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Die Konsumgesellschaft der BRD seit 1950 und die ökologischen Folgen - unter besonderer Berücksichtigung der Technisierung

Title: Die Konsumgesellschaft der BRD seit 1950 und die ökologischen Folgen - unter besonderer Berücksichtigung der Technisierung

Literature Review , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katrin Spott (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Die Entwicklung zur Konsumgesellschaft war ein Prozess, der im 20. Jahrhundert in allen Industrienationen zu verzeichnen war. Doch was bedeutet Konsumgesellschaft im Wesentlichen? Wie hat sie sich in der Bundesrepublik entwickelt? Diese Fragen sollen in dieser Arbeit zwar erläutert werden, doch sie sind nicht ihr Kern. Hier sollen vor allem die technischen Aspekte dieser Entwicklung in Betracht gezogen werden, denn durch die starke Verbindung zwischen Konsum und Technik sollte Konsumgeschichte auch Technikgeschichte sein. Wie sich schon Mr. Lippincott 1961 äußerte, ist der Besitz von Technik Ausdruck von Modernität und Reichtum in unserer Gesellschaft.
Doch schon in den 1950er Jahren wurde Konsum auch immer von Konsumkritik begleitet. Die Kritik umfasste dabei drei Bereiche: Kultur, Herrschaft und Umwelt. Die ersten beiden sollen in dieser Arbeit außer Acht gelassen werden. Ich möchte mich mit der These befassen, dass jegliche Konsumsteigerungen zu Lasten der Natur erfolgten.
Zum Aufbau der Arbeit im Einzelnen: Zunächst werde ich mich mit dem Begriff der Konsumgesellschaft befassen und einen Umriss über die wichtigsten Entwicklungsstufen geben. Was sind die Grundlagen und warum nimmt die Technik einen solchen Stellenwert ein?
Im folgenden Teil soll die Entwicklung in der Bundesrepublik seit 1950 erörtert werden. Dabei werde ich mich auf die Technisierung des Haushalts und die Motorisierung beschränken, da eine Auswahl getroffen werden muss und ich diese zwei Entwicklungen als Indikatoren für die Wohlstandsgesellschaft voraussetze.



Im letzten Abschnitt sollen die ökologischen Folgen der Konsumgesellschaft herausgearbeitet werden. Um den Umfang der Arbeit einzuhalten, muss auch hier eine Auswahl getroffen werden. Ich orientiere mich zum einen an den Darstellungen von Christian Pfister, der mit seiner Charakterisierung des 1950er Syndroms einen wichtigen Ansatz lieferte. Energieressourcen sind nicht nur Voraussetzung für die Konsumgesellschaft, hier lassen sich auch die wichtigsten umweltrelevanten Veränderungen finden. Außerdem korreliert die Motorisierung mit einer Erhöhung des Energieverbrauchs. So möchte ich eine Verbindung zwischen dem technisch-historischen Teil meiner Arbeit und der Umweltgeschichte schaffen.
Zum anderen soll dem Abfallproblem besondere Aufmerksamkeit zukommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung und Definition der Konsumgesellschaft

3 Die Entwicklung in der Bundesrepublik seit 1950

3.1. Die Technisierung des Haushalts

3.2. Die Technisierung der Mobilität

4 Die ökologischen Konsequenzen der Konsumgesellschaft unter Berücksichtigung der Technisierung

4.1. Energie und Ressourcen

4.2. Abfall

5 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Konsumgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland seit 1950 mit einem spezifischen Fokus auf die damit einhergehende Technisierung und deren ökologische Folgen, wobei die zentrale Forschungsfrage darauf abzielt, die beweisbare Verbindung zwischen zunehmendem Konsum und Umweltzerstörung anhand historischer Daten aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung der Konsumgesellschaft in der Bundesrepublik
  • Technisierung des Alltags (Haushalt und Mobilität) als Wohlstandsindikator
  • Verbrauch von Energieressourcen und damit verbundene Emissionen
  • Wandel im Umgang mit Abfall und Wegwerfprodukten
  • Kritische Analyse der Umweltbelastung durch Massenkonsum

