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Metropolregionen

Das deutsche Konzept der Metropolregionen – Ein Vorbild für die Europäische Union?

Title: Metropolregionen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sascha Woditsch (Author)

Economics - International Economic Relations
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Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Metropolisierung zu einem weltweiten Phänomen, vor allem in den Entwicklungsländern begannen die Bevölkerungszahlen der Städte zu explodieren. In den Industrieländern, hingegen wuchsen die Metropolen ab dieser Zeit eher langsam oder es kam sogar zu einer Bevölkerungsstagnation. Mit der rasant voranschreitenden Globalisierung wurde jedoch deutlich, dass die Bevölkerungszahl nicht der ausschlaggebende Faktor ist, der eine Stadt zu einer Weltmetropole macht. So entwickelte Mitte der 80er Jahre Friedmann seine „World City-Hypothese“, nach der die Bedeutung von Städten vor allem nach dem Grad ihrer Integration in das weltwirtschaftliche System gemessen wird, wobei nicht das Produzieren von Gütern entscheidend ist, sondern die Kontrolle von Produktion und Märkten. Obwohl es keine allgemeingültigen und eindeutigen Indikatoren gibt nach denen dies gemessen werden kann, haben sich einige überzeugend und brauchbare Indikatoren herausgebildet, nach denen unterschieden wird zu welchem Rang eine Stadt gehört, so z.B. :
- „Headquarter“-Funktion: Anzahl der Hauptsitze der weltweit größten Unternehmen und Banken in einer Stadt
- Anzahl von „Advanced Producer Services“ wie Werbe- und Consultingagenturen
- Umsatzvolumen der internationalen Börsenplätze
- Bedeutung der Stadt als Verkehrsknotenpunkt

Die Suburbanisierung und der infolgedessen einsetzende relative Bedeutungsverlust des Stadtzentrums und der direkten Stadtbezirke im Verhältnis zum Suburbanen Raum führte mehr und mehr zu einem Zusammenwachsen von Stadt und Umland. Die Ausweitung der Transport- und Informationssysteme führte zu einer dichten Vernetzung von Region und Metropole. Aus dieser Verflechtung von Großstadt und Region, entwickelte sich schließlich der Begriff „Metropolregion“
Um im Folgenden die Frage, ob das deutsche Konzept der Metropolregionen nun ein Vorbild für die EU sein kann, beantworten zu können, muss zunächst geklärt werden: In welche Richtung sollen sich die Metropolregionen Europas entwickeln?. Dabei gehe ich von einer Zielvorstellung aus, die eine nachhaltige Entwicklung in den Blick nehmen soll, d.h. eine Balance zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt, wie es auch im Europäischen Raumentwicklungskonzept angegeben ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition: Metropolregion

3. Theorie der Metropolregionen

4. Das deutsche Konzept der Metropolregionen

4.1 Entstehung und Besonderheit der Metropolregionen.

4.2. Akteure der Europäischen Metropolregionen

4.3. Die Situation der „Europäischen Metropolregionen“

4.4 Die Entwicklung der Metropolregionen in Deutschland

5. Das deutsche Konzept der Metropolregionen - ein Vorbild für die EU ?

5.1 Ökonomische Vorteile eines polyzentrischen Systems und ökonomische Nachteile eines monozentrischen Systems.

5.2 Ökologische Vorteile eines polyzentrischen Systems und ökologische Nachteile eines monozentrischen Systems.

5.3 Soziale Vorteile eines polyzentrischen Systems und Soziale Nachteile eines monozentrischen Systems.

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das deutsche Modell der Metropolregionen und prüft, inwieweit dieses polyzentrische Konzept als zukunftsweisendes Vorbild für die europäische Raumentwicklung dienen kann, um eine nachhaltige Balance zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Anforderungen zu erreichen.

  • Evolution und theoretische Grundlagen des Metropolregion-Konzepts
  • Strukturanalyse deutscher Metropolregionen und deren Akteure
  • Vergleich der Vor- und Nachteile zwischen polyzentrischen und monozentrischen Systemen
  • Bewertung des deutschen Modells im Kontext europäischer Raumordnungsziele

Auszug aus dem Buch

3. Theorie der Metropolregionen

„Der Örtlichkeit bzw. der Region ebenso wie dem nationalen Territorium scheint [...] eine schwindende Bedeutung zuzukommen“ (IzR Heft 6/7. 2002 S.290) Dieser Prozess, angeregt durch die modernen Transportsysteme und vor allem durch die rasante Entwicklung der Kommunikationssysteme scheint widersprüchlich zur steigenden Bedeutung von Agglomerationsräumen und Metropolregionen zu stehen. Tatsächlich aber ist zu beobachten, dass diese „geographische Dispersion wirtschaftlicher Aktivitäten, [...] simultan von einer Integration dieser verteilten Aktivitäten durch große Unternehmen und an besonderen Standorten, den Global Cities oder Metropolen geleistet wird,[...]“.

