Christliche Prinzipien im Unternehmen

Wie beeinflussen christliche Prinzipien einer Führungskraft das Management, die Mitarbeiter und den Wirtschaftserfolg eines Unternehmens?


Bachelorarbeit, 2020
66 Seiten, Note: 1

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Fragestellung
1.3 Begriffserklärung und -definition
1.3.1 Unternehmen
1.3.2 Unternehmenskultur
1.3.3 Unternehmenserfolg
1.3.4 Führungskraft/Leadership
1.3.5 Christentum
1.3.6 Spiritualität
1.3.7 Sinnorientierung

2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Erläuterung der Theorie
2.1.1 Überblick von Wirtschaft und Religion
2.1.2 Wirtschaftsethik
2.1.3 Unternehmensethik
2.1.4 Corporate Social Responsibility
2.1.5 Unternehmensführung nach christlichen Prinzipien
2.1.6 Spiritualität in der Unternehmensführung

3 Methodik
3.1 Datenerhebung
3.2 Vorteile der verwendeten Methode
3.3 Sampling
3.4 Interview
3.5 Datenanalyse
3.6 Kategoriebildung

4 Resultate und Diskussion
4.1 K1 – Bedeutung des „Christlichen“
4.2 K2 - Betrachtungsweise einer christlichen Unternehmensführung
4.3 K3 – Christliche Prinzipien und Ansätze im Unternehmen
4.3.1.3.1 – Spiritualität im Unternehmen
4.4 K4 - Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
4.5 K5 – Erfolg durch christliches Wertesystem
4.5.1.5.1- Einfluss auf die Sinnorientierung im Untemehmen
4.6 K6 - personliches Empfinden

5 Konklusion und Aussicht

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Mindmap Untemehmenskultur

Abbildung 2: Mindmap Fiihrungskrafte

Abbildung 3: Corporate Social Responsibility Pyramide

Abbildung 4: Wasserlilie nach Hofman (diakonische Untemehmenskultur)

Abbildung 5: Servant Leadership

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Christliche Werte

Tabelle 2: Daten der interviewten Personen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Vorwort

Jedes Unternehmen wie auch jeder Unternehmer haben den Wunsch erfolgreich zu werden, über leistungsfähige Mitarbeiter zu verfügen und wenn möglich einen sinnvollen Nutzen für die Gesellschaft anzubieten. Die vorliegende Arbeit soll dabei das Verhalten und die Auswirkungen der Führungspersonen auf das Unternehmen, Mitarbeiter als auch Mitbewerber analysieren, indem die Führungspersonen nach christlichen Prinzipien und Werten agieren, handeln und Entscheidungen treffen. Dabei soll herausgefunden werden, inwiefern christliche Prinzipien einer Führungskraft ein Unternehmen explizit beeinflussen und ob durch diese der Erfolg steigt oder fällt.

Der Grund dafür, diese zwei Themen, Unternehmertum und Christentum, zu verbinden, ist meine langjährige und intensive Erfahrung und Auseinandersetzung mit dem Christentum, genauso wie mein jetziges Vorhaben ein eigenes Start-up gründen zu wollen. Deswegen soll sich diese Arbeit als Durchbruch positiv auf die Leser auswirken, als auch auf jetzige oder zukünftige Führungspersonen, durch andere noch eher unbekannte Managementtheorien sowie Führungsverhaltenstheorien, wie z.B. der christlichen Unternehmensführung auch „Servant Leadership“ genannt.

Diese Arbeit gibt zuerst einen Überblick zu den wesentlichen Begriffen des Unternehmertums als auch dem Christentum und deren Definition. Im theoretischen Hintergrund wird anschließend versucht den Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Religion als auch christliche Managementtheorien zu veranschaulichen, aus der sich im Vorfeld schon eine von mir gedachte Hypothese, in Bezug auf die Forschungsfrage, gefestigt hat:

„Es sind nur Christen oder in biblischen Worten ausgedrückt nur „neu geborene Menschen“ in der Lage einzig und richtig, christliche Werte vorzuleben und somit im Unternehmen zu implementieren.“

1.2 Fragestellung

Folgende Forschungsfragen sollen bearbeitet werden:

- Wie beeinflussen christliche Prinzipien einer Führungskraft das Management, die
-itarbeiter und den Wirtschaftserfolg eines Unternehmens?
- Kann Spiritualität einen besseren Unternehmenserfolg generieren?
- Wie wirken sich christliche Prinzipien auf die Sinnorientierung aller Beschäftigten im Unternehmen aus?

Der hauptsächliche Fokus in dieser Bachelorarbeit wird sich in der Hauptfrage befinden, gefolgt von den zwei Nebenfragen, die durch die qualitative Forschung empirisch erhoben wurden. Ziel ist es, die Forschungsfragen anhand von passender und aktueller Literatur zu beantworten und sie durch qualitative Interviews aus acht Unternehmensführern mit christlichem Hintergrund zu bestätigen und wenn notwendig, zu rekonstruieren. Dabei soll die Hypothese verifiziert und gegebenenfalls korrigiert werden. Die Arbeit ist eine zusammenführende Literaturarbeit, deren Quellen in Oxford-Zitierweise angegeben werden.

1.3 Begriffserklärung und -definition

Um die Hauptfragen dieser Arbeit, inwiefern christliche Prinzipien das Unternehmen verbessern und zum anderen, inwieweit Spiritualität im Unternehmen einen besseren Wirtschaftserfolg generiert genauso wie es die Sinnorientierung aller Beschäftigten im Unternehmen beeinflusst, nachgehen zu können, müssen im ersten Abschnitt die dafür notwendigen Begrifflichkeiten definiert werden.

1.3.1 Unternehmen

Zuerst wird partiell erläutert, was überhaupt ein Unternehmen ist. Dies wird folgendermaßen beschrieben: „Ein Unternehmen ist eine wirtschaftlich selbständige, gewinnorientierte Organisationseinheit, die mit Hilfe von Planungs- und Entscheidungsinstrumenten Markt- und Kapitalrisiken eingeht und sich zur Verfolgung des Unternehmenszweckes und der Unternehmensziele eines oder mehrerer Betriebe bedient.“ 1

Laut Gabler Wirtschafts-Enzyklopädie ist ein Unternehmen „ … eine wirtschaftlich- finanzielle und rechtliche Einheit, für die das erwerbswirtschaftliche Prinzip konstituierend ist – im Gegensatz zu öffentlichen Betrieben. Formales Merkmal ist in allen Fällen die Rechtsträgerschaft (z.B. GmbH, AG), durch die die wirtschaftlich-finanzielle Einheit überhaupt erst in seiner spezifischen Struktur der Eigentümerverhältnisse entsteht und durch einen Zweck definiert wird. Zur Erreichung seines Unternehmenszwecks und seiner Unternehmensziele bedient sich das Unternehmen einem, mehrerer oder auch keiner Betriebe.“ 2

1.3.2 Unternehmenskultur

Der Begriff „Unternehmenskultur“ beschreibt gemeinsame Werte, Normen und Einstellungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Mindmap Unternehmenskultur 3

Diese Abbildung lässt erkennen, dass die Unternehmenskultur das Unternehmen innen aber auch außen erreicht. Alle Mitglieder (Mitarbeiter sowie Dritte) tragen dazu bei, das Image des Unternehmens zu beeinflussen. Aus diesem Grund kann die Unternehmenskultur die Reputation des Unternehmens reflektieren. 4

Die Unternehmenskultur definiert den Lebensraum einer Organisation in der Ideen entstehen, Motivation gefördert, Zusammenarbeit unterstützt und Engagement ermutigt wird. In dieser selbst etablierten „Kultur“ sollen eigene Potentiale zur Entfaltung kommen, Anpassungsfähigkeitsvermögen gegenüber der Umwelt gewährleistet werden und Dynamiken oder Veränderungen leicht zu bewältigen sein. Demnach stellt die Unternehmenskultur eine Grundvoraussetzung zum Unternehmenserfolg, was mich zur nächsten Definition bringt. 5

1.3.3 Unternehmenserfolg

Der Unternehmenserfolg ist von jeder Unternehmerin und jedem Unternehmer erwünscht. Eine oder mehrere Personen gründen ein Unternehmen gemäß der Devise: „erfolgreich zu werden“. Das Wort „Unternehmenserfolg“ kann folgendes Verständnis darbieten: 6

„Unternehmenserfolg ist ein subjektiver Begriff, der zumindest die Dimensionen Gesellschaft, Geschäftsidee, Sinn, Mensch und Ökonomie umfasst. Eine objektive Feststellung, welche dieser oder weiterer Dimensionen relevant sind, ist unmöglich.“ - Andreas Zeuch

Der Unternehmenserfolg darf von jedem Unternehmen, Stakeholder oder Investor selbst definiert werden. Im Wesentlichen sind aber der Gewinn und das Maß des Unternehmenserfolgs von großer Wichtigkeit für verschiedene Gruppen von Personen wie Fremdkapitalgeber, Eigenkapitalgeber, Investoren und Mitarbeiter. Dieser Unternehmenserfolg wird auf zwei Arten, nämlich Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, ermittelt. 7

Diese reine finanzwirtschaftliche Betrachtung darf, wenn gewinnmaximierend; sprich durch Gewinn- und Verlustrechnung, indem die Erträge größer als die Aufwände sind, als Erfolg der Unternehmensaufgabe oder des Unternehmenszweck betrachtet werden. 8

1.3.4 Führungskraft/Leadership

Wenn man von Führungskraft spricht, dann spricht man von einem Verantwortungsträger. Sie ist der Organismus im Unternehmen, der versucht andere lebende Systeme zu beeinflussen (Verantwortungsebene – Hierarchie) und der einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das Unternehmen darstellt. Führungskräfte sind Personen, die für die Festlegung von kurz- und langfristigen Zielen und deren Ergebnisse verantwortlich sind. Leadership bedeutet aber mehr als nur Mitarbeiterführung. Es bedeutet ein Vorbild zu sein, Vertrauen aufzubauen, Ziele und Perspektiven zu vermitteln, für zwischenmenschliche Beziehungen und aber auch für Erfolge sorgen zu können. 9

Unzählige Theorien von verschiedenen Führungsstilen lassen sich dafür auffinden. Keine davon ist aber die einzig richtige Theorie, Erklärung oder Beschreibung von Führung. 10

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Mindmap Führungskräfte 11

Die Abbildung zeigt, dass die Führungskraft die höchsten Ebenen in einem Unternehmen (intern) besetzt. Somit beschäftigt sich eine Führungskraft mit 12 der Zukunft des Unternehmens und den Mitarbeitern. Sie entscheidet die Vision bzw. Richtung und formuliert die dafür notwendige Strategie, um das Ziel erfolgreich zu erreichen.

1.3.5 Christentum

Das Christentum ist die zweitälteste Weltreligion und ist aus dem Judentum hervorgegangen.

Die Geschichte beschreibt diese Religion folgendermaßen: „Das Christentum geht zurück auf Jesus von Nazareth, genannt Christus (= „der Gesalbte“). Er hat vor rund 2000 Jahren in Palästina gelebt und wurde dort zum Tode verurteilt und ans Kreuz geschlagen. Die Christen glauben, dass Jesus vom Tod auferstanden und der Sohn Gottes sei. Durch seinen Tod am Kreuz, so steht es in der Bibel, hat er die Menschen von ihrer Schuld im Leben erlöst.“ 13

In einem kurzen Satz beschreibt Duden das Christentum folgendermaßen: „auf Jesus Christus, sein Leben und seine Lehre gegründete Religion“. 14

1.3.5.1 Wer oder was ist ein Christ?

Der christliche Glaube, abgeleitet von dem Wort „Christus“, basiert auf einer persönlichen Beziehung zu Gott, indem man Jesus Christus in sein Leben einlädt. Das erklärt und verdeutlicht, gemäß der Bibel, das Johannes Evangelium, Kapitel 1, Vers 12 bis 13 (Neues Leben Übersetzung).15

„ Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. Das wurden sie nicht, weil sie zu einem auserwählten Volk gehörten, auch nicht durch menschliche Zeugung und Geburt. Dieses neue Leben gab ihnen allein Gott.“

1.3.5.2 Christliche Prinzipien und Werte

Ein „Christ“ zu sein hat nicht direkt etwas mit einem Lebensstil zu tun. Anders ausgedrückt hat „christlich“ etwas mit dem in mir lebenden Christus zu tun und nicht zu verwechseln mit Lebensansätze (nur) der Moral oder Mitmenschlichkeit.

„Man ist genauso wenig ein Christ, weil man in die Kirche geht, wie man ein Auto ist, weil man in einer Garage steht.“ - Albert Schweitzer

Die Bibel lehrt uns, dass im Kern des Christ-Seins der Glaube an Jesus Christus steht. Damit ist nicht der Glaube in Relation auf die Existenz von Jesus Christus gemeint, sondern das Vertrauen in ihm, dass er statt unser am Kreuz starb und von den Toten auferstanden ist. Somit begleitet einen Christen ein gewisser Lebensstil, der aus diesem Glauben, welcher sich als reale Beziehung zu Gott manifestiert, entspringt. Zu verstehen ist, dass Christen nicht fehlerlos sind oder bleiben, sondern dass ihr Leben sich anfängt zu verändern nach dem Ebenbild Gottes und zwar Tag für Tag. 16

„Von uns allen wurde der Schleier weggenommen, sodass wir die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel sehen können. Und der Geist des Herrn wirkt in uns, sodass wir ihm immer ähnlicher werden und immer stärker seine Herrlichkeit widerspiegeln.“ 17

Anhand der Bibel gibt es demnach verschiedene christliche Werte die ein Christ zu vorleben versucht. Sie basieren auf dem Wesen Gottes und dem Charakter seines Sohnes Jesus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Christliche Werte 18

1.3.6 Spiritualität

Eine einheitliche Definition für Spiritualität gibt es nicht. Sie trägt die Aufgabe, vor allem die großen Fragen des Lebens, zu stellen: Wer bin ich?; Woher komme ich?; Was ist meine „Schöfpungsaufgabe“? Jene Fragen, in Bezug auf die Spiritualität, handeln von Themen wie dem Leben, der Welt und „Gott“. Im Allgemeinen thematisiert die Spiritualität, wie man über sich selbst wachsen kann, sein volles Potential zu entfalten und die beste Version seiner selbst werden zu können. 19

Definieren kann man Spiritualität als den Schlüssel zur Freiheit oder den Weg zu uns selbst. Im Wesentlichen bezeichnet sie doch eine persönliche Bezugnahme zu „Gott“ oder gottähnliches Transzendentes. 20

„Wer außerhalb schaut, träumt; wer im Inneren schaut, erwacht.“ - Carl Jung 21

Laut Bruns et al. wird Spiritualität sofern verdeutlicht: „Spiritualität (lateinisch spiritus: Geist, Hauch) bedeutet im weitesten Sinne eine Form von Geistigkeit als Gegensatz zum rein rationalen Denken und einer materiellen Körperlichkeit. Jeder Mensch ist einer Natur nach spirituell (geistig), sofern er nach Sinn und Wert sucht. Spiritualität ist somit weder eine eigentlich esoterische noch religiöse Praktik, sondern eine grundlegende Dimension des Menschseins.“ 22

Laut dem Lexikon Strangl bedeutet Spiritualität „im weitesten Sinne eine Form von Geistigkeit als Gegensatz zum rein rationalen Denken und einer materiellen Körperlichkeit. Spiritualität bezeichnet nicht zuletzt den subjektiv erlebten Sinnhorizont, der sowohl innerhalb als auch außerhalb traditioneller Religiosität verortet sein kann und damit allen Menschen zu eigen ist. Spiritualität steht auch speziell für die gelebte Verbindung zum Formlosen, Göttlichen, Transzendenten oder Unendlichkeit und kann auch eine Art Lebenspraxis darstellen.“23

1.3.7 Sinnorientierung

Die Sinnorientierung wird von Viktor E. Frankl als ein Motivationskonzept beschrieben. Der Mensch erfährt einen Sinn, indem Werte realisiert werden. Es bedeutet das Realisieren des wichtigsten Wertes vor dem Hintergrund der Realität – etwas was den Menschen vorantreibt und Kraft gibt, Opfer zu bringen und auf andere Werte zu verzichten. 24

Viktor E. Frankl erklärt, dass der Mensch auf drei Wegen Sinn finden kann: „(a) etwas tun oder schaffen (Arbeitsfähigkeit, schöpferische Werte); (b) etwas erleben, jemanden lieben (Genussfähigkeit, Erlebniswerte); (c) einer „hoffnungslosen Situation“ mit der „rechten Einstellung und Haltung begegnen“ (Leidensfähigkeit, Einstellungswerte).“ 25

Als Sinnorientierung oder Sinn des Lebens beschreibt Wordbedeutung.info in einem kurzen Satz: „Urgrund der Existenz und Sinnhaftigkeit des Seins.“ 26

2 Theoretischer Hintergrund

Da nun die wichtigsten Begrifflichkeiten definiert wurden, möchte ich die theoretischen Ansätze, welche für die Forschungsfragen benötigt werden, beschreiben. Die theoretische Erläuterung wird damit anfangen, dass Wirtschaft und Ethik (Religion) – in diesem Fall das Christentum; genauer gesagt nur christliche Prinzipien bzw. Werte gegenüberstellt werden. Dabei wird die Wirtschaftsethik mit Monismus und Dualismus als verständnisbringender Unternehmensethik beschrieben. Zum Schluss werden in diesem Zusammenhang mögliche Managementtheorien mit christlichem Hintergrund verdeutlicht als auch mit ihren erfolgsversprechenden Faktoren.

