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Typisch Frau - typisch Mann? Wie beeinflussen Geschlechtsrollenbilder die familiale Arbeitsteilung?

Title: Typisch Frau - typisch Mann? Wie beeinflussen Geschlechtsrollenbilder die familiale Arbeitsteilung?

Seminar Paper , 2004 , 13 Pages , Grade: 2

Autor:in: Tatiana Hammerl (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Einleitung

Diese Ausarbeitung stellt eine Auseinandersetzung mit der Frage dar, inwieweit die Vorstellungen über die Rollenverteilung der Geschlechter Einfluss nehmen auf die familiale Arbeitsteilung.

Zunächst werde ich die Entstehung von Geschlechtsrollenbildern erläutern, ob es zu dieser Zeit eine familiale Arbeitsteilung gegeben hat und wie sie ausgesehen hat. Anschließend werde ich den heutigen Einfluss dieser Rollenvorstellungen auf die Arbeitsteilung innerhalb der Familie, sowie auf dem Arbeitsmarkt, darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie entwickelten sich die Geschlechtsrollenbilder bzw. gab es früher eine familiale Arbeitsteilung?

3. Wie beeinflussen heute die Geschlechtsrollenbilder die familiale Arbeitsteilung?

3.1 Die neue Vaterrolle

3.2 Theoretische Ansätze zur Erklärung der familialen Arbeitsteilung

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss historisch gewachsener und moderner Geschlechtsrollenbilder auf die familiale Arbeitsteilung. Dabei wird analysiert, wie sich die Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart verändert hat und welche ökonomischen sowie sozialen Faktoren die heutige Aufgabenteilung innerhalb der Familie und auf dem Arbeitsmarkt determinieren.

  • Historische Entwicklung von Geschlechtsrollenbildern und Familienleitbildern
  • Einfluss von Erwerbstätigkeit und Geschlechtsrolleneinstellungen auf die Hausarbeit
  • Die Rolle des Vaters in der modernen Kindererziehung
  • Theoretische Erklärungsmodelle wie der Doing-Gender-Ansatz und die New Home Economics Theorie
  • Zusammenhang zwischen Humankapital, Berufswahl und Gleichstellung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die „neue“ Vaterrolle

Wenn ein Paar sich mit Kinderplanung beschäftigt, dann äußern sich die Männer oft positiv in Bezug auf ihre künftige Mithilfe im Haushalt, laut politischen Umfragen. Das geschieht aber nur vor der Geburt des ersten Kindes. Denn ab da wissen die Männer, wie die Realität aussieht. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit hat der Mann niemals so eine innige Beziehung zu dem Kind, als die Frau. Er wird etwas außen vor gelassen und fühlt sich oftmals ausgestoßen, beschreibt der Züricher Psychiater Berthold Rothschild. (Vgl. Hénard, Jacqueline (2002): Vater unser. In: Die Zeit. 01/2002)

Doch hat sich durchaus in der neuen Vaterrolle etwas getan. Laut der Münchner Studie über den Wandel der Vaterrolle in Deutschland, sehen sich heutzutage etwa zwei Drittel der Väter mehr als ein Erzieher für ihre Kinder, anstatt nur einem Geldverdiener. Daraus schließt man, dass sie sich mehr um ihre Kinder kümmern wollen. Doch warum sie es letztendlich nicht tun, kann man eigentlich nur mit dem klassischen Rollenbild erklären. Sie stehen nicht zu ihren Aussagen, sondern fallen in die alte Rollenverteilung zurück. Die Ursache liegt aber nicht nur bei ihnen selbst, sondern das soziale Umfeld spielt auch eine Rolle. Da Männer, die eine Vaterzeit nehmen wollen, oftmals auf Kritik von ihren Arbeitgebern treffen, entscheiden sich schließlich doch gegen eine Vaterzeit und überlassen der Frau den größten Teil der Kindererziehung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwieweit Geschlechtsrollenbilder die Arbeitsteilung innerhalb von Familien und auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen.

