezialisierungen in einzelnen Bereichen geschaffen. Diese Spezialisierungen und der daraus schließende Handel haben zur Folge, dass jeder Marktteilnehmer mehr Güter zur Verfügung hat als in der Subsistenzwirtschaft. Schließlich steigt somit der Wohlstand.

Vertreter der Neoklassik wie Adam Smith gingen davon aus, dass die Benutzung der Handelsmärkte kostenlos sei. Die Transaktionskostentheorie von Ronald Coase besagt Gegenteiliges. Durch die Arbeitsteilung werden Institutionen ebenfalls der Möglichkeit bedient, gesamte Produktionsketten oder Dienstleistungsservices an Dritte zu übergeben. Die Entscheidung, ob ein Unternehmen bestimmte Aufgabenbereiche und dessen Leistungsbringung von anderen Unternehmen kauft, wird Make-or-buy genannt. Das Ziel einer Make-or-buy-Entscheidung ist Kostensenkung. Diese Kostensenkung kann sich bei der Buy-Entscheidung durch nicht vorhandene Kapazitäten für beispielsweise die Produktion eines Gutes kennzeichnen. Die Kosten können aber auch durch Nichtwissen aufkommen und für eine Institution, die sich das Wissen neu aneignen muss, entstehen Kosten. Aus diesem Grund müssen Unternehmen, die Kosten vor einer Make-or-buy-Entscheidung, also die Entscheidung für eine Eigenproduktion oder das Zukaufen dieser, genau kalkulieren. Hiermit stellt sich die Frage, in welchem Kontext die Transaktionskostentheorie mit der Make-or-buy-Entscheidung steht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Einordnung in die neue Institutionenökonomie

2.1 Grundlagen der neuen Institutionenökonomie

2.2 Ansatz nach Ronald Coase

2.3 Ansatz nach Oliver E. Williamson

2.4 Transaktionskosten

3 Ex-ante und ex-post-Transaktionskosten

3.1 Ex-ante Transaktionskosten

3.2 Ex-post Transaktionskosten

3.3 Bestimmungsgrößen

3.3.1 Transaktionskostenhäufigkeit und -spezifität

3.3.2 Unsicherheit

4 Make-or-buy

4.1 Grundlagen Make-or-buy

4.2 Transaktionskostentheorie und Make-or-buy-Entscheidung

4.3 Diskussion

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Transaktionskostentheorie für unternehmerische Make-or-buy-Entscheidungen. Dabei soll geklärt werden, in welchem Kontext diese Theorie bei der Wahl zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug steht, um die Wirtschaftlichkeit von Produktions- und Dienstleistungsprozessen zu optimieren.

  • Grundlagen der neuen Institutionenökonomie
  • Klassifizierung von Transaktionskosten in ex-ante und ex-post
  • Einflussfaktoren der Transaktionskostentheorie (Spezifität, Unsicherheit, Häufigkeit)
  • Analyse der Make-or-buy-Entscheidung vor dem Hintergrund von Transaktionskosten
  • Kritische Diskussion der Anwendbarkeit und Grenzen der Theorie

Auszug aus dem Buch

3.1 Ex-ante Transaktionskosten

Vor jedem Vertragsabschluss fallen Kosten an. Die Kosten entstehen also in der Einführungs- und in der Handelsphase. Sie fallen bereits bei der Informationsbeschaffung, der Vertragserstellung und bei den Verhandlungen an. Wenn beispielsweise ein Tischhersteller einen neuen Lieferanten für das Rohmaterial Holz sucht, dann muss der Tischhersteller zunächst recherchieren welche Lieferanten am Markt vorhanden sind und welche in Frage kommen. In der heutigen Zeit bietet es sich nicht nur an auf regionale Lieferanten zuzugreifen, im Rahmen des Global Sourcing kann das Holz auch international beschafft werden. Um somit den passendsten Lieferanten zu finden, holt sich der Tischhersteller Empfehlungen ein und vergleicht verschiedene Angebote. Darauffolgend entstehen die Verhandlungen, diese müssen zwangsweise nicht nur mit einem Lieferanten erfolgen, sondern können gleichzeitig mit mehreren infrage kommenden Lieferanten stattfinden. Während des Verhandlungsverlaufes muss sich der Tischhersteller endgültig für einen oder mehrere Vertragspartner als neue Lieferanten entscheiden. Hierbei fallen Kosten an, wie beispielsweise Zeitkosten bei der Findungsphase aber auch Kosten während den Verhandlungen oder bei Vertragsentwurf. Manche solcher Vertragsentwürfe können so komplex gestaltet sein, dass sich der Tischhersteller externe Berater hinzuholen muss, die ebenfalls Kosten entstehen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definition der Problemstellung und der Zielsetzung der Arbeit sowie eine kurze Übersicht über den geplanten Untersuchungsgang.