2.1 Erläuterung der Theorie

2.1.1 Überblick von Wirtschaft und Religion

Max Weber gilt primär als Soziologe und ist der Auffassung, dass menschliches Handeln von verschiedenen Motiven geleitet werden kann. Ein Mensch handelt nach einem individuellen- und interessensorientierten Willen, aufgrund von gegebenen Wertevorstellungen oder schlicht und einfach aus Tradition. Die Geschichte, der soziale als auch der politische Kontext liefern dafür den Grundstein für menschliche Denksysteme und demnach Verhaltensweisen, genauso wie die Religion. Die Religion, unbedeutend welche, hatte schon immer einen starken Einfluss auf die soziale- und wirtschaftliche Gesellschaft und ihrer Entwicklung. 27

Der Geld- und Güterverkehr (= Wirtschaft) kann nur durch eine oder mehreren Personen entstehen. Mit anderen Worten resultiert die Wirtschaft aus Arbeit und kann ohne sie nicht bestehen. Da die Arbeit bzw. die Arbeitskräfte Menschen sind, erläutert Weber, dass diese in ihrer Einstellung und Lebensführung beeinflussbar sind. Früher, wenn heute nicht mehr, war es die Aufgabe der Kirche, den Menschen zu „formen“. Somit war die Art und Weise wie Arbeit ausgeübt wurde, von den Glaubensvorstellungen bzw. -dogmen geprägt und mit ihr auch die Wirtschaft. 28

Weber (2010) versuchte zu verstehen wie die protestantische Ethik den Kapitalismus, sprich die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, beeinflusst hat. Dazu nahm er Zusammenhänge zwischen ausgewählten christlichen Glaubensrichtungen, nämlich dem Luthertum, Calvinismus und Puritanismus, und der kapitalistischen Mentalität bzw. Einstellung heran. Aus den drei verschiedenen Glaubenssätzen rekonstruierte Weber die Lebensführung und Lebenspraxis, der von diesen religiösen Richtungen geprägten Menschen, in einem Begriff „innerweltliche Askese“ genannt. Laut Weber soll diese innerweltliche Askese für die Entwicklung des kapitalistischen „Geistes“ grundlegend sein und sich als unbestrittenes

Wirtschaftssystem bewähren. Mit kapitalistischem Geist soll das Streben nach Gewinn, die Rentabilität und der grenzenloser Erwerbstrieb verstanden werden. 29

Die religiösen Grundlagen der innerweltlichen Askese, mit denen sich Weber beschäftigt hat, bilden einen Berufsethos, eine Ethik, dieser von Menschen entstandenen Lebensstilen und damit, was als „Geist“ des Kapitalismus zu verstehen ist. Folgende Grundlagen werden hier zusammengeführt:

„Entscheidend aber für unsere Betrachtung war immer wieder, um es zu rekapitulieren, die bei allen Denominationen wiederkehrende Auffassung des religiösen „Gnadenstandes“ eben als eines Standes (status), welcher den Menschen von der Verworfenheit des Kreatürlichen, von der „Welt“, abscheidet, dessen Besitz aber — wie immer er nach der Dogmatik der betreffenden Denomination erlangt wurde — nicht durch irgendwelche magisch- sakramentalen Mittel oder durch Entlastung in der Beichte oder durch einzelne fromme Leistungen garantiert werden konnte, sondern nur durch die Bewährung in einem spezifisch gearteten von dem Lebensstil des „natürlichen“ Menschen unzweideutig verschiednen Wandel. Daraus folgte für den einzelnen der Antrieb zur methodischen Kontrolle seines Gnadenstandes in der Lebensführung und damit zu deren asketischer Durchdringung.“ 30

Es wird erklärt, dass die Lebensführung unter Gottes Willen, ein von Gott vorgeschriebener Selbstzweck des Lebens, die Berufsethik sei. Reichtum darf nur eine Frucht der Arbeit sein: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!“ 31

2.1.2 Wirtschaftsethik

Die Wirtschaftsethik ist in erster Linie eine philosophische Disziplin. Darin wird bewertet und analysiert, wie moralische Normen und Ideale unter den Bedingungen gesellschaftlicher und moderner Wirtschaft zustande kommen.32 Mit „Ethik“ oder auch „Moral“ wird zumeist die Analyse menschlichen Handels unter der Perspektive von „gut“ und „böse“ präsentiert. Das Zusammentreffen von Ethik und Wirtschaft (= Ökonomie) beschreibt die Normimplementierung – die Umsetzung von Regeln im sozialen Kontext.33

Darunter lassen sich zwei grundlegend verschiedene Theoriekonzepte auffinden: Dualismus und Monismus.

2.1.2.1 Dualismus

Im Dualismus wird Ökonomik und Ethik einander entgegengesetzt. Die Wirtschaftsethik beschreibt hier einen Zusammenhang zwischen Wirtschaft (wirtschaftlichem Handeln), welcher auf Erfolg, Effizienz und Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, und den moralischen bzw. ethischen Forderungen.34

Die Aufgabe und auch Schwierigkeit ist es, Moral und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig umzusetzen. Wobei die Moral der Wirtschaft höhergestellt werden sollte, als grundlegendes Prinzip, indem die „wahren“ Bedürfnisse des Menschen demnach immer Vorrang haben sollten. Die Forderungen von Wirtschaftsethik mit dualistischem Ansatz haben aber ihre Grenzen. Die zu erwartenden Zielkonflikte, aufgrund dieser zwei Perspektiven, lassen ein Unternehmen die Durchhaltbarkeit gegenüber Wettbewerbern aufgrund moralischer Forderungen verschlechtern. Das passiert nur, wenn das Unternehmen zugunsten der Moral auf die wirtschaftlichen Erfolgspotenziale verzichtet oder die Moral senkt, um Gewinnpotenziale auszunutzen. 35

2.1.2.2 Monismus

Beim Monismus werden Ethik und Ökonomik als jeweils zwei Seiten einer Medaille betrachtet. Sie erfasst die Ökonomik nicht als Gegensatz zur Ethik, sondern als Fortsetzung ihrer. Vielmehr wird hier das heutige moderne Verständnis der Wirtschaft berücksichtigt, indem die Besserstellung durch Marktwirtschaft und Wettbewerb als moralisch „gut“ empfunden wird. 36

Als allgemeine Ethik oder auch als „christliche“ Ethik wird jedem Einzelnen Vorteile und Interessenscharakter aus moralischen Regeln, zugesprochen. Die dazugehörige Ordnungsethik verlangt, dass diese „moralische Regeln“ in die Gesellschaft integriert werden und alle beteiligten Akteure, zumindest auf längere Sicht, bessergestellt werden. Als goldene Regel gilt in diesem Sinne: „Einzelne dürfen in Anbetracht moralischer Regeln profitieren; und auch wenn es andere schlechter stellt, sollen alle insgesamt einen Vorteil davon heranziehen.“ Beim Monismus ist jedoch zu beachten, dass kein Einziger ethischen und moralischen Regeln zustimmen wird, die sich hemmend auf die Akteure auswirken bzw. sie schlechter darstellen könnten. 37

2.1.3 Unternehmensethik

Die Unternehmensethik ist ein Teilbereich der Wirtschaftsethik, in der sich die „Ethik“ bzw.

„Moral“ mit den Fragen der Verantwortung von dem Unternehmen und der Mitarbeiter befasst. Genauer betrachtet werden der Unternehmensstruktur und Unternehmenskultur ethische Regeln zugesprochen. Die Bewältigung verschiedener Konflikte, wie z.B. Umweltverschmutzung, Politik, Korruption usw., stehen an erster Stelle als auch die Verantwortung der Erhöhung gesellschaftlicher Werte im Unternehmen aufgrund vom Einfluss ethischer Implementierung, die durch die Corporate Social Responsibility (CSR) getragen wird. 38

Laut Lütge und Uhl (2017) ist die Unternehmensethik Teil des Risikomanagements eines Unternehmens. Damit wird gemeint, dass moralische Fehlentscheidungen ein hohes Risiko und somit einen ersten Schaden im Unternehmen anrichten können. Genauso können sie sich aber positiv auf die Reputation des Unternehmens auswirken. 39

2.1.4 Corporate Social Responsibility

Corporate Social Responsibility, kurz „CSR“, beschreibt ein verantwortliches, unternehmerisches Handeln in den Bereichen Markt, Umwelt, bis hin zu den Beziehungen zu den Mitarbeitern (Arbeitsplatz) als auch Stakeholdern. Laut Carroll (1991) wird CSR als die Unternehmensstrategie definiert, die ethische Ansprüche und Grundsätze verdeutlicht. Sie ist ein Konzept, deren Grundlagen die sozialen Werte sind. 40

Carroll teilt diese gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in vier verschiedene Ebenen: 41

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Corporate Social Responsibility Pyramide 42

Die Abbildung zeigt eine Pyramide mit vier verschiedenen Verantwortungen:

- Ökonomische Verantwortung: Nach dem Gewinnmaximierungsprinzip beschreibt sie die unternehmerische Primäraufgabe, Güter und Dienstleistungen bereitzustellen. Sie gilt als die Basis und Voraussetzung für weitere Verantwortungen.

- Gesetzliche Verantwortung: Hier wird erwartet, dass sich Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Richtlinien bewegen und fungieren.

- Ethische Verantwortung: Sie definiert die Verhaltensweisen der „Ethik“ und „Moral“, die von der Gesellschaft gegeben und erwartet werden.

- Philanthropische Verantwortung: Das ist die Verantwortung als „gute Mitbürger“ sich dem sozialen Gesellschaftssystem anzupassen. Dazu werden alle Mitteln, monetär als auch nicht monetär, verstanden, welche ein Unternehmen zur (Ver-)Besserung der Gesellschaft beisteuern kann. 43

Carroll (1991) erklärt, dass die ersten beiden Ebenen in einem Unternehmen vorhanden sein müssen, da diese von der Gesellschaft unbedingt gefordert werden. Die dritte Ebene ist nicht notwendig, wird jedoch von der Gesellschaft erwartet. Die vierte Ebene ist vollkommen freiwillig, wird aber zumindest von der Gesellschaft erwünscht. 44 Der Anblick dieser Pyramide von Carroll erinnert und gleicht an die Maslow‘sche Bedürfnispyramide, welche auch stufenweise aufgebaut ist. Wie bei der Maslow‘sche Pyramide, geht man auch hier davon aus, dass alle Bedürfnisse immer gegenwärtig sind. Mit dem großen Unterschied, dass die philanthropische Verantwortung, die Spitze von Carroll‘s Pyramide nicht die wichtigste Ebene repräsentiert und mit anderen Worten kaum notwendig ist. 45 Andersrum ist bei der Maslow‘sche Bedürfnispyramide die oberste Ebene, das Bedürfnis der Selbstverwirklichung, die bedeutsamste Ebene. Diese kann nur erreicht werden, wenn die vorherigen Ebenen erfüllt sind bzw. erreicht wurden. 46

Die Verpflichtung des Unternehmens ist es, in seinem Entscheidungsprozess, neben traditionellen, wirtschaftlichen Gewinne, die angestrebt werden, das Sozialsystem so zu bewerten, um auch von den sozialen Vorteilen profitieren zu können. Diese soziale Verantwortung beginnt nach Carroll (1990) dort, wo das Gesetz endet. Diesbezüglich wird vorausgesetzt, dass ein Unternehmen nicht nur wirtschaftliche und rechtliche Verpflichtungen zu erfüllen hat, sondern auch soziale Pflichten erfüllen müsste bzw. sollte, die über diese Verpflichtungen hinausgehen.47

2.1.5 Unternehmensführung nach christlichen Prinzipien

In dieser Bachelorarbeit möchte ich erläutern, was für eine wichtige Rolle die nachhaltige Unternehmensführung verdeutlicht und wie sie einen nachhaltigen (diesbezüglichen) Unternehmenserfolg aufzeigen kann. Deswegen werde ich nicht auf die verschiedenen Ansätze von Führungsstilen eingehen, sondern nur auf einen ganz bestimmten; nämlich die sogenannte diakonische Unternehmensführung. Vorher möchte ich aber gewisse Managementtheorien und Prinzipien christlicher Ansichten erläutern, um voll und ganz die „diakonische Unternehmensführung“ verständlich zu machen.

2.1.5.1 Christliche Managementansätze

Eine „typische“ christliche Managementmethode als theoretischen Wirtschaftsansatz gibt es nicht wirklich, kann jedoch als so eine wie folgt erklärt werden. Grundsätzlich beschreibt ein „christlicher Führungsstil“ eine personifizierte christliche Werthaltung nach der man sein Unternehmen führt, es beeinflusst und der Öffentlichkeit, aber auch allen internen bzw. externen Angehörigen im Unternehmen aussetzt. Die christlichen Werte einer Führungsperson bzw. auch aus der Unternehmenskultur hervorgehend, sollen bestimmte Faktoren wie Erfolg, Geschäftsideal, Vision, Entscheidungsprozesse, Unternehmenscharakter usw., als sogenanntes Schlüsselkriterium bzw. Basis für das Unternehmertum beschreiben.48

In diesem Fall findet sich der Anknüpfungspunkt der Theologie besonders in der christlichen Ethik bzw. auch in der Berufsethik im Unternehmen wieder. Die Frage, die sich stellt, ist aber folgende: Ist eine aktive christliche Unternehmerorientierung nur auf die Ethik definierte Charakterisierung oder vielmehr eine Tätigkeit nach christlichem Ebenbild? Es wird erläutert, dass die Theologie des Christentums die Grundstrukturen eines Organisationswirkens so darzustellen hat, dass sie den weltlichen Anforderungen und Aufgaben mindestens gerecht werden können. Die theologisch-sozialethische Betrachtung genauso wie das wirtschaftliche Handeln haben Einflussfaktoren auf das Weltbild bzw. die Weltanschauung, in der sich die Theologie und die Wirtschaft aufgrund dieser Gemeinsamkeit zusammentreffen und eine Bindung zwischen der Unternehmensethik mit der christlichen Unternehmerorientierung erzeugen. Dabei zu betrachten sind die strukturellen und organisatorischen (= unternehmerischen) Werte, die von der Gesellschaft erwartet werden, jedoch sich mithilfe persönlicher Werte, Verantwortung und Orientierung aus theologischer Sicht ergänzen und demnach entsprechend als wertorientiertes Führungsverhalten bzw. Unternehmertum (frei) gestalten werden können. 49 Jene Werte müssen - auch bei Veränderungsprozesse der Organisationsstruktur – aufrecht bewahrt werden, um nämlich einen Unternehmenserfolg zu garantieren. Dabei ist zu verstehen, dass die Persönlichkeit der Führungskraft bzw. des Managers die Organisation des Unternehmens bestimmt. 50

Laut Kim et al. (2009) erfolgt das „Führen durch Werte“ aufgrund der Durchführung unternehmerischer Maßstäbe mit christlichen Werteidealen bzw. Überzeugungen. Der Einfluss von werteorientierter Führung soll drei Aspekte betreffen: Unternehmenswerte, Teamwerte und persönliche Werte. Diese drei Ebenen prägen wiederum den Charakter und das Image des Unternehmens und letztendlich auch den Unternehmenszweck. 51

2.1.5.2 Grundlagen der christlichen Prinzipien

Um den Prozess von christlichen Wertvorstellungen als Basis der Unternehmenskultur, -struktur, -ethik sowie das Führungshandeln im Unternehmen zu verdeutlichen, möchte ich vorher auf die theologischen Prinzipien aus der Bibel eingehen. Unbedingt zu verstehen ist, dass die christlichen Werte aus dem christlichen Glauben entspringen, welche ohne diesem Glauben ihrer Wirkung und Dauerhaftigkeit relativiert werden. 52

Das Wort Gottes fängt im Alten Testament aus dem zweiten Buch Mose, genannt Exodus, über die „Zehn Gebote“ zu sprechen an sowie über die vorgesehene Ordnung nach Gottes Plan und Willen, durch welche die christlichen Werte gegründet werden. Diese lassen sich kurz folgendermaßen verdeutlichen:

1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Götterbild machen.
2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen (missbrau- chen).
3. Du sollst den Feiertag (Sabbat) heiligen.
4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
5. Du sollst nicht morden.
6. Du sollst nicht ehebrechen.
7. Du sollst nicht stehlen.
8. Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen (nicht lügen).
9. Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren.
10. Du sollst nicht begehren, die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten gehört. 53

Laut dem neuen Testament, lassen sich diese „Zehn Gebote“ von Jesus Christus in zwei wesentliche Gebote zusammenfassen: „ E r aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ 54

Dazu gibt die Bibel als goldene Regel auch folgenden Bibeltext (Vers) wieder: „ A l l es nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ 55

Daraus lässt sich - wie auch in dem Kapitel 1.3.5 Christentum beschrieben wurde – eine klare „Moral“ bzw. „Ethik“ herauslesen, wie der Mensch seine Beziehung zu Gott und den Mitmenschen gestalten bzw. nicht gestalten soll. Diese christlichen Werte bzw. diese Ethik sind keine formellen oder strikt moralischen Prinzipien, sondern werden mehr als Gottes Willensoffenbarung für jeden Menschen verstanden. Die Heilige Schrift soll mehr als nur Regeln oder Prinzipien darstellen. Sie soll das Verständnis der Realität von Gott und Mensch und von der Bedeutung des Lebens - von all dem Dasein - erklären. Das Christentum beschreibt eine bestimmte Weltanschauung der Geschichte, der Politik, der Wissenschaft, des Sozialverhaltens und der Wirtschaftsethik. Jemand mit einem christlichen Verständnis kann nicht anders als für das Wohlergehen seiner Mitmenschen, der Welt und für sich selbst zu sorgen – demnach kann diese „Überzeugung“ für den Arbeitsplatz genauso verwendet werden. 56

