Pflichten eines GmbH-Geschäftsführers in der Unternehmenskrise


Projektarbeit, 2014

33 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Präventionsmaßnahmen
2.1 Ordentliche Buchführung und Jahresabschlussaufstellung
2.2 Durchführung einer Insolvenzprüfung
2.3 Risikomanagement

3 Aufgaben in der Krise
3.1 Betriebswirtschaftliche und rechtliche Krise
3.2 Aufstellung einer Überschuldungsbilanz
3.3 Einberufungspflicht der Gesellschafterversammlung
3.4 Insolvenzantragspflicht
3.5 Masseerhaltungspflicht und Zahlungsverbot
3.6 Sanierungspflicht

4 Haftung des Geschäftsführers
4.1 Haftung im Verhältnis zur vertretenden GmbH
4.1.1 Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Geschäftsmannes
4.1.2 Kapitalerhaltungspflicht
4.2 Haftung gegenüber den Gesellschaftern
4.3 Haftung nach der Abgabenordnung
4.4 Haftung für Sozialversicherungsleistungen

5 Fazit

6 Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Jede GmbH benötigt mindestens einen Geschäftsführer, um handlungsfähig sein zu können. Die GF führen die Geschäfte der GmbH nach den Weisungen der Gesellschafterversammlung und im Rahmen von Gesetz und Satzung (§37 Abs. 1 GmbHG). Sie vertreten die GmbH gerichtlich und außergerichtlich gegenüber Dritten, zum Beispiel Kunden, Lieferanten, Finanzamt und Sozialversicherungsträgern (§35 Abs. 1 GmbHG). GF haben in Angelegenheiten der GmbH, vor allem in der Unternehmskrise die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden (§43 Abs. 1 GmbHG).

Für die ordnungsgemäße Aufgabenerledigung und die Erfolg versprechende Nutzung der Handlungsspielräume sind für den GF die Kenntnisse der Rechte und Pflichten unerlässlich.1 Die Praxis zeigt jedoch, dass die GF oft nur geringe Kenntnisse über die ihnen zugewiesenen Aufgaben und die daraus resultierenden Gefahren haben.

Eine GmbH kann daher schneller in eine Krise rutschen als es sich mancher GF vorstellen kann. Die nachfolgende Situation soll zeigen, wie eine Krise aufgrund der Abhängigkeit von einem Großkunden entstehen kann. Eine kleinere GmbH erzielt 50 % ihres Umsatzes von einem Großkunden, den sie mit Spezialwerkzeug beliefert. Der Kunde ist selbst in eine Krise geraten und kann nur noch verspätet zahlen oder gar keine Zahlungen mehr vornehmen. Die GmbH hat jetzt mit den Zahlungsausfällen und Umsatzrückgängen zu kämpfen. Es besteht die Gefahr, dass die GmbH dadurch selbst in Bedrängnis gerät, da die Lohn- und Produktionskosten weiter laufen und schon ist die Krise vorprogrammiert.

Das bedeutet, dass der GF bereits bei den ersten Anzeichen einer Krise, zum Beispiel bei Liquiditätsengpässen, sofort reagieren muss. Verletzt der GF aufgrund seines Fehlverhaltens seine Pflichten, riskiert er, dass er von der Gesellschaft, den Gesellschaftern, aber auch von Dritten in die persönliche Haftung genommen werden kann.

Im Rahmen dieser Projektarbeit sollen die Pflichten und die Folgen aufgrund von Pflichtverletzungen des GmbH-Geschäftsführers in der Unternehmenskrise dargestellt werden.