2 Einordnung in die neue Institutionenökonomie: Theoretische Fundierung durch Erläuterung der Grundlagen der neuen Institutionenökonomie sowie der zentralen Ansätze von Coase und Williamson.

3 Ex-ante und ex-post-Transaktionskosten: Klassifizierung der Transaktionskosten in ihre zeitlichen Phasen und Analyse der maßgeblichen Bestimmungsgrößen wie Spezifität und Unsicherheit.

4 Make-or-buy: Darstellung der Grundlagen von Make-or-buy-Entscheidungen und deren Verknüpfung mit der Transaktionskostentheorie sowie eine kritische Diskussion der Ergebnisse.

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsfrage und kritische Würdigung der Anwendbarkeit der Transaktionskostentheorie in der betriebswirtschaftlichen Praxis.

Schlüsselwörter

Transaktionskostentheorie, neue Institutionenökonomie, Make-or-buy, Eigenfertigung, Fremdbezug, Transaktionskosten, Ronald Coase, Oliver E. Williamson, Ex-ante, Ex-post, Transaktionsspezifität, Unsicherheit, Kostensenkung, Informationsasymmetrie, Opportunismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Transaktionskostentheorie im Kontext von unternehmerischen Entscheidungen darüber, ob Leistungen selbst erbracht oder extern bezogen werden sollen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst die neue Institutionenökonomie, die Definition und Klassifizierung von Transaktionskosten sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte auf Make-or-buy-Entscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, in welchem Kontext die Transaktionskostentheorie bei der Make-or-buy-Entscheidung steht und wie sie zur Kostensenkung beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender ökonomischer Modelle (insb. von Coase und Williamson) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung in die neue Institutionenökonomie, die Differenzierung von ex-ante und ex-post Transaktionskosten sowie die Verknüpfung dieser Erkenntnisse mit den Grundlagen der Make-or-buy-Entscheidung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Transaktionskostentheorie, Make-or-buy, neue Institutionenökonomie, Transaktionsspezifität und Informationsasymmetrien.

Warum unterscheidet die Arbeit zwischen ex-ante und ex-post Kosten?

Die Unterscheidung ist notwendig, da Kosten vor Vertragsabschluss (z.B. Suche, Verhandlung) andere Ursachen und Auswirkungen auf die Unternehmensentscheidung haben als Kosten, die während der Vertragslaufzeit (z.B. Kontrolle, Anpassung) entstehen.

Inwieweit hilft die Theorie bei konkreten unternehmerischen Entscheidungen?

Die Theorie bietet einen Analyserahmen, um die Kosten von Markttransaktionen besser zu verstehen, liefert jedoch laut Fazit keine exakten Handlungsvorschriften zur Bestimmung der optimalen Höhe der Kosten.

Welche Rolle spielt die "Spezifität" bei Make-or-buy?

Die Spezifität gilt als bedeutendstes Situationsmerkmal; bei hoher Spezifität steigen die Transaktionskosten, was tendenziell eher für eine Eigenfertigung spricht, da die Abhängigkeit von externen Partnern zu risikoreich sein kann.

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Details

Title
In welchem Zusammenhang steht die Transaktionskostentheorie mit der Make-or-buy-Entscheidung?
College
University of Applied Sciences Bonn
Grade
2,7
Author
Fabio Caserta (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V518394
ISBN (eBook)
9783346116192
ISBN (Book)
9783346116208
Language
German
Tags
zusammenhang transaktionskostentheorie make-or-buy-entscheidung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabio Caserta (Author), 2020, In welchem Zusammenhang steht die Transaktionskostentheorie mit der Make-or-buy-Entscheidung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/518394
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