Als christliche Werte zu mitmenschlichen Beziehungen am Arbeitsplatz basieren lt. Hanssmann (2010) folgende Aufzählungen nach Gottes Gesetz auf die Nächstenliebe und der Menschenwürde:

- Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit
- Schutz vor Instrumentalisierung
- innere Freiheit (frei von Opportunismus und Suche nach Anerkennung)
- Humanisierung des Managements
- Schutz vor körperlicher und seelischer Misshandlung (Einhaltung der Menschenrechte)
- Schutz von Leben und Gesundheit, Ehe und Familie und Achtung der Wahrheit dem Nächsten gegenüber
- Rücksicht
- Hilfsbereitschaft (eingebunden Verzichts- und Opferbereitschaft)
- Förderung (Entwicklung der Fähigkeit und Persönlichkeit)
- Unterstützung bei Problemen (beruflich und auch privat)
- Dankbarkeit gegenüber anderen
- Mitleid und Barmherzigkeit
- Unterordnung (Anerkennung einer höheren Autorität) 57

2.1.5.3 Christliche Werte als Erfolgsfaktor

Folgende Wertvorstellungen bzw. Prinzipien sollen lt. Hanssmann (2010) nach christlicher Ansicht wirtschaftlichen Erfolgspotentiale in einem Unternehmen aufgezeigt werden: a) Motivation, b) Mitarbeiterführung und Betriebsklima, c) Kreativität und Innovation, d) Materialismus und Geldgier. Nun möchte ich auf jedes einzelne Prinzip eingehen und verständnisvoll erläutern. 58

2.1.5.3.1 a) Motivation

Die von Max Weber beschriebene „protestantische Ethik“ zeigt hier - wie aus der früheren Zeit, als noch die Kirche den Menschen formte – eine Ansicht zur Motivation, die so nur von Gott gegeben werden konnte. 59 Der Mensch betrachtet seine Arbeit als eine Berufung Gottes (Sinnorientierung), die sie bzw. er in voller Verantwortung vor Gott erfüllt. Diese „Art“ von Motivation bewegte den Menschen, damals aber auch noch heute, die Arbeit voller Fleiß, Einsatz, Sorgfalt und Begeisterung auszuüben. Gott dient in dem Fall als „Motivations- Pusher“ mit der Ansicht, dass der Mensch etwas nicht unbedingt für sich selbst macht, sondern für Gott und somit gleichzeitig für die Umwelt und die Gesellschaft. 60

2.1.5.3.2 b) Mitarbeiterführung und Betriebsklima

Eine Führungsperson hat die Verantwortung, aber auch die Autorität die Organisationsstruktur oder -planung nach ihrer bzw. seiner Wertvorstellungen zu gestalten. Diese Ausübungsmacht beeinflusst das ganze Unternehmen und insbesondere die Mitarbeiter – das sogenannte Betriebsklima. Die Beziehung zwischen Führungspersonal und Mitarbeiter ist ein essenzieller, wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Demnach soll nach folgendem christlichen Prinzip vorgelebt werden: „Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst! Alles was wir uns von anderen wünschen, wollen wir auch selbst tun.“ Als Führungsperson obliegt es der Notwendigkeit und Erwartung das Betriebsklima positiv zu beeinflussen, indem kein autoritärer, sondern ein dienender und fördernder Führungsstil zum Einsatz kommt, das sogenannte „Servant Leadership“. 61

2.1.5.3.3 c) Kreativität und Innovation

Jedes Unternehmen definiert für den Erfolg ein hohes Maß an Kreativitäts- und Innovationsvermögen, da sie die wirtschaftliche Leistung am Arbeitsplatz fördern kann. Nun beschreibt Millendorfer (vgl. Hanssmann 2010), dass die Missachtung der „Zehn Gebote“, besonders auf sexuellem Gebiet, die Kreativität beeinflusst. Das Prinzip bzw. die Weltanschauung einer transzendentalen Distanz zu bestimmten Dingen könnte zusätzlich das „Inspirationsvermögen“ steigern. „Christen“ definieren ihr Handeln nicht aus gutgläubiger

Moral, sondern dadurch, dass „Christen“ in erster Linie glauben. Der Glaube nicht von dieser Welt zu sein und somit innerlich einen gewissen Abstand zu allem hier zu erschaffen, kann die Kreativität intensivieren. 62

2.1.5.3.4 d) Materialismus und Geldgier

Die Ansätze des Materialismus und der Geldgier können für Unternehmerinnen und Unternehmer als Antriebskraft für Erfolg aber auch als Motiv für Misserfolg verantwortlich sein. Wenn Unternehmerinnen und Unternehmer nur von der Geldgier bzw. dem Gewinn beherrscht werden, dann würden der Wirtschaft teure Produkte, wenig Kaufkraft, eine ungünstige Lohn-Preis-Spirale gefolgt von Inflation bevorstehen und somit einen wirtschaftlichen Misserfolg oder einen wirtschaftlichen Abschwung bedeuten. Der Materialismus und die Geldgier werden als negative Werte wahrgenommen und schaden langfristig gesehen dem Unternehmen und auch der Wirtschaft. 63

2.1.5.4 Diakonische Unternehmensführung

Die „Diakonische Unternehmensführung“ bedeutet der Dienst an Hilfsbedürftige und Dienst am Menschen im kirchlichen Rahmen. Sie weist ein Führungshandeln nach dem Vorbild Jesu Christi auf. Demnach verdeutlicht eine „diakonische“ Unternehmensführung einen Führungsstil gebildet auf den christlichen Glauben, christlichen Werten und praktizierender Nächstenliebe. Sie beschreibt nichts anderes als eine theologische und wirtschaftliche Untersuchung bzw. Herangehensweise anfangend von der Unternehmenskultur, dem Führungsstil bis hin zu den Entscheidungsprozessen. 64

Charakteristisch zur Unternehmenskultur gibt es nach der originalen Abbildung von Schein ein von Hofmann (2008) angepasster „Eisberg“ nach diakonischem Prinzip. 65

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Wasserlilie nach Hofman (diakonische Unternehmenskultur) 66

Diese diakonische Unternehmenskultur von Hofmann verdeutlicht, genau wie von Schein, drei Ebenen, geteilt in unsichtbaren, teilweise sichtbaren bis hin zu ganz sichtbaren und bewussten Normen bzw. Werten eines Unternehmens.67 Wie in dieser Abbildung angezeigt wird, besteht die Grundlage einer diakonischen Unternehmenskultur im christlichen Glauben bis hin zur eigentlichen Anpassung und Handlungstätigkeit ihrer. Als ein „Ritual“ – in der sichtbaren Ebene - kann z.B. die Implementierung von Gebetszeit verstanden werden, auch wenn sie nicht immer einen direkten „christlichen“ Wertebezug haben muss.

Die Unternehmenskultur wird meist von der Persönlichkeit der Führungsperson geprägt und dient als Basis der direkten aber auch indirekten Motivationsquelle für Mitarbeiter und soll somit einen bestimmten Führungsstil schon vorprogrammiert haben, nämlich den in dieser Arbeit zu erklärenden „Servant Leadership“. 68

2.1.5.4.1 Servant Leadership

Der sogenannte „Servant“ Leadership - auf Deutsch „dienender“ Führungsstil - soll nach christlichem Verständnis und nach christlichen Werten ein passendes Führungsmodell für das Unternehmertum beschreiben. Dieses Modell, welches in der USA schon seit mehr als 40 Jahren seine Wirkung unternehmerisch illustriert, basiert rein auf neutestamentlichen Texten und versucht die Motive bzw. Inhalte nach Jesu Christi seinen Führungsprinzipien anzusetzen. Den Mitarbeitern dieses Modell vorzuleben ist wichtig. 69 Der „dienende Führungsstil“ geht auf Robert K. Greenleaf zurück – einen amerikanischen Manager und Unternehmensberater. Laut seiner jahrelangen Erfahrung in der Management- und Organisationsentwicklung, kam er zu folgender Erkenntnis des richtigen Führungsstils:

„… the central meaning of this story is that great leaders must first serve others, and that this simple fact is central to his or her greatness. True Leadership emerges from those who primary motivation is a desire to help others.“ - Robert K. Greenleaf

Ein „Servant Leader“ ist zuerst Diener und muss dafür sorgen, dass für die wichtigsten Bedürfnisse anderer gesorgt wird genauso wie dafür zu sorgen ist, dass Gerechtigkeit herrscht. Greenleaf ist folgender Auffassung: „Unternehmen sollen lernen den Mitarbeitenden, Kunden und der Gesellschaft zu dienen – das ist der einzige Weg den gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden.“ 70

Eine Studie hat gezeigt, dass der „Servant Leadership“ von Greenleaf viel Freiraum für Interpretation offen lässt – Definitionen lassen sich in verschiedenster Weise illustrieren. Spears und Lawrence (2002) versuchen als Erste die Idee von Greenleaf in ein Modell nach wissenschaftlichem Wert umzusetzen. Daraus entstehen zehn Merkmale des Führungsstils nach Greenleaf: (1) Zuhören – Hervorhebung der Kommunikation, (2) Empathie – Akzeptanz und Verständnis, (3) Heilung – die Fähigkeit Hilfe anzubieten, (4) Wahrnehmung – wach sein, (5) Überzeugung – die Fähigkeit mit Argumenten zu beeinflussen, (6) Konzeptualisierung – zukunftsorientiert denken, (7) Voraussicht – vorhersehen der Ergebnisse bestimmter Situationen, (8) Verantwortungsbewusstsein – vertrauenswürdig sein und den Bedürfnissen anderer dienen, (9) Engagement – Förderung von persönlichem, beruflichem und spirituellem Wachstum, (10) Aufbau einer Gemeinschaft. 71

Die von Russell und Stone (2000) erläuterte „Servant Leadership“ Theorie versucht die we- sentlichsten Elemente der dienenden Führung genau anzuführen. Die verschiedenen Attribute solcher Führungspersonen schließen ein: (1) Vision, (2) Glaubwürdigkeit, (3) Vertrauen, (4) Bedienung, (5) Modellbildung, (6) Pionierarbeit, (7) Wertschätzung anderer und Empowerment. 72

Die von Spears und Lawrence (2002) und Russell und Stone (2000) definierten Merkmale eines „Servant Leadership“ Stils verdeutlichen schlicht und einfach „Werte“. Das Konzept bzw. Modell der dienenden Führung fundiert auf einheitlichen Werten – nämlich Demut und Respekt für andere. Die persönlichen Werte einer Führungskraft, wie Ehrlichkeit und Integrität, spielen eine wichtige Rolle bei der Erschaffung von Vertrauen zwischen dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wiederum zeigt das Prinzip der Wertschätzung für andere ein gewisses Maß an Liebe, Empathie und Ermutigung. Insgesamt sollen aus persönlichen und organisatorischen Werten Gleichheit und Liebe zu anderen Menschen ausgeübt werden.73

Jener Faktor, welcher das moralische Denken und das persönliche Verhalten von Führungskräften beeinflusst, sind wie schon erwähnt „Werte“. Ein bestimmtes Wertesystem führt zu einer bestimmten Einstellung bzw. Eigenschaft, die wiederum ein bestimmtes Verhalten einer Führungsperson aufzeigen kann. Laut England und Lee (1974) beeinflussen Werte (1) die Wahrnehmung von Situationen, (2) die Lösungsfindung bei Problemen, (3) die zwischenmenschlichen Bereiche, (4) die Wahrnehmung des Einzelnen und die organisatorische Erfolge, (5) die Führungsleistung, (6) die Unterscheidungsmöglichkeit zwischen ethischem und unethischem Verhalten und (7) das Ausmaß inwieweit Führungskräfte organisatorischen Druck ablehnen oder akzeptieren. Die Entwicklung dieser Werte wird von dem sozialen Kontext, nationaler oder regionaler Kultur und der Familie beeinflusst. 74 Um beständige Führungspotenziale im Unternehmen etablieren zu können, sollen Führungskräfte die Werte ihres persönlichen Glaubenssystems und dann auch ihrer Organisation gründlich revidieren. Im Vergleich zum „Servant Leadership“ wird es möglich sein den Unterschied zur Macht(-führung) und einem dienendem Führungsverhalten zu erkennen. 75

Demnach wird der „Servant Leadership“ als moderne Führungstheorie angesehen, welcher zwischenmenschliche Arbeitsbeziehung und das organisatorische Leben positiv verändern kann. Russell und Gregory (2002) beschreiben dazu ein Modell, welches aus einem Wertesystem (Core Beliefs) und unabhängigen Variablen (Independent Variables) genauso wie abhängigen Variablen (Dependent Variables) eines „Servant Leaders“ besteht. Sie bestimmen die Wirksamkeit und Ausprägung der dienenden Führung. Dadurch wird die ganze Organisationskultur (Organizational Culture) bis hin zur Einstellung des Mitarbeiters (Employee Attidues) und letztendlich die organisatorische Leistung (Organizational Performance) des Unternehmens beeinflusst. Wie folgende Abbildung anzeigt, verkörpern die

Bereiche „Values“ und „Moderating Variables“ die Grundlage des „Servant Leadership“ Stils. Zudem ist zu erkennen, dass folglich die anderen vier Bereiche, ausgehend vom Bereich „Servant Leadership“, der die vorgegebenen Werte definiert, alle anderen Segmente „Organizational Culture“, „Employee Attitudes“ und „Organizational Performance“ aufbauend aber auch rückwirkend auf die Werte bzw. Normen des „Servant Leadership“ Stils Einfluss ausüben können. Somit können von der organisatorischen Leistung die Werte eines „Servant Leadership“ illustriert und falls möglich verbessert werden. 76

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Servant Leadership 77

2.1.6 Spiritualität in der Unternehmensführung

Es gilt zu beachten, dass die diakonische Unternehmensführung keine gutherzige

Frömmigkeit in der Entscheidungsqualität begründen möchte. Die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmers soll mit der Professionalität und der Christlichkeit gleichbedeutend sein und wesentlich viel an Wert haben. Durch das Vorleben von christlichen Werten und der Spiritualität, lt. Schoenauer (2012): „(1)Vergewisserung des eigenen Glaubens, (2) Stärkung für die täglichen Herausforderungen, (3) Ermutigung zu tätiger Nächstenliebe, (4) tägliche Reflexion darüber, was die Beziehung zu Gott, zu meinen Mitmenschen und zu mir selbst hindert und was sie fördert“, ist es schaffbar diese drei genannten Dimensionen der Wirtschaftlichkeit, Professionalität und Christlichkeit zusammenzuhalten und zur Entfaltung freizugeben. 78 Laut Raschzok (2010) wird mit implementierter Spiritualität in einem Unternehmen mehr als nur eine christliche Unternehmenskultur verstanden, sondern viel mehr als das und zwar eine gottesdienstliche Lebenskultur. Hierbei wird Wert daraufgelegt, den Mitarbeitern eine geistliche Schulung anzubieten als auch Gebetskreise oder christliche Rituale Freiraum zu gewähren.79

3 Methodik

In diesem Kapitel wird erklärt, wie ich bei meiner Forschung vorangegangen bin, um ein Ergebnis zu erzielen. Dazu wird hier erklärt, welche Methode ich dafür verwendet habe und genauso, warum ich eine bestimmte Methode ausgewählt habe, um die Hypothese zu testen und auch, um die Antwort auf die Forschungsfragen zu finden. Zusätzlich soll dieses Kapitel alle Datenerhebungen inklusive der dafür analysierten Auswertungen beinhalten, als auch den Interviewleitfaden in seiner gegliederten Form.

3.1 Datenerhebung

Die Datenerhebung für die forschungsrelevanten Fragen wurde nur anhand qualitativer Forschung erhoben, ohne einer quantitativen Forschung oder einer Kombination von qualitativ und quantitativ (oder einem Methoden-Mix). Die qualitative Forschung beinhaltet verschiedenste Herangehensweisen wie z.B.: Interviews, Einzelfallanalysen und qualitative Beobachtungsmethoden. Das Hauptaugenmerk für diese Methode liegt in der Offenheit und Flexibilität im Forschungsprozess, zwischen dem Interviewer und Interviewten, welche zu neuen Entdeckungen und Sachverhalten führen kann. Damit wird es möglich, subjektive Sichtweisen der Zielgruppe zu erfassen. Deswegen liegt das Ziel der qualitativen Forschung in der Exploration von noch nicht bekannten (erforschten) Phänomenen, welche sich dann in neue Theorien und Modelle weiterentwickeln lassen könnten. 80

In einfachen Worten ausgedrückt, beschreibt die qualitative Forschung beispielsweise ein offenes Treffen mit den Probanden, um Material zu produzieren, das für Forschungszwecke verwendet wird. Demnach befasst sich die qualitative Datenanalyse hauptsächlich mit der Analyse von Gesprächen und Texten. Aus diesem Grund wurde auch die qualitative Forschung mit semi-strukturierten Interviews an jedem Probanden ausgeführt. Mir war es sehr wichtig die wahren Gründe und Auswirkungen von implementierten Prinzipien und Ansätzen christlicher Natur in einem Unternehmen herauszufinden und zu analysieren. 81

Die Analyse qualitativer Daten kann verschiedene Formen annehmen und zwar iterativ, induktiv oder forscherzentriert. Die iterative Analyse beschreibt eine Methode bei der die Datenerfassung und die Datenanalyse nebeneinander stattfinden. Hier handelt es sich noch um einen zu entwickelnden Prozess. In der induktiven Analyse wird in der Regel versucht aus der detaillierteren Untersuchung auf eine abstraktere und allgemeinere Aussage über das Thema zu gelangen. Zu guter Letzt geht es in der forscherzentrierten Analyse darum, dass die Werte und Erfahrungen des Forschers, einen signifikanten Einfluss auf die Analyse beziehen. Ich habe mich bei meiner qualitativen Forschung mit der induktiven Analyse, auch Grounded Theory, befasst. Die „Grounded Theory“ beschreibt genauer gesehen die Ableitung von Konzepten und Theorien die in den Daten enthaltene Bedeutung erfassen. 82

Bei den Probanden handelt es sich um Geschäftsführer mit christlichen Lebensstilen und Prinzipien. Das bedeutet, dass ich als konkrete Datenerhebungsmethode Experteninterviews durchgeführt habe. Die untersuchten Personen wurden willentlich so ausgewählt, um ein genaues Ergebnis des Themas zu erhalten. Soll heißen, Experten haben die Aufgaben dem Forscher ihr spezifisches Wissen über die Situation und Prozesse im genannten, sozialen Kontext zur Verfügung zu stellen. 83

3.2 Vorteile der verwendeten Methode

Zu den Vorteilen der qualitativen Forschung zählt, dass der Forscher einen großen Umfang von detailreichen Daten erhält. Somit ist es viel einfacher Hypothesen und Theorien aufgrund von gezielten Antworten der Probanden zu entwickeln und überhaupt zu entdecken. Durch die Dynamik, die in Gesprächen entstehen, ist es außerdem möglich komplexe soziale Situationen besser nachzuvollziehen und somit kaum Spielraum für Interpretation offen zu lassen. Die qualitative Analyse ermöglicht es dem Gespräch, dass mehr als eine Erklärung gültig und notwendig ist.84

Daraus ergibt sich folgender Vorteil der Toleranz gegenüber Mehrdeutigkeit, aber auch in Wiedersprüchen. Nur die qualitative Forschung kann die Sicherheit und/oder Unsicherheit des Probanden vorzeigen. Demnach steht die Sicht des Betroffenen im Mittelpunkt des Interesses. Die gesamten Daten und die Analysen haben somit ihre Wurzeln aus der sozialen Existenz des Betroffenen. Der Forscher darf sichergehen, dass die Theorien und die Beschreibungen des Interviewten in der Realität begründet sind. 85

3.3 Sampling

Um die theoretischen Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine bestimmte Gruppe nur aus Geschäftsführern ausgewählt, mit der die schon beschriebenen Theorien bzw. Konzepte in der theoretischen Überlegung als Grundlage der Forschungsfrage für die qualitativen Interviews im Vorhinein schon bestimmt wurden. Zur Erinnerung waren die Forschungsfragen folgende:

- Wie beeinflussen christliche Prinzipien einer Führungskraft das Management, die Mitarbeiter und den Wirtschaftserfolg eines Unternehmens?
- Kann Spiritualität einen besseren Unternehmenserfolg generieren?
- Wie wirken sich christliche Prinzipien auf die Sinnorientierung aller Beschäftigten im Unternehmen aus?

Es wurde somit auf das theoretische Sampling zugegriffen, um den Zusammenhang der christlichen Prinzipien mit dem Unternehmenserfolg zu verdeutlichen, wenn auch zu beweisen. Dabei wurden gezielt nur Geschäftsführer von selbstständigen Unternehmen von Klein- und Mittel- bis sogar Großunternehmen ausgewählt, die christliche Werte vorleben und auch im Unternehmen direkt oder indirekt implementieren. Aus Kreisen wie dem Full Gospel Business Men's Fellowship International, kurz FGBMFI Chapter in Linz, habe ich die notwendigen Kontakte zu christlichen Unternehmensführern knüpfen können. Die Auswahl der Probanden war in keinster Weise von mir beeinflusst, sondern ergab sich aus zufälligem Geschehen.

Die folgende Tabelle listet die interviewten Probanden mit ihren Merkmalen auf. Die Probanden haben der Veröffentlichung ihrer Namen inklusive ihres Unternehmens bzw. ihrer Organisation, für diese Bachelorarbeit, zugestimmt. 86

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Daten der interviewten Personen 87

3.4 Interview

Die Aufgabe der Interviews war es einen Vergleich zum theoretischen Konzept christlicher Werte und Prinzipien im Unternehmen und der tatsächlichen Praxis darzustellen. Das Ziel war es herauszufinden, ob der Unternehmenserfolg durch die Implementierung christlicher Herangehensweisen steigt oder fällt. Die Interviews wurden somit nur mit Geschäftsführern gehalten, die einen fundiert, starken christlichen Lebensstil vorzeigen und vorzuleben versuchen.

Es ist gut erkennbar, dass in den qualitativen Interviews versucht wurde, Fragen aller Aspekte im Unternehmen, die von einem christlichem Wertesystem betroffen werden, gezielt zu stellen. Die Art und Weise der Interviews waren gänzlich offene Fragen, woraus sich immer ein Gespräch, ein Dialog zwischen Interviewer und dem Interviewten herauskristallisiert hat.

Gliederung des Interviewleitfadens:

1. Begrüßung und Danksagung für das Interview. Kurze Einleitung zum Thema und zur eigenen Person.
2. Indiskrete Fragen:

a. Name
b. Alter
c. Ausbildung

2. Fragen zum Unternehmer und Unternehmen

a. Derzeitige Position im Unternehmen und Aufgabenbereich
b. Kurzvorstellung des Unternehmens

i. Tätigkeitsbereich und Ziel des Unternehmens

3. Einstiegsfrage: Forschungsfrage noch einmal gestellt mit Augenmerk auf das „Christ- Sein“

a. „Wie lange sind Sie schon Christ?“ oder „Seit wann würden Sie sich als Christ bezeichnen?“

i. Gibt es eine Geschichte dazu?

4. Fragen zur Unternehmensführung

a. Sagt Ihnen der Begriff „diakonische Unternehmensführung“ etwas?

i. Wenn ja, was sagen Sie zu einer Unternehmensführung aufgebaut auf biblisch- theologischen Grundsätzen?

b. Inwiefern versuchen Sie das Unternehmen christlich zu führen?

5. Fragen zu christlichen Ansätzen und Prinzipien im Unternehmen

a. Inwiefern haben Sie christliche Ansätze und Prinzipien in Ihrem Unternehmen implementiert?

i. Falls christliche Werte je wichtig waren – seit wann wurden diese in Ihrer Unternehmenskultur eingeführt?

6. Fragen zu den Mitarbeitern

a. Wie wird eine christliche Unternehmenskultur von den Mitarbeitern empfunden?

b. Wie wird eine christliche Unternehmenskultur beziehungsweise ein christlicher Wertesystem von Mitarbeitern anderer religiöser Bekenntnis aufgenommen?

7. Fragen zum Erfolg des Unternehmens

a. Würden Sie sagen, dass der Unternehmenserfolg dadurch steigt?

b. Erkennen Sie einen Unterschied zu Ihrer jetzigen christlichen Unternehmensführung und der vorherigen nicht christlichen Unternehmensführung? (Arbeitsklima, Finanzen, Vision, Motivation, etc.)

c. Würden Sie sagen, dass die sich Sinnorientierung durch die Implementierung christlicher Werte und Prinzipien im ganzen Unternehmen verbessert hat bzw. gestiegen ist? (Human Ressource, Strategie, Vision, Erfolg, etc.)

8. Spirituell gerichtete Fragen

a. Was hat Sie dazu bewegt Ihr Unternehmen in Gottes Hand zu legen?

b. Was bedeutet es für Sie persönlich das Unternehmen christlich bzw. spirituell zu führen?

c. Würden Sie zu den bis jetzt genannten Beispielen sonst noch etwas einführen, um Ihr Unternehmen noch spiritueller auszurichten?

d. Inwiefern und worin würden Sie sagen unterscheidet sich ihr Unternehmen von anderen?

9. Zusammenfassung und Konklusion des Interviewten

Hier werden die Kernpunkte und das Wiederspiegeln des schon gesagten in einem Dialog mit dem Interviewer wiederholt und hervorgehoben.

3.5 Datenanalyse

Für die Forschungsfrage wurden alle acht Interviews vollständig transkribiert und qualitativ analysiert. Anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2019) wurden die Texte und das Kommunikationsmaterial strukturiert ausgewertet und skaliert. Die zusammenfassende Inhaltsanalyse wurde in diesem Fall angewandt, indem das Material überschaubar und spezifisch zusammengefasst wurde, um die wesentlichen Inhalte am besten zu verdeutlichen.88

Zur besseren Datenanalyse wird ein Kategoriesystem gebildet mit Kategorien und auch Unterkategorien, indem darin Schritt für Schritt beschrieben wird, wie sich der Forschungsprozess bewährt hat. Dabei werden direkte Zitate aus den relevanten, transkribierten Aussagen in den jeweiligen Kategorien betont. Nicht relevante bzw. nicht verständliche Aussagen im Zitat werden mit *...* ausgeklammert. Weiters wurden nur dann Veränderungen am Text vorgenommen, wenn Akzente, Dialekte oder auch Wortwiederholungen wie Zwischentöne (z.B. „ähm“) zu einer Missinterpretation führen könnten.

Diese strukturierten Ansätze sind äußerst wichtig, um die Qualitätskriterien einer qualitativen Forschung zu gewährleisten und letztendlich die Antwort und somit das Ergebnis der Forschungsfrage unverfälscht bzw. logisch nachvollziehen zu können und sie zu verstehen. Zum Schluss werden die Ergebnisse der Datenanalyse mit den theoretischen Ansätzen bzw. mit den Konzepten miteinander verglichen und bewertet. 89

3.6 Kategoriebildung

Aus der Sicht von Gläser und Laudel (2010) lassen sich zwei verschiedene Möglichkeiten der Kategoriebildung (K) demonstrieren. Die sogenannte deduktive und induktive Kategoriebildung. Es wird bei beiden Arten eine kontrollierte und regelgeleitete Vorgehensweise verstanden. Dadurch kann das gesamte Kategoriensystem in Bezug auf die Fragestellung (deduktiv) und auch auf die einbezogene Theorie (induktiv) definiert werden. Hierbei wurde aber auch spezifisch darauf geachtet (induktiv), die Textelemente in ihrem inhaltlichen wichtigsten Kern übersichtlich zusammenzufassen. 90 Folgende Kategorien haben sich daraus gebildet:

K1 – Bedeutung des „Christlichen“

K2 – Betrachtungsweise der christlichen Unternehmensführung

K3 – Christliche Prinzipien und Ansätze im Unternehmen

K3.1 – Spiritualität im Unternehmen

K4 – Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

K5 – Erfolg durch christliches Wertesystem

K5.1 – Einfluss auf die Sinnorientierung im Unternehmen

K6 – Persönliches Empfinden

Beschreibung der einzelnen Kategorien:

K 1 – Bedeutung des „Christlichen“

Das Interview fängt damit an, die „Bedeutung des Christlichen“ jedes Einzelnen zu verdeutlichen. Das sogenannte „Christliche“ zeigt seine Auswirkung und Einfluss auf das ganze Interview und definiert schon im Voraus ein spezifisches „biblisches“ Verhalten.

K 2 – Betrachtungsweise einer christlichen Unternehmensführung

In dieser Kategorie werden verschiedene Sichtweisen einer Unternehmensführung mit biblisch-theologischen Grundsätzen erklärt. Es wird auch erklärt, in welcher Art und Weise versucht wird, das Unternehmen christlich zu führen.

K 3 – Christliche Prinzipien und Ansätze im Unternehmen

K 3.1 – Spiritualität im Unternehmen

Diese Kategorie spricht allgemein über ein möglicherweise zutreffendes Ereignis, der christlichen Prinzipien und Ansätze in einem Unternehmen. Sie beschreibt dazu in der

Unterkategorie, welchen Effekt oder welche Auswirkung die Spiritualität im Unternehmen haben kann.

K 4 – Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

In dieser Kategorie wird untersucht wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, derselben aber auch anderer religiöser Bekenntnis, ein christliches Wertesystem, angesetzt von der Führungskraft, empfinden und darauf reagieren.

K 5 – Erfolg durch christliches Wertesystem

K 5.1 – Einfluss auf die Sinnorientierung im Unternehmen

Diese Kategorie ist der Höhepunkt des Interviews, worin gemessen wird, inwiefern der Erfolg durch eine christliche Unternehmensführung wachsen kann. Sie meint damit den Unternehmenserfolg als Ganzes (Strategie, Vision, Arbeitsklima, Finanzen, Human Resource, etc.) und versucht in der Unterkategorie den christlichen Einfluss auf die Sinnorientierung im Unternehmen festzustellen.

K 6 – Persönliches Empfinden

Zum Abschluss beschreibt diese Kategorie das persönliche Empfinden des Befragten über dieses Thema. Ganz besonders mit Augenmerk auf die Gründe der Probanden - ein christliches Wertesystem mit der Wirtschaft zu verbinden.

4 Resultate und Diskussion

4.1 K1 – Bedeutung des „Christlichen“

Die Interviews zeigen, dass alle acht Probanden eine Lebensgeschichte zu erzählen haben, die aufzeigt, wie sie zu Gott gefunden haben und wie er ihr Leben radikal ins Bessere bewegt hat. Das „Christ-Sein“ wird von allen Probanden immer wieder in einem klaren Satz definiert: „eine Begegnung mit Jesus Christus zu haben.“

„...ich war da bei einer Veranstaltung in einem Hotel, Schloss Pichlarn. Da war ein Unter- nehmer, der selbst Christ war und dort habe ich die Entscheidung für Jesus getroffen und da habe ich begonnen mein Denken und mein Herz mit dem Wort Gottes zu verändern. Das war der Beginn der größten Veränderung in meinem Leben.“ (Transkript, Wimberger)

„Ich habe am 10. Dezember 93 diese Entscheidung getroffen, wo ich einfach Jesus Christus als meinen Herrn und Erlöser in meinem Leben eingeladen habe – dass er der Herr meines Lebens sein soll und das war dann so spürbar, in mir so spürbar – das kann man nicht beschreiben was da passiert, das kann nur einer beschreiben der es selber erlebt hat – oder der kann es verstehen. Aber da ist einfach eine spürbare Veränderung in mir und ab dem Zeitpunkt war ich nicht mehr derselbe. Und da hab ich immer mehr die Führung Gottes erlebt. (Transkript, Peham)

Diese Begegnung oder anders formuliert diese Entscheidung Jesus Christus zu folgen, steht über allem anderen. Somit werden mit der Bedeutung des „Christlichen“ nicht nur Prinzipien oder Ansätze verbunden, sondern auch eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus und das durch den Glauben. Im Mittelpunkt steht somit Jesus Christus – alle positiven Auswirkungen, alle Prinzipien oder jener Lebensstil als „Christ“ entspringen aus der Beziehung zu ihm, wie Peham und Achleitner erläutern:

„Das Einzige, wofür es sich loht zu leben, ist wirklich den Plan den Gott für mich hat, zu leben. Weil alles andere hat nichts mit dem Leben zu tun – das ist maximal eine Existenzqualität aber keine Lebensqualität. Das war für mich diese krasse Wandlung und Unterschied.“ (Transkript, Peham)

„Ich war katholisch aufgewachsen – war da Administrant – das war so – das war kein Glaube, kein christlicher Glaube so wie ich es jetzt verstehe, sondern es war Kirche und nicht mehr – und da war auch nicht die Erfüllung da.“ (Transkript-Achleitner)

Das “Christliche” wird von allen Probanden nicht als Religion aka ein Lebensstil von Regeln, Pflichten und Bräuchen geleitet, sondern als ein Lebensstil geprägt von Gottes Gnade bezeichnet. Der Ausdruck Religion als Sammelbegriff darf nicht mit dem von Jesus Christus veränderten Menschen gleichgestellt werden. Um ein Nachfolger Jesus Christi zu sein oder im herkömmlichen Sinne religiös zu sein, werden als zwei verschiedene Sachen verstanden. Schmidt nimmt mit folgender Aussage darauf Bezug:

„ Die Bezeichnung Christ finde ich klassifizierend und eher religiös. Ich glaube nicht das Je- sus Christen hervorbringen wollte, sondern einfach Menschen die ihm glauben und einer tie- fen Beziehung zu ihm in ihrem Leben Raum geben.“ (Transkript-Schmidt)

Ein Christ zu sein, wird von Achleitner und Wimberger, als eine Entwicklungsphase beschrieben, die ein Leben lang andauert. Diese beschreibt einen Lebensstil, der die Gemeinschaft zu anderen Christen, zum Bibelstudium und eine alltägliche Beziehung zu Gott definiert.

