1.Einleitung und Ausblick
Kommunikation - ein Thema das heute, auch im Rahmen einer unternehmensbezogenen Sichtweise, scheinbar allgegenwärtig ist. So z.B. bei Seminaren zum Thema Management/ Unternehmensführung und hier in Form von Erlernung innovationsfähigen Kommunikationsverhaltens, der motivierenden Kommunikation von Zielen oder des Führens erfolgreicher Mitarbeiter- bzw. Konfliktgespräche.
Auch das Studentenwerk Mannheim bot im März 2002 unter dem Titel "Bewerbungshilfen für Studierende" die Simulation eines Assessment Centers an. Unter den Übungen die zum Einsatz kamen befanden sich beispielsweise: Gruppendiskussion, Kurzvortrag, Verkaufsgespräch, Vorstellungsgespräch oder ein Mitarbeitergespräch. Ganz eindeutig Übungen, die ihren Schwerpunkt in der Förderung kommunikativer Kompetenz haben.
Kommunikation spielt also eine wichtige Rolle in unserem Leben, sowohl im Beruf, als auch privat. Frey, Bente & Frenz (1993) betonen: " Ein universelles Merkmal lebendiger Systeme ist ihre Fähigkeit zur Kommunikation, d.h. zum geregelten Austausch von Informationen innerhalb ihrer Grenzen und mit der Umwelt. Organisationen sind da in vieler Hinsicht natürlichen Organismen vergleichbar".
Das Seminar "Kommunikation in Unternehmen" unter der Leitung von Dipl.- Psych. M. Held greift, wie der Titel nahe legt, diese Thematik auf.
Die vorliegende Seminararbeit soll gemäß ihres Titels die Grundlagen legen und verschiedene Theorien der Kommunikation darstellen.
Im Folgenden soll nun zuerst versucht werden eine Definition von Kommunikation vorzunehmen. Weiterhin werden kurz verschiedene Kanäle dargestellt, über die eine mögliche Kommunikation laufen kann. Anschließend sollen, ausgehend von einem einfachen Model der Kommunikation, vier forschungsmethodische Ansätze und jeweils ein exemplarisches Modell näher beschrieben und diskutiert werden.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Ausblick
2. Definition(en) der Kommunikation
2.1. Abgrenzung zur Interaktion
3. Kommunikationskanäle
4. Modelle der Kommunikation
4.1 Die Lasswell Formel
4.2 Vier methodologische Orientierungen zur Erforschung der Kommunikation
4.2.1 Der mechanistische Ansatz
4.2.1.1 Das Modell von Shannon& Weaver
4.2.2 Der individuumszentrierte Ansatz
4.2.2.1 Die Theorie der kognitiven Dissonanz
4.2.3 Der interpretativ- symbolische Ansatz
4.2.3.1 Das Modell von Mead
4.2.4 Der systemisch- interaktionale Ansatz
4.2.4.1 Watzlawick und die pragmatische Betrachtungsweise
5. Schluss
6. Literatur
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit legt theoretische Grundlagen für das Verständnis von Kommunikation in Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, verschiedene wissenschaftliche Theorien und Modelle der Kommunikation systematisch darzustellen, zu vergleichen und deren jeweilige Stärken sowie Schwächen zu diskutieren.
