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Und immer wieder Prometheus?! Das Gedicht Johann Wolfgang von Goethes und seine Fassungen

Erklärungsversuche

Titel: Und immer wieder Prometheus?! Das Gedicht Johann Wolfgang von Goethes und seine Fassungen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 37 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sina Neumann (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sich mit Goethes Gedichten zu beschäftigen, bedeutet stets eine disziplinäre Grenzüberschreitung, handelt es sich bei ihm doch um ein Universalgenie mit vielen Talenten, nicht nur in der Literatur und der Zeichenkunst. Mit der Botanik, Mineralogie, Anatomie und Physik betätigte er sich gleich in mehreren Wissenschaften als emsiger und ehrgeiziger Forscher. Zahlreiche literarische und dramatische Bearbeitung der Moderne dokumentieren die ungebrochene Lebendigkeit Goethes. Wie auch seine anderen Hymnen entsteht Prometheus als frühes lyrisches Werk Goethes in seiner Sturm-und-Drang-Zeit und zählt für die meisten Goethe-Forscher dabei zu den innovativsten lyrischen Zeugnissen der Literatur dieser Zeit.

Eine vergleichende Analyse der Fassungen der wohl bekanntesten Hymne Goethes Prometheus in Inhalt, Aufbau und Form und einem Schwerpunkt auf dem Vergleich drei ausgewählter Versionen, deren Veröffentlichungen sich über sein gesamtes Schaffen hinweg vollziehen, kann daher als sinnvolle literaturwissenschaftliche Aufgabe begriffen werden. Zunächst erfolgt ein kurzer Überblick über den Ursprung und die Verbreitung des Prometheus von Johann Wolfgang von Goethe. Im Anschluss wird die erste der gewählten Fassungen zudem inhaltlich, formal und sprachlich-stilistisch unter ausgewählten für die Analyse zielführenden Gesichtspunkten betrachtet. Es werden im Anschluss vor allem die Unterschiede der einzelnen betrachteten Varianten herausgestellt. Ein Exkurs in das Jahr 2019 bereichert zusätzlich die Analyse. In der Schlussbetrachtung und dem Fazit wird dann das Thema nochmals zusammengefasst und erworbene Erkenntnisse benannt. Außerdem soll aufgezeigt werden, wie mit dem Thema weitergearbeitet werden könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Der Ursprung von Goethes Prometheus

2 Zu den Fassungen

2.1 Die nicht autorisierte und anonyme Fassung von 1774

2.1.1 Betrachtung von Inhalt und Aufbau

2.1.2 Formale Betrachtung

2.1.3 Sprachlich -stilistische Betrachtung

2.2 Die Fassungen von 1789 und 1827 – Ein Vergleich

3. Prometheus 2019 – Ein Exkurs

Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Goethes berühmte Hymne „Prometheus“ anhand einer vergleichenden Analyse dreier Fassungen zu untersuchen, die sich über den gesamten Lebensweg des Autors erstrecken. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich das Werk in Inhalt, Aufbau, Form und Sprache gewandelt hat und welche Ursachen – etwa persönliche Reife, literarische Epochenwechsel oder äußere Umstände – für diese Veränderungen verantwortlich sein könnten.

  • Vergleichende Analyse der Fassungen von 1774, 1789 und 1827.
  • Untersuchung der formalen und sprachlich-stilistischen Entwicklung des Gedichts.
  • Betrachtung der Rezeptionsgeschichte und der Entstehungsbedingungen des Dramenfragments.
  • Kontextualisierung des Werkes im Sturm und Drang sowie in der Weimarer Klassik.
  • Exkurs zur modernen Rezeption und Transformation des Stoffes im Jahr 2019.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Betrachtung von Inhalt und Aufbau

In Prometheus beschäftigt sich der junge Johann Wolfgang von Goethe hauptsächlich mit dem Verhältnis zwischen dem Menschen und der Obrigkeit, hier in Form von Prometheus und Gott beziehungsweise Götter als zentralen Gegenstand des Gedichts. Das lyrische Werk teilt sich dabei in drei größere inhaltlich differenzierte Abschnitte. Die erste, die zweite und die dritte Strophe geben dem Rezipienten Auskunft über die Beziehung von Prometheus als lyrisches Ich und Zeus. Prometheus wendet sich als selbsternannter Erschaffer der Erde an den im Himmel lebenden Göttervater. Es lehnt Zeus Autorität ab, verhöhnt ihn regelrecht, indem er davon spricht, dass ihn Zeus um sein Lebenswerk beneide. Die folgenden Passagen bis einschließlich der sechsten Strophe nehmen auf die Kindheit und Vergangenheit Prometheus Bezug. "Die Kindheitsstrophen bezeugen Hilfslosigkeit, Verlassenheit und Einsamkeit, die Selbst-Besinnung des Heranwachsenden, den Wechsel von Ohnmachts- und Allmachtsgefühlen." Zunächst ruft er nicht mehr nur Zeus, sondern sämtliche Götter an. Auf Grund seiner Erfahrungen in der Vergangenheit nennt er sie „arme Wesen“, abhängig von den Opfergaben und Gebeten der Kinder und Bettler. Die Zeilen können als Erweiterung der Anklage auf die Götter im Allgemeinen verstanden werden. Nun folgt eine Rechtfertigung ebendieser Klage, denn in der nächsten Strophe erfolgt die Rückbesinnung des lyrischen Ichs. Prometheus gesteht, dass er sich als Kind in ausweglosen Situationen vertrauensvoll an ebendiese Götter gewandt und auf Beistand gehofft habe. Prometheus weiß aber inzwischen, dass er nur dank seiner eigenen Tapferkeit und seines Muts jede Gefahr überlebt hat und irrtümlich den schlafenden Göttern dafür gedankt habe.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung Goethes als Universalgenie heraus und umreißt die literaturwissenschaftliche Fragestellung bezüglich der Entwicklung seiner Hymne „Prometheus“ über verschiedene Werkfassungen hinweg.

