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Die Religionspädagogik der Carola Barth

Title: Die Religionspädagogik der Carola Barth

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Theres Vorkäufer (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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EINLEITUNG

Diese Arbeit soll zur Abwechslung einmal mit einer wirklich ernst gemeinten Aufgabe beginnen: Nennen Sie mir bitte bedeutende Theologen des 20.Jahrhunderts, die den Nachnamen „Barth“ tragen! Natürlich wäre es noch besser, wenn Sie mir dann noch etwas zum Leben und Wirken dieser Personen sagen könnten! … Überlegen Sie ruhig noch eine Minute! … Schön, wenn Ihnen mindestens einer einfällt – sicher der Theologe Karl Barth! Falls er jedoch der einzige ist, der Ihnen in den Sinn kommt, dann kann ich nur empfehlen, an dieser Stelle nicht mit dem Lesen aufzuhören!

Im Mittelpunkt der nachfolgenden Ausführungen soll nämlich eine der bedeutendsten theologischen Frauengestalten des letzten Jahrhunderts stehen – CAROLA BARTH. Trotz ihrer einzigartigen Biographie - die nicht nur revolutionäre Wendepunkte in der Frauenbewegung darstellt, sondern auch unter anderen Aspekten Vorbildfunktion übernehmen könnte – und ihres unermüdlichen Engagements für die christliche Religion und evangelische Religionspädagogik, gerät sie, leider allzu oft und unberechtigter Weise, im Schatten ihres berühmten Namensvetters und Zeitgenossen in Vergessenheit.

Meine Abhandlung wird in zwei große Themenkomplexe gegliedert sein. Zum einen wird es um die Person Carola Barth drehen. Neben einer Schilderung der Privatperson – Umfeld, Charakter, Aussehen -, wird sowohl auf die besonderen Umstände ihrer Schul- und Berufsausbildung, als auch auf ihr öffentliches Wirken in Schule und Organisationen eingegangen werden. In einem weiteren Unterpunkt möchte ich noch einmal separat Barths Verhältnis zum Nationalsozialismus besprechen. Der zweite Abschnitt wird ihre religionspädagogischen Ansätze und Konzepte näher beleuchten. Leider ist ein Großteil ihrer Schriftstücke nur sehr schwer zugänglich. Trotzdem will ich mich bei meiner Erarbeitung in erster Linie auf die wenigen, mir vorliegenden Quellen stützen. Ein wesentliches Ziel dieser Arbeit besteht, neben der Vorstellung der historisch-biographischen Persönlichkeit „Carola Barth“, auch darin, darzulegen, dass ihre Gleichsetzung mit den bedeutenden Theologen und Religionspädagogen unserer Geschichte auf jeden Fall gerechtfertigt ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Person „Carola Barth“

2.1. Persönlichkeit und Lebensweg

2.2. Besonderheiten ihres beruflichen und öffentlichen Werdegangs

2.3. Stellung zum Nationalsozialismus

3. Religionspädagogische Bedeutung der Carola Barth

3.1. Mädchenbildung und Entwicklungspsychologischer Unterricht

3.2. Religionsgeschichtlicher Unterricht

3.2.1. Wichtige theologisch-pädagogische und gegenwärtige Einflussfaktoren

3.2.2. Wissenschaft kontra Glaube und die „Lehrbarkeit“ von Religion

3.2.3. „Religiös-sittliche Persönlichkeiten“ als Vermittler religiöser Erkenntnis

3.2.4. Nichtchristliche Stoffe im Religionsunterricht

3.3. Praktische Umsetzung als Lehrerin, Buchautorin und -kritikerin

4. Resümee

5. Bibliographie

5.1. Quellenverzeichnis

5.2. Literaturverzeichnis

Anhang

A1. Biographie im tabellarischen Überblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Person und das religionspädagogische Wirken von Carola Barth, einer bedeutenden, aber oft im Schatten ihres berühmten Namensvetters vergessenen Theologin des 20. Jahrhunderts, einer wissenschaftlichen Würdigung zu unterziehen und ihre Bedeutung für die Geschichte der Religionspädagogik darzulegen.

  • Biographische Skizze von Carola Barth
  • Einfluss der Frauenbewegung auf ihren Werdegang
  • Konzepte der liberalen Religionspädagogik
  • Bedeutung des entwicklungspsychologischen Religionsunterrichts
  • Rolle von Lebensbildern als Vermittler religiöser Erkenntnis

Auszug aus dem Buch

3.2.3. „Religiös-sittliche Persönlichkeiten“ als Vermittler religiöser Erkenntnis

Einen Hauptaspekt in den Barthschen Ausführungen zur Religionspädagogik nimmt der methodische Einsatz von Lebensbildern im Religionsunterricht ein. Damit lehnt sie sich unter anderem an die religionspädagogischen Meinungen der liberalen Theologen Friedrich Schleiermacher und Wilhelm Herrmann an, dessen These sie in ihren Aufzeichnungen sogar wörtlich zitiert: „Der Moral- und Religionsunterricht kann wohl Kenntnisse vermitteln, aber keine religiöse und sittliche Erkenntnis. Denn diese gewinnt Jeder für sich selbst aus seinen eigenen Erlebnissen, insbesondere unter dem Eindruck einer religiös und sittlich lebendigen Persönlichkeit. Es kann daher leicht geschehen, daß der Mathematiklehrer, der streng bei seiner Sache bleibt, zur religiösen und sittlichen Förderung seiner Schüler mehr beiträgt, als der Religionslehrer.“(sic)

