Einfluss psychoanalytischer Theorie auf Thomas Manns "Der Tod in Venedig"


Seminararbeit, 2019
19 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Thomas Mann unter dem Einfluss der Tiefenpsychologie

2. Einfluss psychoanalytischer Theorie auf Thomas Manns Der Tod in Venedig
2.1 Philosophische Vorbereitung der Psychoanalyse
2.2 Aneignung und Anwendung psychoanalytischer Grundkenntnisse

3. Fazit – Der Tod in Venedig als Beginn eines neuen Erzählstils

4. Literaturverzeichnis

1. Thomas Mann unter dem Einfluss der Tiefenpsychologie

Der Tod in Venedig gilt als eine der wichtigsten Novellen der deutschen Sprache und als eines der bedeutendsten Werke von Thomas Mann. Neben seinem Erfolgsroman Buddenbrooks: Verfall einer Familie ist die Erzählung wohl maßgeblich daran beteiligt gewesen, den Autor weltweit bekannt und beliebt gemacht zu haben. Noch heute ist sie Bestandteil der Literaturforschung, ihre Bezüge zur Antike und ihre Décadence- und Todesmotivik wurden ausgiebig behandelt.

Nicht allzu häufig stolpert man dabei über die Ideen eines der einflussreichsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, die des Psychoanalytikers Sigmund Freud. Dabei hat jener die Literatur und das Denken seiner Zeit wohl geprägt wie kaum ein anderer. Wenn sich mit Mann und Freud auseinandergesetzt wird, dann wird zumeist der Zauberberg ins nähere Blickfeld genommen, vor allem dessen Kapitel Analyse, in dem die Figur des Dr. Krokowski auftaucht, die viele Ähnlichkeiten zu berühmten Vertretern der Psychoanalyse darstellt.

Dabei macht es viel Sinn, auch Der Tod in Venedig genauer zu betrachten, eine Novelle, die wie im Folgenden gezeigt werden soll, extrem unter dem Einfluss jener Tiefenpsychologie Freuds stand. In dieser Arbeit soll die Beziehung zwischen Wilhelm Jensens Gradiva: Ein pompejanisches Phantasiestück und Sigmund Freuds Interpretation eben dessen in Der Wahn und die Träume in W. Jensens >Gradiva< zu Manns selbsternanntem „Meisterwerk des zwanzigsten Jahrhunderts“1 expliziert werden. Zudem sollen die Folgen, die sich aus der Lektüre für den Autor und sein weiteres Wirken ergaben, ausgearbeitet werden.

Es soll anhand von Überlegungen der beiden Philosophen Arthur Schopenhauer und Friedrich Nietzsche, zweier Denker, denen Thomas Mann sich besonders nah in seiner Sicht der Welt fühlte, gezeigt werden, wie Mann gewissermaßen bereits für die Theoreme Freuds empfänglich war, und wie sich diese verschiedenen theoretischen Systeme für ihn in seinem eigenen Konzept von Psychologie und Mythos vereinen ließen.

Dementsprechend bietet sich eine genaue Betrachtung von Jensens Gradiva -Texts und seiner freudschen Analyse an, um abschätzen zu können, welche Kenntnisse ein Mensch, der noch nicht direkt mit tief greifenden psychoanalytischen Schriften in Berührung gekommen ist, aus dieser allein für sich hatte ziehen können. Es werden Bezüge zwischen Der Tod in Venedig und den beiden Texten hergestellt und durch den gängigen Forschungsstand unterstützt, um nachzuvollziehen, was Thomas Mann sich für das Schreiben seiner Venedig-Novelle angeeignet haben konnte, und wie er es im Text selbst anzuwenden lernte.

2. Einfluss psychoanalytischer Theorie auf Thomas Manns Der Tod in Venedig

2.1 Philosophische Vorbereitung der Psychoanalyse

Bevor sich den psychoanalytischen Einflüssen auf Thomas Manns Werk gewidmen werden kann, ist es ratsam, darauf einzugehen, welche Intellektuellen vorher schon auf ihn einwirkten, um sein Interesse an der Thematik und seine daraus entstehende Interpretation der Lehren Freuds verstehenzulernen. Zunächst wird darum auf die beiden Philosophen eingegangen , die sein Gedankengebäude maßgeblich strukturiert haben, und die für die psychoanalytischen Kenntnisse, die er später gewinnen sollte, einen fruchtbaren Boden bereiteten.