2 Präventionsmaßnahmen

2.1 Ordentliche Buchführung und Jahresabschlussaufstellung

Der GF einer GmbH muss jederzeit die erforderliche Übersicht über die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der GmbH haben. Er muss dafür sorgen, dass die Buchführung ordnungsgemäß geführt und ein Jahresabschluss aufgestellt wird (§§ 41, 42 GmbHG). Im Jahresabschluss werden alle Geschäftsvorfälle festgehalten, die sich im laufenden Geschäftsjahr im Unternehmen ereignet haben.2

Zu diesem Zweck muss der GF ein System einrichten, das es ihm ermöglicht, alle für die wirtschaftliche Lage der GmbH erforderlichen Daten zu erhalten und auszuwerten. Das System muss regelmäßig auf seine Effizienz überprüft und falls erforderlich, auch angepasst werden.3 Die Liquidität eines Unternehmens ergibt sich aus Kassenbestand, Kontoguthaben, Mitteln und Vermögensgegenständen, die kurzfristig in Liquidität gewandelt werden können, zum Beispiel Aktien oder Termingelder. Daraufhin kann der GF geeignete Maßnahmen anstreben, um dem Unternehmen zum wirtschaftlichen Erfolg zu verhelfen.4

Da der GF meist nicht über das ausreichende Fachwissen verfügt, kann er einen Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer damit beauftragen, um die ordnungsgemäße Buchführung zu gewährleisten. Er ist jedoch weiterhin zur Überwachung und Kontrolle verpflichtet. Der GF kann auch nicht durch Weisungen der Gesellschafter von dieser Pflicht entbunden werden, da es sich hierbei um eine Pflicht handelt, die im Interesse des Gläubigerschutzes besteht.5

Hat sich der GF einen Einblick über die betriebswirtschaftlichen relevanten Daten (Ertragslage, Zahlungsfähigkeit, Überschuldung) verschafft, kommt er der Verpflichtung zur rechtzeitigen Insolvenzbeantragung (§ 15 InsO) oder der Information der Gesellschafterversammlung über den Verlust der Hälfte des Stammkapitals (§ 49 GmbHG) nach.6

Der GF hat dafür zu sorgen, dass zum Abschluss eines Geschäftsjahres ein Jahresabschluss erstellt wird. Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz7, einer Gewinn- und Verlustrechnung8, dem Anhang und dem Lagebericht. Unverzüglich nach der Aufstellung hat der GF den Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschafterversammlung vorzulegen.

Des Weiteren muss jährlich eine Inventur durchgeführt werden (§ 240 HGB).9 Bei der Inventur werden Vermögenswerte und Schulden zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt, um sich einen Überblick über die Vermögens- und Schuldensituation des Unternehmens zu verschaffen. Das Ergebnis der Inventur wird als Inventar bezeichnet. Es ist ein Bestandsverzeichnis, das alle mengen- und wertmäßigen Vermögensteile und Schulden enthält.10

Der Jahresabschluss ist innerhalb der ersten drei Monate des laufenden Gechäftsjahres für das vergangene Geschäftsjahr zusammen mit dem Lagebericht aufzustellen. Handelt es sich um eine kleinere GmbH ist der Jahresabschluss innerhalb der ersten sechs Monate des nachfolgenden Geschäftsjahres aufzustellen, wobei der Lagebericht hier nicht erforderlich ist (§ 264 Abs. 1 HGB). Die Definition der Größenklassen ist in § 267 HGB geregelt.

Wird die Erstellung des Jahresabschlusses verspätet aufgestellt oder die Aufstellung unterlassen (zum Beispiel, wenn der Jahresabschluss erst im Herbst des Folgejahres erfolgt), macht sich der GF in der Krise strafbar, denn die Aufstellungsfristen (§ 264 Abs. 1 HGB) wurden nicht beachtet. Dies kann eine Strafbarkeit wegen Bankrott begründen (§ 283 Abs. 1 Nr. 7 StGB).11

Der Bankrott setzt zunächst eine Krise voraus. Diese liegt bei einer Überschuldung, einer drohenden oder eingetretenen Zahlungsunfähigkeit vor. Eine Strafbarkeit wegen Bankrotts setzt ferner voraus, dass der GF eine Bankrotthandlung vornimmt (§ 283 Abs. 1 Nr. 1 bis 8 StGB). Eine Verurteilung wegen Bankrotts kann dazu führen, dass dem GF in seiner persönlichen Insolvenz die Restschuldbefreiung12 versagt wird.13 Restschuldbefreiung bedeutet, dass sich der Schuldner bei ordnungsgemäßem Verhalten nach sechs Jahren von den Schulden befreien lassen kann, wenn er diese nicht mehr bezahlen kann.

