Der Sanitätsdienst der U-Boot-Waffe der Kaiserlichen Marine

1910-1918


Forschungsarbeit, 2020

112 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Methodik

Organisation der U-Boot-Waffe der Kaiserlichen Marine

Inspektion des Unterseebootswesens (U.I.)

Unterseebootsschule

Unterseebootsabteilung

Unterseebootsabnahmekommando

Unterseebootsflottille

U-Boot-Flottillen
U-Boote der Hochseeflotte

U-Boote des Marinekorps Flandern

U-Kreuzer
Weitere auf U-Booten eingeschiffte Marineärzte

Dock- und Hebeschiff S.M.S. „Vulkan“
Einsätze S.M.S. „Vulcan“

Unterseebootsschule

Schulbootshalbflottille

U Boot Frontflottille

Dock- und Hebeschiff S.M.S. „Cyklop“

S.M.S. Hamburg

S.M.S. Stettin
SMS „Stettin“ Schiffsarzt

Wohnschiffe

Militärische Lebensläufe

U-Boots-Kriegsabzeichen

Ärztlicher Ratgeber für Unterseeboote
Sanitätsausrüstung für Unterseeboote
Allgemeines
Krankenkost
Desinfektion
Krankheiten und ihre Behandlung

Abkürzungen

Literatur

Einleitung

Sanitätsoffiziere nahmen und nehmen in der militärischen Organisation immer schon eine Sonderstellung ein. In vielen Darstellungen militärischer Aktionen werden sie nur am Rand oder gar nicht erwähnt. Unlösbar ist bis heute der Konflikt der aktiven Offiziere und der Militärärzte. Die Aufgabe der Einen ist die Vernichtung des Gegners, die Aufgabe der Anderen ist die Erhaltung des Lebens von Freund und Feind. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die erstmals umfängliche Darstellung des Sanitätsdienstes der U-Boot Waffe der Kaiserlichen Marine von 1910-1918 und Würdigung der damit einhergehenden Leistungen der Marine-Sanitätsoffiziere.

Die Schaffung einer U-Boot-Waffe der Kaiserlichen Marine konnte wegen der ablehnenden Haltung des Reichsmarineamtes unter dem Staatssekretär Alfred von Tirpitz erst 1906 mit der Indienststellung von U1 beginnen. Alle Beteiligten, insbesondere die Sanitätsoffiziere . betraten Neuland. Eine konsequente Ausbildung des beteiligten Personals begann erst am 10.10.1910 mit der Errichtung der Unterseebootsschule auf dem Dock- und Hebeschiff S.M.S. „Vulkan“. Die Sanitätsoffiziere, denen die Gesunderhaltung, bzw. die Wiederherstellung der Gesundheit im Krankheitsfall, der ihnen anvertrauten Matrosen oblag, sahen sich nun mit einem neuen und nicht bekannten Komplex konfrontiert, nämlich mit dem der U-Boot-Medizin. Eine spezialisierte Ausbildung existierte nicht, man vertraute darauf, daß die Marineärzte mit den neuen Problemen schon fertig werden können. Diese Probleme, die sich aus dem Dienst auf U-Booten ergaben, waren vielfältig. Räumliche Enge, Kälte, fehlende Hygiene, eintönige Ernährung, miserabele Belüftung, Belastung durch Öldämpfe (U-Boot Mief), Monotonie des Dienstes, Schlafmangel, Angstzustände in lebensbedrohenden Situationen. Es ist anzunehmen, daß posttraumatische Belastungsstörungen nach extrem belastenden Einsätzen keine Beachtung fanden. Schulungen zum Thema Rettungsmittel aus U-Booten (Tauchretter) begannen erst 1913. Erst im Verlauf des Krieges, und dann nur auf den U-Kreuzern, kam es zur Einschiffung von Marineärzten. Auch hier ist anzunehmen, daß diese Ärzte unzureichend, speziell für entsprechende Eingriffe der Kriegschirurgie, vorbereitet waten. Assistenz- (MarAss) oder Oberassistenzärzte (MarOAss) verfügten einfach nicht über derartige Kenntnisse und/oder Fertigkeiten. Vor allem weil die Beförderungen, speziell vor dem Krieg, in zu kurzen Abständen erfolgten, so daß diese Marineärzte die Ihnen zufallende Rolle überhaupt nicht sachgerecht ausfüllen konnten. Opfer einer unzureichenden Behandlung wurden der See übergeben. Die strenge Einhaltung hierarchischer Strukturen zeigt sich auch in der Kleiderordnung der eingesetzten Offiziere (Dienstanzug).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zentrale eines U-Bootes der Kaiserlichen Marine1

Es finden sich in der Literatur nur drei Berichte über die Tätigkeiten von Sanitätsoffizieren auf U-Booten, die entsprechend wiedergegeben werden. Die militärischen Lebensläufe der im Bereich des U-Bootwesens eingesetzten Marineärzte (85), erlauben einen Einblick in die stattgehabten Kommandierungen. Auch die den Sanitätsoffizieren verliehenen Auszeichnungen mit ihrer damals hohen gesellschaftlichen Wertigkeit, insbesondere das U-Boot-Kriegsabzeichen, finden ebenfalls Erwähnung. In wenigen Fällen werden die Kommandierungen, resp. der Werdegang nach dem Ersten Weltkrieg dargestellt.

In der Stammliste des Marine Sanitäts Offizier Korps wird der Transfer des MarSA Gottfried Klages (Nr. 571 A) mit U 17 von und nach Zungeldag zu einer Fleckfieberepidemie erwähnt. In der Ehrenrangliste wird er als Angehöriger des Sonder-Kommandor Türkei genannt. U 17 gehörte jedoch nicht zu den im Mittelmeer eingesetzten U-Booten. Der Transfer, MarSA Klages war nicht eingeschifft, läßt sich nicht verifizieren.

