Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Social Media im Kulturmarketing, genauer: Wie gutes Marketing über Social Media für Museen aussehen kann.
Museen gelten aus einer Vielzahl von Gründen immer noch als rückwärtsgewandt und konservativ , und die Skepsis gegenüber neuen Medien scheint sich auch bei diesem Thema bemerkbar zu machen. Obwohl eine Studie unter amerikanischen Non-Profit-Kulturbetrieben aus dem Jahr 2013 zeigt, dass fast alle der befragten Einrichtungen bereits mehrere Plattformen nutzen und dieses Engagement auch als sehr wichtig einschätzen,beschreibt der Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung , dass seine Museen zunehmend digital abgehängt werden, weil ihnen die Ressourcen fehlten.
Nach einem kurzen Überblick zum Thema Marketing und insbesondere Marketing in Kulturbetrieben, wird die Autorin versuchen, die Möglichkeiten von Social Media im Kulturmarketing zu erläutern. Dazu stellt sie verschiedene Typen von Plattformen vor, und geht auf die Potenziale, Risiken und Strategien ein. Zum Schluss werden einige Praxisbeispiele vorgestellt und verglichen. Diese wurden so ausgewählt, dass sie verschiedene Museumstypen abdecken und außerdem sowohl kleinere als auch bekannte Museen vorgestellt werden.Abschließend wird ein Fazit gezogen, in dem die Autorin die zuvor gewonnenen Erkenntnisse resümiert und reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Gegenstand und Problemstellung
1.2 Methode und Aufbau
2. Hauptteil
2.1 Marketing in Kulturinstitutionen
2.1.1 Besuchertypen nach Armin Klein
2.1.2 Austauschprozesse im Marketing
2.2 Social Media im Marketing
2.2.1 Arten von Social-Media-Plattformen
2.2.2 Nutzung, Skepsis und Potenziale
2.3 Social-Media-Praxis
2.4 Praxisbeispiele und Vergleich
3. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie modernes Social-Media-Marketing erfolgreich in Museen umgesetzt werden kann. Ziel ist es, Strategien für einen effektiven Auftritt auf verschiedenen sozialen Plattformen zu identifizieren und anhand konkreter Praxisbeispiele zu analysieren, wie ausgewählte Kultureinrichtungen diese Strategien aktuell in der Realität anwenden.
- Grundlagen des Marketings in Kulturinstitutionen
- Die Rolle und Potenziale von Social Media im Museumsmarketing
- Einflussfaktoren wie Besuchertypen und Austauschprozesse
- Vergleich von Social-Media-Auftritten verschiedener Museumstypen
- Anforderungen an Ressourcen, Kontinuität und Branding
Auszug aus dem Buch
Nutzung, Skepsis und Potenziale
Museen, die Social Media skeptisch gegenüberstehen, könnten als Grund hierfür den Kontrollverlust angeben, den Unternehmen auf diesen Plattformen befürchten. In sozialen Medien fällt es auf, wenn beispielsweise kritische Kommentare systematisch gelöscht werden, und das entsprechende Profil wird wahrscheinlich hierfür kritisiert werden. Ein Betrieb kann die Art der Reaktion anderer auf den eigenen Social-Media-Auftritt durch seine Moderation also nur bedingt beeinflussen – die Regeln werden von der Community gemacht.
Insbesondere im immer noch als konservativ geltenden Museumsbereich könnte auch die Angst vorherrschen, durch neue Medien von der Kunst abzulenken oder durch einen regen Auftritt in sozialen Netzwerken insbesondere ein Besucherklientel anzuziehen, das nur vom Prestige einer Ausstellung profitieren möchte, indem es zum Beispiel Selfies in der Ausstellung macht und sich nicht mit den Inhalten beschäftigt. Die Kunsthalle Bremen hingegen inszeniert sich in der Kampagne #FreeKunsthalle gezielt als „Instagram-Hotspot“, um ein junges Publikum anzuziehen.
Die Potenziale, die Social Media für Museen bietet, überwiegen aus der Sicht vieler aber: Inhalte lassen sich komplett zeit- und ortsunabhängig abrufen, was die Kommunikation vereinfacht. Tendenziell werden, da prozentual mehr Personen unter 30 Jahren Social Media nutzen, auch eher jüngere Zielgruppen angesprochen. Da Kulturinstitutionen und insbesondere Museen „überaltern“, ist diese Ausweitung wünschenswert.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Social Media im Kulturmarketing ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach geeigneten Strategien für Museen.
Hauptteil: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Marketings in Kulturbetrieben, kategorisiert Social-Media-Plattformen und analysiert Praxisbeispiele wie das DDR Museum und das Deutsche Museum hinsichtlich ihrer digitalen Strategien.
Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse, betont die Notwendigkeit ausreichender Ressourcen für ein aktives Social-Media-Management und zeigt Kooperationen als Ausweg für kleinere Museen auf.
Schlüsselwörter
Kulturmarketing, Museen, Social-Media-Strategien, Museumskommunikation, Instagram, YouTube, Zielgruppenansprache, Besucherbindung, digitale Transformation, Online-Marketing, Kulturinstitutionen, #museumsbande, User Engagement, Content-Strategie, Reichweite.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert, wie Museen Social Media als Instrument für das Marketing nutzen können, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und eine zeitgemäße Kommunikation zu etablieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Das Spektrum reicht von den theoretischen Grundlagen des Kulturmarketings über die Einordnung verschiedener Plattformtypen bis hin zu praktischen Anforderungen an Branding, Ressourcen und Erfolgsmessung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Die Arbeit möchte klären, welche spezifischen Strategien Museen für ihren Auftritt in sozialen Netzwerken verfolgen sollten und wie die praktische Umsetzung in der Museumswelt bereits aussieht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf einen komparativen Vergleich konkreter Social-Media-Auftritte von Museen auf Plattformen wie YouTube und Instagram.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Neben der theoretischen Fundierung durch Konzepte wie die „Besuchertypen nach Armin Klein“ beinhaltet der Hauptteil eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Social-Media-Praxis und vergleicht beispielhaft Museen unterschiedlicher Ausrichtung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie „Kulturmarketing“, „Museumskommunikation“, „digitale Transformation“ und „User Engagement“ definiert.
Wie unterscheidet sich die Nutzung von YouTube bei den untersuchten Museen?
Der Vergleich zeigt, dass das Deutsche Museum eher einem traditionellen Stil treu bleibt, während das DDR Museum aktiv auf moderne YouTube-Trends und Interaktivität setzt.
Welchen Nutzen bietet das Konzept der „#museumsbande“?
Dieses Kooperationsprojekt verdeutlicht, wie insbesondere kleinere Museen durch die Bündelung von Ressourcen und gemeinsamen Auftritten effizienter in sozialen Medien agieren können.
- Quote paper
- Julia Spenger (Author), 2019, Wie gelingt Social Media Marketing in Museen? Strategien und Praxisbeispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/519997