Exkursionstagebuch zum Besuch im Deutschen Salzmuseum Lüneburg


Ausarbeitung, 2004

23 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbereitung
2.1 Vorkenntnisse vom Exkursionsort
2.2 Geschichte des Exkursionsortes/ Vorstellen des Exkursionsortes
2.3 Erwartungen an die Exkursion
2.4 Fragen an den Exkursionsort
2.5 Warum sollte der Exkursionsort mit Lehramtsstudenten besucht werden?

3. Reflexion
3.1. Exkursionsverlauf
3.2. Offen gebliebene Fragen
3.3. Kritische Würdigung der Exkursion
3.4. Besuch des Salzmuseums mit Kindern
3.5. Verbesserungsvorschläge

4. Einbezug des Exkursionsortes in den Sachunterricht
4.1. Vorüberlegungen
4.2 Erste Stunde: „Weißes Gold“
4.3 Zweite Stunde: Auch Häuser erzählen Geschichten vom Salz
4.4 Dritte Stunde: Wie gewinnt man Salz?
4.5 Vierte Stunde: Exkursion und Stadtrundgang
4.6 Fünfte/Sechste Stunde: Auswertung der Exkursion und Quiz
4.7 Siebte Stunde: Auswertung des Quiz`

5. Schlussteil

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit mit dem Thema „Ausarbeitung zum Besuch des außerschulischen Lernortes Deutsches Salzmuseum Lüneburg“ liegt dem im Sachunterricht stattgefundenem Seminar „Lernen vor Ort in Lüneburg“ zugrunde.

Unter anderem möchten ich mit dieser Ausarbeitung auch einen kleinen Hinblick darauf geben, wie wichtig es ist, eine Exkursion zu einem außerschulischen Lernort genauestens zu durchdenken und zu planen, um möglichen auftretenden Schwierigkeiten von Anfang an aus dem Weg zu gehen. Mit Hilfe ausführlicher Planung, einer gelungenen Durchführung und einer anschließenden Auswertung, kann eine Exkursion für die Schüler und Schülerinnen zu einem lehrreichen, interessantem und schönem außerschulischen Erlebnis werden.

Der erste Teil dieser Ausarbeitung befasst sich mit der allgemeinen Vorbereitung der Exkursion zum Deutschen Salzmuseum. Hierbei geht es sowohl um die Geschichte des Museums als auch um Vorkenntnisse und Erwartungen an den Exkursionsort.

Im zweiten Teil der Ausarbeitung wird ein Rückblick über den gesamten Verlauf der Exkursion gegeben, sowie auf Verbesserungsvorschläge und die ausschlaggebenden Gründe, für den Besuch des Exkursionsortes mit einer Schulklasse, eingegangen.

Um die Hintergründe dieser Ausarbeitung zu verdeutlichen, beschäftigt sich der dritte und abschließende Teil mit dem Einbezug der Exkursion in den Sachunterricht. Nach einer didaktischen Begründung wird eine Unterrichtseinheit zum Thema „Lüneburg und das Salz“ ausführlich vorgestellt.

2. Vorbereitung

2.1 Vorkenntnisse vom Exkursionsort

Aufgrund der Tatsache, dass ich bereits einige Male im Deutschen Salzmuseum in Lüneburg war, sind die grundlegenden Dinge vor Ort bekannt. Zu diesen Dingen zählen in erster Linie beispielsweise die Räumlichkeiten, die angebotenen Führungen, Preis und Dauer der Führungen und der Anfahrtsweg dorthin.

Hinsichtlich der bereits erlebten Führungen ist bekannt, dass sämtliche Besucher des Museums in das Geschehen vor Ort miteinbezogen werden. Dies beinhaltet auch, dass die Besucher, vor allem die noch sehr jungen Besucher, nicht nur von der Anschaulichkeit im Museum profitieren, sondern auch an mehreren Stellen selbst aktiv werden können. Die gesamte Präsentation im Museum bezieht alle Sinne mit ein, was besonders für Kinder von großem Vorteil ist. Die Lüneburger Sole kann gleich zu Beginn der Führung geschmeckt werden und das Salz kann in Form eines riesigen Salzblocks gefühlt werden. Außerdem kann die Hitze beim „Historischen Salzsieden“ vom Besucher nachempfunden werden, wobei die Anstrengung und die Qualen, die die Arbeiter der Saline im Mittelalter über sich ergehen lassen mussten, deutlich werden. Auch der Lärm der so genannten Rakeranlagen, die früher das Salz aus den großen Siedepfannen holten, kann im Museum an der noch erhaltenen Siedepfanne nachempfunden werden. Um letztendlich richtig aktiv zu werden, wird den Besuchern die Möglichkeit gegeben selbst einmal Salz zu sieden, um so den eigentlichen Vorgang der Salzgewinnung verdeutlicht zu bekommen.