Das Vergehen wird regelmäßig angeklagt, weil das Gutachten des Insolvenzverwalters immer Angaben über die ihm vorliegenden Jahresabschlüsse und deren Erstellungsdatum enthält und somit von der Staatsanwaltschaft leicht nachgewiesen werden kann. Als Teil der Insolvenzakten wird dieses immer an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die ohne großen Ermittlungsaufwand Anklage erhebt.14 Wird zum Beispiel am 1. August Insolvenzantrag gestellt und liegt der Jahresabschluss aus dem Vorjahr noch nicht vor, ist es schwer, die Strafbarkeit auszuräumen.

2.2 Durchführung einer Insolvenzprüfung

Wenn eine Gesellschaft insolvenzreif wird, treffen den GF verschiedene Pflichten. Hierzu muss der GF die Insolvenzreife feststellen. Eine GmbH ist insolvenzreif, wenn mindestens einer der Insolvenzgründe gegeben ist (§ 16 InsO). Insolvenzgründe sind die Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO), die drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO) und die Überschuldung (§ 19 InsO).

Den GF trifft eine Feststellungspflicht, die sich aus der Antragspflicht des § 15a InsO ergibt. Sind mehrere GF vorhanden, ist jeder einzelne GF dazu verpflichtet. Wenn der GF die Insolvenzverfahrensreife festgestellt hat, soll die Gesellschafterversammlung einberufen werden. Obwohl das GmbHG keine klare Pflicht zur Einberufung für den Eintritt der Insolvenzverfahrensreife enthält, so lässt sich dies zumindest für die Insolvenzgründe der Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung aus § 49 Abs. 2 GmbHG herleiten.

Wird der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bei Eintritt eines Insolvenzgrundes nicht gestellt, drohen straf- und zivilrechtliche Sanktionen15 wegen Insolvenzverschleppung (siehe Ziffer 3.4).16

Die Zahlungsunfähigkeit (§ 17 Abs. 1 InsO) ist der allgemeine und am häufigsten vorkommende Eröffnungsgrund für das Insolvenzverfahren. Dieser Insolvenzgrund liegt vor, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen und er somit zahlungsunfähig ist (§ 17 Abs. 2 InsO). Es ist davon auszugehen, dass der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.

Können die Zahlungen innerhalb von drei Wochen erfüllt werden, ist dies nur eine vorübergehende Zahlungsstockung. Zahlungsstockungen können durch unerwartete Forderungsausfälle oder zeitlich verzögerte Zahlungseingänge von Kunden verursacht werden.17 Es muss daher die Beschaffung neuer flüssiger Mittel (zum Beispiel Termingelder oder Aktien) erreicht werden, um die volle Liquidität wieder zu erlangen.

Die Höhe einer dabei festgestellten Finanzierungslücke entscheidet über die Insolvenzantragspflicht. Beträgt die Liquiditätslücke weniger als 10 % der Gesamtverbindlichkeiten, liegt keine Zahlungsunfähigkeit vor, es sei denn, die Vergrößerung der Liquiditätslücke ist absehbar. Ist die Liquiditätslücke größer als 10 % der Gesamtverbindlichkeiten liegt Zahlungsunfähigkeit vor, es sei denn, es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Beseitigung der Liquiditätslücke zu erwarten.18

