Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Trabajo, Educación, Organización

Bildungsungleichheit und die sozialen Folgen. Am Beispiel von Prekarität und Altersarmut

Título: Bildungsungleichheit und die sozialen Folgen. Am Beispiel von Prekarität und Altersarmut

Trabajo Escrito , 2018 , 26 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: K. S. (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Bildung ist heutzutage eines der bedeutendsten Güter, welche schon in der frühen Kindheit das gesamte Leben vorherbestimmen können. Personen mit hohem Bildungsabschluss brauchen oftmals keine Sorge tragen, jemals in die Prekarität oder Altersarmut zu gelangen. Wohingegen sich Menschen aus unteren und bildungsferneren Schichten oftmals mit den Folgen mangelnder Bildung in ihrem gesamten Lebenslauf auseinandersetzen. Daher hat die Bildung maßgebliche Auswirkungen auf den gesamten Verlauf des jeweiligen Lebens.

Sollte nicht jedoch jeder Person ausreichend Bildung ungehindert zugänglich gemacht werden, sodass ‚Bildung als Privileg’ nicht mehr die Bildungssituation in Deutschland beschreiben kann? Viele Kinder erfahren oftmals nicht ausreichend Bildung, was auf die Bildungsungleichheit zurückzuführen ist. Der Anteil der bildungsarmen Personen ist in Deutschland im OECD-Vergleich noch sehr hoch, da fast acht Prozent eines Jahrgangs keinen Abschluss erlangen oder sogar zehn Prozent aller Proband*innen im Pisa-Lesetest nur die unterste Kompetenzstufe erreichen (vgl. Hurrelmann/ Quenzel 2010). Werden diese Zahlen genauer betrachtet, so kann angesichts der aktuellen Situation in Deutschland -welche Bildung als ein obligatorisches Gut für ein Leben mit hohem Standard ansieht- die Zukunft für diese Schüler*innen bereits vorhergesagt werden. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Bildung

3. Bildungsungleichheit

3.1.Entstehung von Bildungsungleichheit

3.1.1. Rational-Choice-Theorie

4. Soziale Folgen von Bildungsungleichheit

4.1. Prekarität

4.2. Altersarmut

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung von Bildungsungleichheit in Deutschland und analysiert deren weitreichende soziale Konsequenzen, insbesondere im Hinblick auf Prekarität und drohende Altersarmut. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Bildungsunterschiede den Lebenslauf prägen und warum diese soziale Schranken über Generationen hinweg reproduzieren.

  • Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg
  • Die Rolle der Rational-Choice-Theorie bei Bildungsentscheidungen
  • Folgen mangelnder Bildung für die Erwerbsbiografie
  • Prekarisierung als direkte Auswirkung auf das Erwerbsleben
  • Risikofaktoren für Altersarmut durch Bildungsbenachteiligung

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Rational-Choice-Theorie

Dass Eltern oftmals nach Erhalten des Status entscheiden, ist anhand der Rational-Choice-Theorie zu belegen, welche mit dem sekundären Herkunftseffekt Boudons einhergeht. Diese Kosten-Nutzen-Theorie kann für Erklärungen von elterlichen Bildungsentscheidungen und Bildungswünschen verwendet werden und besagt, dass „das Bildungsverhalten [...] als Prozess des Abwägens der erwarteten Kosten und Erträge sowie des wahrscheinlichen Erfolgs der Handlung erklärt [werden kann]“ (Schauenberg 2008: 5506). Solche Entscheidungen seitens der Eltern laufen unter Berücksichtigen von subjektiv empfundenen Kosten, Nutzen und Erfolgswahrscheinlichkeiten und zielen auf eine Vermeidung des Statusverlustes ab, weshalb das Kind aus Akademiker-Familien wahrscheinlicher ein Gymnasium und eine Hochschule besuchen wird, damit der Bildungsweg den gleichen oder wohlmöglich einen höheren Status im Vergleich zu den Eltern erreicht. Die subjektive Meinung und Kalkulation variiert mit der sozialen Herkunft (vgl. Schauenberg 2008: 5506), daher sind die Unterschiede in Bildungsentscheidungen auch von Schicht zu Schicht verschieden und hängen von den Ansichten, wie auch von den finanziellen Gegebenheiten ab, wobei Investitionen ein gutes Mittel darstellen. Wenn Eltern diese finanziellen Mittel besitzen, werden so lange Investitionen getätigt, bis es den Anschein macht, als würden sie sich für das angestrebte Ziel lohnen (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 15).