„ … bin dann eigentlich dann schon in einem Hauskreis regelmäßig gegangen und da ist das einfach Schritt für Schritt - das war bei mir nicht so – das von heute auf morgen, jetzt bin ich Christ - sondern das war eine Entwicklungsphase – die heute noch nicht abgeschlossen ist – man lernt immer noch dazu.“ (Transkript, Achleitner)

„Das hat sich entwickeln müssen. Das war ein Prozess des Vertrauens. Glaube und Vertrauen gehen Hand in Hand! Oder Glaube und Gehorsam – es ist einfach ein Prozess so wie du deine Freundin – wenn ihr Liebesbriefe schreibt gegenseitig – dann werdet ihr euch besser kennen oder eine Beziehung haben miteinander – so ist es mit Gott einfach ein Prozess. Er li ebt die ganze Welt, er liebt alle Menschen und er hat die ganze Welt erlöst – Alle! Alle! Egal welche Religion sie angehören. Das ist ein Geschenk, dass wir aus Gnade durch Glauben annehmen können.“ (Transkript, Wimberger)

Der ausschlaggebende Ansatz, welcher mit der Definition des „Christlichen“ verbunden ist, verstehen alle Probanden folgendermaßen: „Man soll Gott die Führung über unser Leben, unseren Entscheidungen, unseren Visionen, unseren Einstellungen, unseren Erfolgen und unseren Misserfolgen übergeben.“

„Das Einzige was wirklich funktioniert, ist, wenn wirklich jeder Mensch aus der Führung Gottes heraus wirkt! Wenn jeder Mensch einfach herausfindet: Warum um Gottes Willen bin ich auf dieser Welt? Was ist diese Schöpfungsaufgabe die ich mitbekommen habe? Und wenn immer mehr Menschen in der Form wirksam werden, sind sie die Lösung für Ihren Verantwortungsbereich und miteinander stellen wir eine Gesamtlösung dar. … wenn wir glauben es selbst aus unserem Verstande herauslösen zu müssen, dann wird es schwierig! … wenn wir es wieder reduzieren, auf das Wesentliche, auf Gott in uns und Gott als Gesamtes – dass man das herausfindet – dann wird es ganz einfach.“ (Transkript, Peham)

4.2 K2 – Betrachtungsweise einer christlichen Unternehmensführung Bevor die Probanden nach der Einstellung über eine christliche Unternehmensführung gefragt wurden, wurde der Begriff „diakonische Unternehmensführung“ erwähnt, außerdem wurde gefragt, ob diese Namensgebung den interviewten Personen bekannt sei. Es hat sich herausgestellt, dass dieser Begriff den Befragten unbekannt war, jedoch konnten sie sich alle darunter etwas vorstellen. Sie beschreibt ein Führungsverhalten nach biblisch-theologischen Grundsätzen.

Die Probanden finden das Verbinden von christlichen Werten und Ansätzen in der Wirtschaft, in der Politik und in der Gesellschaft als äußerst wichtig und erforderlich. Alle Interviewten sehen Jesus Christus als geeignete und einzig richtige Führungspersönlichkeit an. Damit wird eine dienende Führungsqualität, wie auch in der Theorie des „Servant Leadership“, gemeint. Im Zentrum steht nicht mehr der Umsatz und der Gewinn eines Unternehmens, sondern die Liebe, die Demut und das Mitgefühl den Mitarbeitern, den Kunden, den Partnern und sogar auch den Mitbewerbern gegenüber. Der Mensch wird dabei in den Mittelpunkt gestellt, seine Bedürfnisse werden über die des Unternehmers und des Unternehmens gestellt. Nur so kann eine gerechte, gesellschaftliche Herausforderung ermöglicht werden.

„Jesus Christus ist für mich eine Führungspersönlichkeit sage ich mal - Führungskraft war, sage ich mal, für seine Jünger. Und er ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen sondern um zu dienen – und ich glaube das ist eine wunderschöne Stärke für eine Führungskraft! Seine Mitmenschen oder Mitarbeiter, wenn man selber erkennt, dass ich da bin, um den anderen zu dienen – und nicht für seinen Selbstzweck arbeitet.“ (Transkript, Holzhaider)

„Die Wirtschaftswissenschaft geht ja immer von dem Homoökonomikus aus – wo einfach immer nur jeder rationell entscheidet und den eigenen Vorteil in den Fokus stellt und Jesus hat uns da etwas anderes gelehrt: „Suche nicht das deine, sondern das was dem anderen dient“!“ (Transkript, Pennwieser)

Die christliche Unternehmensführung setzt voraus, dass die Führungskraft primär diese Werte vorlebt und sie zugleich den Mitarbeitern, den Partnern und den Kunden spürbar macht. Eine Unternehmenskultur mit christlichen Prinzipien fängt nur dann richtig an zu wirken, wenn die Führungskräfte diesen Lebensstil akzeptieren und verinnerlichen. Das Wesentliche dabei ist, dass diese Ansätze nur aus tiefster Überzeugung über den christlichen Glauben stammen können. Schmidt und Dragomir untermauern diese Aussagen folgendermaßen:

“Nicht mehr ich lebe, sondern Jesus lebt in mir. Ich bin der Vorstand meines Lebens Jesus ist der Aufsichtsratsvorsitzende - wäre ein schönes Bild dafür.” (Transkript, Schmidt)

“Als Christ verfüge ich über ein bestimmtes Weltbild und einem Wertekompass, der stark in der Bibel verankert ist. Management ist das Handeln aus diesem Wertekompass heraus. Man denkt meist gar nicht so bewusst darüber nach, sondern man handelt aus tiefer Überzeugung.“ (Transkript, Dragomir)

Dazu äußert sich Wimberger folgendermaßen und beschreibt wiederum, dass es zwei wesentliche Führungsstile gibt, welche den Menschen stark beeinflussen können. Ganz offenkundig, auch noch in der heutigen Zeit, ist das Führen durch Druck und Angst. Dieser Führungsstil wirkt sich schnell auf die Mitarbeiterzufriedenheit, die Motivation und die Leistungsbereitschaft aus und zeigt am stärksten den Gegensatz zum „Servant Leadership“.

„Also es gibt nur 2 Führungsstile – mit Liebe oder mit Angst! Bevor wir diese Entscheidung getroffen haben, haben wir das Unternehmen, Mitarbeiter mit Angst geführt– auch die Partnerfirmen – sie haben Angst haben müssen, dass sie wieder draußen sind.“ (Transkript, Wimberger)

Laut Peham, Pennwieser und Pilsl liegt das Wesentliche einer christlichen Unternehmensführung darin, dass die Unternehmer herausfinden müssen, was ihre Aufgabe ist und was der Sinn der Gott gegebenen Schöpfungsaufgabe jedes Einzelnen ist. Aus dieser inneren Sinnesfindung heraus, fängt man an, mit seinen Stärken als Führungsperson wirksam zu werden. Peham erläutert diese zweckvolle Unternehmensführung am besten folgendermaßen:

„Es gibt keinen Menschen den Gott nicht mit einem Sinn für sein Leben ausgestattet hat – mit diesem inneren Wollen, ne. Das ist von Geburt an in uns drinnen und wenn wir das entdecken und beginnen aus dieser Haltung heraus aus diesen Bewusstsein heraus das Unternehmen zu führen und auch eine klare Entscheidung treffen, dass das Unternehmen ausschließlich nur mehr dazu dient diesen Sinn zu verwirklichen und das Unternehmen nicht mehr den Hauptzweck hat von einer Geldbeschaffungsmaschine oder was auch immer noch – sondern auf einmal sinnerfüllten Zweck hat – das ändert alles!“ (Transkript, Peham)

Unter einer christlichen Unternehmensführung soll auch nicht verstanden werden, dass das ganze Unternehmen gezwungenermaßen mit spirituellen, christlichen oder biblischen Doktrinen befüllt werden soll. Alle Außenstehenden wie Stakeholder, Partner, Mitbewerber und auch Mitarbeiter werden nicht gezwungen, christlichen Ritualen nachzugehen. Eine Unternehmenskultur soll, direkt und indirekt gesehen, auf biblischen Prinzipien fundiert sein. Sie soll als einer aus Liebe entspringenden Moral verstanden und ausgeübt werden. Achleitern, Pennwieser und Wimberger bringen das am besten zur Aussprache:

„Also ich glaub, dass wenn man im Glauben steht, ist das selbstverständlich. Wenn man auch in der Firma versucht die Prinzipien zu leben - ich glaube, dass einfach die Mitarbeiter spüren, dass irgendwie eine sehr große Akzeptanz da ist von der Geschäftsführerseite – das man sagt: „den Sünder sollst du lieben, aber die Sünde sollst du hassen.“ Und ich glaube die Liebe die man den Mitarbeiter entgegen bringt, die spüren schon, dass da was anderes ist – als wie in anderen Unternehmen.“ (Transkript, Achleitner)

„ Du versucht die Liebe, das Mitgefühl, die Demut mitzuzeigen – in deinen Geschäften und mit den Partnern – und ganz wichtig versucht du das auch vorzuleben! Das ist das A und O! Es vorzuleben.“ (Transkript, Pennwieser)

„Also die Mutter Theresa hat gesagt: „Lebe das Evangelium und wenn notwendig sprich darüber!“ Was wir leben spricht viel viel lauter - was meine Frau und ich vorgelebt haben und die Führungskräfte - spricht viel viel lauter als das was wir sagen!“ (Transkript, Wimberger)

Darunter soll weiterhin verstanden werden, dass christliche Unternehmensführung nicht meint, alle Mitarbeiter, Partner oder Kunden zu konvertieren, sondern indirekt, die von Gott gegebene Liebe spürbar weiterzugeben, mit der Hoffnung, dass die Menschen sich dann doch fragen, woher diese Einstellung kommt. Somit wird immer auf Jesus Christus hingewiesen, mit jeder Handlung, die ein christlicher Unternehmensführer tätigt.

„z.B. die wissen auch, dass wir einen Bibelkreis haben – das wir da intensiv mit der Bibel beschäftigen und es kommt auch immer wieder zu Aussendungen von uns zu den Kunden und Lieferanten. Zum Beispiel gibt‘s so regelmäßige Kundenbriefe in der Bio-kiste und dort verheimlichen wir unseren Christen-Glauben nicht!“ (Transkript, Achleitner)

„Einen Millionär erkennen sie von weitem. Der fährt ein schöneres großes Auto, und wenn er aussteigt, hat er vielleicht eine bessere Kleidung an und er wohnt in einem schöneren Haus und ein christlicher Unternehmer sollte man ebenfalls von weitem sehen – dass er was ausstrahlt – nicht diese Verbissenheit, was ich vorher gehabt habe sondern er soll was ausstrahlen – man soll es schon von weitem merken und spüren!“(Transkript, Wimberger)

„Ich versuche nie irgendwie auf eine religiöse Art und Weise den anderen Leuten was reinzuwürgen – da tue ich nicht! Sie wissen was meine Haltung ist und im Zuge der ganzen Zusammenarbeit und Tätigkeit erleben sie das immer mehr wie ich mit diesen Dingen umgehe – also ich versuche es einfach den Leuten so gut wie möglich es vorzuleben und aus! Und dann spüren sie da ist was dran und dann ist das auf einmal kein Thema mehr – weil wenn sie merken: „Hey das ist ja gar nichts komisches, das ist etwas normales“ – Uh, das ist ja sogar sehr kraftvoll! Der Rest erledigt sich dann von selber!“ (Transkript, Peham)

4.3 K3 – Christliche Prinzipien und Ansätze im Unternehmen

Als christliche Führungsqualitäten tauchten in den Interviews folgende Schlagwörter auf, die den Grundlagen des Servant Leadership, der praktizierenden Nächstenliebe in der Theorie von Russell und Stone (2000) sehr stark ähneln. Als Argument erwähnen einige Probanden, dass die folgenden Merkmale und allgemein die Perspektiven eines christlichen Wertesystems, uns letztendlich stark von nicht christlichen bzw. anders geprägten Sozialunternehmen unterscheidet. Jene Werte und Prinzipien werden von allen acht Personen zusammen aufgezählt und folgendermaßen beschrieben:

- V ertrauen zu den Kunden, MitarbeiterInnen und Partner aufbauen
- Mitarbeiter als Leader hervorbringen – als Mit-Unternehmer und nicht nur als Mitarbeiter (Motivation)
- Einheit und nicht Einheitlichkeit
- Positives Arbeitsklima
- Menschen helfen, ihre Berufung zu erkennen
- H armonie und Frieden aufrechterhalten
- Ehrliche wirtschaftliche Arbeit ausüben (kein/e Schwarzgeld/Schwarzarbeit/Betrug/Steuerhinterziehung)
- Eine auf Liebe und nicht auf Angst aufgebaute Unternehmenskultur/Hierarchie erschaffen
- Gl e i chgültigkeit und Fairness zwischen und zu den Mitarbeitern
- Mitarbeiter auch privat unterstützen
- A kzeptanz von der Geschäftsführerseite gegenüber den Mitarbeitern
- die Ruhe in schwierigen Zeiten bewahren
- G ott in den Entscheidungen miteinbeziehen

Wie folgende Prinzipien aller Probanden aufzeigen, stammen sie aus der christlichen Glaubensordnung der dienenden Liebe und dürfen auch als solche in der Unternehmenskultur verankert werden. Die Probanden definieren diese Ansätze als Regeln und als eine Methode, die stark genug ist, um Harmonie und Frieden im ganzen Unternehmen, sowie nach außen zu verbreiten. Dazu sieht sich Pennwieser im Speziellen selbst als eine Art Familienvater im Unternehmen, der dafür sorgt, dass es den Mitarbeitern gut geht, die Kunden und die Lieferanten sich wohlfühlen und dass diese mit Liebe und Freundlichkeit begegnet werden.

„Und ich habe es immer so gesehen wie ein Familienvater – der halt schaut, dass es seinen Mitarbeiter, seinen Kindern - sage ich mal - gut geht! Wie ein Vater und das geht über den geschäftlichen Bereich hinaus – wenn die Probleme oder Sorgen haben, dass man ihnen hilft!“ (Transkript, Pennwieser)

Dieser Akt oder diese Haltung einer dienenden Liebe soll keinen manipulativen Wert verdeutlichen. Es solle nicht zu meinem Vorteil, sondern wirklich aus reinem Herzen für den Vorteil meines Nächsten dienen, wie Pennwieser erklärt:

„Aus der Liebe heraus – nicht manipulativ sondern einfach aus der Liebe heraus diese Dinge – dass es denen gut geht – und damit schafft man auch ein Treibhausklima wo sich die Menschen dann wohl fühlen und wo sie spitzen Leistungen erbringen können und das versuche ich auch bei meinen Unternehmensberatungen einfließen zu lassen.“ (Transkript, Pennwieser)

Ein weiteres Prinzip beschreibt die Wichtigkeit des Menschen im und für das Unternehmen. Im Mittelpunkt steht der Mitarbeiter, der Kunde, der Lieferant und sogar der Mitbewerber. Die meisten Probanden sprechen insbesondere darüber, dass es wichtig ist, die Bedürfnisse des anderen über seine eigenen zu stellen, um überhaupt einen sinnvollen, wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Man soll versuchen mit ehrlichen Absichten in seinen Geschäften Vertrauen aufzubauen, ebenso Liebe, Mitgefühl, Demut und auch Geduld auszudrücken. Es soll nach christlichen Ansätzen die Gleichberechtigung für jeden Menschen gewährleistet werden.

„Ich glaube sie erkennen das aus unserem Verhalten - wir sind total freundlich wir grüßen auch jedem – macht keinen Unterschied ob es jetzt ein Asylbewerber ist oder aus dem Irak oder ganz egal, Somalia, haben wir auch Leute – wir behandeln sicher alle gleich und ich glaube das schätzen sie total!“ (Transkript, Achleitner)

„Ich habe Kirchen für Moslems gebaut und weil das einfach die Chance ist, wenn wir nicht mit den Fingern zeigen oder über sie negativ reden, sondern wenn wir Sie lieben egal welche Menschen *...* – und wenn wir sie lieben, helfen und unterstützen ist die Chance, dass der eine oder andere seht und kommt und fragt – was ist da anders? (Transkript, Wimberger)“

Achleitner beschreibt dazu, wie wichtig es ist, einen Streit schlichten zu können, um die Harmonie und den Frieden im Unternehmen beizubehalten. Die Ruhe und die Geduld spielen hier für die Führungskraft gegenüber heiklen Situationen mit den Mitarbeitern eine bedeutsame Rolle.

„als Grundprinzip von mir – wenn‘s schwierige Themen gibt - dann einfach das nicht sofort – einmal eine gewisse Zeit vergehen lassen – aber man soll trotzdem wie wir aus der Bibel wissen – die Nacht nicht vorüber gehen lassen im Streit – dann schon am selben Tag... – aber nicht im Affekt agieren – ich glaube, dass ist auch ein ganz wichtiges Thema, dass man einfach eine gewisse Zeit – wenn man mal eine Stunde vergehen lässt – den größten Groll mal vorüber gehen lassen und dann erst agieren und mit dem Mitarbeiter sprechen.“ (Transkript, Achleitner)

Des Weiteren sprechen die Probanden über die Treue ihrer selbstgesetzten Prinzipien und, dass es Grenzen gibt, bei denen man einen Schlussstrich ziehen und auf den gerechten und ehrlichen Weg bleiben soll. Die interviewten Personen sehen diese Haltung als eine von Gott geforderte Einstellung und nicht nur als ein moralisches Verständnis. Die Treue zu Gott und auch zu den Menschen steht hier an erster Stelle.