2.1.1 Die Schopenhauersche Triebphilosophie

Die erste Berührung mit Arthur Schopenhauer, so schreibt Philologe Børge Kristiansen, müsse den jungen Thomas Mann in seinen Grundfesten erschüttert und aufs Nachhaltigste geprägt haben, sodass er sein Leben lang immer wieder auf den Philosophen zurückgegriffen habe. Seine Sicht auf die Welt habe Mann eine neue Deutungsmöglichkeit seiner eigenen Umgebung offenbart, die sich in seinem Werk ebenso einflussreich zeigte.2

Eines der wichtigsten Konzepte Schopenhauers ist seine Willensmetaphysik, die den Willen als primäre Kraft über den Intellekt stellt. Im Zentrum des Willens befindet sich, ähnlich wie in Freuds Lehre, die Sexualität des Menschen. Das Muster vom Geist, der am Leben scheitern muss, das sich bei Thomas Mann schon in Buddenbrooks oder Der kleine Herr Friedemann deutlich abzeichne, sei laut Kristiansen direkt von Schopenhauers System übernommen.3 Die Nähe der Psychoanalyse zu diesem Konstrukt muss Mann durchaus bewusst gewesen sein. Er bezeichnete Schopenhauers Philosophie retrospektiv gar als eine „Triebphilosophie“4 und setzte dessen Dialektik von Wille und Intellekt zudem mit Freuds Kampf des Es gegen das Ich gleich.5

Neben dem Willen ist die Welt als Produkt der Vorstellung ein weiterer essenzieller Aspekt der schopenhauerschen Philosophie, der an Immanuel Kants erkenntnistheoretische Überlegungen anknüpft. Demnach handle es sich bei Raum und Zeit um bloße Hirngespinste des Menschen – Konstruktionen, die wir aus uns selbst heraus in unsere Umwelt projizieren. Der Literaturwissenschaftler und ehemalige Vizepräsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft Manfred Dierks meint, Schopenhauer schreibe der Welt der Träume hier, ähnlich der Psychoanalyse, eine besondere Relevanz zu. Nur in der Zeit- und Raumlosigkeit des Traumes ließe sich diese Täuschung für das Subjekt gegebenenfalls erkennen.6 Kristiansen weist darauf hin, dass Schopenhauer der Meinung gewesen sei, von diesem konstruierten Sein könne uns einzig der Tod erlösen, indem er uns zurück in den Zustand willenloser Materie versetze.7

Hinzu gesellt sich in seinem Denken eine Definition von Individuum und Gattung, nach der Letztere eine „in der Zeit auseinandergezogene Idee“ darstellt, die realisiert wird durch „die durch das Band der Zeugung verbundenen successiven und gleichartigen Individuen“.8 Wie Dierks zeigt, glaubt Schopenhauer an das Konzept eines „Intelligiblen Charakters“, nach dem Menschen ihr Leben lang einer vorgesetzten Persönlichkeitsstruktur folgen, die sie in einem metaphysischen Willensakt einst selbst definierten.9

Diese Verbindung von pessimistischem Menschenbild, einer Welt als Illusion und dem mythologisch aufgeladenen Begriff des Individuums, das sich selbst determiniert, hat Mann stark beeinflusst. Dierks weist ausdrücklich darauf hin, wie sich Manns Konzept von Zeitlosigkeit und Typisierung aus Schopenhauers „Typus/Gattung-Motiv“ entwickelt haben soll, und wie es später durch das Lesen von Nietzsche und Freud noch weiter ausgebaut wurde.10

2.1.2 Nietzsches psychologisches Paradigma

Im Gegensatz zu einer kurzen aber intensiven Phase der Schopenhauer-Lektüre, zeichnete sich Thomas Manns Rezeption der Schriften Friedrich Nietzsches insofern aus, dass er sie über einen längeren Zeitraum studierte und durchaus versuchte eine skeptische Distanz zu wahren, meint Kristiansen. Diese Skepsis habe seine Liebe zu ihm jedoch keineswegs geschwächt. Immer wieder nahm er sich den verschiedenen Themen Nietzsches an, schrieb über dessen Beziehung zu Wagner und Schopenhauer, und schien sich auch sonst von dessen Philosophie verstanden zu fühlen.11

Die Dialektik von Kunst und Leben, die sich sehr exemplarisch in Manns Novelle Tonio Kröger abzeichne, gehe laut dem britischen Germanisten Terence James Reed auf eine Antithetik zurück, die Friedrich Nietzsche einst genau definiert habe. Laut Reed folge nach Nietzsche mit dem Aufstieg der intellektuellen Differenziertheit ein Verfall der Lebenskraft, einher mit einem Höhenflug künstlerischer Begabung. Leben stehe demnach Kunst und Intellekt im Weg. Es handle sich um Kräfte, die sich gegenseitig behinderten.12

