Der Beginn des 21. Jahrhunderts in der Menschheitsgeschichte reflektiert und einen Wandel in der Lebens- und Arbeitswelt. Schlagworte wie Internet, technologischer Fortschritt, grenzenlose Arbeitswelt, Fusion, Rationalisierung und Restrukturierung sind Anzeichen dafür, daß Veränderungen in der Gesellschaft und Wirtschaft derzeit stark en vogue sind. Virtuelle Unternehmen, deren Stellenwert und Einflußmöglichkeiten im Laufe dieser Arbeit deutlich werden, sind ein Resultat dieser Tendenzen. Manager haben in der heutigen Zeit die Vision von Unternehmen, in denen es keine Menschen mehr gibt, sondern nur Entscheidungsträger. Alle arbeiten zu Hause, zusammen über das Internet vernetzt. Die benötigten Produktkomponenten werden angeliefert (vgl. Porter 1997, S. 101). Die grenzenlose, weltumfassende Zusammenarbeit steht im Fokus der neuen Managerriege. Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um strukturelle Veränderungen zu erzielen. Traditionelles Gedankengut, wie die Arbeitswelt, erfährt einen Wandel, unbegrenzte Flexibilität ist für die Ergreifung neuer Chancen nötig.
Der Zeitgeist unserer schnelllebigen Welt fordert seinen Tribut im Umbruch von der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft zur Informations- und Wissensgesellschaft (vgl. Vogt 1998, S. 2). Diesem Einfluß kann sich die Arbeitswelt nicht entziehen, sie ist vielmehr essentieller Bestandteil des Vorgangs. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, Veränderungen darzustellen, um die Management- Theorie der virtuellen Unternehmung nicht als Utopie zu kennzeichnen und ihren Einfluß auf die Personalarbeit zu kennzeichnen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit
2. NEUZEITLICHE ANFORDERUNGEN AN UNTERNEHMEN
2.1 Begriff der Virtualisierung
2.2 Bedeutung, Potentiale und Perspektiven
2.3 Grenzen und Risiken
3. VIRTUALISERUNG UND RESULTIERENDE TENDENZEN IN DER PERSONALARBEIT
3.1 Aufgaben der Personalarbeit
3.2 Einfluß auf Organisationseinheiten der Personalarbeit
3.3 Wirkung der Virtualisierung auf ausgewählte Personalbereiche
3.3.1 Personalauswahl/-Beschaffung /-Einstellung
3.3.2 Personalmotivation /-Führung
3.4 Moderne Arbeitsformen: Beeinflussung der Personalarbeit
3.4.1 Umgang mit der neuen Rolle der Mitarbeiter
3.4.2 Arbeitswissenschaftliche Betrachtung der Arbeitsformen
3.5 Virtualisierung und rechtliche Aspekte für die Personalarbeit
4. FAZIT DER ARBEIT UND KRITISCHE WÜRDIGUNG
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Virtualisierung von Unternehmen auf die operative und strategische Personalarbeit, um aufzuzeigen, wie sich traditionelle Personalprozesse durch neue Organisationsformen, dezentrale Arbeitsweisen und moderne Kommunikationstechnologien verändern.