Auszug aus dem Buch

Die Technisierung des Haushalts

In der Weimarer Republik galt die Technisierung des Haushalts noch als Utopie. Doch bereits in den 1950er Jahren zeichnete sich der Massenabsatz an elektrischen Haushaltsgeräten ab. Die Ausgaben dafür verdreifachten sich bis 1955 und standen 1960 schon an zweiter Stelle der Haushaltsausgaben. Als erstes Gerät galt hier das Bügeleisen, da es mit dem Staubsauger zu den günstig zu erwerbenden Artikeln gehörte. 1955 besaßen schon über 80 Prozent aller bundesdeutschen Haushalte ein Bügeleisen, gefolgt vom Staubsauger mit 39 Prozent. Über eine Waschmaschine verfügten rund 10 Prozent aller Haushalte. Der Kühlschrank war zu Beginn der 1950er Jahre allerdings immer noch ein Luxusprodukt. Er galt als Prestigeobjekt und keiner hätte damals gedacht, dass er sich zum Standardgerät entwickeln würde. In einem Handbuch von 1950, dass sich mit der Rationalisierung des Haushalts befasste, war folgendes geschrieben: „Ein elektrischer Kühlschrank lohnt nur, wenn die Wohnung am Rande einer Stadt oder auf dem Lande liegt, so dass die Beschaffung von Kunsteis auf Schwierigkeiten stößt, und wenn durch den Kühlschrank viele Einkaufswege erspart bleiben. Ein Luxusgegenstand bleibt er trotzdem.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der Konsumgesellschaft und Erläuterung der Zielsetzung, den Fokus besonders auf die technische Entwicklung und ökologische Konsequenzen zu legen.

2 Entwicklung und Definition der Konsumgesellschaft: Definition der Merkmale einer Konsumgesellschaft und Erläuterung der grundlegenden Veränderungen im Wertesystem und bei den Konsumgütern.

3 Die Entwicklung in der Bundesrepublik seit 1950: Historische Einordnung des Wirtschaftswunders und Analyse der Technisierung in den Bereichen Haushalt und Mobilität als Indikatoren für den steigenden Wohlstand.

4 Die ökologischen Konsequenzen der Konsumgesellschaft unter Berücksichtigung der Technisierung: Untersuchung der Umweltauswirkungen durch den gestiegenen Energieverbrauch, CO2-Emissionen und das wachsende Abfallaufkommen durch Wegwerfprodukte.

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der ökologischen Folgen von 50 Jahren Konsumgesellschaft und Feststellung eines beweisbaren Zusammenhangs zwischen Konsum und Umweltzerstörung.

Schlüsselwörter

Konsumgesellschaft, Bundesrepublik Deutschland, Technisierung, Konsumgeschichte, Technikgeschichte, Haushaltstechnik, Motorisierung, Ökologische Folgen, Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Abfall, Wegwerfprodukte, Wirtschaftswunder, Massenkonsum, Umweltzerstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung der Konsumgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland seit 1950 und beleuchtet dabei kritisch die ökologischen Auswirkungen, die durch die zunehmende Technisierung des Alltags entstanden sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Technisierung des Haushalts, der zunehmenden Motorisierung der Gesellschaft, dem Anstieg des Energieverbrauchs und der Problematik des wachsenden Abfallaufkommens durch Konsumgüter.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den klaren Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen in der Bundesrepublik seit 1950 und den daraus resultierenden Umweltschädigungen anhand statistischer Daten nachzuweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine historisch-analytische Methode, die umweltrelevante Statistiken und Zeitzeugnisse sowie Fachliteratur zur Konsum- und Technikgeschichte kombiniert, um die aufgestellte These zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entwicklung der Konsumgesellschaft, die spezifische Betrachtung technischer Indikatoren wie Haushaltsgeräte und Automobile sowie die Analyse der ökologischen Folgen, insbesondere hinsichtlich Energieverbrauch und Müllaufkommen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Konsumgesellschaft, Technisierung, ökologische Konsequenzen, Massenkonsum, Energiebilanzen und das sogenannte „1950er Syndrom“.

Warum wird der Kühlschrank als zentrales Beispiel für den Wandel im Haushalt angeführt?

Er dient als Beispiel für den Wandel eines ehemaligen Luxusguts zum Standardgerät, dessen Verbreitung exemplarisch für den Paradigmenwechsel im Haushalts- und Konsumverhalten der 1950er Jahre steht.

Welche Rolle spielt die Motorisierung für die ökologische Bilanz?

Die Motorisierung korreliert mit einem drastischen Anstieg des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen, was sie zu einem Hauptfaktor für die ökologischen Folgen der Konsumgesellschaft macht.

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Details

Title
Die Konsumgesellschaft der BRD seit 1950 und die ökologischen Folgen - unter besonderer Berücksichtigung der Technisierung
College
University Karlsruhe (TH)  (Geschichte)
Grade
2,0
Author
Katrin Spott (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V52066
ISBN (eBook)
9783638478717
ISBN (Book)
9783638947763
Language
German
Tags
Konsumgesellschaft Folgen Berücksichtigung Technisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Spott (Author), 2005, Die Konsumgesellschaft der BRD seit 1950 und die ökologischen Folgen - unter besonderer Berücksichtigung der Technisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52066
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