In dieser Gegenüberstellung erkennt Thomas Mann wohl die tiefe Melancholie seines eigenen Künstlertums wieder, das sich diesem Verfall an Leben gegenübersieht und eine gleichzeitige Bewunderung für das Schöne, das Lebhafte und Kräftige verspürt. Hieraus entwickelt sich eine der entscheidenden Besonderheiten des mannschen Schreibens, nämlich seine markante Ironie. Der Schriftsteller Spinell im Tristan beispielsweise, der aufs Äußerste überzeichnet dargestellt wird, ist an die von Mann harsch kritisierte Strömung des Ästhetizismus sowie Nietzsches Kritik an Richard Wagner angelehnt.13

Um die Verbindung zwischen Freud und Nietzsche besser verstehen zu können, muss ein Blick auf Nietzsches psychologische Überlegungen gerichtet werden. Aus der bereits angeführten Antithetik erschafft Nietzsche in Die Geburt der Tragödie ein dialektisches Prinzip. Er spricht fortan vom Dionysischen und vom Apollinischen.

Während das Dionysische den Rausch und das Leben verkörpern soll, steckt im Apollinischen vor allem die Disziplin und die Form. Nietzsche schriebt von der Überwindung des Apollinischen durch das Dionysische:

Ja er [der Grieche] musste noch mehr empfinden: sein ganzes Dasein, mit aller Schönheit und Mäßigung, ruhte auf einem verhüllten Untergrunde des Leidens und der Erkenntnis, der ihm wieder durch jenes Dionysische aufgedeckt wurde. Und siehe! Apollo konnte nicht ohne Dionysos leben! [...] Das Individuum, mit allen seinen Grenzen und Maßen, ging hier in der Selbstvergessenheit der dionysischen Zustände unter und vergaß die apollinischen Satzungen. [...] Und so war, überall dort, wo das Dionysische durchdrang, das Apollinische aufgehoben und vernichtet.14

Reed weist darauf hin, dass diese mythisch eingekleidete Psychologie sich in vielen Werken Thomas Manns wiederfinden lässt, beispielsweise in Der kleine Herr Friedemann, Der Tod in Venedig und Joseph und seine Brüder.15

Den Anschluss an Sigmund Freuds Theorien findet Dierks, der eine Verbindung zwischen der psychoanalytischen Dialektik und dem Paradigma Nietzsches herstellt: „Das Apollinische vertritt dann im Tod in Venedig das Verdrängende, das Dionysische erlangt als Verdrängtes mit der Traum-Epiphanie des Dionysos schließlich wieder sein Recht.“16 Thomas Mann erlangte also schon weitreichende psychoanalytische Erkenntnisse, bevor er sich ernsthaft mit psychologischen Schriften auseinandersetzte. Dierks geht sogar so weit, zu sagen, die Psychoanalyse sei in Manns frühen Ansichten bereits enthalten gewesen, ohne dass er von ihr gewusst habe.17

2.2 Aneignung und Anwendung psychoanalytischer Grundkenntnisse

Es kann aufgrund der zuvor festgestellten philosophischen Vorprägung kaum die Rede davon sein, dass Sigmund Freuds Theorien Thomas Mann ein gänzlich neues Weltbild eröffneten. Es muss vielmehr angenommen werden, dass sie sein schon vorhandenes bestärkten, und weiter in eine noch tiefenpsychologischere Richtung lenkten. Die Psychoanalyse scheint sich im Zusammenhang betrachtet gar wie eine logische Konsequenz zum vorigen Denken Manns zu verhalten, da sie für ihn retrospektiv frühere Erkenntnisse in eine neues Licht rückte, auch wenn und gerade weil sie aus ebenjenen Strömungen selbst hervorging.18

Das erste literarische Werk, auf das sie direkten Einfluss gehabt haben muss ist Der Tod in Venedig. Mann selbst widerspricht sich in seinen Äußerungen bezüglich des Einflusses Freuds auf die Novelle mehrfach, wodurch auch seine Beziehung zu dessen Lehren in ein interessantes Licht gerückt wird. In einem Interview mit der italienischen Zeitung La Stampa aus dem Jahr 1925 wirkt er Freud noch deutlich verbunden:

Was mich betrifft, so ist mindestens eine meiner Arbeiten, die Novelle >Der Tod in Venedig<, unter dem unmittelbaren Einfluss von Freud entstanden. Ich hätte ohne Freud niemals daran gedacht, dieses erotische Motiv zu behandeln, oder hätte es gewiß anders gestaltet.19