- Grundlegende Begriffsbestimmungen von Kommunikation und Interaktion
- Differenzierung der Kommunikationskanäle in verbale und nonverbale Anteile
- Gegenüberstellung von vier methodologischen Forschungsansätzen (mechanistisch, individuumszentriert, interpretativ-symbolisch, systemisch-interaktional)
- Diskussion konkreter Modelle wie der Lasswell-Formel, der kognitiven Dissonanz, Meads Theorie und Watzlawicks pragmatischen Axiomen
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Der mechanistische Ansatz
Der mechanistische Ansatz sieht in der Kommunikation hauptsächlich einen (mechanischen) Übertragungsprozess, bei dem eine Nachricht nach vorgegebenem Schlüssel codiert und von einem Sender zu einem Empfänger übermittelt wird. Die Stelle im Kommunikationsprozess die hier im Blickpunkt steht ist der Kanal. Somit stehen Strukturen und nicht Prozesse im Mittelpunkt. Die Interaktion im mechanistischen Ansatz reduziert sich auf den möglichen Wechsel zwischen der Sender- und Empfängerrolle. Analysiert werden meist formale, präskriptive Kommunikationsbahnen, oft in Form der Auswertung schriftlich fixierter Kommunikationsprotokolle . Wirkmechanismen aus informellen, impliziten und u.U. nichtsprachlichen Interaktionen finden im mechanistischen Ansatz kaum Platz.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Ausblick: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Kommunikation in beruflichen Kontexten und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Definition(en) der Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert verschiedene wissenschaftliche Begriffsdefinitionen und grenzt Kommunikation von dem verwandten Begriff der Interaktion ab.
3. Kommunikationskanäle: Hier werden Kommunikationskanäle primär anhand des Bewusstheitsgrades in verbale und nonverbale Formen unterteilt und deren jeweilige Funktionen erläutert.
4. Modelle der Kommunikation: Dieses Hauptkapitel bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit vier zentralen methodologischen Ansätzen, inklusive konkreter Erläuterungen bedeutender Kommunikationsmodelle.
5. Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer interdisziplinären Sichtweise, um der Komplexität von Kommunikation gerecht zu werden.
6. Literatur: In diesem Abschnitt werden alle im Text zitierten Quellen und verwendeten Fachpublikationen vollständig aufgeführt.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Interaktion, Kommunikationsmodelle, mechanistischer Ansatz, kognitive Dissonanz, Shannon und Weaver, Mead, Watzlawick, pragmatische Axiome, systemisch-interaktionaler Ansatz, nonverbale Kommunikation, Organisationskommunikation, Informationsübertragung, psychologische Grundlagen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Kommunikation, insbesondere deren Bedeutung für organisationale Kontexte, und strukturiert die wissenschaftliche Erforschung dieses Feldes.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die Definition von Kommunikation, die Unterscheidung von Kommunikationskanälen sowie die vergleichende Analyse von vier maßgeblichen methodologischen Forschungsansätzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen theoretischen Überblick über verschiedene kommunikationswissenschaftliche Perspektiven zu geben, um deren Nützlichkeit und Grenzen in der Praxis der Unternehmenskommunikation aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und den theoretischen Vergleich, um verschiedene Konzepte wie den mechanistischen, individuumszentrierten, interpretativ-symbolischen und systemisch-interaktionalen Ansatz gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben dem Grundmodell nach Lasswell detailliert vier Forschungsrichtungen mit ihren jeweiligen Lehrmodellen – unter anderem das Shannon-Weaver-Modell, Festingers Dissonanztheorie, Meads Sozialpsychologie und Watzlawicks Axiome – diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Kommunikationsmodelle, Interaktion, Systemtheorie, kognitive Dissonanz, organisationale Kommunikation und das Zusammenspiel von verbalen sowie nonverbalen Kommunikationsanteilen.
Wie unterscheidet der Autor zwischen der digitalen und analogen Kommunikation nach Watzlawick?
Die digitale Kommunikation basiert auf logischer Syntax und abstrakten Inhalten, während die analoge Kommunikation primär durch Mimik, Gestik und Tonfall Beziehungsaspekte ausdrückt.
Welche Rolle spielt die "signifikante Geste" in Meads Theorie?
Eine signifikante Geste ist ein bewusst eingesetztes Zeichen, das bei Sender und Empfänger die gleiche Reaktion hervorruft und somit die Grundlage für komplexere soziale Kommunikation sowie die Selbstreflexion schafft.
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- J. Wolf (Author), 2002, Theorien der Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5197