Kurz gesagt basieren Bildungsungleichheiten in Sozialschichten auf Abwägung von Vorzügen (Nutzen) und Nachteilen (Kosten) von fortgesetzter und höherer Bildung. So sind die Bildungsmotivationen der Eltern größer oder gleich den Investitionsrisiken, wodurch Eltern aus der Mittelschicht ihre Kinder denkbarer an einem Gymnasium anmelden als an einer Realschule, wohingegen die Hauptschule keine Option für sie darstellt (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 16). Je höher also die Bildungsmotivation für die Kinder ist, desto eher wird das Gymnasium besucht (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 18). Die Rational-Choice-Modelle belegen nun, dass Planungen über die Schullaufbahn individuell mehr oder weniger überlegt sind und sich stark an den Möglichkeiten des Elternhauses orientieren (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 34).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bildungsungleichheit ein und erläutert die Relevanz von Bildung für den gesamten Lebenslauf sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Definition Bildung: Dieses Kapitel widmet sich der begrifflichen Klärung von Bildung anhand unterschiedlicher Expertenansichten und verdeutlicht die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition.

3. Bildungsungleichheit: Hier wird das Konstrukt der Bildungsungleichheit analysiert, wobei der elterliche sozioökonomische Status als zentraler Faktor für den Bildungserfolg hervorgehoben wird.

3.1.Entstehung von Bildungsungleichheit: Dieser Abschnitt beleuchtet die Ursachen von Ungleichheiten, insbesondere im Kontext wachsender Anforderungen an Bildung und beruflicher Tätigkeiten.

3.1.1. Rational-Choice-Theorie: Hier wird die Theorie erläutert, nach der Bildungsentscheidungen als Kosten-Nutzen-Abwägung der Eltern interpretiert werden.

4. Soziale Folgen von Bildungsungleichheit: Dieses Kapitel beschreibt die Auswirkungen mangelnder Bildungschancen auf das Erwerbsleben und die politische Teilhabe.

4.1. Prekarität: Der Fokus liegt hier auf dem Phänomen der unsicheren Erwerbsverhältnisse und den Folgen für geringqualifizierte Arbeitnehmer.

4.2. Altersarmut: Das Kapitel verknüpft Bildungsungleichheit und Prekarität mit dem Risiko, im Alter auf Grundsicherung angewiesen zu sein.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit politischer Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Rational-Choice-Theorie, Prekarität, Altersarmut, Bildungsexpansion, Bildungschancen, Chancengleichheit, Erwerbsbiografie, Humankapital, Bildungsarmut, soziale Mobilität, Schulsystem, Lebenslauf, Bildungsentscheidungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das komplexe Thema der Bildungsungleichheit in Deutschland und untersucht, wie diese entsteht und welche langfristigen sozialen Folgen sie für betroffene Personen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Entstehung von Ungleichheiten durch soziale Herkunft, die Auswirkungen auf das Erwerbsleben sowie die Verknüpfung von mangelnder Bildung mit Prekarität und Altersarmut.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Bildungsungleichheit bereits früh im Lebenslauf festgelegt wird und warum sie für viele Betroffene zu einer dauerhaften sozialen Schranke wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und unter anderem die Rational-Choice-Theorie sowie soziologische Modelle nutzt, um Bildungsentscheidungen und Ungleichheitsmechanismen zu erklären.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Bildungsungleichheit (u.a. durch primäre und sekundäre Herkunftseffekte) und untersucht detailliert die sozialen Folgen wie prekäre Beschäftigung und das Risiko der Altersarmut.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Prekarität, Altersarmut, Bildungsexpansion und Chancengleichheit charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Rational-Choice-Theorie laut dem Autor?

Sie dient als Erklärungsmodell dafür, wie Eltern aufgrund von Kosten-Nutzen-Abwägungen Bildungsentscheidungen für ihre Kinder treffen und dabei oft ihren eigenen Status zu wahren versuchen.

Warum führt mangelnde Bildung laut der Arbeit oft direkt in die Altersarmut?

Da mangelnde Bildung oft zu prekären Arbeitsverhältnissen führt, können Betroffene in ihrer Erwerbsphase häufig nicht ausreichend in die Rentenversicherung einzahlen, was das Armutsrisiko im Alter massiv erhöht.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Bildungsungleichheit und die sozialen Folgen. Am Beispiel von Prekarität und Altersarmut
Universidad
University of Applied Sciences Bielefeld
Calificación
2,3
Autor
K. S. (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
26
No. de catálogo
V519981
ISBN (Ebook)
9783346112057
ISBN (Libro)
9783346112064
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ungleichheit Bildung Bildungsungleichheit Soziale Folgen Prekarität Armut Altersarmut Schule Arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
K. S. (Autor), 2018, Bildungsungleichheit und die sozialen Folgen. Am Beispiel von Prekarität und Altersarmut, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/519981
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  26  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint