Bildungsungleichheit und die sozialen Folgen. Am Beispiel von Prekarität und Altersarmut


Hausarbeit, 2018

26 Seiten, Note: 2,3

K. S. (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Bildung

3. Bildungsungleichheit
3.1.Entstehung von Bildungsungleichheit7
3.1.1. Rational-Choice-Theorie

4. Soziale Folgen von Bildungsungleichheit
4.1. Prekarität
4.2. Altersarmut

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Unterschiede in der Bildung sind heute (…) zweifellos der wichtigste ständebildende Unterschied (…). Unterschiede der Bildung sind – man mag das noch so sehr bedauern – eine der allerstärksten rein innerlich wirkenden sozialen Schranken“ (Weber 1921: 279).

Bildung ist heutzutage eines der bedeutendsten Güter, welche schon in der frü- hen Kindheit das gesamte Leben vorherbestimmen können. Personen mit hohem Bildungsabschluss brauchen oftmals keine Sorge tragen, jemals in die Prekarität oder Altersarmut zu gelangen. Wohingegen sich Menschen aus unteren und bil- dungsferneren Schichten oftmals mit den Folgen mangelnder Bildung in ihrem gesamten Lebenslauf auseinandersetzen. Daher hat die Bildung maßgebliche Auswirkungen auf den gesamten Verlauf des jeweiligen Lebens.

Sollte nicht jedoch jeder Person ausreichend Bildung ungehindert zugänglich ge- macht werden, sodass ‚Bildung als Privileg’ nicht mehr die Bildungssituation in Deutschland beschreiben kann? Viele Kinder erfahren oftmals nicht ausreichend Bildung, was auf die Bildungsungleichheit zurückzuführen ist. Der Anteil der bil- dungsarmen Personen ist in Deutschland im OECD-Vergleich noch sehr hoch, da fast acht Prozent eines Jahrgangs keinen Abschluss erlangen oder sogar zehn Prozent aller Proband*innen im Pisa-Lesetest nur die unterste Kompetenzstufe erreichen (vgl. Hurrelmann/ Quenzel 2010: 11). Werden diese Zahlen genauer betrachtet, so kann angesichts der aktuellen Situation in Deutschland -welche Bildung als ein obligatorisches Gut für ein Leben mit hohem Standard ansieht- die Zukunft für diese Schüler*innen bereits vorhergesagt werden.

Aufgrund dieser Bildungssituation beschäftigt sich diese Hausarbeit mit der Ent- stehung der Bildungsungleichheit und den sozialen Folgen dieser, welche am Bei- spiel von Prekarität und Altersarmut verdeutlicht werden. Im ersten Kapitel wird vorerst der Begriff der Bildung definiert, welcher ein elementarer Bestandteil die- ser Arbeit ist. Im Weiteren Kapitel wird anschließend die Bildungsungleichheit beschrieben, wie diese verstanden werden kann und anschließend wird die Ent- stehung von Bildungsungleichheit erläutert. Unter letzterem Aspekt wird die Ra- tional-Choice-Theorie angewendet, welche eine erhebliche Rolle bei dem Entste- hen von Bildungsungleichheiten spielt. Im darauffolgenden Kapitel werden wei- terführend die Folgen der Bildungsungleichheit analysiert, woraufhin die Prekari- tät und die Altersarmut genau betrachtet werden, da sie eine direkte Folge der Bildungsungleichheit sind und sich mit am erheblichsten auf das gesamte Leben auswirken. Zuletzt wird in einem Fazit alles rekapituliert.

2. Definition Bildung

Um über das Thema der Bildungsungleichheit schreiben zu können, muss vorerst definiert werden, was unter Bildung begriffen wird. Grundlegend kann gesagt werden, dass es sehr schwierig ist, diesem Begriff eine konkrete Definition zuzu- ordnen. So haben die meisten Personen unterschiedliche Vorstellungen von der Bedeutung von Bildung.