Der Eröffnungsgrund Überschuldung wurde im Rahmen des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes (FMStG) vom 17. Oktober 2008 (BGBl I S. 1982) neu definiert. Eine Überschuldung (§ 19 Abs. 2 InsO) liegt dann vor, wenn das Vermögen der GmbH die Schulden nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung der GmbH ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Ist zu erwarten, dass das Unternehmen in den nächsten zwei Jahren zahlungsfähig bleibt (positive Fortführungsprognose), sind bei der Bewertung der Aktiva und Passiva die Fortführungswerte zugrunde zu legen. Voraussetzung ist ein Unternehmenskonzept, das auf einer sorgfältigen Analyse der Ausgangssituation und der Perspektiven beruht und einen Finanzplan19 und Ergebnis-plan (Abschreibungen und Gewinne) sowie Planbilanzen20 umfasst. Die Unternehmen sind durch diese Änderung in der Krise unabhängiger. Die Feststellung der Überschuldung ist somit abhängig von der Bewertung der Aktivposten21 und Passivposten22 in der Überschuldungsbilanz (siehe Ziffer 3.2). Ergibt die Fortführungsbilanz, dass die Aktiva die Passiva decken, besteht keine Überschuldung. Ergibt der Finanzplan, dass das Unternehmen nicht mindestens bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres zahlungsfähig bleibt, ist die Fortführungsprognose negativ. Der Überschuldungsstatus muss dann zu Liquidationswerten aufgestellt werden. Für angegriffene Unternehmen mit kurzfristigen Zahlungsengpässen hat dies den Vorteil, dass sie nicht zur Insolvenz gezwungen werden, wenn sie mittelfristig ihre Verbindlichkeiten begleichen können.23

Auch die drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 Abs. 1 InsO) stellt einen Eröffnungsgrund dar, wenn der Schuldner die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Wenn der Schuldner voraussichtlich nicht mehr in der Lage sein wird, die bestehenden Zahlungspflichten im Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen, droht die Zahlungsunfähigkeit (§ 18 Abs. 2 InsO). Bei der drohenden Zahlungsunfähigkeit ist die Gesellschaft noch nicht zahlungsunfähig ist, sondern droht erst in der Zukunft zahlungsunfähig zu werden. Es handelt sich somit um eine Überprüfung der Zahlungsfähigkeit für einen künftigen Zeitraum.

Die Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung, verpflichten zwingend zum Insolvenzantrag. Im Unterschied dazu, kann bei der drohenden Zahlungsunfähigkeit nur der Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen. Die Gläubiger haben keine Möglichkeit einen Insolvenzantrag zu stellen. Die GmbH soll damit die Möglichkeit haben, die Insolvenz bereits dann zu beantragen, wenn die Krise erkennbar ist, um eine mögliche Sanierung in der Insolvenz anzustreben. Im Unterschied zur Insolvenzanmeldung nach den §§ 17, 19 InsO benötigt die Geschäftsführung die Zustimmung der Gesellschafter. Ansonsten können die Gesellschafter die GF haftbar machen, auch wenn die drohende Zahlungsunfähigkeit tatsächlich gegeben ist.24

2.3 Risikomanagement

Der GF hat einen gewissen Handlungsspielraum bei seiner Geschäftsführung. Neben dem Eingehen geschäftlicher Risiken besteht auch die Gefahr von Fehlbeurteilungen und Fehleinschätzungen. Er darf keine verantwor-tungslosen Entscheidungen treffen und muss sich daran orientieren, dass seine Entscheidungen zum Wohl des Unternehmens getroffen werden. Der Handlungsspielraum des Geschäftsführers wird verletzt, wenn er Risiken eingeht, die unüberschaubar sind oder er intuitiv Entscheidungen trifft, die nicht kalkulierbar sind. Diese Verletzung des Handlungsspielraums führt zur Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers.25

Die Überwachungs- und Risikomanagementpflicht für den GmbH-GF ist durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) aufgestellt worden. Durch ein Risikofrühwarnsystem, welches der GF einzurichten hat (§ 91 Abs. 2 AktG), sollen Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden.26 In der heutigen Zeit reicht dieses Risikofrüherkennungssystem allerdings nicht mehr aus und an dessen Stelle ist ein modernes Risikomanagementsystem getreten, das neben Risiken auch Chancen erfasst. Anderenfalls könnte dies zu einem nachhaltigen Schaden des Unternehmens führen.