Die vorliegende Arbeit, mit dem Anspruch der Vollständigkeit, schließt eine lange bestehende Lücke in der Dokumentation des Marine-Sanitätsdienstes der Kaiserlichen Marine.

Dr. Martin Husen

Flottenarzt d.R.

Stolpe auf Usedom 2020

Methodik

Im Rahmen der eigenen Forschungsarbeit „Kaiserliche Marine Sanitätsoffiziere im Auslandseinsatz 1884-1918“ traten die MarSanOffz der Kaiserlichen U Boot Waffe automatisch in das Blickfeld.2 Aus der Stammliste des MarSanOffzKorps3 wurden die Namen der entsprechenden Marineärzte extrahiert und mit der Ehrenrangliste4 abgeglichen. Für den Zeitraum 1910-1914 wurden die als Digitalisate vorliegenden Marine Ranglisten und eigene Auszüge aus den Marine Verordnungsblättern5 der entsprechenden Jahrgänge genutzt. Wesentlich waren die Arbeiten von Hans H. Hildebrand.6 /7 /8 Anhaltende Unterstützung wurde vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften (hier der Bibliothek) der Bundeswehr in Potsdam gewährt. Überaus hilfreich war die Einsichtnahme in einige erhalten gebliebene Personalakten von Kaiserlichen MarSanOffz, die in die Kriegsmarine übernommen waren, in der Deutschen Dienststelle – Wehrmachtsauskunftstelle in Berlin.. Kommandierende Offiziere der U Boot Waffe werden, soweit ermittelbar, genannt. Die Stellenbesetzung der entsprechenden Stäbe wird nicht dargestellt. Sanitätsoffizeire der Reserve, soweit sie von 1910-1914 Wehrübungen im Bereich der U-Boot Waffe der Kaiserlichen Marine abgeleistet haben, konnten nicht ermittelt werden, da sie in den Ranglisten nicht genannt werden.

Organisation der U-Boot-Waffe der Kaiserlichen Marine

Am 3.12.1894 hatte die Kaiserliche Marine das erste Unterseeboot bei der Germania-Werft in Kiel in Auftrag gegeben, das am 14.12.1906 als „U 1“ in Dienst gestellt wurde. Noch bevor das zweite Unterseeboot in Dienst kam, war auf dem Dockschiff „Vulkan“ („Vulcan“) am 4.3.1908 (Dienst/Heck-) Flagge und (Kommandanten-) Wimpel vom ersten Kommandanten KL Paul Reymann gesetzt worden.9 Durch A.K.O.10 vom 30.9.1909 wurden dem zweiten Kommandanten der „Vulkan“ KK Eberhard v. Mantey, alle im Dienst befindlichen Uboote und Begleitfahrzeuge sowie die für die in Ausrüstung befindlichen Uboote gebildeten Besatzungen unterstellt. Diese Regelung änderte sich aber bereits nach einem Jahr, als durch A.K.O. vom 27.9.1910 die Bildung einer Unterseebootsflottille und einer Unterseebootsschule befohlen wurde.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

U 111

„Ich bestimme unter Aufhebung Meiner Ordre vom 30.9.1909:

1. Aus Meinen Unterseebooten, die nicht zur Unterseebootsschule gehören oder zu Abnahmeprobefahrten in Dienst gestellt sind, und einem Flottillenfahrzeug12 ist eine Unterseebootsflottliie zu bilden.
2. Auf Meinem Spezialschiff „Vulkan“ ist unter Zuteilung der erforderlichen Unterseeboote und Tender eine Unterseebootsschule einzurichten, deren Leiter der Kommandant Meines Spezialschiffes „Vulkan“ ist.
3. Die Unterseebootsflottille und die Unterseebootsschule werden dem Inspekteur des Torpedowesens unmittelbar unterstellt.
4. …
5. …
6. Während der Abnahmeprobefahrten unterstehen Meine Unterseeboote dem mit der Abnahme von Unterseebooten beauftragten Seeoffizier beim Stab der Inspektion des Torpedowesens.
7- …
8. Ich ermächtige Sie, den Zeitpunkt dr Bildung der Unterseebootsflottille festzusetzen und die erforderlich werdenden Ausführungsbestimmungen zu erlassen.“

Diese Ordre wurde durch die Verfügung des Staatssekretärs des Reichsmarineamtes vom 29.9.1910 ergänzt:

„Die Unterseebootsflottille und die Unterseebootsschule sind am 10.10.1910 zu bilden.“

Das Dockschiff „Vulkan“, die Unterseebootsflottille, die Unterseebootsschule und die 1911 gebildete Unterseebootsabteilung unterstanden bis zum 14.3.1914 der Inspektion des Torpedowesens, ab dem 15.3.1914 der neu gegründeten Inspektion des Unterseebootwesens (Kiel). Wie auch bei den Torpedobooten und Minensuchbooten wurde die Unterseebootsflottille lediglich bei Manövern und später im Kriege der Flotte unterstellt.

Inspektion des Unterseebootswesens (U.I.)