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung Thomas Krüger definiert sie in einem Interview als eine Entwicklung von Kompetenzen wie beispielweise musische, motorische oder kognitive Fertigkeiten. In Bezug auf politische Bildung ist ein Mensch gebildet, wenn er unabhängig ist, über kontroverses Denken ver- fügt und sich ein eigenes Urteil über andere bilden kann. Prof. Dr. Hans Anhand (Bildungsforscher) sieht die Bildung wiederum als eine Zuteilung von Lebens- chancen in der Gesellschaft und als ein Ergebnis und eine Voraussetzung von kulturellen und sozialen Prozessen. Die Bildungs- und Arbeitsmarktforscherin Prof. Dr. Jutta Allmendinger definiert den Begriff letztlich als eine Vorbereitung auf das gesamte Leben: Wie das Erwerbsleben, Pflege zu leisten, zu erziehen, oder auf sich selbst aufzupassen. Sie sagt, Bildung drückt für sie somit eine Art der Ermächtigung aus (bpb 2013).

Anhand dieser unterschiedlichen Sichtweisen von Bildung ist nun deutlich gewor- den, wie schwierig es tatsächlich ist, den Begriff genau zu definieren.

Auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung belehrt Jutta All- mendinger allerdings eine allgemeine Definition und schreibt, dass die empirische Bildungsforschung mit zwei Indikatoren rechnet, der über Bildung urteilen kann: mit dem Schulabschluss und kognitiven Kompetenzen, wie rechnen und lesen. Dementsprechend ist Bildung ein Gut, worüber verfügt wird und welches über Lebenschancen entscheidet. Daraus geht hervor, dass aufgrund von Bildung große Ungleichheiten entstehen (Allmendinger 2013), welche bedeutende Folgen haben können. Diese Ungleichheiten werden nun anschließend das Thema dieser Hausarbeit sein.

3. Bildungsungleichheit

Wie bereits in der Einleitung beschrieben wurde, hängt der individuelle Bildungs- erfolg von der sozialen Herkunft ab. Dies ist das Konstrukt, welches Bildungsun- gleichheit definiert. Bildungsungleichheiten entstehen somit durch „Unterschiede im Bildungsverhalten und in den erzielten Bildungsabschlüssen (beziehungsweise Bildungsgängen) von Kindern, die in unterschiedlichen sozialen Bedingungen und familiären Kontexten aufwachsen“ (Müller und Haun 1994, zit. Nach Schlicht 2011: 35). Im Mittelpunkt steht hiermit der elterliche sozioökonomische Status, welcher direkten Einfluss auf den Bildungserfolg der Kinder ausübt. Raphaela Schlicht beschreibt das Konzept der sozialen Bildungsungleichheit letztlich wie folgt: die individuelle soziale Herkunft entscheidet über den individuellen Bil- dungserfolg und ist damit von sozialer Bildungsungleichheit geprägt.

1996 unterscheidet Jacobs zwischen drei Konzepten der Bildungsungleichheit. (1) Die Ungleichheit im Bildungszugang beschreibt die Unterscheide der sozialen Schichten im Zugang zu einzelnen Bildungsinstitutionen, Abschlüssen und der Schulbildung im Allgemeinen. (2) Ein weiteres Konzept ist die Ungleichheit im Bildungsprozess. Während dieses Prozesses stellt sich die Frage, inwieweit der Erwerb von Kompetenzen von der sozialen Herkunft abhängt. (3) Zum Schluss nennt er die Ungleichheit im Bildungsergebnis, welche den Unterschied des Nut- zens von Abschlüssen für den Beruf zwischen den sozialen Schichten widerspie- gelt. Somit wird hier die „Nutzbarkeit von Bildungsabschlüssen auf dem Arbeits- markt unter sozialen Aspekten untersucht“ (Schlicht 2011: 36).