Aufgrund der Unsicherheit, wie sich die künftige Entwicklung des Unternehmens gestalten wird, ist jede Aktivität des Unternehmens mit Chancen und Risiken verbunden. Der GF muss also bei seinen organisatorischen Aufgaben ein Risikomanagementsystem und ein Überwachungssystem installieren. Das Überwachungssystem beinhaltet organisatorische Sicherungsmaßnahmen, interne Kontrollen und Prüfungen. Das Risikomanagement soll durch organisatorische Regelung sicherstellen, dass Risiken frühzeitig erkannt werden und ein optimales Verhältnis von Risiko und Chance geschaffen wird. Das bedeutet, Risiken soweit wie möglich zu reduzieren und überhöhte Risiken vollständig zu vermeiden (Präventivfunktion).27

Des Weiteren ist es erforderlich, die wichtigen Vorgänge aufzuzeichnen (Be-richtswesen)28 und die Geschäftsleitung über bestehende und zukünftige Risiken zu informieren. Drohende Risiken können durch das Berichtswesen ermittelt werden. Zur Bewältigung der festgestellten Risiken können somit Strategien entwickelt werden, um die Risikoposition zu optimieren.29

Da dieses System der Risikobewältigung dienen soll, sind bei der Aufstellung folgende Schritte zu beachten:
- Festlegung der Chancen-/Risikostrategie
- Festlegung der Risikofelder in den einzelnen Geschäftsbereichen
- Risikoerkennung, -bewertung, -steuerung, -berichterstattung
- Überwachung der Angemessenheit und der Effektivität der Steuerungsmaßnahmen30

3 Aufgaben in der Krise

3.1 Betriebswirtschaftliche und rechtliche Krise

An den GF werden in Krisenzeiten höhere Anforderungen gestellt. Eine GmbH befindet sich dann in einer Krise, wenn die Existenz in Frage gestellt ist. Verspätete Zahlungen von Kunden, unerwartete Steuerforderungen, geringe Kapazitätsauslastung, stapelweise Mahnungen von Gläubigern, Kundenwechsel zur Konkurrenz und Änderung der Produktpalette sind oftmals Gründe dafür, dass Unternehmen in eine Krise geraten. Einer der Hauptgründe für die finanziellen Engpässe ist der Forderungsausfall von Großkunden, die aufgrund eigener Insolvenz nicht in der Lage sind zu zahlen. Die GF verzichten in dieser Situation oft darauf, qualifizierte Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eventuelle Handlungsoptionen umsetzen zu können.31

[...]


1 Vgl. Jula, Rocco; Der GmbH-Geschäftsführer, 4. Auflage, Berlin; Heidelberg 2012, S. V.

2 Bieg, Hartmut; Kußmaul, Heinz; Waschbusch, Gerd; Externes Rechnungswesen, 6. Auflage, München 2012, S. 4.

3 Vgl. Kühn, Christian; GmbH-Geschäftsführer, 2. Auflage, München 2013, S. 65.

4 Vgl. ebd., S. 64.

5 Vgl. Kühn, Christian; a. a. O., S. 75.

6 Vgl. ebd., S. 65.

7 Vgl. Springer Gabler Verlag (Hrsg.); Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Bilanz, in: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/54548/bilanz-v10.html, Zugriff: 04.06.2014.