2. Wie entwickelten sich die Geschlechtsrollenbilder bzw. gab es früher eine familiale Arbeitsteilung?: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung von der frühneuzeitlichen Geschlechterhierarchie bis zur bürgerlichen Familie des 18. Jahrhunderts und den damit verbundenen Rollenzuweisungen.

3. Wie beeinflussen heute die Geschlechtsrollenbilder die familiale Arbeitsteilung?: Der Hauptteil untersucht aktuelle empirische Daten zur zeitlichen Verteilung von Hausarbeit und den Einfluss von Erwerbstätigkeit, Bildung und Einstellungen.

3.1 Die „neue“ Vaterrolle: Dieser Unterpunkt thematisiert die Diskrepanz zwischen dem Wunsch der Väter nach mehr Beteiligung an der Erziehung und der tatsächlichen Umsetzung im Alltag.

3.2 Theoretische Ansätze zur Erklärung der familialen Arbeitsteilung: Hier werden wissenschaftliche Erklärungsmodelle wie der Geschlechtsrollenansatz, der Doing-Gender-Ansatz und die New Home Economics Theorie vorgestellt.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über den Wandel hin zu moderneren Vorstellungen, die eine Aufweichung starrer Geschlechterrollen ermöglichen.

5. Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet die verwendeten Quellen und Studien auf, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Geschlechtsrollenbilder, familiale Arbeitsteilung, Geschlechterhierarchie, Hausarbeit, moderne Familie, Vaterrolle, Doing-Gender-Ansatz, New Home Economics Theorie, Humankapital, Gleichstellung, Erwerbsunterbrechung, Familienleitbild, Rollenverteilung, Sozialisation, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Vorstellungen von Geschlechterrollen und deren tatsächlichen Auswirkungen auf die Arbeitsteilung innerhalb der Familie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese von Rollenbildern, der heutigen Zeitverwendung in Haushalten sowie ökonomischen und theoretischen Erklärungsmodellen für Ungleichheiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie tiefgreifend Geschlechtsrollenbilder die Aufgabenteilung in der Familie prägen und welche Rolle gesellschaftliche Rahmenbedingungen dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene soziologische Studien und ökonomische Theorien heranzieht, um die familiale Arbeitsteilung zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert empirische Daten zur Hausarbeit, beleuchtet die Rolle des Vaters und diskutiert theoretische Ansätze wie den Doing-Gender-Ansatz und die Humankapitaltheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind familiale Arbeitsteilung, Geschlechtsrollenbilder, Rollenverteilung, Gleichstellung und Humankapital.

Warum leisten Frauen statistisch gesehen noch immer mehr Hausarbeit als Männer?

Die Arbeit erklärt dies u.a. durch traditionelle Rolleneinstellungen, die noch immer bestehende Lohnlücke sowie ökonomische Rationalität nach der New Home Economics Theorie.

Welche Rolle spielt die Ausbildung für die Arbeitsteilung?

Höhere Bildung korreliert mit liberaleren Einstellungen; zudem verdeutlicht die Humankapitaltheorie, wie Erwartungen an zukünftige Rollenverteilungen Investitionen in die eigene Ausbildung beeinflussen.

Welche Bedeutung hat das soziale Umfeld für die neue Vaterrolle?

Das soziale Umfeld, insbesondere Arbeitgeber, übt durch Erwartungshaltungen Druck aus, der Väter oft davon abhält, eine aktive Elternzeit oder Kinderbetreuung wahrzunehmen.

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Details

Title
Typisch Frau - typisch Mann? Wie beeinflussen Geschlechtsrollenbilder die familiale Arbeitsteilung?
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
2
Author
Tatiana Hammerl (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V52049
ISBN (eBook)
9783638478571
ISBN (Book)
9783656813880
Language
German
Tags
Typisch Frau Mann Geschlechtsrollenbilder Arbeitsteilung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tatiana Hammerl (Author), 2004, Typisch Frau - typisch Mann? Wie beeinflussen Geschlechtsrollenbilder die familiale Arbeitsteilung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52049
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