„Jede Begleitung die ich mache – jede Beratung die ich mache sind diese Werte mit Bibelstellen automatisch enthalten – und wenn das eine Firma nicht möchte dann kann ich mit der Firma nicht arbeiten - das ist die Grenze. Das ich meine christliche Haltung in die Begleitung einbringe – und eine Firma sagen würde: „nein das geht nicht“ - dann könnte ich mit der Firma nicht arbeiten! Egal wie viel Sie zahlt! Weil dann meine Begleitung keine Wirksamkeit hätte!“ (Transkript, Peham)

Ein ganz großes Thema für die Unternehmer war, ist und bleibt die Steuerhinterziehung genauso wie die Schwarzarbeit. Alle Probanden haben sich gleich geäußert, als sie danach gefragt wurden, inwiefern sie christliche Ansätze und Prinzipien im Unternehmen implementiert haben. Bei allen Probanden stellt sich heraus, dass sie von jeglicher Art von Betrug Abstand halten. Das Prinzip der Ehrlichkeit ist in den christlichen Werten ganz stark verankert und bildet somit die Grundlage für eine erstrebenswerte geltende Charaktereigenschaft.

„ Und ich glaube, dass spüren sie schon – natürlich gerade bei, wenn es einfach um Themen geht – für mich kommt überhaupt nicht Bestechung in Frage! Zum Beispiel, dass wissen auch die Mitarbeiter – die Mitarbeiter wissen auch warum. Weil wir einfach gläubige Christen sind – das verheimlichen wir nicht!“ (Transkript, Achleitner)

Wimberger und Pilsl verstärken dieses Prinzip und verdeutlichen die Kraft der Geldgier, die jeder Mensch in sich trägt. Die Geldgier kann alles zerstören, angefangen bei jedem Einzelnen. Oft ist aber nicht das Geld das eigentliche Problem, sondern der Charakter des Menschen. Die Macht und der Ruhm verändern nicht den Menschen, sondern rufen seinen wahren Charakter hervor. Die Geldgier kann den Menschen ins Verderben bringen und damit das ganze Unternehmen auch.

„Für Geld gibt es keinen Sättigungsgrad – Für Wasser trinken, für Essen gibt es einen Sättigungsgrad aber für Geld gibt es keinen Sättigungsgrad! Und der Knackpunkt ist aber, dass das nicht den 1. Platz haben soll im Leben – 1. Platz soll Gott haben, 2. Platz die Ehefrau und die Familie und 3. Platz das Unternehmen und das Geld – obwohl man mehr Zeit mit Geld – weil es geht sehr viel ums Geld , mit Kunden, Mitarbeiter Partnerfirmen, aber trotzdem soll es das Herz nicht besitzen!“ (Transkript, Wimberger)

„Geld ist der größte spirituelle Test – Jesus hast gesagt: „du kannst nicht 2 Herren dienen!“– Gott und dem Geld – also da geht‘s nicht ob ich viel Geld habe oder wenig sondern meine

Haltungseinstellung – und warum ich das mache und gerade in einem Unternehmen kann ich nach Gott trachten oder nach mir selbst.“ (Transkript, Pilsl)

Ganz klar und deutlich wird von Pilsl und Peham zusätzlich erläutert, dass es für ein Unternehmen mit christlichen Prinzipien nicht relevant ist, ob die Mitarbeiter dieselben Werte teilen oder nicht. Wichtig ist es, dass die Führungskraft diese Werte vorlebt und versteht, dass sie universelle Gesetze sind, die jeden Menschen ansprechen und von jedem Menschen gelebt werden können.

„Also ich möchte als nüchtern stark, gläubig aber normal - das ist unser Geschäft – du arbeitest nicht für mich weil du ein Christ bist oder Nicht-Christ sondern du bist ein Super IT- Man und deswegen arbeitest du hier - und das hast du zu bringen ... – aber ich bin für dich da wenn du was brauchst – ich glaube schon das der Chef Selbstsorger sein sollte wenn‘s geht – wenn‘s geht helfen bei der Familie wenn‘s geht .“ (Transkript, Pilsl)

„ Die Prinzipien sind für alle gleich – das sind wie Naturgesetze! Das hat Gott so geschaffen und was der Mensch sät wird er ernten – also diese Prinzipien funktionieren für jeden. Und da macht Gott keinen unterschieden ob jetzt einer Christ oder nicht Christ – oder Buddhist oder Polizist ist - das ist komplett wurscht – das spielt keine Rolle!“ (Transkript, Peham)

Als letztes Prinzip wird das Prinzip der Einheit von Pilsl erwähnt, der damit meint, dass alle Mitarbeiter selbst zu Leader gemacht werden sollten und nicht nur Nachfolger sein sollten. Das Mitwirken des Mitarbeiters ist das A und O, da ohne den Mitarbeiter kein Unternehmen richtig funktionieren kann. Deswegen ist es wichtig zu verstehen, dass jeder seinen Platz im Unternehmen und jeder spezifische Stärken, aber auch Schwächen hat - alles zusammen soll dann eine Einheit bilden.

„Ich glaube Mikromanagement ist nicht so gut – man soll den Leuten Verantwortung geben. Und Leader hervorbringen und nicht nur Nachfolger – natürlich müssen sie die Firmenvision haben aber Selbstständigkeit produzieren, Mit-Unternehmer produzieren! Also du bist nicht mein Mitarbeiter, sondern mein Mit-Unternehmer! So würde ich das machen! So haben wir das auch gemacht! Die Einheit ist ganz wichtig, nicht die Einheitlichkeit, dass alle gleich sein müssen – sondern ganz im Gegenteil, jeder soll ganz unterschiedlich sein. Also du hast ganz andere Gaben als ich, meine Frau ist komplett anders als ich, aber wir sind eine Einheit! Und ähm – dass jeder seinen Platz hat.“ (Transkript, Pilsl)

4.3.1 K 3.1 – Spiritualität im Unternehmen

Alle Probanden haben christliche Prinzipien nur dann im Unternehmen eingeführt, als sie Jesus Christus, wie in Kategorie 1 beschrieben wird, in ihr Leben eingeladen haben. Aus dem Leben als Christ heraus, kamen automatisch die christlichen Prinzipien zum Vorschein und genauso das Belangen, diese innige Beziehung zu Gott mit jedem im Unternehmen zu teilen. Alle interviewten Personen haben eine gezwungene Spiritualität, seitens der Führungskräfte zu den Mitarbeitern im Unternehmen, als gefährlich und unklug eingestuft. Mit Spiritualität werden in diesem Zusammenhang Rituale und christliche Tätigkeiten verstanden – wie der Gebetskreis, das Lesen der Bibel, der Lobpreis und auch die Predigten. Dazu haben sich die Interviewten wie folglich ausgedrückt:

„Aber während der Arbeitszeit würde ich das nicht wollen, weil das gibt die falsche Bot- schaft, für die die nicht gläubig sind – weil die sagen dann: „Was soll das?“ Aber wenn sie das privat in ihrer Freizeit machen, dann kann niemand was sagen.“ (Transkript, Pennwie- ser)

„Da würde ich sagen: „Hey, du bist Christ – du solltest der fleißigste hier sein von allen – wenn du Christ bist dienst du eigentlich Jesus und nicht mir – ich bin dein Chef aber eigentlich müsstest du Jesus dienen und hier der fleißigste sein!“ – das würde ich sagen. Und du bist nicht zum Bibellesen da, zum Beten da, du bist zum Arbeiten da – in der Freizeit kannst du Bibellesen etc. – und das muss man ganz klar sagen, denn es gibt Christen, die haben ganz komische Ideen.“ (Transkript, Pilsl)

Peham versucht da eher die vorgelebte Liebe in die Spiritualität zu identifizieren, nämlich als höchste Form von Spiritualität. Damit werden nicht irgendwelche Rituale gemeint, denn diese sind des Öfteren hemmend und schädlich für den Menschen.

„Ich kenne viele Gebete, die sind nicht spirituell – das ist einfach religiöses Geplapper und hat mit Spiritualität so viel zu tun wie die Finsternis mit Licht! Spiritualität ist für mich ein Begriff: „gelebte Liebe!“ und gelebte Liebe ist die Identität Gottes zu leben, der Identität Gottes bewusst zu sein und diese zu leben. Und das ist die höchste Kraft – so gesehen ist Spiritualität ins Unternehmen direkt miteinzubeziehen – das wunderbarste was man machen kann!“ (Transkript, Peham)

Die reale Beziehung zu Gott soll laut den interviewten Führungskräften dennoch außerhalb des Unternehmens geschehen. Trotzdem soll und wird Gott von allen Probanden aktiv in die geschäftlichen Entscheidungen eingebunden. Gott wird von den Probanden als Partner, als Versorger und als Wegbegleiter angesehen, der das Unternehmen mitleiten kann und von Druck und Sorgen abnehmen kann.

„Also ich sage mal wenn du nicht diakonisch führst, bist du viel mehr selbst auch als Unternehmen unter Druck – du bist Angstgeplagt, weil du als Unternehmer ein Risiko trägst und kein unerhebliches „Manchmal“ und ohne diese Verbindung zu Gott müsste ich alles selber erreichen - nicht eigentlich – du musst es selber tragen, denn du hast niemanden, wo du das abladen kannst – und aus dem heraus entstehen so zwanghafte Entscheidungen.“(Transkript, Pennwieser)

„Sicher – ich finde das toll! Genauso muss das gemacht werden! Es gibt viele Berater – man muss nicht das tun was die Berater sagen – der Chef muss das dann entscheiden, der Eigentürmer – der Chef hat dann seine Berater und Gott und er hat sich selbst und muss dann abwägen was er dann macht!“ (Transkript, Pilsl)

„ Gott ist ein Partner im Unternehmen. Manche setzen ihn als Aufsichtsratsvorsitzenden ein, andere als Geschäftsführer, andere als Aufräum-mitarbeiter, wenn gerade Chaos ist - und andere wiederum gar nicht. Ich sehe Gott als Partner in diesem Kontext. Und Er ist ein wirklich guter Partner.“ (Transkript, Dragomir)

Ein Unternehmen, welches auf ein christliches Wertesystem aufgebaut ist, muss Jesus Christus nicht unbedingt erwähnen oder Bezug auf ihn nehmen. Wie in der vorherigen Kategorie der christlichen Unternehmensführung beschrieben wurde, werden christliche Prinzipien von allen Probanden eher indirekt ohne Gott unbedingt zu erwähnen – vermittelt.

„Also ich glaube man kann für Gott leben, man kann nach Gott trachten, ohne, dass ich ihn in jedem Gespräch erwähnen muss – ich kann mit einem Kunden reden ohne, dass ich Gott erwähnen muss! Aber ich kann nach Gott trachten!“ (Transkript, Pilsl)

Das hat den Grund, dass sich zum einen im Unternehmen keiner angegriffen fühlen soll und zum anderen, dass Unternehmen keine Gemeinde mit Evangelisationsaufgabe, sondern eine selbstständige Organisationseinheit mit wirtschaftlichen Zielen ist. Dennoch leben alle interviewten Personen ihre Spiritualität mit Gott intensiv und offen aus sowie sie nach klaren Grundsätzen, welche die Bibel verordnet, ihre wirtschaftlichen Geschäfte ausüben.

„Ich versuche nicht die Menschen meinen Stempel aufzudrücken oder zu evangelisieren – weil wenn ich Unternehmer bin dann bin ich in erster Linie Unternehmer – ich bin kein Evangelist! Außer er möchte was hören. Wenn sich aber der Kunde von mir Berater lassen möchte in einem bestimmten Bereich – also keine Themenverfehlung – aber ich sage ganz klar was ich bin und wer ich bin und aus welcher Quelle ich schöpfe. Das sage ich Frei, aber das ist meine Sache und dann merke ich – dann ist oft Interesse da – wenn sie mehr wissen wollen – aber ich dränge sie da nicht.“ (Transkript, Pennwieser)

„Mitarbeiter muss man in dem Sinne dann auch nicht bekehren, sondern man muss ihnen das Christ-Sein auch tatsächlich vorleben. Wenn sie Vorteile darin erkennen, dann ist das gut.“ (Transkript, Dragomir)

„Also in einem Unternehmen geht es um Zahlen und um einen Nutzen zu stiften für Kunden und für Menschen und die Allgemeinheit und natürlich muss ein Unternehmen ein Profit machen – weil wenn‘s kein Profit gibt dann gibt‘s keine Gehälter mehr – also geht‘s da rein um Zahlen und die „Sache“!“(Transkript, Pilsl)

4.4 K4 – Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

In dieser Kategorie wurde gefragt, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine christliche Unternehmenskultur, auch wenn sie indirekt ausgeführt wird, empfinden bzw. wie eine Unternehmerin und ein Unternehmer mit Andersgläubigen umgeht. Alle Probanden haben bei dieser Frage gezielt gleich geantwortet, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein christliches Wertesystem als sehr positiv empfinden und von der Führungsebene keiner einen Stempel aufgesetzt bekommen hat, zum Christentum zu konvertieren. Das Betriebsklima blüht auf und die Mitarbeiter genießen die dienende Haltung und Liebe der Führungspersonen, auch wenn sie mit dem Christentum nichts zu tun haben möchten. Jeder Ungläubige oder Andersgläubige wird mit Respekt behandelt und soll seitens der Führungsebene keinen Druck verspüren. Dragomir verstärkt am besten dieses Argument:

„Christliche Unternehmenskultur ist in Wahrheit etwas, wovon alle fleißigen Mitarbeiter pro- fitieren, deshalb gibt es meines Wissens noch keine Beschwerden gegen ein System, das funk- tioniert und für alle Beteiligten Nutzen stiftet.“ (Transkript, Dragomir)

Von den Kunden, den Lieferanten sowie den Partnern und durch die Aussagen der Öffentlichkeit gibt es positives Feedback. Eine faire Behandlung, Vertrauenswürdigkeit und beständig treues Verhalten seitens der Führungspersonen führen dazu, dass alle die etwas mit diesem Unternehmen zu tun gehabt haben, wieder zurückkommen, um weiter mit ihnen zusammenzuarbeiten. Sogar die Kunden äußern sich bei Achleitner, dass sie den Frieden und die Ruhe spüren können, die von den Mitarbeitern ausgestrahlt wird. Dieser Frieden wird so stark von den Mitarbeitern intern wahrgenommen, dass sie das Unternehmen in ihrem Freundeskreis als Arbeitsplatz sogar weiterempfehlen.

„Ist grad jetzt nicht mehr so leicht, dass man Mitarbeiter bekommt, weil wir haben Vollbe- schäftigung in Österreich und da freuen wir uns total, dass die meisten Empfehlungen von Mitarbeiter kommen die Freunden sagen: „Mir gefällt es da zu arbeiten – bewirb dich!“ Da haben wir geraden in den letzten Monaten wirklich einige Bewerbungen gehabt, aufgrund

von Empfehlungen von Mitarbeiter. Und das ist natürlich super, das Beste!“ (Transkript, Ach- leitner)

Die christlichen Prinzipien, die von den Führungskräften vorgelebt werden, sind meistens so stark und kraftvoll, dass die ganze Unternehmenshierarchie bis ganz nach unten durch sie verändert werden kann und zwar im positiven Sinne.

„Ja...Religion. Diese Dinge hat es immer wieder gegeben – aber als die Menschen gemerkt haben, was für eine Kraft dahintersteckt. Was das für eine starke positive Auswirkungen hat – dann war alles geordnet. Dann hat es sich in der Regel sehr zum positiven verändern und eben viele diese Wegbegleiter oder dieser eine Unternehmer von dem ich erzählt habe – der eine den ich beim Vertriebsaufbau begleitet habe – wie er auf einmal gemerkt hat wie es bei der ganzen Entwicklung und diesen ganzen Vertriebsaufbau was das für eine gute und Kraft- volle Unterstützung ist.“ (Transkript, Peham)

Auch wenn die Führungsperson eine spirituelle Äußerung tätigt, soll diese mit Weisheit geäußert werden, damit sie nicht überheilig rüberkommt und niemanden kränkt. Denn das Wichtigste ist es, dass sich jeder im Unternehmen wohlfühlt und wenn möglich auch Gebrauch von der harmonischen Atmosphäre durch die christlichen Prinzipien macht. Das Ziel ist es nicht, andere mit diesen Prinzipien zu diskriminieren oder unter Druck zu setzen. Jeder soll sich im Unternehmen frei fühlen können und aus dieser Freiheit heraus die beste Arbeitsleistung erbringen.

4.5 K5 – Erfolg durch christliches Wertesystem

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es herauszufinden, wie die christlichen Prinzipien einer Führungskraft das Unternehmen beeinflussen können und vor allem, ob sich dadurch der Erfolg steigert. Mit Unternehmenserfolg werden in diesem Fall, außer dem Finanziellen, mehrere Kategorien verbunden, wie zum Beispiel der Human-Ressource Bereich, die Vision, die Strategie, die Marktübernahme und so weiter. Es wurde gefragt, ob im Allgemeinen ein christliches Wertesystem das Unternehmen in allen Aspekten verbessert wird oder nicht. Dabei kam heraus, dass alle Probanden voller Überzeugung die Frage mit einem absoluten

„Ja“ beantwortet haben. Die christlichen Werte einer Führungskraft beeinflussen am stärksten die Mitarbeiter und somit das Arbeitsklima, das Umfeld und die Vision, wie in Kategorie 3 (christliche Prinzipien und Ansätze im Unternehmen) verdeutlicht wird. Der Mensch steht im Mittelpunkt und mit ihm hängen alle Bereiche im Unternehmen zusammen. Der Erfolg eines Unternehmens wächst mit der gesteigerten Arbeitshaltung des Mitarbeiters. Natürlich gehört da aber viel mehr dazu als nur gute Mitarbeiter im Unternehmen zu haben. Durch das Vertrauen, dass zu den Kunden und den Lieferanten aufgebaut wird, durch die permanente mentale Unterstützung zu den Mitarbeitern, psychisch sowie physisch und durch eine gesunde Zielsetzung nach göttlichem Willen, kann schon im Großteil der Unternehmenserfolg steigen. Schmidt verdeutlicht es, dass primär wichtig ist, was die Schöpfungsaufgabe jedes Mitarbeiters ist. Ein Mitarbeiter oder auch eine Führungskraft kann die Stärken nur dann gezielt einsetzen, wenn sie erkannt werden. Deswegen ist es wichtig herauszufinden, wer man ist und was man kann, um das gesamte Potential, welches in einem steckt, benutzen zu können.