Durch A.K.O. vom 13.12.1913 wurde die Bildung der Inspektion des Unterseebootswesens zu einem noch festzulegenden Termin befohlen. Die „Organisatorischen Bestimmungen“ vom 20.12.1913 sahen vor:

„1. Die Inspektion des Unterseebottswesens hat folgende Aufgaben:

a) Leitung der Ausbildung der Unterseebootsabteilungen und der Unterseebootsflottillen in allen ihren Dienstzweigen,
b) Erhaltung der Kriegsbrauchbarkeit der Unterseeboote
c) Entwicklung der Unterseebootswaffe und Vorbereitung für ihre Verwendung, aufstellung und Verbesserung der Dienstvorschriften für Unterseeboote,
d) Leitung des Dienstbetriebes auf der Unterseebootsschule

2. Die Inspektion des Unterseebootswesens ist dem Staatssekretär des Reichsmarineamtes ausschließlich unterstellt:

a) in der reglementarischen Verwendung der Unterseebootswaffe,
b) in den unter Ziffer 1 b), c) d) aufgeführten Aufgaben,
c) in technischen und Verwaltungsangelegenheiten.

Im übrigen ist die in eigenen Angelegenheiten der Behörde der Marinestation der Ostsee, in denjenigen der zu ihrem Befehlsbereich gehörigen Marineteile und Schiffe dem Standortkommando unterstellt, zu dessen Bereich das Schiff oder der Marineteil gehört.

3. Der Inspektion des Unterseebootswesens sind unterstellt:

a) die Unterseebootsabteilungen
b) die in Dienst befindlichen Unterseebootsverbände und einzelnen Unterseeboote
c) die Unterseebootsschule
d) die zu technischen Versuchen und Probefahrten in Dienst befindlichen Unterseeboote.
4. …
5. …
6. …
7. …
8. Die Weiterentwicklung der Torpedowaffe, der Funkentelegraphie und der Unterwasserschall-Signaleinrichtungen der Unterseeboote verbleibt bei der Inspektion des Torpedowesens, die auch die erforderlichen Dienstvorschriften aufstellt und berichtigt. Dadurch werden jedoch das Recht und die Pflicht der Inspektion des Unterseebootswesens, auch ihrerseits anregend auf die Weiterentwicklung dieser Einrichtungen einzuwirken, nicht berührt.
9. … - 13. …“

Als Zeitpunkt der Bildung der Inspektion wurde durch Verfügung des Staatssekretärs des R.M.A.13 vom 25.2.1914 der 15.3.1914 festgesetzt. Zum 30.9.1919 wurde die Inspektion aufgelöst. Restliche Aufgaben gingen auf die Inspektion des Torpedo- und Minenwesens über.

Inspekteur:

15.3.1914-8.9.1914 KzS Hermann Nordmann

9.9.1914-31.10.1917 KzS Werner Siemens

1.11.1917-14.12.1918 KAdm Karl Seiferling

2.11.1918-14.11.1918 VAdm Hermann Nordmann i.V.

15.12.1918-12.2.1919 KzS Paul Heinrich m.W.d.G.b.

5.3.1919-11.4.1919 KzS Heinrich Rohardt m.d.W.d.G.b.

12.4.1919-25.5.1919 KzS Bruno Heuberer m.d.W.d.G.b.

26.5.1919-30.9.1919 KzS Hans Eberius m.d.W.d.G.b.14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nordmann Siemens Seiferling Heinrich

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Rohardt Heuberer Eberius15

Inspektionsarzt:

15.3.1914-17.11.1916 MarGenOA/MarGenA Dr. Robert Martin

25.1.1918-30.9.1919 MarOSA Dr. Viktor Praefke

(zeitweilig waren als Inspektionsärzte – z.T. nebendienstlich – eingesetzt:

MarGenA Dr. Johannes Brachmann

MarOSA/MarGenOA Dr. Friedrich Tacke, MarOSA Dr. Franz Mediger

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Praefcke Dr. Brachmann16

Unterseebootsschule

Aufgrund der A.K.O. vom 27.9.1910 wurde zum 10.10.1910 die Unterseebootsschule gebildet. Die Dienststelle befand sich auf dem Spezialschiff „Vulkan“, ab dem 25.1.1918 auf „Meteor“. Sie unterstand zunächst der Torpedoinspektion, ab Bildung der Unterseebootsinspektion dieser. Im Rahmen der Unterseebootsschule bestand seit dem 1.4.1917 eine Schulbootshalbflottille.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eschenburg17 Bartenbach18

Kommandeur:

10.10.1910-28.9.1913 KK Bruno Heuberer

29.9.1913-4.11.1914 KK Theodor Eschenburg

5.11.1914-12.3.1915 KL Karl Bartenbach

12.3.1915-23.11.1918 KK/FK Theodor Eschenburg

Ärzte U-Bootschule/Vulkan siehe dort

Führer der Unterseeboote (F.d.U.)

21.8.1914-5.6.1917 KK/FK Hermann Bauer

Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.)

5.6.1917-11.11.1918 KzS Andreas Michelsen

15.12.1918-5.2.1919 KK Friedrich Lützow, (Abwicklung)

Geführt wurde wechselweise von Wilhelmshaven/Kl. Krz „Hamburg“

Verbandsarzt beim B.d.U.

5.6.1917-16.8.1917 MarSA Dr. Karl Genzken (Bild)

17.8.1917.3.1.1919 MarOSA Dr. Johannes Luther (-Emden) (Bild)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bauer Michelsen Dr. Genzken Dr. Luther (-Emden)19

Unterseebootsabteilung

Durch A.K.O. vom 18.3.1911 wurde aus der Unterseebootskompanie in Kiel die Unterseebootsabteilung zum 1.4.1911 gebildet. Zunächst war der Chef der Unterseebootsflottille in Personalunion Kommandeur der Abteilung, eine Regelung, die ursprünglich zum 1.10.1913 aufgehoben werden sollte (A.K.O. vom 5.6.1913), was sich dann jedoch bis zum Frühjahr 1914 verzögerte. Die Zunahme des Personalumfangs führte dazu, daß durch A.K.O. vom 7.5.1918 die Abteilung zur Unterseebootsdivision vergrößert wurde. Sie diente 1919/1920 als Auffang- und Abwicklungseinheit, bis sie am 11.3.1920 aufgelöst wurde.

