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Das Manifest von 1763. Das Fundament für das wolgadeutsche Selbstverständnis?

Title: Das Manifest von 1763. Das Fundament für das wolgadeutsche Selbstverständnis?

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 13 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Marcus Roczen (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit hat den Anspruch das Manifest zur Einwanderung von 1763 und ausgewählte zugehörige schriftliche Ergänzungen inhaltlich auf die Anforderungen zur Integration oder Assimilation zu untersuchen. Dabei geht der Autor von der These aus, dass dieser Erlass inhaltlich die Grundlage für eine wolgadeutsche Identität bildete und für viele Jahre eine tiefgreifende kulturelle Angleichung an die russische Mehrheitsgesellschaft verhinderte.

Für die präzise Bearbeitung der Fragestellung ist es methodisch unumgänglich den Untersuchungsbereich zeitlich auf die Jahre 1763 bis 1793 und räumlich auf den Siedlungsbereich der Wolgadeutschen zu begrenzen. Zunächst werden dem Leser die Hintergründe zum Manifest von 1763 erläutert, um anschließend den Begriff der Identitätsbildung zu bestimmten und inhaltliche Passagen auf deren Einfluss zur Bildung einer wolgadeutschen Selbstwahrnehmung zu analysieren. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für das abschließende Fazit.

Bereits kurz nach dem Beginn ihrer Herrschaft rief die deutschstämmige Zarin Katharina II. Migranten aus deutschen Landen nach Russland. Der entsprechende Ukas von 1762/63 gab dazu den formalen Rahmen vor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Einwanderungsmanifest von 1763

3. Wolgadeutsche Identitätsbildung

3.1. Begrenzung des Siedlungsgebiets

3.2. Ökonomische Privilegien

3.3. Weitreichende Religionsfreiheit

3.4. Teilautonomie der Verwaltung

3.5. Sprachbarrieren

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Einwanderungsmanifest von 1763 unter Katharina II. und analysiert, inwieweit dieses Dokument die Grundlage für die Herausbildung einer spezifisch wolgadeutschen Identität legte und langfristig zur kulturellen Abgrenzung gegenüber der russischen Mehrheitsgesellschaft beitrug.

  • Historische Analyse des Einwanderungsmanifests von 1763
  • Strukturelle Rahmenbedingungen der wolgadeutschen Siedlungen
  • Einfluss ökonomischer und religiöser Privilegien auf die Identitätsbildung
  • Bedeutung von Sprachbarrieren für die kulturelle Integration

Auszug aus dem Buch

3. Wolgadeutsche Identitätsbildung

In den nachfolgenden Gliederungspunkten wird dargestellt, welche Aspekte zur Identitätsbildung sich im Einwanderungsedikt von 1763 wiederfinden und wie diese das Leben in den Kolonien beeinflusst haben dürften. Vorangestellt ist an dieser Stelle zu klären, was unter einer wolgadeutschen Identität zu verstehen ist und welche Faktoren für Identitätsbildung beitragen.

Nach der Definition von Eugen Buß basiert die Identitätsbildung einer Gruppe auf einem kollektiven Selbstverständnis. Die Identität einer regionalen Gemeinschaft bildet sich durch gemeinsame „kulturelle Muster, Sprache, Herkunft, Geschichte, Religion, etc.“ aus.

Hier finden sich Anknüpfungspunkte zum Selbstverständnis der wolgadeutschen Bevölkerung. Obwohl sie räumlich mehrere Kilometer von ihrem Ursprungsland getrennt waren, blieben Sprache und Kultur der Migranten weiterhin deutsch und auch ihre Religion behielten sie über viele Generationen bei. Diese Entwicklung unterscheidet die Deutschen an der Wolga von jenen Auswanderern, die in Nordamerika eine neue Heimat suchten, merkt dazu Petra Ferdinand-Storb an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der deutschen Migration nach Russland ein und umreißt die historische Bedeutung des Manifests von 1763 sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Das Einwanderungsmanifest von 1763: Dieses Kapitel behandelt die politischen Hintergründe und das Zustandekommen des Einwanderungsedikts unter Zarina Katharina II. sowie dessen Wirkung im deutschsprachigen Raum.