Fünf Jahre später, im Gespräch mit der Psychoanalytikerin Caroline Newton, klingt er schon deutlich distanzierter, und meint, Freud hätte sicher einen indirekten Einfluss auf ihn gehabt, aber es wäre ihm nie untergekommen, eine seiner Schriften zu lesen.20

In einem Brief an Joyce Morgan scheint Mann im Jahr 1951, vier Jahre vor seinem Tod, schließlich wieder ein Stück auf Freud zuzugehen, und räumt ein, dass er sich nicht daran erinnern könne, dass es aber durchaus möglich sei, dass er „die ein oder andere Schrift“ damals tatsächlich gelesen hätte. „Außerdem erfüllten die psychoanalytischen Theorien ja sehr bald die Atmosphäre, und man atmete sie ein, auch ohne sie ausdrücklich zu studieren“, schreibt er.21

Was hinter diesen Widersprüchen steckt, ist schwierig auszumachen. Thomas Mann spielte gern sein eigenes Spiel mit den Mitgliedern der Presse und seiner eigenen Mystifizierung, zu der es wohl besser passte, Freud nicht zu deutlich mit Der Tod in Venedig in Verbindung zu bringen. Der offensichtliche Zusammenhang zwischen ihm und der Psychoanalyse war allerdings unmöglich zu kaschieren, schließlich schrieb er doch zwei bedeutende Texte über Sigmund Freuds Wirken – der Essay Die Stellung Freuds in der modernen Geistesgeschichte und die Geburtstagsrede Freud und die Zukunft – doch sieht es aus, als hätte er gewollt, dass es zumindest den Anschein mache, er wäre erst spät intensiv damit in Berührung gekommen.

[...]


1 Mann, Thomas: „Gesammelte Werke“, Bd. 10, S. 842.

2 Kristiansen, Børge: „Thomas Mann und die Philosophie“, S. 276f.

3 Ebd. S. 281.

4 Mann, Thomas: „Freud und die Psychoanalyse“, S. 70.

5 Ebd. S. 74f.

6 Dierks, Manfred: „Der Wahn und die Träume im »Tod in Venedig«“, S. 262.

7 Kristiansen: „Mann und Philosophie“, S. 279. Eine interessante Überlegung, die doch stark an Sigmund Freuds Jenseits des Lustprinzips erinnert, worin dieser mit dem Todestrieb einen konkreten Gegenspieler zum Sexualtrieb gefunden zu haben glaubte.

8 Schopenhauer, Arthur: „Sämtliche Werke“, Bd. 3, S. 584.

9 Dierks, Manfred: „Traumzeit und Verdichtung“ S. 130 f.

10 Ebd. S. 122.

11 Kristiansen: „Mann und Philosophie“, S. 260f.

12 Reed, T.J.: „Thomas Mann und die literarische Tradition“, S. 100.

13 Vgl. Mann, Thomas: „Freud und die Psychoanalyse“, S. 22.

14 Nietzsche, Friedrich: „Die Geburt der Tragödie“, S. 63f.

15 Reed: „Mann und literarische Tradition“, S. 99.

16 Dierks: „Traumzeit und Verdichtung“, S. 121.

17 Dierks, Manfred: „Thomas Mann und die Tiefenpsychologie“, S. 286 f.

18 Vgl. Mann: „Freud und Psychoanalyse“, S. 70f. Außerdem Nachwort von Bernd Urban auf S. 123. Mann lässt es so erscheinen, als hätte Freud seine Wissenschaft gänzlich ohne Hilfe der literarischen Tradition aufgebaut, dabei weist Urban ausdrücklich darauf hin, dass er Schopenhauers und Nietzsches Schriften gut kannte, ja Ersteren sogar selbst als einen Vordenker der Psychoanalyse bezeichnete.

19 Ebd. S. 21.

20 Ebd. S. 56.

21 Ebd. S. 105.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Einfluss psychoanalytischer Theorie auf Thomas Manns "Der Tod in Venedig"
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Institut für Deutsche Philologie)
Veranstaltung
Thomas Mann - Erzählungen
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V520608
ISBN (eBook)
9783346129345
ISBN (Buch)
9783346129352
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thomas Mann, Tod in Venedig, Der Tod in Venedig, Psychoanalyse, Freud, Schopenhauer, Nietzsche, Gradiva, Der Wahn und die Träume, Wilhelm Jensen
Arbeit zitieren
Maxim Braun (Autor), 2019, Einfluss psychoanalytischer Theorie auf Thomas Manns "Der Tod in Venedig", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520608

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