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Märchenstrukturen im Vergleich - nach der Theorie von Vladimir Propp

Title: Märchenstrukturen im Vergleich - nach der Theorie von Vladimir Propp

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Tatiana Hammerl (Author)

German Studies - Genres
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Einleitung

Die folgende Ausarbeitung stellt eine Auseinandersetzung mit der literarischen Gattung Märchen dar. Zunächst werde ich kurz den Begriff "Märchen" und deren Forschung erläutern, bevor ich den strukturalistischen Ansatz der Märchenforschung von Vladimir Propp vorstelle. Anschließend werde ich etwas zu dem Umgang mit dem strukturalistischen Ansatz von Propp aus der Sicht von Max Lüthi sagen. Abschließend werde ich die Übertragbarkeit des Ansatzes von Propp auf zwei nichtrussische Märchen untersuchen und erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Märchen und Märchenforschung

3. Der strukturalistische Ansatz nach Vladimir Propp

3.1 Abgrenzung

3.2 Die 31 Funktionen der handelnden Figuren

3.3 Zum Umgang mit Propps Theorie

4. Übertragbarkeit des Ansatzes auf andere Märchen

4.1 Inhaltliche Zusammenfassungen der Märchen „Der Teufel und seine Großmutter“ und „Däumeling“

4.2 Analysen der Märchen

4.3 Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Märchenforschung auseinander und untersucht die Anwendbarkeit der strukturalistischen Theorie von Vladimir Propp auf nichtrussische Märchen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit sich Propps 31 Funktionen der handelnden Figuren zur Analyse von Märchen außerhalb seiner ursprünglichen Sammlung generalisieren lassen.

  • Strukturalistische Märchenforschung nach Vladimir Propp
  • Kritische Betrachtung durch Max Lüthi
  • Analyse von „Der Teufel und seine Großmutter“ (Brüder Grimm)
  • Analyse von „Däumeling“ (Ludwig Bechstein)
  • Vergleichende Untersuchung der Figurenkonstellationen und Handlungsstrukturen

Auszug aus dem Buch

3.1 Eine Abgrenzung

Vladimir Propp wählt einen Ansatz zur Märchenforschung, in dem er Gesetzmäßigkeiten innerhalb verschiedener Märchen untersucht und bestimmt. Er macht die Gesetzmäßigkeiten an inhaltlichen Strukturen fest und definiert sie allgemein, um sie in anderen Märchen wieder finden zu können. Propp stützt seine Ergebnisse auf eine Sammlung russischer Zaubermärchen, welche von Alexander Afanasev zusammengestellt worden ist. In seiner 1928 entstandenen Studie, die in seinem 1969 erschienenen Werk ,,Morphologie des Märchens" neu veröffentlicht worden ist, beginnt Propp seine Ausführungen mit der Aussage, in der Märchenforschung seien in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts keine neuen Erkenntnisse zu verzeichnen gewesen.

Es liege seiner Meinung nach nicht an dem zu untersuchenden Material, was zur Genüge vorhanden sei, vielmehr an den bisherigen Forschungsmethoden. Er bemängelt an der Märchenforschung, dass zwar Untersuchungen zu Regelmäßigkeiten stattgefunden hätten, Märchen jedoch nach bereits feststehenden Schemata gruppiert würden. Er ist der Ansicht, Einteilungen würden vollzogen, um Märchen besser unterscheiden zu können, anstatt diese aus den Märchen selbst zu entwickeln. Probleme bei der Ordnung von Märchen nach Obergruppen macht er durch den exemplarischen Vergleich von Tier- und Zaubermärchen deutlich. Trotz zahlreicher Unterschiede und Gemeinsamkeiten ließ sich in vielen Fällen keine eindeutige Kategorisierung vornehmen. Weiterhin verwirft er eine Klassifizierung von Märchen in ,,Sujets". Dieser vom spätlateinischen Begriff ,,Subiectum" abstammende Ausdruck, dem die Unterscheidung von Märchen anhand ihrer Protagonisten charakteristisch ist, führt nach Propps Ansicht zu keiner sinnvollen Lösung des Problems.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, des strukturalistischen Ansatzes von Propp und der Zielsetzung der Untersuchung anhand zweier nichtrussischer Märchen.