Obwohl die Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft bereits abgenommen haben, bleibt der Bildungszugang weiterhin durch starke Chancenungleichheiten charakterisiert (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 6). So ist noch immer in Untersu- chungen zu beobachten, wie viel größer die Chance von Kindern aus höheren sozialen Schichten ist, das Gymnasium zu besuchen (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 4). Zwar ist die Chancengleichheit für den Zugang zum Gymnasium etwas angestiegen, jedoch entsteht hierdurch eine soziale Distanz zwischen höherer und niedriger Schicht an den Schulen. Insgesamt haben auch die Zahlen für Kin- der ohne Schulabschluss abgenommen. Waren es bei den Männern im Jahre 1992 noch 9 Prozent, ist die Zahl im Jahr 2012 auf 7 Prozent gesunken. Auch bei den Frauen ist eine Abnahme zu erkennen: 1992 verließen noch 6 Prozent der Frauen die Schule ohne Abschluss, 2012 waren es noch 5 Prozent. Dennoch sind die Kinder aus bildungsfernen Schichten stärker von Bildungsarmut bedroht, als Kin- der aus Akademikerfamilien. Auch Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund sind einem stärkeren Risiko ausgesetzt (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 6). Diese Zahlen unterliegen allerdings stetig Konjunkturen und Schwankungen, was an den Schulabschluss-Ergebnissen zu erkennen ist. Zwar sind die Zahlen im Ge- samten gesunken, dagegen lagen die Prozente sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen 2006 höher als letztendlich im Jahre 2012 (vgl. Krüger et al. 2011: 7).

Neue Ergebnisse sehen nun aber eine Gefahr der erneuten Schließung des Zu- gangs zum Gymnasium. Diese ist einerseits als eine Folge der Bildungsexpansion anzusehen, denn durch die Bildungsaufstiege der einzelnen Geburtskohorten1 ist das Bildungsniveau der Eltern erheblich angestiegen. Andererseits ist die Klas- senlage des Elternhauses der jüngsten Geburtskohorten entscheidend, welches ebenfalls auf die Bildungsgewinne während der Bildungsexpansion zurückzufüh- ren ist (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 6f). Somit entstand aus der Bildungsex- pansion zwar ein Zuwachs an Bildungschancen für alle Schichten, ein umfassen- der Abbau der sozialen Ungleichheit von Bildungschancen blieb jedoch aus (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 6).

Der auf der Bildungsexpansion aufbauende Begriff „Maximally Maintained Ine- quality“ von Hout und Raftery 1993, welcher erläutert, dass die Bildungsungleich- heit während der Bildungsexpansion nur sinken kann, wenn die Beteiligung der höheren Schichten an höherer Bildung befriedigt ist. „Maximally Maintained Ine- quality“ kann auch als direkte Übertragung aus der Kuznets-Kurve angesehen werden: „Nach der Kuznets-Kurve wächst die Ungleichheit zunächst mit dem An- stieg des Reichtums in einer Gesellschaft an und fällt erst nach einem bestimmten moderaten Wohlstand im Sinne eines umgekehrt u-förmigen Zusammenhangs wieder ab“ (vgl. Schlicht 2011: 37).

Nun ist zu sehen, dass die Ungleichheit von Bildungschancen nicht weiter abneh- men kann, solange die höheren Schichten von der Bildungsexpansion profitieren und sich an dieser bereichern. Wie dies jedoch überhaupt entstanden ist, zeigt das nächste Kapitel.

3.1.Entstehung von Bildungsungleichheit

Die im vorherigen Kapitel erklärten ungleichen Chancen übertragen sich auf das gesamte Leben. Denn die Chance auf Bildung stellt eine grundlegende Voraus- setzung für sämtliche Lebenschancen dar. So ist ein Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Bildungsbeteiligung, Ungleichheit von Bildungschancen und der sozial ungleichen Beschaffung von Wissen, Fähigkeiten und Abschlüssen un- übersehbar (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 7). Vor allem die soziale Herkunft steht im Zusammenhang mit allen übrigen Bereichen und beeinflusst trotz Be- rücksichtigung der kognitiven Kompetenzen Schulform und Abschluss (vgl. An- ger/ Kruppe 2016: 464f). Dadurch kann ganz leicht Bildungsungleichheit entste- hen und das gesamte Leben beeinträchtigen.