Abteilungskommandeur:

1.4.1911-31.7.1911 KK Walter Michaelis

1.8.1911-13.3.1914 KK/FK Werner Siemens

15.3.1914-3.8.1914 KK/FK Paul Nippe

4.8.1914-6.5.1918 KL Paul Clarenbach

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Michaelis Pochhammer v. Nostitz u. Jänkendorf20

Abteilungsarzt

1.4.1911-30.9.1912 MarSA Dr. Ulrich Schütze

1.10.1912-31.3.1913 MarSA Dr. Otto Engeland

1.4.1913-8/1914 MarSA Dr. Walter Zehbe

1.4.1913-30.9.1913 MarSA Dr. Reinhard Kosswig, zugleich 1.TorpDiv

1.10.1913-8/1914 MarSA Dr. Josef Beckers, zugleich 1. TorpDiv

8/1914-3/1915 MarAssARes/MarOAssARes Dr. Otto Hornhardt

11/1914-5/1915 MarAssARes Dr. Hans Pruns

3/1915-12/1915 MarOSA Dr. Willy Löbner

11/1915-6.5.1918 MarSA Dr. Walter Zehbe

1/1918-11/1918 MarOAssARes/MarSARes Dr. Johannes Hermes

Divisionskommandeur:

2.5.1918-17.3.1919 FK Hans Pochhammer

18.3.1919-8.5.1919 KK Heinrich v. Nostitz u. Jänkendorf

10.5.1919-27.6.1919 KL Constantin Kolbe m.d.W.d.G.b.

28.6.1919-11.3.1920 KL Wilhelm Friedrich Starke m.d.W.d.G.B.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Starke

Divisionsarzt

7.5.1918-11/1918 MarSA Dr. Walter Zehbe

Unterseebootsabnahmekommando

1.4.1910-19.2.1912 KL Karl Bartenbach

20.2.1912-15.3.1919 KK Joachim Schaper, Präses der U Boot Abnahme-Kommision

Zugeteilte Ärzte

11/1914-1/1916 MarAssARes Gerhard Adolphi

1/1916-11/1918 MarAssARes Dr. Arno Kirsche

Unterseebootsflottille

10.10.1910-30.6.1914

Flottillenchef

10.10.1910-31.7.1911 KK Walter Michaelis, zugleich Kdr U Boot Abt

1.8.1911-13.3.1914 FK Werner Siemens, zugleich Kdr U Boot Abt

14.3.1914-30.6.1914 KK Hermann Bauer

Flottillenarzt21

10.10.1910-31.3.1911 MarSA Dr. August Söhngen, siehe „Vulcan“

1.4.1911-30.5.1911 MarSA Dr. Ludwig Schmidt, siehe „Vulcan“

1.6.1911-30.9.1911 MarSA Dr. Erwin Valentin, siehe „Vulcan“

1.10.1911-19.9.1912 MarSA Dr. Albrecht Weßel

20.9.1912-17.1.1913 MarOAssA Dr. Walter Zehbe

18.1.1913-31.3.1914 MarSA Dr. Martin Medow, zugleich 18.8.1912-26.4.1914 SchA SMS „Hamburg“

1.8.1913-9.1.1914 MarAssA Dr. Gerhard Kankelwitz

1.4.1914-30.6.1914 MarSA Dr. Emil Krauß, zugleich bis 9.6.1914 SchA SmS „Hamburg

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dr. Krauß22

U-Boot-Flottillen

U-Boote der Hochseeflotte

1.U-Boot Halbflottille

1.7.1914-30.9.1916

Halbflottillenchef

1.7.1914-20.8.1914 KK Hermann Bauer

21.8.1914-30.9.1916 nicht zu ermitteln

Halbflottillenarzt

1.7.1914-8/1915 MarOAssA Dr. Hans Cyranka

8/1915 MarAssRes Dr. Heinrich Averdung

8/1915-5/1916 MarOAss Dr. Franz Großfuß

1. U Boot Flottille (1918 Brunsbüttel)

1.10.1916-18.1.1919

Flottillenchef

1.10.1916-14.2.1919 KL/KK Wilhelm Pasquay

9/1918-14.2.1919 KL Karl Koopmann zeitweise i.V.

Flottillenarzt

6/1916-8/1917 MarSA Dr. Franz Lachmund

8/1917-18.1.1919 MarSA Dr. Ernst Rupp

2.U Boot-Halbflottille

1.7.1914-30.9.1916

Halbflottillenchef

1.7.1914-20.8.1914 KK Otto Feldmann

21.8.1914-30.9.1916 nicht zu ermitteln

Halbflottillenarzt

6.7.1914-1.8.1915 MarAssRes Dr. Willy Schwab

14.9.1915-30.9.1916 MarSA Dr. Johannes Sontag

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dr. Schwab

2. U Boot-Flottille (1918 Helgoland)

1.10.1916-5.2.1919

Flottillenchef

1.10.1916-5.2.1919 KL/KK Erich v. Rosenberg-Gruszczynski

KL Peter Hermann i.V. zeitweilig

Flottillenarzt

1.10.1916-25.11.1918 MarSA Dr. Johannes Sontag

23.12.1916-31.8.1917 MarSARes Dr. Gerhard Schwaer i.V.