- Begriffliche Abgrenzung und theoretische Einordnung virtueller Unternehmen
- Analyse der Chancen, Risiken und betriebswirtschaftlichen Perspektiven der Virtualisierung
- Untersuchung der Auswirkungen auf zentrale Personalbereiche wie Auswahl, Führung und Beurteilung
- Bewertung moderner Arbeitsformen wie Telearbeit und virtueller Büros
- Betrachtung rechtlicher Rahmenbedingungen und Herausforderungen für das Personalmanagement
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Personalauswahl/ -Beschaffung/ -Einstellung
Der Begriff der Personalauswahl und seine Bedeutung zeigt sich folgendermaßen: „... das in der Regel institutionalisierte Verfahren zur Auslese von (qualitativ) geeigneten Personen und deren gleichzeitige Zuordnung zu bestimmten Stellen.“ (Wöhe 1986, S. 180)
Diese Beschreibung gilt auch für Virtuelle Unternehmen. Die Auswahl des nötigen Personals erfolgt in vier Hauptstufen: (vgl. Wöhe 1986, S. 183f)
(1) Analyse der Positionsanforderungen
(2) Anwerbung und Erfassung des Anwärterkreises (Vorauswahl)
(3) Analyse der Fähigkeiten der Anwärter (Eignungsprüfung)
(4) Auswahlentscheidung
In dieser Hinsicht unterscheiden sich die virtuellen Unternehmen nicht von den traditionellen Unternehmungen. Allerdings erfolgt die Stellenausschreibung mit Hilfe von modernen Kommunikationsmedien, daß bedeutet, die konservative Stellenausschreibung per Zeitungsannonce verliert zusehends an Wert. Der Internetauftritt per Homepage dient zur Rekrutierung von Personal. Aktive Jobbörsen im Web sind Anzeichen dafür, daß der Virtualisierungsaspekt die Personalauswahl beeinflußt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel hin zur Wissensgesellschaft und definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung der Virtualisierung für das Personalwesen zu untersuchen.
2. NEUZEITLICHE ANFORDERUNGEN AN UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Virtualisierung, diskutiert deren Potenziale und kritische Erfolgsfaktoren sowie die damit verbundenen Grenzen und Risiken für Unternehmen.
3. VIRTUALISERUNG UND RESULTIERENDE TENDENZEN IN DER PERSONALARBEIT: Der Hauptteil analysiert die konkreten Auswirkungen der Virtualisierung auf operative Personalprozesse, Arbeitsformen, Führungsmethoden und rechtliche Rahmenbedingungen.
4. FAZIT DER ARBEIT UND KRITISCHE WÜRDIGUNG: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, betont die Dynamik des Wandels im Personalbereich und thematisiert die Schwierigkeit, Virtualisierung von allgemeinem technologischem Fortschritt abzugrenzen.
Schlüsselwörter
Virtualisierung, Personalarbeit, Virtuelles Unternehmen, Telearbeit, Personalmanagement, Personalbeschaffung, Personalführung, Organisationswandel, Informationsgesellschaft, Arbeitswissenschaft, E-Business, Kernkompetenzen, Personalbeurteilung, Flexibilisierung, Kommunikationstechnologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie die zunehmende Virtualisierung von Unternehmen die Aufgaben, Prozesse und Herausforderungen des Personalmanagements grundlegend verändert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Virtualisierung, die Auswirkungen auf Personalinstrumente wie Beschaffung und Beurteilung, moderne Arbeitsformen wie Telearbeit sowie die damit verbundenen rechtlichen Aspekte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den direkten Zusammenhang zwischen dem Trend zur Virtualisierung und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Personalarbeit aufzuzeigen und zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer systematischen Untersuchung der Personalorganisation vor dem Hintergrund aktueller Management- und Organisationstheorien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert die operative Personalarbeit in Instrumente und untersucht deren Anpassungsbedarf, insbesondere in den Bereichen Personalauswahl, Motivation, Führung und bei der Gestaltung virtueller Arbeitsplätze.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Virtuelle Unternehmung, Flexibilisierung, Telearbeit, Personalarbeit, moderne Kommunikationstechnologien und dezentrale Arbeitsformen geprägt.
Warum stellt die Personalbeurteilung im virtuellen Umfeld eine Herausforderung dar?
Traditionelle Kontrollmechanismen versagen durch die räumliche Trennung und den Fokus auf Teamarbeit; die Beurteilung muss sich von der Leistung einzelner Individuen hin zur Zielerreichung im Team verlagern.
Welche Rolle spielen Gewerkschaften in virtuellen Unternehmen laut der Arbeit?
Die Arbeit stellt fest, dass sich Gewerkschaften durch das Aussterben klassischer Vollzeit-Arbeitsverhältnisse neu positionieren müssen, um auch für eine wachsende Anzahl von "arbeitnehmerähnlichen" Personen relevant zu bleiben.
- Quote paper
- Dipl. Betriebswirt Danny Wendel (Author), 2000, Virtualiserung von Unternehmen - Bedeutung und Konsequenzen für die Personalarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51939