Demenz ist keine Krankheit, sondern eine Vielzahl von Symptomen, die mit Gedanken-, Gedächtnis- und Kommunikationsstörungen einhergehen, die die Fähigkeit einer Person beeinträchtigen, alltägliche Aktivitäten auszuführen. Bei Demenz kommt es zu Veränderungen im Gehirn, die in unterschiedenen Bereichen des Gehirns auftreten können; und betrifft deswegen Menschen, je nach betroffenem Bereich, unterschiedlich. Die Veränderungen im Gehirn hängen von der Demenzformen ab. Die häufigste Demenzformen sind: Demenz bei Alzheimer Krankheit , Vaskuläre Demenz , Lewy-Body-Demenz und nicht näher bezeichnete Demenz.
Die Schweregrad einer Demenz erfolgt in drei Phasen: Frühe Phase, Mittlere Phase und Späte Phase. Der Krankheitsverlauf ist individuell und jede Phase kann viele Monate, manchmal Jahre dauern; bis der Betroffene stirbt. Relevant für die vorliegende Arbeit ist die späte Phase einer Demenz.
Die späte Phase ist durch einen Kontrollverlust gekennzeichnet: tiefe Gedächtnisdefizite, Verlust verbaler und oft psychomotorischer Fähigkeiten und Unfähigkeit alltägliche Aktivitäten auszuführen. Die Hauptsymptomen, die die charakterisieren, sind: starken Stimmungsschwankungen, Sprachstörungen, Inkontinenz, Muskelverspannungen, Bettlägerigkeit. Vertraute Personen, bzw. die Ehefrau, werden, in dieser Phase, häufig nicht mehr erkannt und Demenzerkrankter Menschen benötigen eine 24 Stunden Betreuung. Die Dauer diese Phase ist nicht kalkulierbar, da die Todesursache schwer vorhersehbar ist. Man kann nicht an einer Demenz sterben, aber in der späten Phase ist die Lebenserwartung oft verkürzt: Menschen sind anfälliger für Infektionskrankheiten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Spätes Stadium Demenz
- 2. Das Gedächtnis
- 2.1 Das Leibgedächtnis
- 3. Veränderungen der Ehebeziehung
- 3.1 Die Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der späten Phase in der stationären Einrichtung
- 3.1.1 Umzug im Pflegeheim
- 3.1.2 Besuch im Pflegeheim
- 3.1 Die Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der späten Phase in der stationären Einrichtung
- 4. Begleitung von Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der späten Phase in der stationären Einrichtung
- 4.1 Entwicklung einer positiven Tagesstruktur für der Ehemann
- 4.2 Das SMEI Konzept
- 4.2.1 Die Grundhaltung
- 5. Reflexion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema „Menschen mit Demenz in der Späten Phase“, wobei der Schwerpunkt auf der Begleitung von Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der stationären Einrichtung liegt. Die Autorin möchte die Herausforderungen verstehen, denen diese Frauen nach der Institutionalisierung ihres Lebenspartners gegenüberstehen und Hilfestellungen sowie Möglichkeiten finden, die zu einer besseren Beziehung zwischen ihnen und Pflegekräften beitragen.
- Späte Phase der Demenz und ihre Auswirkungen
- Veränderungen des Gedächtnisses in der späten Demenzphase
- Herausforderungen für Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der stationären Einrichtung
- Bedeutung der Tagesstrukturplanung für den Ehemann
- Das SMEI-Konzept und seine Anwendung in der Betreuung von Menschen mit Demenz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und beleuchtet die Motivation der Autorin für diese Arbeit. Sie beschreibt ihre Erfahrungen mit der Institutionalisierung von Männern mit Demenz und den Herausforderungen, denen die Ehefrauen oft begegnen.
Kapitel 1 widmet sich der späten Phase der Demenz und beschreibt ihre charakteristischen Merkmale wie Gedächtnisdefizite, Verlust von Fähigkeiten und typische Symptome.
Kapitel 2 analysiert die Auswirkungen der späten Demenzphase auf das Gedächtnis. Es unterscheidet zwischen expliziten und impliziten Erinnerungen und stellt das Konzept des Leibgedächtnisses (Körpergedächtnisses) vor.
Kapitel 3 beleuchtet die Veränderungen in der Ehebeziehung aus der Sicht der Ehefrau, insbesondere nach der Institutionalisierung des Partners. Die Autorin stellt zwei Fallbeispiele vor und beschreibt die Herausforderungen, denen die Frauen begegnen.
Kapitel 4 fokussiert auf die Begleitung von Ehefrauen in der stationären Einrichtung. Es beleuchtet die Bedeutung der Planung der Tagesstruktur des Mannes und vertieft das SMEI-Konzept.
Schlüsselwörter
Demenz, späte Phase, Gedächtnis, Leibgedächtnis, Ehefrauen, stationäre Einrichtung, Begleitung, Tagesstruktur, SMEI-Konzept, Institutionalisierung, Pflegekräfte, Beziehung, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Was charakterisiert die späte Phase der Demenz?
Die späte Phase ist durch tiefen Gedächtnisverlust, den Verlust sprachlicher Fähigkeiten, Inkontinenz und oft Bettlägerigkeit gekennzeichnet.
Was versteht man unter dem „Leibgedächtnis“?
Das Leibgedächtnis (Körpergedächtnis) speichert implizite Erinnerungen, die auch dann noch vorhanden sein können, wenn das kognitive Gedächtnis bereits stark geschädigt ist.
Vor welchen Herausforderungen stehen Ehefrauen von Demenzkranken?
Frauen erleben oft einen schmerzhaften Rollenverlust und Schuldgefühle nach dem Umzug des Partners ins Pflegeheim, besonders wenn sie nicht mehr erkannt werden.
Was ist das SMEI-Konzept?
Das SMEI-Konzept ist ein Betreuungsansatz, der auf einer wertschätzenden Grundhaltung basiert und die Lebensqualität von Menschen mit Demenz verbessern soll.
Wie können Pflegekräfte die Angehörigen unterstützen?
Durch die Einbindung in die Tagesstrukturplanung und eine empathische Begleitung kann die Beziehung zwischen Angehörigen und stationärer Einrichtung gestärkt werden.
- Arbeit zitieren
- Salomé Laranjeira Soares (Autor:in), 2019, Menschen mit Demenz in der späten Phase in stationären Einrichtungen. Die Begleitung von Angehörigen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520003