Deutlich wird dieser Ansatz beispielsweise hinsichtlich der Kirchengeschichte, wo eher historische Ereignisse, die auch aus dem Geschichtsunterricht bekannt sein müssen, weggelassen und dafür bevorzugt konkrete Persönlichkeiten - durch deren Begegnung den Schülern die immanente religiöse Kraft gegenwärtig werden soll – dargestellt werden. Dabei sind „die Lebensbilder der Träger des Gottesgedankens … eingehend zu schildern, daß sie die Schüler innerlich packen; denn Leben zündet sich an Leben, und Menschen sind uns Offenbarer des Göttlichen“(sic). Anknüpfend an die These von der „Unlehrbarkeit“ der Religion wird versucht, durch die Vermittlung von Gefühlen wahrer Christen, stärker auf das Willensleben der Schüler einzuwirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der oft unterschätzten Theologin Carola Barth ein und legt die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.

2. Zur Person „Carola Barth“: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg und die akademische Karriere von Carola Barth nach und beleuchtet ihre kritische Haltung zum Nationalsozialismus sowie die Auswirkungen der politischen Umstände auf ihr Berufsleben.

3. Religionspädagogische Bedeutung der Carola Barth: Der Hauptteil analysiert ihre religionspädagogischen Konzepte, insbesondere die Ablehnung der Koedukation, das Plädoyer für einen religionsgeschichtlichen Unterricht und die didaktische Bedeutung von Persönlichkeitsvorbildern.

4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und unterstreicht die Relevanz von Carola Barths modernem religionspädagogischen Ansatz.

5. Bibliographie: Die Bibliographie enthält ein detailliertes Verzeichnis der von der Autorin verwendeten Quellen sowie weiterführender Literatur zur Person und zum Werk von Carola Barth.

Anhang: Der Anhang bietet eine biographische Übersicht in tabellarischer Form, die Stationen ihrer Ausbildung, ihren Berufsweg und ihr öffentliches Wirken zusammenfasst.

Schlüsselwörter

Carola Barth, Religionspädagogik, Liberale Theologie, Mädchenbildung, Entwicklungspsychologischer Religionsunterricht, Religionsgeschichtlicher Unterricht, Frauenbewegung, Lebensbilder, Wissenschaft und Glaube, Kirchliche Erziehung, Christliche Identität, Bildungsgeschichte, 20. Jahrhundert, Religionsunterricht, Reformpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit widmet sich der Aufarbeitung der Biographie und der religionspädagogischen Konzepte der Theologin Carola Barth, die eine bedeutende Pionierin in der Mädchenbildung und der liberalen Religionspädagogik des 20. Jahrhunderts war.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet ihren Lebensweg, ihre akademische Laufbahn als Pionierin für Frauen in der Theologie, ihre kritische Auseinandersetzung mit den politischen Bedingungen im Nationalsozialismus sowie ihre spezifischen Ansätze zur Reform des Religionsunterrichts.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Carola Barths Wirken aus dem Schatten zu holen und ihre Gleichsetzung mit anderen bedeutenden Theologen und Religionspädagogen der Geschichte zu rechtfertigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine historische und biographische Analyse, indem sie verfügbare Quellen, Aufsätze und Vorträge von Carola Barth auswertet und Zeitzeugenerinnerungen von ehemaligen Schülerinnen in den Kontext der damaligen Zeit stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf Barths Forderung nach einem entwicklungspsychologisch orientierten Religionsunterricht, die kritische Haltung zur Koedukation und die methodische Verwendung von Lebensbildern zur Vermittlung religiöser Erkenntnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen: Carola Barth, Religionspädagogik, Liberale Theologie, Mädchenbildung, Frauenbewegung und religionsgeschichtlicher Unterricht.

Wie reagierte Carola Barth auf den politischen Druck des Nationalsozialismus?

Trotz ihrer anfänglichen, in der Öffentlichkeit anders als in ihrem privaten Tagebuch dargestellten Hoffnung auf einen Neuanfang, wurde sie 1934 entlassen, lebte zurückgezogen und geriet aufgrund ihres Widerstandes gegen die nationalsozialistische Unterdrückung kirchlicher Stimmen in Konflikt mit der Gestapo.

Warum lehnte Carola Barth die Koedukation ab?

Barth argumentierte entwicklungspsychologisch mit dem phasenverschobenen Reifeprozess von Jungen und Mädchen und befürchtete, dass Mädchen in gemischten Klassen benachteiligt würden und ihre geistigen Kräfte nicht voll entfalten könnten.

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Details

Title
Die Religionspädagogik der Carola Barth
College
http://www.uni-jena.de/  (Theologische Fakultät)
Course
Theorien der Praxis des Religionsunterrichts
Grade
1,0
Author
Theres Vorkäufer (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V52085
ISBN (eBook)
9783638478885
ISBN (Book)
9783656774457
Language
German
Tags
Religionspädagogik Carola Barth Theorien Praxis Religionsunterrichts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Theres Vorkäufer (Author), 2006, Die Religionspädagogik der Carola Barth, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52085
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