2.2 Geschichte des Exkursionsortes/ Vorstellen des Exkursionsortes

Das Deutsche Salzmuseum in Lüneburg verkörpert das Industriedenkmal der ehemaligen Saline Lüneburgs. Als eines der ersten Industriedenkmäler Deutschlands gilt es als Vorreiter einer neuen Museumsgeneration.

Das Museum ist ein besonderes Museum, es ist ein Museum „zum Anfassen“, denn hier erfahren die Besucher nicht nur Wissenswertes, Spannendes, Interessantes und Kurioses zum Thema Salz, sondern können Verschiedenes auch anschaulich und aktiv erleben. Im Deutschen Salzmuseum wird dem Besucher die faszinierende Welt des Salzes auf eine, für ein Museum nicht unbedingt typische, Art und Weise näher gebracht.

Über 1000 Jahre bestimmte das Salz die Geschichte der Stadt Lüneburg. Die Saline in Lüneburg galt als einer der ältesten und größten Industriebetriebe Europas. Das Prinzip der Salzsiedung in offenen Pfannen, den so genannten Siedepfannen, wurde in der Saline über hunderte von Jahren vollzogen. Im damaligen Siedehaus, das ab 1924 erbaut wurde, befanden sich seit 1939 sechs dieser Siedepfannen zusammen mit den Maschinen zur Salztrocknung und dem so genannten Salzmagazin mit den Abfüll- und Verladeeinrichtungen. Eine dieser damaligen Siedepfannen, die acht Meter breit und zwanzig Meter lang ist, konnte erhalten werden und ist im heutigen Museum zu bestaunen.

Neben dem Siedehaus zählten unter anderem damals auch das Brunnenhaus, der so genannte Eselstall und die mittelalterlichen Siedehütten zu den Gebäuden auf dem Salinengelände. Das Brunnenhaus der damaligen Saline, mit einer Gesamtfläche von 24m2, wurde 1832 erbaut. Bis 1961 wurde aus diesem Brunnen, dem so genannten Sod, unter dem Brunnenhaus die gesamte Sole für die Salzgewinnung Lüneburgs empor gepumpt. Durch ein unterirdisches Stollensystem wurden die einzelnen Solequellen erschlossen, aus denen dann die Sole in den Solebrunnen geleitet wurde. Im Museum befindet sich heute ein originalgetreuer Nachbau so eines Stollens. Leider kann das Brunnenhaus heute nur noch von außen besichtigt werden und dient bereits seit 1961 nur noch zur Förderung der Sole für das Lüneburger Kurzentrum.

Der so genannte Eselstall ist das zweitälteste Gebäude auf dem ehemaligen Salinengelände. Der hintere Teil dieses Gebäudes wurde kurz nach 1850 erbaut und diente damals der Lagerung von Produkten wie Soda, Chlorkalk, Schwefel- und Salzsäure.

Der vordere Teil wurde erst nach 1870 erbaut und hatte mehrere Funktionen. Während Teile des so genannten Eselstalls als Schmiede und Böttcherei genutzt wurden, diente ein kleiner Teil ab 1913, wie der Name schon sagt, als Stall für Esel, die auf dem Gelände als Lasttiere gebraucht wurden. Leider musste der Eselstall, wegen neuer Wohnbebauung, seinem ursprünglichem Standort weichen und wurde „umgesiedelt“. Heute dient das Gebäude als Ausstellungsfläche für Sonderausstellungen bzw. als Lager- und Kellerraum.

Nach der endgültigen Schließung der Saline am 8.September 1980 wurde das Salinengelände zu großen Teilen veräußert, die heute Wohn- und Geschäftszwecken dienen. So wird heute auch der größte Teil des ehemaligen Siedehauses als Supermarkt genutzt und nur ein ganz kleiner Teil als Museum.