3. U Boot-Halbflottille

1.7.1914-30.9.1916

Halbflottillenchef

1.7.1914-30.9.1916 nicht zu ermitteln

Halbflottillenarzt

1.7.1914-6/1915 MarOAss Dr.Gustav Olshausen

4/1915-10/1915 MarOAss Dr. Friedrich Loeffler

4/1915 MarAss Richard Wedding

5/1915 MarOAssRes Dr. Maximilian Braunert

10/1915-6/1916 MarSA Dr. Ferdinand Rohr

5/1916-30.9.1916 MarSA Dr. Rudolf Niekau

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Rosenberg Dr. Sontag Dr. Schwaer23

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dr. Olshausen Wedding Dr. Niekau24

3. U Bootflottille (1918 Wilhelmshaven)

1.10.1916-15.12.1918

Flottillenchef

1.10.1916-4.12.1917 KK Albert Gayer

0.0.1917-0.1.1918 KL Otto Hersing, plm

1.1.1918-20.11.1918 KL Walter Forstmann

12.11.1918-15.12.1918 KL Waldemar Bender

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Forstmann

Flottillenarzt

1.10.1916-15.12.1918 MarSA Dr. Rudolf Niekau, Bild

4. U Boot-Halbflottille

1.7.1914-30.9.1916

Halbflottillenchef

1.7.1914-30.9.1916 nicht zu ermitteln

Halflottillenarzt

1.7.1914-5/1916 MarOAssA Dr. Hans Andree

4. U Boot-Flottille (1918 Emden)

1.10.1916-15.12.1918

Flottillenchef

1.10.1916-15.12.1918 KL/KK Georg Prause

Flottillenarzt

1/1915-15.12.1918 MarOAss/MarSA Dr. Friedrich Hapke

8/1917-9.9.1917 MarSA Dr. Karl Genzken i.V.

5. U Boot-Halbflottille

unterstellt Befehlshaber Ostseestreitkräfte

7/1915-30.9.1916

Flottillenchef (eindeutige Zuordnung 5.U-HFltl und 5. U-Fltl nicht möglich)

2/1916-9/1916 KL Alfred Schött (5. U-Fltl)

9/1916-12/1917 KL Alfred Schött (U Fltl Kurland)

9/1917-5/1918 KK Hellmut Jürst

15.10.1918-15.12.1918 KL Otto Rohrbeck m.d.W.G.b.

Flottillenarzt 5. U-HFltl

8/1914-10/1916 MarOAssRes Dr. Frdiedrich Holz

11/1914-4/1915 MarOAssRes Dr. Friedrich Meyer

3/1916-23.5.1918 MarOAssRes/MarSARes Dr. Robert Foelsche

Flottillenarzt 5. U-Fltl (Kurland) 1.10.1916-10.12.1917

10.9.1917-22.5.1918 MarSA Dr. Karl Genzken

23.5.1918-15.12.1918 MarSARes Dr. Robert Foelsche

Flottillenarzt 5. U-Fltl/U-Fltl Flandern

Nicht zu ermitteln

Verwendung MarAssRes Dr. Fritz Sturmhöfel (5.U-Fltl und SchA „D 10“) nicht zu klären25

U Halbflottille Pola

1.7.1915-17.11.1915

Halbflottillenchef

Nicht zu ermitteln

Halbflottillenarzt

1/1915-5/1917 MarAssRes Dr. Willy Schwab (Bild)

U-Flottille Pola

18.11.1915-19.1.1918

Flottillenchef

18.11.1915-8.6.1917 KK Waldemar Kophamel

9.6.1917-20.1.1918 KzS Theodor Püllen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kophamel

Flottillenarzt

6/1917-20.1.1918 MarSA Dr. Franz Möbius

1.U-Flottille Mittelmeer Pola

20.1.1918-20.1.1919

Flottillenchef

20.1.1918-12.5.1918 KL/KK Otto Schultze

20.1.1918-4/1918 KL Adolf Franz i.V.

13.5.1918-7.11.1918 KK Friedrich Lützow

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schultze Lützow26

Flottillenarzt

21.1.1918-20.1.1919 MarSA Dr. Franz Möbius

2. U-Flottille Mittelmeer Cattaro

20.1.1918-15.1.1919

Flottillenchef

20.1.1918-7.11.1918 KK Rudolf Ackermann

Flottillenarzt

7/1917-5/1918 MarOAss Dr. Hans Hölzel

4/1918-15.1.1919 MarOAssA Dr. Ernst Schunke

9/1918-11/1918 MarOSA Prof. Dr. Moritz Otto

Führer der Unterseeboote Mittelmeer

9.6.1917-28.1.1918 KzS und Kommodore Theodor Püllen

29.1.1918-28.8.1918 Dienstgeschäfte durch den dienstältesten Fltl-Chef wahrgenommen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Püllen

Dem Stab F.d.U. Mittelmeer zugeteilt

16.3.1918-27.4.1918 MarSA Dr. Gerhard Kankelwitz, U Boot Abzeichen

0/00-0/00 OAssRes Dr. Enno Müller

Befehlshaber der Unterseeboote Mittelmeer

29.8.1918-9.10.1918 KzS Kurt Graßhoff

Kein zukommandierter Arzt zu ermitteln

U Halbfottille Konstantinopel

6/1917-31.1.1919

Halbflottillenchef

6/1917-3/1918 KK Hermann Lorey

11/1917-11/1918 KL Bernhard Krüger

4/1918-11/1918 KL Klaus Adam (+Sewastopl?)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grasshoff Lorey27

Unterstellung fachdienstlich und disziplinarisch

27.11.1914-4.8.1918 MarGenOA Dr. Heinrich Trembur, Rangältester MarSanOffz in der Türkei, Flottenarzt der Osmanischen Flotte