3. Wolgadeutsche Identitätsbildung: Hier wird der theoretische Begriff der Identitätsbildung auf die spezifische Situation der Wolgadeutschen angewendet.

3.1. Begrenzung des Siedlungsgebiets: Das Kapitel analysiert, wie die Ansiedlungspolitik und die geografische Isolierung die Entwicklung der Kolonisten beeinflussten.

3.2. Ökonomische Privilegien: Es wird untersucht, welche wirtschaftlichen Freiheiten den Siedlern zugesichert wurden und inwiefern diese in der Realität umsetzbar waren.

3.3. Weitreichende Religionsfreiheit: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung der gewährten Religionsfreiheit für den Zusammenhalt und die demografische Entwicklung der Kolonien.

3.4. Teilautonomie der Verwaltung: Hier wird die interne Organisation der Siedlungen und die administrative Selbstverwaltung thematisiert.

3.5. Sprachbarrieren: Dieses Kapitel erläutert die Rolle der Sprache als trennendes Merkmal zwischen den deutschen Siedlern und der russischen Umgebung.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die langfristigen Auswirkungen des Manifests auf die Identität der wolgadeutschen Bevölkerung.

Schlüsselwörter

Wolgadeutsche, Einwanderungsmanifest 1763, Katharina II., Identitätsbildung, Migration, Russlanddeutsche, Kolonisation, Siedlungspolitik, Integration, Religionsfreiheit, Selbstverwaltung, Sprachbarrieren, Kulturgeschichte, Demografie, Autonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des russischen Einwanderungsmanifests von 1763 auf die Entstehung und Entwicklung einer spezifischen wolgadeutschen Identität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Siedlungspolitik Katharinas II., die rechtlichen und ökonomischen Privilegien der Siedler, ihre religiöse Organisation sowie die sprachliche und soziale Distanz zur russischen Mehrheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob das Manifest von 1763 ein Fundament für das wolgadeutsche Selbstverständnis bildete und wie es die kulturelle Integration beeinflusste.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von zeitgenössischen Dokumenten und der einschlägigen Fachliteratur zur russlanddeutschen Geschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen des Manifests und die detaillierte Analyse spezifischer Aspekte wie Religion, Autonomie und Sprache, die identitätsstiftend wirkten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wolgadeutsche, Identitätsbildung, Einwanderungsmanifest, Kolonisation, Katharina II. und Autonomie sind die zentralen Begriffe.

Inwieweit beeinflusste das Siedlungsgebiet die Identitätsentwicklung?

Die räumliche Begrenzung und relative Abgeschiedenheit förderten das Aufrechterhalten der deutschen Kultur und Sprache über Generationen hinweg.

Warum spielt die Religion eine zentrale Rolle in der Untersuchung?

Die gewährte Religionsfreiheit ermöglichte es den Siedlern, ihre konfessionelle Identität als wesentlichen Teil ihres kulturellen Erbes zu bewahren und auszubauen.

Welche Rolle spielte die Autonomie der Verwaltung?

Die eingeräumte Teilautonomie ermöglichte es den Kolonisten, ihre eigenen Verwaltungsstrukturen beizubehalten, was zur internen Festigung und Abgrenzung beitrug.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Sprachbarrieren?

Sprachbarrieren werden als wesentlicher Faktor für die geringe Assimilation an die russische Mehrheitsgesellschaft identifiziert, da kein direkter Anreiz zur sprachlichen Anpassung bestand.

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Details

Title
Das Manifest von 1763. Das Fundament für das wolgadeutsche Selbstverständnis?
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Migration und Binnenkolonisation im 18. Jahrhundert - europäische Perspektiven
Grade
1.0
Author
Marcus Roczen (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V518416
ISBN (eBook)
9783346111111
ISBN (Book)
9783346111128
Language
German
Tags
Migation Russland Russlanddeutsche Einwanderungsedikt Katharina die Große Auswanderung Wolgadeutsche Edikt Einwanderung Deutsche Katharina II. Migrationsgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Roczen (Author), 2016, Das Manifest von 1763. Das Fundament für das wolgadeutsche Selbstverständnis?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/518416
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