2. Märchen und Märchenforschung: Definition der Gattung Märchen und ein Überblick über verschiedene Ansätze der Märchenforschung, von den Brüdern Grimm bis hin zur finnischen Schule.

3. Der strukturalistische Ansatz nach Vladimir Propp: Einführung in Propps morphologische Untersuchungsmethode, die Definition der 31 Funktionen und die wissenschaftliche Einordnung durch Max Lüthi.

4. Übertragbarkeit des Ansatzes auf andere Märchen: Praktische Anwendung und Überprüfung von Propps Theorie anhand der Märchen „Der Teufel und seine Großmutter“ und „Däumeling“ inklusive Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Märchenforschung, Vladimir Propp, Strukturalismus, Märchen, Funktionen der handelnden Figuren, Morphologie, Max Lüthi, Der Teufel und seine Großmutter, Däumeling, Erzählstruktur, Analyse, Interkultureller Vergleich, Zaubermärchen, Brüder Grimm, Ludwig Bechstein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Gattung Märchen und dem Versuch, die strukturalistische Methode von Vladimir Propp auf das Märchen zu übertragen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Märchenforschung, die spezifische Methode der 31 Funktionen nach Propp und deren empirische Anwendung auf zwei nichtrussische Märchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung der Generalisierbarkeit von Propps Ansatz, also ob seine in russischen Zaubermärchen gefundenen Strukturen auch in anderen Märchenkontexten Bestand haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Verwendet wird die morphologische Strukturanalyse nach Vladimir Propp, bei der Märchen in eine Abfolge von 31 definierten Funktionen der handelnden Personen zerlegt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die methodische Herleitung des strukturalistischen Ansatzes, die Kritik durch Max Lüthi sowie die konkrete Analyse der Märchen „Der Teufel und seine Großmutter“ und „Däumeling“.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter der Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe „Strukturalistische Märchenforschung“, „Proppsche Funktionen“ und „Morphologie des Märchens“ definieren.

Warum kritisierte Max Lüthi den Ansatz von Vladimir Propp?

Lüthi warnt vor der Gefahr einer „Vergewaltigung des Materials“, da durch das Zurückführen aller Erzählungen auf ein Grundelement die Gefahr besteht, wesentliche Unterschiede der Texte zu übersehen.

Welches Ergebnis liefert der Vergleich zwischen „Der Teufel und seine Großmutter“ und „Däumeling“?

In „Der Teufel und seine Großmutter“ konnten 13 der 31 Funktionen identifiziert werden, während „Däumeling“ lediglich 9 Funktionen aufwies, wobei sich zudem eine Verschiebung in der Reihenfolge der Funktionen zeigt.

Gibt es eine eindeutige Heldenfigur in den analysierten Märchen?

Die Autorin stellt fest, dass in beiden untersuchten Märchen keine eindeutige Figurenkonstellation vorliegt; der Beitrag der Protagonisten ist entweder passiv oder die Rollen von Helfer und Gegenspieler sind schwerer zu determinieren als bei Propp.

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Details

Title
Märchenstrukturen im Vergleich - nach der Theorie von Vladimir Propp
College
Justus-Liebig-University Giessen
Course
Das Märchen im mehrsprachigen Klassenzimmer
Grade
2
Author
Tatiana Hammerl (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V52048
ISBN (eBook)
9783638478564
ISBN (Book)
9783656792819
Language
German
Tags
Märchenstrukturen Vergleich Theorie Vladimir Propp Märchen Klassenzimmer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tatiana Hammerl (Author), 2004, Märchenstrukturen im Vergleich - nach der Theorie von Vladimir Propp, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52048
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