Halbflottillenarzt

17.3.1917-30.6.1917 MarSARes Dr. Konrad Lotze

8/1917-9/1917 MarAss Dr. Friedrich Rehm

9/1917-11/1917 MarSARes Dr. Paul Dümmel

12/1917-3.4.1918 MarSA Dr. Ludwig Reinhold

4.4.1918-11/1918 MarAss Dr. Ernst Roesner

U-Boote des Marinekorps Flandern

U Bootflottille Flandern

29.3.1915-30.9.1917

Flottillenchef

29.3.1915-30.9.1917 KL/KK Karl Bartenbach

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bartenbach

Flottillenarzt

29.3.1915-10/1916 MarSARes Dr. Fritz Reschop28

1. U Bootflottille Flandern

1.10.1917-15.10.1918

Flottillenchef

1.10.1917-15.10.1918 KL Hans Walther

Flottillenarzt

nicht zu ermitteln

2. U Bootflottille Flandern

1.10.1917-15.10.1918

Flottillenchef

1.10.1917-27.10.1918 KL Otto Rohrbeck

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Walther Dr. Reschop

Flottillenarzt

nicht zu ermitteln

U-Kreuzer

Im Laufe des 1. Weltkrieges wurden von deutscher Seite U-Boote mit großer Reichweite und Einsatzdauer entwickelt. Vorbild war das Fracht-U-Boot „Deutschland“, mit dem 1916 zwei Fahrten nach Amerika durchgeführt wurden. Ziel war der Durchbruch der britischen Seeblockade, um kriegswichtige Güter (u.a. Kautschuk) nach Deutschland zu bringen. Die Hoffnung, den Gegner mit U-Booten besiegen zu können, gipfelte in der Bekanntgabe des uneingeschränkten U-Boot Krieges, auch gegen bisher Neutrale wie die USA, am 1.2.1917. Als Reaktion darauf erklärten die USA der Entente am 6.4.1917 den Krieg. Zu den bisherigen U-Boot Einsatzgebieten, Nordsee bis in den Ärmelkanal hinein, Ostsee, Mittelmeer und Schwarzes Meer, kam nun der Atlantik bis an die Küste der USA hinzu. Das U-Boot „Deutschland“, als SM U 155 in die Kaiserliche Marine übernommen, war Konstruktionsvorbild für die Klasse der U-Kreuzer Typ 151 (SM U 151, 152, 153, 154, 156, 157). Diese U-Boote waren 65 Meter lang und 8,9 Meter breit, verfügten über zwei Torpedorohre (hatten bis zu 18 Torpedos an Bord), zwei 15 cm Geschütze (mit denen die meisten Schiffe versenkt wurden), Besatzung 56 Mann + Schiffsarzt, Reichweite 25.000 Seemeilen, Antrieb diesel/elektrisch). Die U-Kreuzer unterstanden der Admiralität und nicht wie die übrigen U-Boote dem F.d.U/B.d.U. Die Einheit war die U-Kreuzer-Flottille in Kiel (1.4.1917-21.12.1917), danach der U-Kreuzer-Verband (22.12.1917-27.10.1918), dazu gehörten auch SM u 35, 38, 62, 91, zuletzt vom 28.10.1918-5.2.1919 1. U-Kreuzer Flottille.29 /30 /31

S.M. U 117

Großes Minenboot Typ UE II, in Dienst 28.3.1918-21.11.1918, ab 1.6.1918 U-Kreuzer Verband, Besatzung 4 Offz, 36 Mann, 11 Versenkungen, Minen gelegt Ostküste USA

Einsatz 11.7.1918-22.9.1918

Kdt KL Otto Dröscher

SchA MarAss Dr. Heinz Minning,

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

S.M. U 117 desarmiert nach Kriegsende

S.M. U 118

großes Minenboot Typ UE II, in Dienst 29.6.1918-11.11.1918, Besatzung 4 Offz 36 Mann, 2 Versenkungen, Atlantik, spanische Küste

Auf dem Weg zur Verschrottung in Frankreich brach die Schlepptrosse, das Boot wurde am 15.4.1919 in Hastings an Land gespült.

Einsatz 22.8.1918-14.10.1918

Kdt KL Herbert Stohwasser

SchA MarOAssA Dr. Otto Straßen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

S.M. U 11832

S.M. U 122

Einsatz 9.10.1918-12.11.1918

Kdt KL Alfred Korte

SchA MarAss Dr. Carl Haedenkamp großes Minenboot Typ UE II, in Dienst 18.5.1918-11.11.1918, Besatzung 4 Offz 36 Mann, ein Einsatz 1 Versenkung, Nordatlantik

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dr. Haedenkamp

S.M. U 139

Einsatz 11.9.1918-13.11.1918

Kdt KL Lothar von Arnauld de la Periere

SchA MarOAss Dr. Hans Hölzel

größtes im 1. WK gebautes U-Boot, Besatzung 6 Offz 56 Mann + PrisenKdo 1 Offz 20 Mann, 5 Versenkungen, Nordatlantik

Nach einem längeren Artilleriegefecht von S.M. U 139 mit dem portugiesischen Minenleger „Augusto de Castillo ey Elita“ am 14.10.1918 im Atlantik war die zum Teil schwerverletzte Besatzung in die Boote gegangen. Der Schiffsarzt, MarOAss Dr. Hölzel, behandelte sieben verwundete Portugiesen an Oberdeck des U-Bootes. Nach der medizinischen Versorgung wurden die Schiffbrüchigen, mit Leckabdichtungsmaterial und Lebensmitteln versehen, entlassen und erreichten nach kurzer Zeit einen rettenden Hafen.33 /34

