Während ich mich im Referat um einen Überblick über alle Bereiche der Ergebnisse der Studie aus Sachsen-Anhalt bemüht habe, soll es in der Ausarbeitung vor allem um den Aspekt der Ausländerfeindlichkeit an den Schulen gehen, sowie um Möglichkeiten, dieser entgegenzuwirken. Ursachen für die Entstehung werden nicht als solche benannt, sondern sollen indirekt über die Benennung von Gemeinsamkeiten rechts orientierter Jugendlicher teilweise deutlich werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
A Einleitung zum Rechtsextremismus
1. Der Begriff des Rechtsextremismus
2. Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern
B Einleitung zur Studie
1. Vorgehensweise
2. Der Fragebogen
3. Die Gruppendiskussion
C Ausländerfeindlichkeit unter Jugendlichen
1. Verhältnis von Jugendlichen zu Politik und Demokratie
2. Rechts orientierte Jugendliche
3. Ausländerfeindlichkeit an Schulen in Sachsen-Anhalt
D Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Sozialisation und die Ausbreitung von Ausländerfeindlichkeit unter Jugendlichen in Sachsen-Anhalt. Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, wie Schulen durch eine aktive Demokratiebildung rechtsextremen Tendenzen und antidemokratischen Einstellungen unter Schülern entgegenwirken können.
- Analyse des Rechtsextremismusbegriffs und dessen spezifische Ausprägung in den neuen Bundesländern.
- Methodische Aufarbeitung einer quantitativen und qualitativen Studie zur politischen Bildung.
- Untersuchung des Verhältnisses Jugendlicher zu Politik und demokratischen Werten.
- Identifikation von Faktoren, die Ausländerfeindlichkeit an Schulen fördern oder hemmen.
- Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten für Schulen zur Stärkung der Demokratiekompetenz.
Auszug aus dem Buch
1. Der Begriff des Rechtsextremismus
Aufgrund des wenig differenzierten Umgangs mit dem Begriff des Rechtsextremismus in der Öffentlichkeit, ist es sinnvoll, mit einer kurzen Erklärung des Begriffs zu beginnen.
Politischer Extremismus im allgemeinen bezeichnet verschiedene Formen der Ablehnung von Demokratie und damit von demokratischen Werten. Zu diesen zählen vor allem das Mehrheitsprinzip, die Volkssouveränität und eine auf Menschenrechte beruhende Verfassung. Gemeinsame strukturelle Merkmale extremer Orientierungen können unter anderem die Bildung von starken Freund-Feind-Stereotypen und Verschwörungstheorien, Fanatismus, die Auffassung von einer homogenen Bevölkerung und ein antipluralistisches Gesellschafts- und Politikverständnis sein.
Unter diesem allgemeinen Begriff des politischen Extremismus fallen die verschiedensten Gruppen, wie kommunistische und nationalistische Gruppen, Autonome oder auch Skinheads. Es ist nötig, den Begriff weiter zu untergliedern in links- und rechtextreme Gruppen und diese noch einmal in Bezug auf ihre inhaltliche Ausgestaltung. Hier soll es nur um die Beschreibung rechtsextremistischer Ideologien gehen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit konzentriert sich auf die Ausländerfeindlichkeit an Schulen in Sachsen-Anhalt und sucht nach Wegen, dieser durch gezielte schulische Maßnahmen entgegenzuwirken.
A Einleitung zum Rechtsextremismus: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Rechtsextremismus über grundlegende Merkmale wie Antipluralismus und Autoritarismus und skizziert die Entwicklung der Skinhead-Subkultur in den neuen Bundesländern.
B Einleitung zur Studie: Es werden das Design und die Methodik der Untersuchung von 1999/2000 beschrieben, die durch Fragebögen und Gruppendiskussionen die politische Einstellung Jugendlicher in Sachsen-Anhalt erfasste.
C Ausländerfeindlichkeit unter Jugendlichen: Das Kapitel analysiert die politische Distanziertheit der Jugendlichen sowie die spezifischen Merkmale rechts orientierter Gruppen und stellt den Zusammenhang zwischen Schulklima und Vorurteilen dar.
D Fazit: Die Autorin kritisiert die methodische Einseitigkeit der zugrundeliegenden Studie, betont jedoch die hohe Verantwortung der Schulen, durch gelebte Demokratie und aktive Schülerbeteiligung soziale Kompetenzen zu fördern.
Schlüsselwörter
Politische Bildung, Rechtsextremismus, Sachsen-Anhalt, Demokratiekompetenz, Ausländerfeindlichkeit, Jugendliche, Schulklima, Partizipation, Politische Sozialisation, Skinheads, Antipluralismus, Autoritarismus, Konfliktfähigkeit, Politische Einstellung, Schule.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Ergebnisse einer Studie zur politischen Bildung und zum Ausmaß ausländerfeindlicher Tendenzen unter Jugendlichen in Sachsen-Anhalt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Rechtsextremismusbegriff, der politischen Einstellung Jugendlicher, dem Einfluss des Schulklimas und der Förderung demokratischer Werte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schulen aktiv zur Stärkung der Demokratiekompetenz beitragen und ausländerfeindlichen Einstellungen entgegenwirken können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse einer quantitativen Studie (standardisierte Fragebögen) und einer qualitativen Studie (Gruppendiskussionen).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung des Rechtsextremismus, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise und die Analyse der Ergebnisse bezüglich der politischen Partizipation und Ausländerfeindlichkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind politische Bildung, Rechtsextremismus, Schulklima, Demokratiekompetenz und Ausländerfeindlichkeit.
Welche Rolle spielt das Schulklima bei der politischen Orientierung?
Ein aktives, demokratisches und interkulturelles Schulleben, in dem Schüler ernst genommen werden, wirkt sich nach den Ergebnissen positiv aus und reduziert die Anfälligkeit für rechte Ideologien.
Warum betont die Autorin die Bedeutung des „Demokratie-Lebens“?
Sie argumentiert, dass demokratische Prinzipien nicht durch theoretisches Auswendiglernen verinnerlicht werden, sondern durch praktische Anwendung im Schulalltag erfahren werden müssen.
- Arbeit zitieren
- Jennifer Werner (Autor:in), 2004, Politische Bildung auf dem Prüfstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51984