Die wachsende Bildungsungleichheit ergibt sich ganz stark aus der gestiegenen „Bedeutung von Bildung auf ökonomischer, individueller und gesellschaftspoliti- scher Ebene“ (2010: 16) so Hurrelmann und Quenzel. Die beiden Autoren führen detailliert auf, wie es zu dieser zunehmenden Ungleichheit von Bildung kommt. (1) Zum einen wachsen die Anforderungen an berufliche Tätigkeiten stetig. Durch die zunehmende Nachfrage an hochqualifizierten Arbeitskräften durch Verschie- bungen in der Beschäftigungsstruktur steigen die Ansprüche in Schule und auch später in weiteren Bildungseinrichtungen, bis hin zum Beruf (vgl. 2010: 16f). Aus diesem Grund folgt der konsequent sinkende Gebrauch an geringqualifizierten Beschäftigten, welcher sich bereits 2010 in den letzten 30 Jahren halbiert hat (vgl. 2010: 17). Wie es nun im Jahr 2018 aussieht, bleibt nur zu erahnen, da die Anforderungen immer weiter steigen. (2) Zum anderen nehmen die wachsenden Anforderungen an individuelle Lebensbewältigungen zu. In der heutigen Zeit müssen deutlich mehr Entscheidungen über die Lebensführung getroffen wer- den, was zu großer Überforderung führen kann (vgl. 2010: 17). Im Vergleich zu der Generation vor 50 Jahren stehen Jugendliche vor großen Entscheidungen, ob sie studieren möchten oder doch lieber eine Ausbildung absolvieren und ob sie letztendlich genügend Geld im späteren Leben verdienen werden, wenn sie den von ihnen ausgewählten Lebensweg antreten werden. Hinzu kommen Anforde- rungen vom direkten sozialen Umfeld an die Laufbahn und ebenso eine hohe Menge an Angeboten für den weiteren Bildungsweg, da früher der Lebensweg noch deutlicher klarer war und eine nicht so reichliche Wahl an Bildungswegen zur Verfügung stand. (3) Weiterhin kann aufgeführt werden, dass die Anforde- rungen an politische Teilhabe stetig zunehmen und Bildung hier als Grundlage für politische Integration steht. So haben es Menschen oft deutlich schwerer, sich beruflich und auch sozial zu integrieren, wenn sie ihre Grundkenntnisse am poli- tischen Geschehen nicht ausreichen: „Bildung ist damit eine Grundlage gesell- schaftlicher Teilhabe und die Chancen zur gesellschaftlichen Einflussnahme wer- den wesentlich über sie mitbestimmt“ (2010: 18). (4) Als letzten Punkt führen die Autoren auf, dass neue Formen des Lernens wesentlich zu der Ungleichheit beitragen. Dadurch, dass sich das Lernen aus öffentlichen Schulen und Hoch- schulen immer weiter auflöst und sich in informelle, wie auch außerschulische Bereiche und private Bildungseinrichtungen verlagert. Zwar sei dies ein großer Vorteil, sich jederzeit stetig weiterbilden zu können, so Hurrelmann und Quenzel. Jedoch werden diese Angebote vor allem von denen benutzt, die bereits sehr gebildet sind. Ein einfaches Beispiel hierfür: das Nachrichten gucken oder Lesen von wissenschaftlichen Büchern. Die Folge scheint deutlich: Die Schere zwischen denjenigen, die sich immer weiterbilden und denjenigen, die dieses weniger aus freier Hand erledigen, öffnet sich immer weiter (vgl. 2010: 18). Die beiden Auto- ren haben so bereits die wesentlichen Punkte benannt, weshalb eine ausgeprägte Bildung von hoher Bedeutung ist und sich somit die niedrigeren von den sozialen höheren Schichten immer weiter entfernen.