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

S.M. U 139

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Gefechtsdienst S.M. U 139 Arnauld de la Perriere35

S.M. U 140

Einsatz 2.7.1918-20.9.1918

Kdt KK Waldemar Kophamel

SchA MarAssRes Josef Specht baugleich wie SM 139, in Dienst 28.3.1918-11.11.1918,

Besatzung 6 Offz 56 Mann + PrisenKdo 1 Offz 20 Mann, ein Einsatz 7 Versenkungen, Atlantik, Ostküste USA

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kophamel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

S.M. U 14036

S.M. U 141

Einsatz 24.6.1918-11.11.1918

Kdt KL Constantin Kolbe

SchA MarOAss Dr. Otto Mennerich

in Dienst 24.6.1918-11.11.1918, keine Feindfahrt

S.M. U 142

Einsatz 10.11.1918-11.11.1918

Kdt KK Erich Eckelmann

SchA MarSARes Dr. Robert Foelsche

in Dienst 10.11.1918-11.11.1918, keine Feindfahrt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eckelmann

S.M. U 151

1. Einsatz 3.9.1917-26.12.1917

Kdt KK Waldemar Kophamel

SchA MarAss Josef Specht in Dienst 21.7.1917-11.11.1918, U-Krz Fltl, Besatzung 6 Offz 50 Mann, 17 Versenkungen, Atlantik, Azoren, Madeira

2. Einsatz 18.4.1918-20.7.1918

Kdt KK Heinrich v. Nostitz und Jänckendorf

SchA MarSA Dr. Max Jung

Besatzung id, 24 Versenkungen, Ostküste USA

3. Einsatz 17.10.1918-26.10.1918

Kdt wie 2. Einsatz

SchA MarOAss Dr. Albert Kühne

Keine Versenkungen, nördliche Nordsee

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kophamel Nostitz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

S.M. U 15137

S.M. U 152

1. Einsatz 23.12.1917-14.4.1918

Kdt KL Constantin Kolbe

SchA nicht zu ermitteln

in Dienst 17.10.1917-15.11.1918, Besatzung 6 Offz 50 Mann,

17 Versenkungen, Atlantik

2.Einsatz 4.5.1918-24.8.1918, keine Feinfahrt

Kdt KK Gerhard v. Zitzewitz

SchA nicht zu ermitteln

Besatzung id, keine Feindfahrt, keine Versenkungen

3.Einsatz 5.9.1918-13.11.1918

Kdt KL Adolf Franz

SchA MarOAssA Dr. Johann Fülscher

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dr. Fülscher

MarOAssA Dr. Robert Hankow SchA SM U 152, nicht zu klären ob 1. oder 2. Einsatz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

S.M. U 15238

S.M. U 153

1. Einsatz 13.2.1918-3.6.1918

Kdt KL Gernot Goetting

SchA MarSA Hans Großfuß

Besatzung 6 Offz 50 Mann, 8 Versenkungen, Dakar, Sierra Leone, Kanarische Inseln

2. Einsatz (?) 6/1918-8/1918 fraglich

Kdt nicht zu ermitteln

SchA MarOAss Dr. Paul Hornbostel

3. Einsatz 15.8.1918-6.11.1918

Kdt KK Paul Pastuszyk

SchA MarSA Hans Großfuß

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Goetting Dr. Hornbostel39

S.M. U 154

Einsatz 15.2.1918-11.5.1918, Totalverlust

Kdt KK Hermann Gercke

SchA MarOAss Dr. Otto Hofmann

Am 20.4.1918 trafen U 153 (KK Goetting) und U 154 (KL Gercke) westlich der Nordwestküste von Afrika zusammen, nachdem sie bereits am 5.3. gemeinsam in diesem Seegebiet operiert hatten. Am 25.4.1918 sichtete U 154 einen Dampfer mit Südkurs und teilte dies U 153 über Funk mit. Bald darauf sichtete auch U 153 den Dampfer und eröffnete auf 100 hm das Feuer (97 x 15 cm), Der Dampfer erwiderte das Feuer mit einem 12 cm Geschütz, nebelte und steuerte Zickzack. Von Norden her griff nun U 154 mit beiden Geschützen in den Kampf ein. Nach mehreren Treffern geriet der Dampfer in Brand, stoppte und setzte die Boote aus.

Bei diesem Gefecht ereignete sich auf U 154 ein schwerer Unfall. Das rücklaufende Geschützrohr hatte eine hinter der Kanone stehende Granate der Bereitschaftsmunition getroffen und zur Detonation gebracht. Dadurch wurden acht Mann der Geschützbedienung getötet und fünf weitere verletzt. Er herrschte „Zustand“. U 154 näherte sich dem anderen U-Kreuzer und bat um ärztliche Hilfe. Daraufhin wurden der Schiffsarzt von U 153, MarSA Hans Großfuß, sowie vier Mann zur Hilfeleistung an U 154, MarOAss Dr. Hofmann, abgegeben. Der brennende Dampfer, das britische Q-Schiff „Willow Branch“ (U-Boot-Falle) wurde von U 153 durch Torpedoschuß versenkt. Beide U-Kreuzer blieben nun zusammen und marschierten in Richtung Kanarische Inseln und dann zu den Azoren. Am 8.5.1918 erreicht die U-Kreuzer der Funkbefehl des Admiralstabes, kit U 62 (KL Hashagen) zusammenzutreffen. Darauf wurde der Treffpunkt mit diesem U-Boot durch FT vereinbart. Möglicherweise wurde dies zum Verhängnis für U 154, da dieser Kreuzer mit der gesamten Besatzung auf dem Treffpunkt durch Torpedoschuß des britischen Bootes E 35 vernichtet wurde. U 153 war zu diesem Zeitpunkt nur 4 Seemeilen von U 154 entfernt. Wann MarSA Großfuß auf sein Boot zurückkehrte ist nicht bekannt.40 /41