8 Vgl. Bieg, Hartmut; Kußmaul, Heinz; Waschbusch, Gerd; Externes Rechnungswesen, 6. Auflage, München 2012, S. 4.

9 Vgl. Kühn, Christian; a. a. O., S. 75.

10 Vgl. Hahn, Heiner; Wilkens, Klaus; Buchhaltung und Bilanz, Teil A: Grundlagen der Buchhaltung, 7. Auflage, München 2007, S. 7 f.

11 Vgl. Jula, Rocco; Der GmbH-Geschäftsführer, 3. Auflage, Berlin; Heidelberg 2019, S. 373.

12 Vgl. Springer Gabler Verlag (Hrsg.); Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Restschuldbefreiung, in: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/12610/restschuldbefreiung-v6.html, Zugriff: 18.06.2014.

13 Vgl. Kühn, Christian; a. a. O., S. 76.

14 Vgl. ebd., S. 75 f.

15 Vgl. Börger, Andreas; Sanktionen für die Verletzung vorvertraglicher Informationspflichten, München, 2010, S. 76.

16 Vgl. Springer Gabler Verlag (Hrsg.); Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Insolvenzverschleppung, in: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/18155/insolvenzverschleppung-v6.html, Zugriff: 28.05.2014.

17 Vgl. Crone, Andreas; Werner, Henning (Hrsg.); Modernes Sanierungsmanagement, 4. Auflage, Heidelberg 2014, S. 21.

18 Vgl. BGH, Urteil vom 24. Mai 2005, IX ZR 123/04, BGHZ, 163, 134.

19 Vgl. Springer Gabler Verlag (Hrsg.), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Finanzplan, in: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/3381/finanzplan-v11.html, Zugriff: 24.06.2014.

20 Vgl. Springer Gabler Verlag (Hrsg.), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Planbilanz, in: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/56408/planbilanz-v8.html, Zugriff: 24.06.2014.

21 Vgl. Springer Gabler Verlag (Hrsg.); Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Aktiva, in: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/120216/aktiva-v5.html, Zugriff: 31.05.2014.

22 Vgl. Springer Gabler Verlag (Hrsg.); Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Passiva, in: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/120218/passiva-v5.html, Zugriff: 31.05.2014.

23 Vgl. Kühn, Christian; a. a. O., S. 100 f.

24 Vgl. Ulbricht, Ellen; o. O. 2009, in: http://www.akademie.de/wissen/ueberschuldung-insolvenz/drohende-zahlungsunfaehigkeit, Zugriff: 03.06.2014.

25 Vgl. Kühn, Christian; a. a. O., S. 66.

26 Vgl. Bäcker, Roland M.; Prühs, Hagen; GmbH-Ratgeber, Band 11, GmbH-Geschäftsführer: ABC der Haftungsrisiken, Bonn 2006, S. 4.

27 Vgl. Ciftci, Taylan; Bischoff, Denis; Die GmbH in der Krise, Hamburg 2009, S. 10.

28 Vgl. Springer Gabler Verlag (Hrsg.); Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Berichtswesen, in: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/5838/berichtswesen-v5.html, Zugriff: 02.06.2014.

29 Vgl. Ciftci, Taylan; Bischoff, Denis; a. a. O., S. 10.

30 Vgl. Bäcker, Roland M.; Prühs, Hagen; a. a. O., S. 4.

31 Vgl. Niggemann, Karl A.; Simmert, Diethard, B.; Finanzierung im Mittelstand, o. O. 2009, S. 16, in: http://www.ifwniggemann.de/download/ifwpress_117.pdf, Zugriff: 31.05.2014.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Pflichten eines GmbH-Geschäftsführers in der Unternehmenskrise
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim
Note
2,0
Jahr
2014
Seiten
33
Katalognummer
V520176
ISBN (eBook)
9783346115492
ISBN (Buch)
9783346115508
Sprache
Deutsch
Schlagworte
GmbH, Geschäftsführer, Unternehmenskrise
Arbeit zitieren
Anonym, 2014, Pflichten eines GmbH-Geschäftsführers in der Unternehmenskrise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520176

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