„ Die Bereitschaft und Motivation des Umfelds wird sicher gesteigert dadurch, dass ein Unternehmer weiß wer er ist und wozu um Gottes Willen er auf dieser Erde ist.“ (Transkript, Schmidt)

Die christlichen Prinzipien ändern voll und ganz die Haltung, die Vision und die Moral einer Person. Aus dieser Haltung heraus, wird es möglich werden die richtigen Entscheidungen für jede Situation zu treffen und auch anzufangen mit einer Leichtigkeit die Gott durch seine Prinzipien vermittelt, zu wirken. Der Fokus liegt nicht primär auf Zahlen oder Gewinn, sondern eher darauf ein Familienvater für viele im Unternehmen zu sein – sein Licht und das der Anderen zu bündeln und mit voller Begeisterung in einer Einheit wirksam zu werden.

„Vorher habe ich geglaubt es gibt Abkürzungen – wo ich schneller zum Ziel komme und wo ich schneller erfolgreicher werde – wo es nur um mich, Umsatz und Gewinn, gegangen ist. Aber dadurch habe ich meine Ehe zerstört und meine Gesundheit zerstört und ich war nahe dran, dass das Unternehmen bankrott geht.“ (Transkript, Wimberger)

Pilsl verstärkt dieses Argument am besten, indem er noch hinzufügt, dass der Erfolg nicht davon abhängt, ob man an Jesus Christus glaubt oder nicht, sondern davon, den Erfolg rein von den Werten und Prinzipien, welche die Bibel beschreibt, abhängig macht.

„Es ist nicht der Glaube, aber die biblischen Prinzipien, die machen erfolgreich – ganz si- cher! Nicht der Glaube an Jesus aber die biblischen Prinzipien machen erfolgreich! Die bib- lischen Prinzipien bringen mich nicht in den Himmel – nur der Glaube an Jesus.“ (Tran- skript, Pilsl)

4.5. K5.1 – Einfluss auf die Sinnorientierung im Unternehmen

Mit einem christlichen Wertesystem soll seitens der Führungskräfte eine gewisse Anziehungskraft zu den Mitarbeitern ausgehen und entstehen. Der Einfluss auf die Sinnorientierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch eine christliche Unternehmenskultur wird von allen Probanden als positiv und vielversprechend wahrgenommen. Es ist nämlich so, dass jeder Mensch bzw. Mitarbeiter gewisse Gaben, Fähigkeiten und Talente besitzt. Jeder Mensch ist in seinem „Sein“ einzigartig und wertvoll. Wenn die Mitarbeiter für sich entdecken würden, wer sie wirklich sind und begreifen würden, warum sie hier sind, dann lässt sich die Berufung oder anders ausgedrückt die

„Schöpfungsaufgabe“ identifizieren, die ein jeder hier auf dieser Erde von Gott bekommen hat. Laut Peham ergibt sich daraus eine unwahrscheinlich hohe Performance, wenn man die Antwort darauf bekommt, wieso und für wen man etwas im Leben macht. Denn „Tun, um zu sein“ kommt aus der Angst, worin „Tun, aus dem sein“ aus der Liebe entspringt und das ist die stärkste Kraft.

„Und wenn man diesen Sinn, denn Gott in jeden Menschen hineingeleitet hat – es gibt keinen Menschen den Gott nicht mit einem Sinn für sein Leben ausgestattet hat – mit diesem inneren Wollen, ne. Das ist von Geburt an in uns drinnen und wenn wir das entdecken und beginnen aus dieser Haltung heraus, aus diesen Bewusstsein heraus das Unternehmen zu führen und auch eine klare Entscheidung treffen, dass das Unternehmen ausschließlich nur mehr dazu dient, ähm diesen Sinn zu verwirklichen. Und das Unternehmen nicht mehr den Hauptzweck hat von einer Geldbeschaffungsmaschine oder was auch immer noch – sondern auf einmal sinnerfüllten Zweck hat – das ändert alles! Das ändert die ganze Haltung der Mitarbeiter, das ganze Unternehmen kriegt eine neue Dynamik!“ (Transkript, Peham)

Für Pilsl ist es selbstverständlich, christliche Ansätze im Unternehmen zu implementieren. Nach dem Prinzip: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, fängt man an für andere, nämlich für Kunden, für Partner und besonders für die Mitarbeiter einen Nutzen zu stiften. Dragomir begründet die Sinnorietierung im Unternehmen zusätzlich als Voraussetzungselement. Mit anderen Worten beeinflusst ein implementiertes Wertesystem nach biblischen Prinzipien die Mitarbeiter beifällig, bis hin zu ihrer Sinnfindung bzw. -orientierung.

„Das ist bei einem christlich geprägten Unternehmen sogar Voraussetzung. Denn ein christliche geprägtes Business macht Geschäfte nicht nur des Geldes wegen, sondern produziert einen Nutzen, der Sinn macht. Von dem her ist Sinnorientierung keine Option, sondern eine Voraussetzung.“ (Transkript, Dragomir)

Schmidt erläutert und fasst den Einfluss auf die Sinnorientierung im Unternehmen am deutlichsten zusammen:

„Ein Unternehmer der sich von Gott geliebt weiß und fühlt ist immer ein Segen für seine Mitarbeiter und sein ganzes Umfeld und das wirkt sich entsprechend positiv auf alle Bereiche aus und steigert das Bewusstsein und die Erkenntnis für den Sinn im Leben.“ (Transkript, Schmidt)

4.6 K6 – Persönliches Empfinden

Es wurden alle Probanden befragt, was es für sie persönlich bedeutet, das Christentum mit der Wirtschaft zu verbinden. Dabei kamen eindeutige Ergebnisse heraus, worin alle Probanden sagen, dass sich mit Jesus Christus alles in ihrem Leben und auch im Unternehmen verändert hat. Laut Achleitner, Pilsl und Peham besteht kein Zweifel, dass es nichts Besseres gibt als die biblischen Prinzipien, um ein Unternehmen erfolgreich zu führen.

U nd aus meiner Sicht kann man generell sagen: „die Bibel ist das beste Managementbuch überhaupt!“ Es ist so! Wenn sich nach den biblischen Prinzipien – nach den „Zehn Geboten“ hält wo wir wissen, dass wir immer wieder scheitern daran – weil wir wissen, dass wir auch als gläubige Christen Sünder sind aber trotzdem als Richtschnur, ist es einfach eine riesige Orientierung und da gibt es aus meiner Sicht nichts Besseres! (Transkript, Achleitner)

Ein Leben, beeinflusst von christlichen Prinzipien, entwickelt nicht immer automatisch eine Methode, die erfolgversprechend ist. Es ist schon möglich nach den biblischen Prinzipien zu leben, denn diese führen zum Erfolg, dennoch gibt es eine noch größere Form der Unternehmensführung nach christlichem Verständnis. Diese beschreibt, eine enge Partnerschaft mit Gott, indem man sein Leben Gott anvertraut und durch den Glauben und das Vertrauen in ihm, Gott in uns und durch uns wirken lässt, wie Pennwieser hier erklärt:

„Kinder Gottes sind die, die von Geist Gottes geleitet sind. Weil, wenn es nur ein Prinzip, ist dann ist es eine Methode – dann ist es Missbrauch sogar, weil ich Missbrauche Gott – weil ich sehe: „ok dass funktioniert, deswegen tu‘s ich“ – Gott ist mir Wurscht! Aber geleitet bin ich dann wenn ich Gott liebe – und das was dann hinterher kommt das ist so, weil Gott Gott ist – und das ist schön und da freuen wir uns! Aber wenn‘s nicht kommen würde, würde es mich genauso freuen, weil ich Gott über alles liebe!“ (Transkript, Pennwieser)

Alle interviewten Personen beschreiben, dass die Berufung jedes Menschen oder in diesem Fall jedes Christen darin bestehen sollte, ein Licht in der Welt zu sein. Das, was jeden Menschen hindert voranzuschreiten, erfolgreich zu werden oder einen Nutzen für andere bzw. für die Gesellschaft zu stiften, ist die „Angst“. Das Einzige, was gegen Angst ankämpfen kann, sie sogar auflösen kann, das ist nur die Liebe bzw. Gottes Liebe für die Menschheit.

„ Denn der Mensch begibt sich zu erkennen, sich zu lieben und was er dann in sich entdeckt an Kraft und Wegweisung usw... Wenn man das dann wirklich lebt – wenn man diese Werte voll lebt – das ist die Lösung für die ganze Menschheit! Wenn immer mehr Menschen unter diese direkte Führung Gottes kommen, dann ist es erledigt!“ (Tranksript, Peham)

5 Konklusion und Aussicht

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit folgenden Forschungsfragen:

„Wie beeinflussen christliche Prinzipien einer Führungskraft das Management, die Mitarbeiter und den Wirtschaftserfolg eines Unternehmens? Kann Spiritualität einen besseren Unternehmenserfolg generieren?

Wie wirken sich christliche Prinzipien auf die Sinnorientierung aller Beschäftigten im Unternehmen aus?“

Anhand der Fragen ist zu erkennen, dass nur die Führungspersonen und nicht die Mitarbeiter ausgefragt wurden, wie sich christliche Prinzipien im Unternehmen entwickeln. Das hat den Grund, dass eine Führungskraft eine Organisation führt, Mitarbeiter steuert und dafür zu sorgen hat, die nötige Leistung zu erzielen, um das Unternehmen zum Erfolg zu führen. Demnach geht jeder Funke an Motivation, Inspiration und Willen einer Führungskraft auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über. Das Verhalten und die Einstellung der Führungspersonen wird stark von den Mitarbeitern übernommen und wirkt sich auf das Umfeld und im ganzen Unternehmen bis hin zum Erfolg intensiv aus. Ein implementiertes christliches Wertesystem soll eine Unternehmensethik bzw. eine Unternehmenskultur aus biblischen Werten darstellen, einen Unternehmenszweck erfüllen und nach der „Corporate Social Responsibilty“ Theorie für den Markt, die Umwelt als auch für die Mitarbeiter einen gewissen Nutzen erfüllen, nach verantwortlichem unternehmerischen Handeln.

Durch die Methodikauswahl aus qualitativen Interviews war es möglich die Führungspersonen akkurat nach ihrer christlichen Unternehmensführung aka ihrem „Servant Leadership“ Stil auszufragen und mir einen Einblick in Klein- bis Großunternehmen zu gewähren. Dabei war es durch die Vielfalt an erhobenen Daten möglich, die von mir gestellte Hypothese zu verifizieren:

„Es sind nur Christen oder in biblischen Worten ausgedrückt nur „neu geborene Menschen“ in der Lage einzig und richtig, christliche Werte vorzuleben und somit im Unternehmen zu implementieren.“

Aus den Interviews ergab sich folgende Korrektur dieser Hypothese:

Eine Unternehmenskultur mit moralischen Grundsätzen für das Unternehmen und für die Gesellschaft, ähnlich den christlichen Prinzipien, kann von jedem Menschen vorgelebt werden, unbedeutend seiner religiösen Konfession. Dennoch werden von allen Probanden die christlichen Prinzipien und die Beziehung zu Jesus Christus als komplettes Ganzes erläutert. Jesus Christus wird als die Quelle des christlichen Lebensstils angesehen, somit hängen diese zwei Sachen zusammen, können aber dennoch getrennt voneinander bis zu einem bestimmten Ausmaß ausgelebt werden.

„Also es kann jemand komplett ungläubig sein und sagen ok, bei mir sind diese Prinzipien:

„Menschen, Kunden wertvoll – Menschen lieben, Kunden lieben, dienen“ – das muss kein Christ sein – aber das sind biblische Prinzipien! Gott ist kein Anseher der Person, das heißt Gott sagt nicht: „Ok, wer ist jetzt …?“ - Der Ackerboden fragt nicht wer sät, sondern der Ackerboden reagiert auf das Sammelkorn.“ (Transkript, Pilsl)

Die Beziehungen zu den Arbeitnehmern, Kunden, Gesellschaftern und Lieferanten spielen eine wichtige Rolle für den Unternehmenserfolg. Auf die Frage nach dem Einfluss von christlichen Prinzipien einer Führungskraft auf das ganze Unternehmen und auch den Erfolg, kann also gesagt werden, dass christliche Prinzipien ein Unternehmen besser gestalten, die Vision stärken und das Betriebsklima anheben, wenn diese im richtigen Ausmaß von den Führungskräften vorgelebt werden. Im Christentum und somit in den biblischen Prinzipien ist die Bedeutung „Sinnfindung“, „Sinn im Leben“ und „Sinnorientierung“ tiefgreifend verankert. Das „Christ-Sein“ bedeutet mehr als nur die „Zehn Gebote“ einzuhalten, nach moralischen Prinzipien zu leben oder nur in die Kirche zu gehen. Aus dem Kapitel 2.1.5.2

Grundlagen der christlichen Prinzipien wird herauskristallisiert, dass ein christlicher Lebensstil möglich ist, wenn eine innige Beziehung zu Jesus Christus besteht. Auf diesem Fundament baut alles andere auf.

Max Weber versuchte den Zusammenhang zwischen „religiöser“ Ethik und einer erhöhten Wirtschaftsleistung zu beschreiben. Demnach verdeutlichen verschiedene Ansätze bzw. Prinzipien christlicher Werte Erfolgspotenziale in der Wirtschaft bzw. im Unternehmen – nicht nur im privaten Leben. 91 Ganz besonders lassen sich für das Unternehmen folgende

Faktoren aufzeigen, die erfolgversprechend sind: a) Motivation, b) gute Mitarbeiterführung, c) Förderung der Kreativität, d) Minderung des Materialismus und der Geldgier.

Dazu beschreibt der Sozialökonom Schumpeter folgende These eines Unternehmertyps:

„Es ist notwendig, Distanz zu den Dingen zu haben, um sie optimal zu bewältigen. Das, woran man klebt, erreicht man schlecht. Erfolgszwang führt nicht zum Erfolg.“

Es soll verdeutlicht werden, dass der Gewinn erzielt werden kann, wenn man ihn als Nebenprodukt der eigentlichen Tätigkeit betrachtet. Somit sollte ein Wertesystem entstehen, welches der Auffassung des Evangeliums gleicht. Das Evangelium (= die frohe Botschaft) beschreibt als eines der ersten Prinzipien die „Nächstenliebe“ und somit das Prinzip, die Hungernden zu speisen und die Dürstenden zu tränken. Der Grundgedanke der „frohen Botschaft“ verdeutlicht weiters im Besonderen ein Prinzip - „In der Welt sein“ aber nicht

„Von der Welt sein“ - um darunter zu verstehen, dass die menschliche Existenz einen viel höheren Sinn bzw. Wert erfüllen muss, als wir erahnen. Unser Bestehen auf dieser Welt wird genauso als „Nebenprodukt“ der Gott gewollten Existenz, später im Himmelreich dargestellt.

Aus dieser Einstellung heraus, wird es für christliche Gläubige durchaus möglich, diese „Distanz“ zu allem hier, von der Schumpeter spricht, gerecht zu werden. 92

Die Wirtschaft kann mit einer Art „Moral“ bzw. „Ethik“, in diesem Fall mit biblischen Prinzipien folglich verbunden werden, sodass diese realistisch, richtig und wohlwollend für die Gesellschaft erscheinen. Da in der Wirtschaft aka Unternehmen und im christlichen Glauben aka „Servant Leadership“ das Wohlergehen des Menschen im Mittelpunkt steht, kann wie in der Theorie von Max Weber ein Zusammenhang zu diesen zwei Themen festgestellt werden. Das Zentrum der soziallehrenden Kirche ist keine Ideologie oder

Wirtschaftssystem, sondern der Mensch selbst. Demzufolge soll der „Servant Leadership“ als moderne und erfolgsversprechende Führungstheorie betrachtet werden, indem die Dimensionen der Wirtschaft, Christentum und Professionalität zusammen verschmolzen werden. Der „dienende Führungsstil“ soll das Wohlergehen des Unternehmens aber auch des Mitarbeiters in höchster Form erhalten. Denn „wahrer“ Leadership entsteht aus den Personen, deren Hauptmotivation es ist, anderen helfen zu wollen.

Auch wenn die christlichen Prinzipien für manche Menschen abschreckend wirken, haben sie nicht die Absicht den Menschen im Wege zu stehen, sondern den Menschen in Frieden und Freiheit zu leiten. Eine wirtschaftliche Tätigkeit kann nur durch Einbettung in einen umfassenderen Lebensstil an Sinn gewinnen, nämlich am stärksten durch einen Lebensstil, so wie es Jesus Christus vorgelebt hat. Dieser Lebensstil geprägt von Liebe wird als Vergleich zum „Servant Leadership“ vom Tiefenpsychologen Viktor E. Frankl folglich ausgedrückt, und somit lässt sich die Forschungsfrage nach gestärkter Sinnorientierung durch ein christliches Wertesystem in dieser Weise beantworten:

„Ich habe den Sinn meines Lebens darin gesehen, anderen zu helfen, in ihrem Leben einen Sinn zu finden.“ - Viktor E. Frankl

Es ist zu erkennen, dass lt. Viktor E. Frankl die Sinnesfindung eines Individuums darin besteht, für andere zu sorgen, nach dem Wohlergehen anderer zu trachten und sich dabei an zweiter Stelle zu setzen.