1 Der Ursprung von Goethes Prometheus: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte des Gedichts als Teil eines Dramenfragments während Goethes Sturm-und-Drang-Zeit und beleuchtet die mythologische Identifikationsfigur des Prometheus für den Künstler.

2 Zu den Fassungen: Hier wird der Kern der Analyse vollzogen, indem drei unterschiedliche Publikationsstufen des Gedichts – von der unautorisierten Abschrift bis zur letzten Werkausgabe – in inhaltlicher, formaler und sprachlicher Hinsicht miteinander verglichen werden.

3. Prometheus 2019 – Ein Exkurs: Dieser Abschnitt überträgt das Motiv der Rebellion auf die heutige Zeit und analysiert eine moderne, klimapolitisch motivierte Neufassung des Gedichts durch einen zeitgenössischen Schüler.

Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Wandlungsfähigkeit des Textes und hält fest, dass die Veränderungen trotz literarischer Reifung und Epochenwechseln eine konstante, provokative Grundwirkung des Gedichts nicht aufheben.

Schlüsselwörter

Goethe, Prometheus, Sturm und Drang, Weimarer Klassik, Fassungsvergleich, Lyrikanalyse, Hymne, Rebellion, Genieästhetik, Interpunktion, Literaturgeschichte, Rezeption, Schöpferkraft, Sprachwandel, Autorschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die diachrone Entwicklung der Hymne „Prometheus“ von Johann Wolfgang von Goethe und untersucht, wie sich das Werk in seinen verschiedenen autorisierten und nicht autorisierten Fassungen über Jahrzehnte hinweg verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die inhaltliche Auseinandersetzung zwischen dem lyrischen Ich und göttlicher Autorität sowie die Analyse formaler Aspekte wie Strophenbau, Orthografie und Zeichensetzung als Ausdruck künstlerischer Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den Fassungen von 1774, 1789 und 1827 zu identifizieren und mögliche Gründe für diese Variationen, etwa den Epochenwandel vom Sturm und Drang zur Klassik, zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin wendet eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse an, die sowohl den philologischen Textvergleich als auch die Einbettung in den zeitgeschichtlichen und biographischen Kontext Goethes umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung von Inhalt, Form und sprachlich-stilistischen Besonderheiten sowie einen vergleichenden Teil, der die autorisierten Druckfassungen gegenüberstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Prometheus, Sturm und Drang, Fassungsvergleich, Genieästhetik, Interpunktion und die Transformation literarischer Stoffe.

Wie unterscheidet sich die Fassung von 1774 von den späteren Versionen?

Die Fassung von 1774 aus dem Merck-Nachlass ist durch eine größere Unmittelbarkeit und eine andere Interpunktion geprägt, während spätere Fassungen Anzeichen einer formalen „Bändigung“ oder Anpassung an klassische Normen zeigen.

Was zeigt der Exkurs zur Version von 2019?

Der Exkurs demonstriert die zeitlose Aktualität des Prometheus-Mythos, indem er zeigt, wie das rebellische Grundmotiv des Originals in einen modernen Kontext zur Klimapolitik übertragen werden kann.

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Details

Titel
Und immer wieder Prometheus?! Das Gedicht Johann Wolfgang von Goethes und seine Fassungen
Untertitel
Erklärungsversuche
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
Goethe
Note
2,3
Autor
Sina Neumann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
37
Katalognummer
V520779
ISBN (eBook)
9783346132390
ISBN (Buch)
9783346132406
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethe Prometheus Gedichte Vergleich Fassungen Gedichtanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina Neumann (Autor:in), 2019, Und immer wieder Prometheus?! Das Gedicht Johann Wolfgang von Goethes und seine Fassungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520779
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Leseprobe aus  37  Seiten
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