Einen wesentlichen Einfluss auf diesen Anstieg der Bedeutung von Bildung nahm die Bildungsexpansion, welche eine der bedeutsamsten Entwicklungen im 20. Jahrhundert darstellt. Das Ziel dieser war vorrangig neben der Höherbildung der Bevölkerung auch der Abbau von Bildungsungleichheiten (vgl. Becker/ Hadjar 2006: 11), was jedoch nicht erreicht wurde, wie die Autoren weiter aufführen. Denn durch die Bildungsexpansion stieg zwar die Bildungsbeteiligung und auch die Verweildauer im Bildungssystem wurde verpflichtend länger, weshalb somit die Erlangung der Schulabschlüsse unmittelbar zunahm (vgl. Becker/ Hadjar 2006: 12). Dennoch resultierte aus dieser Entwicklung eine ledigliche Verringe- rung der Bildungsungleichheiten (vgl. Becker/ Hadjar 2006: 15). Erklärt werden kann dieses durch die zunehmende Bildungsbeteiligung und den zunehmenden Übergang auf das Gymnasium der unteren sozialen Klassen, aber auch der obe- ren sozialen Klassen, was keinen Abbau der Ungleichheit zwischen den sozialen Schichten zur Folge hat (vgl. Becker 2006: 29f). Vielmehr ist eine verschärfte und dauerhafte soziale Ungleichheit bei den Bildungschancen durch einen erhöhten Wettbewerb im Bildungssystem die Bilanz (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 24), da sich die oberen Schichten immer weiterbilden werden und die unteren Schichten nicht immer die nötigen Mittel, wie beispielweise finanzielles Budget, haben, sich zu messen.

Einen Beweis geben Becker und Lauterbach anhand einer Tabelle (Nummer 5), in welcher die primären und sekundären Herkunftseffekte Information darüber geben, dass Schulkinder aus der Mittel- und Oberschicht allgemein besser in der Schule sind: 55 Prozent dieser Kinder schreiben gute Noten, während lediglich 35,9 Prozent der Kinder aus der Unterschicht gute Noten erlangen. Weitergehend besuchen Kinder aus den höheren Schichten vermehrt das Gymnasium (83,8 Pro- zent), im Gegensatz dazu nur 54 Prozent der Kinder aus der Unterschicht (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 20). Doch was stellen die primären und sekundären Herkunftseffekte überhaupt dar? Diese Effekte erklären die zentrale Ursache für soziale Ungleichheiten von Bildungschancen nach Boudon 1974. Der primäre Her- kunftseffekt deutet auf die Erfolgswahrscheinlichkeit in Abhängigkeit vom sozia- len Status und resultiert aus der Erziehung im Elternhaus, welches über das Aus- bauen kognitiver Fähigkeiten, sprachlicher und sozialer Kompetenzen, wie auch Schulleistungen entscheidet. Im Gegenzug dazu gibt der sekundäre Herkunftsef- fekt die elterlichen Bildungsentscheidungen in Abhängigkeit vom sozialen Status wieder. Diese entstehen aus den Bildungsrenditen (erwartete Berufs- oder Ein- kommenschancen und soziale Aufstiege beziehungsweise Statuserhalt) und ebenso den Kosten der Bildung (Investitionskosten und Opportunitätskosten) (vgl. Becker/ Lauterbach 2016: 11), da es den Eltern oftmals wichtig ist, ihren Status zu wahren und daher ihr Kind auf dem Gymnasium anmelden, wie auch während der gesamten Bildungslaufbahn bereit sind, in die Bildung ihres Kindes zu investieren.

[...]


1 Definition Kohorte: „Personengruppe mit gemeinsamen zeit- bzw. jahrgangsspezifischen de- mografischen Merkmalen (Geburtskohorte, Heiratskohorte)“ (Schmid o.J.)

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Bildungsungleichheit und die sozialen Folgen. Am Beispiel von Prekarität und Altersarmut
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld
Note
2,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V519981
ISBN (eBook)
9783346112057
ISBN (Buch)
9783346112064
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ungleichheit, Bildung, Bildungsungleichheit, Soziale Folgen, Prekarität, Armut, Altersarmut, Schule, Arbeit
Arbeit zitieren
K. S. (Autor), 2018, Bildungsungleichheit und die sozialen Folgen. Am Beispiel von Prekarität und Altersarmut, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/519981

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