„Im Dienst an einer Sache oder in der Liebe zu einer Person erfüllt der Mensch sich selbst. Je mehr er aufgeht in seiner Aufgabe, je mehr er hingegeben ist an seinen Partner, um so mehr ist er Mensch, um so mehr wird er selbst. Sich selbst verwirklichen kann er also eigentlich nur in dem Maße, in dem er sich selbst vergisst, in dem er sich selbst übersieht.“ - Viktor E. Frankl

Als wichtigste Schwerpunkte der christlichen Prinzipien werden genauso die Liebe und die Demut an erster Stelle gestellt und zwar nach folgendem Grundsatz: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ Ein „Christ“ hat für das Wohlergehen seines Mitmenschen Sorge zu tragen. Diese Überzeugung bzw. dieses Prinzip hat auch wirtschaftlichen Ursprungswert und kann für den

Arbeitsplatz, fundiert in die Unternehmenskultur, genauso herangenommen werden. Somit steht der Mensch in einem Unternehmen im Mittelpunkt, für den im ersten Schritt ein sinnvoller Nutzen geschaffen werden soll und aus dem, danach alles andere folgen kann. Die Spiritualität im Unternehmen kann als etwas Gefährliches eingestuft werden, jedoch werden die christlichen Prinzipien von allen Probanden als ein „Muss“ beschrieben. Ob die „christliche“ Spiritualität in einem Unternehmen weitergegeben werden kann, lässt sich anzweifeln – jedoch wird zu den christlichen Prinzipien in einem Unternehmen zu guter Letzt und abschließend zu dieser Arbeit diese tatkräftige Aussage hinzugefügt:

„Christliche Prinzipien und biblische Grundlagen sind das Fundament für dauerhaften & nachhaltigen Erfolg. Jeder erfolgreiche Mensch weiß das, nicht jeder gibt es gern zu.“ (Transkript, Dragomir)

Literaturverzeichnis

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[...]


1 Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, Unternehmen, online: [URL] https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen, Stand 08.02.2019

2 Gabler Wirtschaftslexikon, Unternehmen, online: [URL] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/unternehmen-48087, Stand 08.02.2019

3 Bildquelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/unternehmenskultur-49642

4 Gabler Wirtschaftslexikon, Unternehmenskultur, online: [URL] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/unternehmenskultur-49642, Stand 08.02.2019

5 Vgl. Herget, J. & Strobl, H. (2018). Unternehmenskultur in der Praxis: Grundlagen – Methoden – Best Practices. S. 4-5

6 Vgl. Zeuch, A. (2015), Was ist Unternehmenserfolg?, online: [URL] https://www.unternehmensdemokraten.de/was-ist-unternehmenserfolg/, Stand 08.02.2019

7 Rechnungswesen-verstehen.de, Unternehmenserfolg, online: [URL] https://www.rechnungswesen- verstehen.de/gewinn-und-verlustrechnung/unternehmenserfolg.php, Stand 08.02.2019

8 Gabler Wirtschaftslexikon, Unternehmen, online: [URL] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/unternehmen-48087, Stand 09.02.2019

9 Fuehrungskompetenzen.com, Institut für Management – Innovation, Führungskompetent, online: [URL] https://www.fuehrungskompetenzen.com/fuehrungskraefte-kompetenzen.html, Stand 09.02.2019

10 Vgl. Seliger, R. (2013). Das Dschungelbuch der Führung: Ein Navigationssystem für Führungskräfte, S. 15-25

11 Bildquelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/fuehrungskraefte-34088

12 Mehr-fuehren.de, Was ist Leadership eigentlich genau?, online: [URL] https://www.mehr-fuehren.de/was-ist-leadership/, Stand 09.02.2019

13 Bundeszentrale für politische Bildung.de, Christentum, online: [URL] https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/das-junge-politik-lexikon/160945/christentum, Stand 10.02.2019

14 Duden.de, Definition Christentum, online: [URL] https://www.duden.de/rechtschreibung/Christentum, Stand 10.02.2019

15 Jesus.ch, Wann ist ein Christ ein Christ?, online: [URL] https://www.jesus.ch/information/glaube/fragen_und_antworten/christ_sein/138946- wann_ist_ein_christ_ein_christ.html, Stand 10.02.2019

16 Gottkennen.de, Wer ist ein Christ?, online: [URL] https://gottkennen.de/wer-ist-ein-christ/, Stand 10.02.2019

17 Dieser Bibelvers lässt sich in der „Neues Leben“ Übersetzung, 2. Korintherbrief, Kapitel 3, Vers 18, finden.

18 Werte.egwynental.ch, Christliche Werte: Grundlage für ein gelungenes Leben, online: [URL] http://werte.egwynental.ch, Stand 11.02.2019

19 Numerologie-namenszahl.info, Spiritualität und die großen Fragen des Lebens, online: [URL] https://numerologie-namenszahl.info/spirituell-spiritualitaet/, Stand 12.02.2019

20 Vgl. Knoblauch, H. (2006). Soziologie der Spiritualität, S. 1

21 Roadheart.com, Was bedeutet Spiritualität/spirituell sein?, online: [URL] http://roadheart.com/was-ist- spiritualitaet/, Stand 12.02.2019

22 Vgl. Bruns, F., Steinmann, D., Micke, O. (2007). Spiritualität in der Onkologie. Der Onkologe, 13(6), S. 490

23 Vgl. Strangl, W., Spiritualität, online: [URL] https://lexikon.stangl.eu/16595/spiritualitaet, Stand 20.02.2019

24 Vgl. Frankl, V. E. (1991). Der Wille zum Sinn (4.Auflage). München: Piper. S. 17f

25 Wikipedia – die freie Enzyklopädie, Sinnfindung, online: [URL] https://de.wikipedia.org/wiki/Sinnfindung, Stand 18.02.2019

26 Wortbedeutung.info, Definition der Sinn des Lebens, online: [URL] https://www.wortbedeutung.info/der_Sinn_des_Lebens/, Stand 18.02.2019

27 Vgl. Weber, M. (1988). Die protestantische Ethik und der „Geist“ des Kapitalismus. S. 17f

28 Vgl. Weber, M. (2011). Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1. Auflage). S. 164f

29 Vgl. Weber, M. (2010). Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (3. Auflage). S. 30f

30 Vgl. Weber, M. (2011). Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1. Auflage). S. 162

31 Vgl. Weber, M. (2011). Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1. Auflage). S. 162ff Das Zitat „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!“ lässt sich in der Eberfelder 1905 Übersetzung im 2. Thessalonicherbrief, Kapitel 3, Vers 10, finden.

32 Vgl. Homann, K., Lütge, C. (2005), Einführung in die Wirtschaftsethik (2. korrigierte Auflage). S. 21

33 Vgl. Lütge, C., Uhl, M. (2017), Wirtschaftsethik. S. 6-8

34 Gabler Wirtschaftslexikon, Wirtschaftsethik, online: [URL] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wirtschaftsethik-48644, Stand 20.04.2019

35 Vgl. Lütge, C., Uhl, M. (2017), Wirtschaftsethik. S. 9f

36 Vgl. Homann, K., Lütge, C. (2005), Einführung in die Wirtschaftsethik (2. korrigierte Auflage). S. 22

37 Vgl. Lütge, C., Uhl, M. (2017), Wirtschaftsethik. S. 10f

38 Vgl. Homann, K., Lütge, C. (2005), Einführung in die Wirtschaftsethik (2. korrigierte Auflage). S. 82ff

39 Vgl. Lütge, C., Uhl, M. (2017), Wirtschaftsethik. S. 14

40 Vgl. Secka, M. (2015). Einfluss von Kommunikatiosmaßnahmen mit CSR-Bezug auf die Einstellung zur Marke: Entwicklung und Überprüfung eines konzeptionellen Modells. S. 35-36

41 Vgl. Carrol, A. B. (1991). The Pyramid of Corporate Social Responsibility: Toward the Moral Management of Organizational Stakeholders. S. 42

42 Bildquelle: Corporate-Social-Responsibility-Pyramide, in Anlehnung an Carroll 1991, S. 42

43 Vgl. Secka, M. (2015). Einfluss von Kommunikationsmaßnahmen mit CSR-Bezug auf die Einstellung zur Marke: Entwicklung und Überprüfung eines konzeptionellen Modells. S. 42-43

44 Vgl. Müller, M., Schaltegger, S. (2008). Corporate Social Responsibility – Trend oder Modeerscheinung. S. 56

45 Vgl. Secka, M. (2015). Einfluss von Kommunikationsmaßnahmen mit CSR-Bezug auf die Einstellung zur Marke: Entwicklung und Überprüfung eines konzeptionellen Modells. S. 44

46 Vgl. Huitt, W. (2007). Maslow‘s hierarchy of needs, online: [URL] http://www.edpsycinteractive.org/topics/regsys/maslow.html, Stand 10.12.2019

47 Vgl. Carrol, A.B. (1990). Corporate Social Responsibility: Evolution of a Definitional Construct. S. 271ff

48 Vgl. Ibrahim, N.A., Rue, L.W., McDougall, P.P., Greene, G. R. (1991). Characteristics and practices of “Christian-based” companies. S. 123-124

49 Vgl. Schnebel, E. (1997). Management – Werte, Organisation. S. 148f

50 Vgl. Schnebel, E. (1997). Management – Werte, Organisation. S. 151

51 Vgl. Kim, D., Fisher, D., McCalman, D. (2009). Modernism, Christianity, and Business Ethics: A Worldview Perspective. S. 119

52 Vgl. Hanssmann, F. (2010). Christliche Werte in Wirtschaft und Gesellschaft. S. 37

53 Bibel-online.net, Eberfelder 1905, 2. Mose, Kapitel 20, Vers 3-17, online: [URL] https://www.bibel- online.net/buch/elberfelder_1905/2_mose/20/#1, Stand 03.07.2019

54 Bibel-online.net, Eberfelder 1905, Matthäus, Kapitel 22, Vers 37-40, online: [URL] https://www.bibel-online.net/buch/elberfelder_1905/matthaeus/22/#37, Stand 03.07.2019

55 Bibel-online.net, Eberfelder 1905, Matthäus, Kapitel 7, Vers 12, online: [URL] https://www.bibel-online.net/buch/elberfelder_1905/matthaeus/7/#12, Stand 03.07.2019

56 Vgl. Kim, D., Fisher, D., McCalman, D. (2009). Modernism, Christianity, and Business Ethics: A Worldview Perspective. S. 119-120

57 Vgl. Hanssmann, F. (2010). Unternehmensethik auf christlicher Grundlage. S. 17-20

58 Vgl. Hanssmann, F. (2010). Christliche Werte in Wirtschaft und Gesellschaft. S. 25-27

59 Vgl. Werber, M. (2011). Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1. Auflage). S. 164f

60 Vgl. Hanssmann, F. (2010). Christliche Werte in Wirtschaft und Gesellschaft. S. 25

61 Vgl. Hanssmann, F. (2010). Christliche Werte in Wirtschaft und Gesellschaft. S. 26

62 Vgl. Hanssmann, F. (2010). Christliche Werte in Wirtschaft und Gesellschaft. S. 26-27

63 Vgl. Hanssmann, F., (2010). Christliche Werte in Wirtschaft und Gesellschaft. S. 26-28

64 Vgl. Armbruster, A., Scharff, C., Willjes, K., Hoebel, T., Jung, S., (2013). Diakonische Unternehmensführung. S. 59f

65 Vgl. Hofman, B., (2008). Diakonische Unternehmerkultur: Handbuch für Führungskräfte. S. 15

66 Bildquelle: Vgl. Hofman, B., (2008). Diakonische Unternehmerkultur: Handbuch für Führungskräfte. S. 15f

67 Vgl. Landau, D. (2007). Unternehmenskultur und Organisationsberatung: Über den Umgang mit Werten in Veränderungsprozessen, (2. korrigierte Auflage). S. 8ff

68 Vgl. Schnebel, E. (1997). Management – Werte, Organisation. S. 151

69 Vgl. Hartmann, M. (2013). Servant Leadership in diakonischen Unternehmen. S. 22

70 Vgl. Hartmann, M. (2013). Servant Leadership in diakonischen Unternehmen. S. 23ff

71 Vgl. Spears, L.C. & Lawrence, M. (2002). Focus on leadership: Servant-Leadership for the twenty-first century. New York: John Wiley. S. 4ff

72 Vgl. Russell, R.F., Stone, A.G. (2000), A review of servant leadership attributes: developing a researchable model', manuscript under consideration. S. 146f

73 Vgl. Russell, R. F. (2001). The role of values in servant leadership. Leadership & Organization Development Journal, 22(2), S. 81

74 Vgl. England, G.W., Lee, R. (1974). The relationship between managerial values and managerial success in the United States, Japan, India, and Australia, Journal of Applied Psychology, Vol. 59 No. 4, S. 411-419

75 Vgl. Russell, R. F., (2001). The role of values in servant leadership. Leadership & Organization Development Journal, 22(2), S. 81.

76 Vgl. Russell, R. F., Gregory, S. A. (2002). A review of servant leadership attributes: developing a practical model. Leadership & Organization Development Journal, 23(3), S. 152f

77 Bildquelle: Vgl. Russell, R. F., & Gregory Stone, A. (2002). A review of servant leadership attributes: devel- oping a practical model. Leadership & Organization Development Journal, 23(3), 154.

78 Vgl. Schoenauer, H. (2012). Spiritualität und Innovative Unternehmensführung. S. 27f

79 Vgl. Raschzok, K. (2010). Spiritualität als Quelle der Diakonie. S. 72

80 Vgl. Erikkson, P., Kovalainen, A. (2015). Qualitative Methods in Business Research: A Practical Guide to Social Research. S. 83ff

81 Vgl. Erikkson, P., Kovalainen, A. (2015). Qualitative Methods in Business Research: A Practical Guide to Social Research. S. 93ff

82 Vgl. Denscombe, M. (2010). The Good Research Guide, for small-scale social research projects. S. 272-281

83 Vgl. Gläser, J., Laudel, G. (2010). Experteninterviews und Qualitative Inhaltsanalyse, (4. Auflage). S. 12-13

84 Vgl. Denscombe, M. (2010). The Good Research Guide, for small-scale social research projects. S. 304

85 Vgl. Gläser, J., Laudel, G. (2010). Experteninterviews und Qualitative Inhaltsanalyse, (4. Auflage). S. 116

86 Alle acht interviewten Personen wurden um Erlaubnis zwecks Interview gefragt und haben eingewilligt. Zusätzlich haben alle acht Probanden lt. DSGVO eine Datenschutzerklärung zur Kenntnisnahme und Einwilligung der zu verarbeiteten und veröffentlichenden Daten inklusive ihrem Name, Unternehmen und Bildungsgrad unterschrieben.

87 Tabelle: eigene Darstellung

88 Vgl. Mayring, P. (2019). Qualitative Inhaltsanalyse - Abgrenzungen, Spielarten, Weiterentwicklungen. Forum Qualitative Sozialforschung, Forum: Qualitative Social Research, 20(3), S. 1-15

89 Vgl. Mayring, P. (2010). Qualitative Inhaltsanalyse 11. Auflage., Weinheim: Beltz., S.12ff.

90 Vgl. Gläser, J., Laudel, G. (2010). Experteninterviews und Qualitative Inhaltsanalyse, (4. Auflage). S. 24ff

91 Vgl. Weber, M. (1991). Die protestantische Ethik, Eine Aufsatzsammlung, Hrsg.: Johannes Winckelmann, 8., durchges. Aufl., Gütersloher Taschenbücher Siebenstern, Gütersloh, 1991. S 373

92 Vgl. Hanssmann, F. (2010). Christliche Werte in Wirtschaft und Gesellschaft. S. 23-24

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Details

Titel
Christliche Prinzipien im Unternehmen
Untertitel
Wie beeinflussen christliche Prinzipien einer Führungskraft das Management, die Mitarbeiter und den Wirtschaftserfolg eines Unternehmens?
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz  (Organisation)
Note
1
Autor
Jahr
2020
Seiten
66
Katalognummer
V520102
ISBN (Buch)
9783346121486
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit bietet interessante Resultate - eine neue, eher unbekannte "Art" des Führungsverhalten.
Schlagworte
Jesus Christus, Jesus, Unternehmen, christliche Prinzipien, christliche Werte, Sinnorientierung, Sinnfindung, Sinn im Leben, Unternehmenserfolg, Wirtschaftserfolg, Spiritualität, Unternehmenskultur, Leadership, Führungskraft, Christentum, Unternehmertum, Corporate Social Responsibility, CSR, Servant Leadership, Diakonie, diakonische Unternehmensführung, Wirtschaftsethik, Unternehmensethik, christliche Ansätze, Zufriedenheit, Erfolg, Liebe und Demut, Kirche, Religion, Wirtschaft, Ethik, Moral, Evangelium, Gewinn, Motivation, Kreativität, Materialismus, Geldgier, Unternehmenszweck, Management, Führungsperson, Bibel, biblische Grundlagen, christliches Wertesystem, nachhaltigen Erfolg, dauerhaften Erfolg, Wimberger, Holzhaider, Dragomir, Peham, Pilsl, Pennwieser, Achleitner
Arbeit zitieren
Darius Chichinesdi (Autor), 2020, Christliche Prinzipien im Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520102

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