Diesem Modell liegt ein neues Raumverständnis zugrunde. Die tradierten Raumvorstellung aus dem Zeitalter der Nationalstaaten war geprägt von Fläche und Territorium; die neue Raumvorstellung wird verstanden als „ein Raum von Flüssen bzw. Strömen, also ein Netzwerk-Raum, in dem die Metropolregionen als Knoten das wichtigste strukturbildende Moment sind.“

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der durch die Prozesse der Globalisierung von der Fläche losgelöste Raum wird nun durch Netzwerke bestimmt, welche durch bestimmte international verflochtene Knotenpunkte - den Metropolregionen- gesteuert und kontrolliert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Metropolisierung von der Industrialisierung bis zur modernen Globalisierung und stellt die World City-Hypothese vor.

2. Definition: Metropolregion: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Metropolregion formal und erläutert die Zusammensetzung der Wörter "Metropole" und "Region".

3. Theorie der Metropolregionen: Hier wird das neue Raumverständnis als Netzwerk-Raum erläutert, in dem Metropolregionen als entscheidende Knotenpunkte fungieren.

4. Das deutsche Konzept der Metropolregionen: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung, die Akteure sowie die spezifische Situation und Entwicklung der Metropolregionen in Deutschland.

5. Das deutsche Konzept der Metropolregionen - ein Vorbild für die EU ?: Hier erfolgt eine kritische Bewertung der Übertragbarkeit des deutschen polyzentrischen Modells auf die Europäische Union anhand ökologischer, ökonomischer und sozialer Kriterien.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass das deutsche Modell zwar kein direktes Abbild für Europa ist, aber als zukunftweisendes Beispiel für eine ausgewogene, polyzentrische Raumentwicklung dienen kann.

Schlüsselwörter

Metropolregionen, Raumordnung, Polyzentrik, Globalisierung, Raumentwicklung, Stadtregion, Wirtschaftsstandort, nachhaltige Entwicklung, Infrastruktur, Standortwettbewerb, Europa, Knotenpunkte, Agglomeration, Bevölkerungsdichte, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das deutsche Konzept der Metropolregionen und untersucht, inwiefern dieses polyzentrische Modell als Vorbild für die Raumordnung in der Europäischen Union fungieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der Metropolisierung, die Struktur deutscher Metropolregionen, deren Wettbewerbsfähigkeit sowie die Vor- und Nachteile einer polyzentrischen im Vergleich zu einer monozentrischen Raumstruktur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob Deutschland durch sein historisch gewachsenes, funktionsteiliges Städtesystem eine Strategie vorlebt, die geeignet ist, Disparitäten in Europa abzubauen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller raumordnungspolitischer Berichte und wissenschaftlicher Publikationen, kombiniert mit einer strukturellen Vergleichsanalyse der deutschen Metropolregionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Konzepte, die Vorstellung der Akteure des deutschen Modells und eine detaillierte Gegenüberstellung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen von polyzentrischen gegenüber monozentrischen Systemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Metropolregionen, Polyzentrik, Raumordnung, nachhaltige Entwicklung und Standortwettbewerb.

Wie unterscheidet sich die deutsche Metropolstruktur von Ländern wie Frankreich?

Deutschland zeichnet sich durch eine flache Städtehierarchie ohne eine einzige dominierende Hauptstadt aus, während andere Länder wie Frankreich oft ein hochgradig monozentrisches System mit einer dominanten Hauptstadtmetropole aufweisen.

Welche Rolle spielt die Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO)?

Die MKRO ist der zentrale deutsche Akteur, der die Leitbilder der räumlichen Entwicklung festlegt und durch den Raumordnungsbericht maßgeblich die Gestaltung und Förderung der Metropolregionen beeinflusst.

Warum ist das polyzentrische Modell laut der Arbeit vorteilhafter für die Nachhaltigkeit?

Ein polyzentrisches System vermeidet laut Arbeit sowohl großräumige Disparitäten als auch hypertrophe Ballungen, was ökologische Belastungen reduziert und gleichwertigere Lebensverhältnisse im Gesamtgebiet ermöglicht.

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Details

Title
Metropolregionen
Subtitle
Das deutsche Konzept der Metropolregionen – Ein Vorbild für die Europäische Union?
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Seminar zur AVWL/ SVWL
Grade
1
Author
Sascha Woditsch (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V51954
ISBN (eBook)
9783638477826
ISBN (Book)
9783638693042
Language
German
Tags
Metropolregionen Seminar AVWL/ SVWL
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Woditsch (Author), 2006, Metropolregionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51954
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