Der Aufbau einer digitalen Plattform basiert auf Analyse und Überdenken der existierenden Strukturen und resultiert schließlich in der Innovation des Geschäftsmodells. Bei der Erstellung einer datenzentrierten digitalen Plattform müssen zwei Grundrichtungen verfolgt werden: der Ausbau eines digitalen Ökosystems und die Aufstellung eines Geschäftsmodells (Geschäftsmodellinnovation). Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Ausarbeitung eines Geschäftsmodells für eine datenzentrierte Plattform mit regionalem Fokus.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. Definition der Begriffe „digitale Plattform“, „Ökosystem“ und „Geschäftsmodell“
2.2. Einzelne Komponenten des Geschäftsmodells
3. ENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSMODELLS FÜR DIE DIGITALE PLATTFORM
3.1. Ausgangslage und Problemdarstellung
3.2. Methodischer Ansatz
3.3 Geschäftsmodelle für verschiedene Akteursgruppen
3.4 Erweiterte Betrachtung im Ökosystem und Geschäftmodell Canvas für die Plattform
4. FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines strukturierten Vorgehenskonzepts zur Erstellung eines datenzentrierten Geschäftsmodells für eine digitale B2B-Plattform im Elektrogroßhandel, um Unternehmen bei der strategischen Ausrichtung im digitalen Wandel zu unterstützen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation geeigneter Modellierungsmethoden und deren Anwendung zur Abbildung komplexer Ökosystem-Beziehungen.
- Grundlagen zu digitalen Plattformen, Ökosystemen und Geschäftsmodellen
- Analyse und Auswahl geeigneter Modellierungskonzepte für B2B-Plattformen
- Entwicklung spezifischer Geschäftsmodelle für verschiedene Akteursgruppen (Dozenten, Lernende, Autodidakten, Arbeitgeber)
- Betrachtung von Governance-Regeln und Werttransaktionen im Ökosystem
Auszug aus dem Buch
3.1. Ausgangslage und Problemdarstellung
Einer der Gründe für den schwierigen Einstieg der B2B-Plattformen liegt in der Verschmelzung von physischen Produkten mit Dienstleistungen. Folglich muss ein neues kundennutzenorientiertes Diensleistungspaket erstellt werden. Weitere Gründe resultieren aus dem Überdenken nicht nur der Geschäftsmodelle, sondern des kompletten Managements der Versorgungsketten. Die bisherigen Supply Chains verändern sich durch die Enflüsse der digitalen Welt zu komplexen Ökosystemen.
Damit werden die bestehenden Branchenstrukturen abgelöst und Unternehmen im B2B Sektor müssen sich neu orientieren, wie am Beispiel des Unternehmens AB deutlich sichtbar wird. Das Unternehmen AA spezialisiert sich auf den Elektrogroßhandel aufgeteilt in drei verschiedene Produktbereiche: Gebäudetechnik, Industrietechnik und Consumer Electronics. Die Zielgruppen sind Elektroinstallationsbetriebe, der Elektrofachhandel und Industriebetriebe.
In letzten Jahren werden erkennbar mehr Dienstleistungen in Bereichen Planung, Engineering, Energieoptimierung, Beschaffung und Logistik angeboten und Kooperationen eingegangen. Das Unternehmen hat eine starke Position in der Region und profitiert von Kundennähe. Die positive persönliche Betreuung und Kauferfahrung erzeugen für den Kunden einen Mehrwert, der einen Preisunterschied rechtfertigt. Weiter ist anzumerken, dass der Digitalisierungsgrad im Elektofachhandelsektor noch nicht gut ausgeprägt ist, was mögliche Preiskriege als Folge der Digitalisierung fernhält. Dennoch ist es spürbar, dass nicht-digitale Marktstrukturen nicht mehr tragend sind und dass ein neuer digitaler Marktbereich geschaffen werden muss, der eigene Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten aufweist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der digitalen Transformation und begründet das Vorhaben des Unternehmens AA, eine datenzentrierte B2B-Plattform mit regionalem Fokus aufzubauen.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden zentrale Fachbegriffe definiert und wissenschaftliche Klassifizierungen für digitale Plattformen, Ökosysteme und Komponenten von Geschäftsmodellen erarbeitet.
3. ENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSMODELLS FÜR DIE DIGITALE PLATTFORM: Das Hauptkapitel analysiert die Problemlage im B2B-Sektor, entwickelt auf Basis bestehender Frameworks ein methodisches Vorgehen und detailliert die Geschäftsmodellkonzepte für verschiedene Akteursgruppen.
4. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse des gewählten methodischen Ansatzes zusammen und weist auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hin, insbesondere im Hinblick auf den Lebenszyklus von Plattformen.
Schlüsselwörter
Digitale Plattform, Geschäftsmodell, B2B, Ökosystem, Wertangebot, Transformation, Industrie 4.0, Wertschöpfung, Plattform-Canvas, Dienstleistungspaket, Kundennutzen, Datennutzung, Strategie, Modellierung, Lernplattform.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Entwicklung und Modellierung eines datenzentrierten Geschäftsmodells für eine digitale Plattform im B2B-Elektrogroßhandel.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit fokussiert auf die digitale Transformation, den Aufbau von digitalen Ökosystemen, das Management von B2B-Plattformen und die praktische Anwendung von Canvas-Modellen zur Geschäftsmodellentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Aufstellung eines Vorgehenskonzepts zur Erstellung eines Geschäftsmodells für eine digitale B2B-Plattform, welches unternehmensspezifisch verfeinert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein kombinierter Ansatz gewählt, der bestehende Methoden wie das Geschäftsmodell-Canvas von Osterwalder und den Smart Service Canvas von Pöppelbuß ergänzt, um die spezifischen Anforderungen des B2B-Sektors und die Partnerdimension abzubilden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage im B2B-Handel, definiert den methodischen Ansatz und erarbeitet detaillierte Geschäftsmodell-Szenarien für verschiedene Akteursgruppen, wie Dozenten, Schüler, Autodidakten und Arbeitgeber.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Digitale Plattform, B2B, Ökosystem, Wertangebot und Geschäftsmodellinnovation.
Warum ist der Einstieg für B2B-Plattformen schwieriger als für B2C?
Der Einstieg wird durch die notwendige Verschmelzung von physischen Produkten mit Dienstleistungen und die Notwendigkeit, komplexe Supply-Chain-Management-Strukturen in digitale Ökosysteme zu überführen, erschwert.
Was bedeutet "Regelkreisfraktale" im Kontext der Arbeit?
Digitale Geschäftsmodelle werden als sich wiederholende Strukturen betrachtet, die sich über die Regelkreise Eingabe, Ausgabe und Verarbeitung zu einem komplexen Gebilde formen.
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- Larissa Petersen (Author), 2019, Entwicklung eines Geschäftsmodells für die digitale Plattform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/519990