Eigentlich sollte die Erinnerung an einen der Ursprünge Lüneburgs und an die Quelle ihres Reichtums in Mittelalter und früher Neuzeit als Ausstellung an einer anderen Stelle erhalten werden. Denn die ehemaligen Salinengebäude, die heute unter Denkmalschutz stehen, sollten ursprünglich einmal anderen Zwecken weichen. Doch im Jahre 1981 gründete sich dann der Förderkreis Industriedenkmal Saline Lüneburg, dem das Ziel zugrunde lag, die Salinengeschichte am ursprünglichen Ort der Produktion mit Hilfe der vorhandenen Anlagen zu zeigen. Ende 1982 erhielt die Stadt Lüneburg dann die Erlaubnis in den ehemaligen Gebäuden der Saline ein Museum einzurichten. Im Jahre 1988 beschloss der Rat der Stadt Lüneburg den Betrieb des gesamten Museums, das sich zu dieser Zeit noch im Aufbau befand, dem 1981 bereits gegründetem Förderkreis Industriedenkmal Saline Lüneburg zu übertragen. Am 9.Septemer 1989 wurde das Deutsche Salzmuseum, das seit 1988 in eigener Verantwortung und mit eigenem Namen vom Förderkreis betrieben wird, mit einem großen Museumsfest offiziell eröffnet.

1991 wurde das Deutsche Salzmuseum dann sogar mit dem Museumspreis des Europarates, für den Beitrag zum Verständnis der kulturellen Vielfalt Europas gewürdigt. Unter mehr als 100 Bewerbern aus ganz Europa konnte sich das Deutsche Salzmuseum durchsetzen.

Die insgesamt didaktisch aufbereitete und gestalterisch ansprechende Präsentation der langen Geschichte der Salzgewinnung und des Salzhandels war ein besonderer und ausschlaggebender Punkt für die Verleihung dieses europäischen Museumspreises.

Im Jahr 2000 wurde das gesamte Museum völlig neu konzipiert und den Anforderungen des neuen Jahrtausends angepasst. Seitdem werden neben den normalen Museumsführungen auch Sonderführungen, wie beispielsweise eine „Salzige Stadtführung“ mit anschließendem Besuch des Museums oder das „Historische Salzsieden“ mit anschließender Führung angeboten.

(vgl. www.salzmuseum.de)

2.3 Erwartungen an die Exkursion

Aufgrund der Tatsache, dass diese Exkursion in einem Museum stattfindet erwartet man grundsätzlich moderne und ansprechende Räumlichkeiten sowie nette und freundliche Museumsführer und –führerinnen. Neben der Tatsache, dass Interessantes und Wissenswertes über das Salz und die Stadt Lüneburg gelernt werden möchte, erwartet man, dass einem dieses auch auf eine interessante Art und Weise vermittelt wird.

Für mich als Lehramtsstudentin steht vor allem auch im Vordergrund, dass der Exkursionsort neben den „normalen“ Führungen auch Führungen anbietet, die besonders auf Kinder abgestimmt sind. Das Museum sollte unter anderem gerade für Kinder Spaß und Anschaulichkeit bieten. Neben der offiziellen Führung sollte den Kindern genügend Zeit bleiben, um im Museum eigene kleine „Entdeckungsreisen“ zu unternehmen. Eine kindgemäße Führung darf keine zu große Informationsfülle enthalten, d.h. die Schüler und Schülerinnen dürfen mit Themeninhalten nicht überfordert werden, da die Exkursion sonst keinen besonders großen Lernerfolg bietet. Wichtig für mich ist auch, dass sowohl die Führung als auch das Museum den Kindern eine intrinsische Motivation bietet, um eigenständig auf wichtige

Informationen zu stoßen.

Natürlich wird auch immer erwartet, dass sich trotz ausführlicher Vorbereitung neue interessante Erkenntnisse ergeben, mit denen im Unterricht anschließend weiter gearbeitet werden kann.

2.4 Fragen an den Exkursionsort

- Was möchte ich eigentlich vor Ort lernen? Was möchte ich Neues lernen?
- Woher kommt das Salz?
- Wozu braucht und nutzt man eigentlich Salz?
- Warum gibt es das Deutsche Salzmuseum gerade in Lüneburg?
- Wie sehen kindgemäße Führungen im Museum aus?
- Gruppengröße, Dauer und Preis der Führung?
- Was erwartet mich eigentlich vor Ort? Was kann ich sehen und entdecken?
- Fragen der Schüler und Schülerinnen aus den vorbereitenden Unterrichtsstunden können vor Ort gestellt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Exkursionstagebuch zum Besuch im Deutschen Salzmuseum Lüneburg
Hochschule
Universität Lüneburg
Veranstaltung
Lernen vor Ort in Lüneburg
Note
1
Autor
Jahr
2004
Seiten
23
Katalognummer
V51855
ISBN (eBook)
9783638477109
Dateigröße
501 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exkursionstagebuch, Besuch, Deutschen, Salzmuseum, Lüneburg, Lernen, Lüneburg
Arbeit zitieren
Diana Wellige (Autor), 2004, Exkursionstagebuch zum Besuch im Deutschen Salzmuseum Lüneburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51855

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