S.M. U 155

1. Einsatz 23.5.1917-5.9.1917

Kdt KL Karl Meusel

SchA MarOAss Dr. Otto Mennerich

Besatzung 6 Offz 50 Mann + PrisenKdo 1 Offz 19 Mann, 19 Versenkungen, Atlantik

2. Einsatz 16.1.1918-4.5.1918

Kdt KK Erich Eckelmann

SchA MarSARes Dr. Robert Foelsche

Besatzung id, 16 Versenkungen, Atlantik

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eckelmann

3. Einsatz 11.8.1918-13.11.1918

Kdt KK Ferdinand Studt

SchA MarOAss Dr. Wilhelm Kollmeier

Besatzung id, 9 Versenkungen, Atlantik, Ostküste USA

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Studt Dr. Kollmeier42

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

S.M. U 15543

S.M. U 156

10/1917-12/1917 MarAssARes Dr. Willy Schwab

(Einsatz nicht zu ermitteln)

1. Einsatz 14.11.1917-11.3.1918

Kdt KL Konrad Gansser

SchA MarAssA Dr. Heinz Minning

Besatzung 6 Offz 50 Mann, 9 Versenkungen, Atlantik

2. Einsatz 16.6.1918-25.9.1918 Totalverlust

Kdt KL Richard Feld

SchA MarOAssA Dr. Martin Schlemm

Besatzung id, 36 Versenkungen, seit 25.9.1918 vor der schottischen Küste verschollen, vermutlich Minentreffer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Feldt Dr. Schlemm

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

S.M. U 15644

S.M. U 157

1. Einsatz 1.12.1917-15.4.1918

Kdt KL Max Valentiner

SchA MarAss Dr. Carl Haedenkamp

2. Einsatz 21.7.1918-30.11.1918

Kdt KK Ortwin Rave

SchA MarOAss Dr. Walter Bulcke

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Valentiner Rave45

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dr. Haedenkamp

Im Frühjahr 1918 kam es im Atlantik zu einem Artilleriegefecht zwischen U 157 (KL Valentiner) und einem nicht zu ermittelnden Gegner. Hierbei wurden 10 Besatzungsangehörige unterschiedlich schwer verwundet. Bei einem Matraosen entschloß sich der Schiffsarzt, MarAss Dr. Haedenkamp, zur Amputation des rechten Arms, „wobei ihm ein Kapitänleutnant assistierte, ein Leutnant die Narkose unter seiner Aufsicht und Anleitung machte und zwei Matrosen sonstige Hilfe leisteten. Der Eingriff gestaltete sich bei der Enge des Raumes, den Bewegungen des Schiffes, der herrschenden Temperatur und der Luftbeschaffenheit sehr schwierig, insbesondere stieß die Innehaltung strengster Asepsis auf große Schwierigkeiten. Instrumente, Tücher usw. mußten zum größten Teil in der Kombüse, die ganz achtern gelegen war, ausgekocht werden. Zu Beginn des Eingriffs wurde der Kurs so geändert, daß das Boot möglichst ruhig lag. Ein Drägerscher Tauchretter wurde bereitgelegt, um gegebenenfalls Sauerstoff zuführen zu können. Während des Eingriffs traten verschiedene Zwischenfälle ein. Der Narkotiseur wurde vom Übelsein befallen und mußte zeitweilig ausscheiden. Gegen Ende der Operation kam es bei dem Patienten zum Atemstillstand. Nach Anwendung des Tauchretters bei gleichzeitiger künstlicher Atmung schwanden die bedrohlichen Anzeichen bald. Der Operierte wurde in der Kammer des I. WO gelagert. Der Heilverlauf war in der Folgezeit an Bord trotz der ungünstigen Umstände vollständig normal“.46

[...]


1 Bild Felix Schwormstädt, Wikipedia

2 Husen, Martin: Kaiserliche Marine Sanitätsoffiziere im Auslandseinsatz 1884-1918 in Vorbereitung

3 Dr. Harms zum Spreckel: Stammliste des Marine-Sanitäts-Offizierkorps, Berlin 1919

4 Ehrenrangliste der Kaiserlich Deutschen Marine 1914-18, Berlin 1930

5 Marine-Verordnungsblatt, entspr. Jahrgänge

6 Hildebrand/Henriot.: Deutschlands Admirale 1849-1945, Osnabrück 1988

7 Hildebrand, Hans H.:Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung, Osnabrück 2000

8 Hildebrand/Röhr/Steinmetz Die Deutschen Kriegsschiffe, Mundus Verlag o Jg.

9 Hildebrand, Hans H.:Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848-1945, Bd 2, S. 444-447

10 A.K.O. Allerhöchste Kabinetts Ordre

11 Bild Wikipedia

12 Flottlienfahrzeug = Torpedodivisionsboot D 10, Tender bei der Unterseebootsflottille, später bei der Uboot-Abnahmekommission

13 R.M.A. Reichsmarineamt

14 m.d.W.d.G.b. mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt

15 Bilder Heinrich, Rohardt, Heuberer, Eberius WGAZ Mürwik

16 Bilder Nordmann, Seiferling, Siemens, Praefcke, Brachmann Slg Hildebrand

17 Bild Slg Hildebrand

18 Bild Wikipedia

19 Bilder Bauer, Michelsen Wikipedia; Genzken, Luther Archiv des Autors

20 Bilder Michaelis, Pochhammer, V. Nostitz WGAZ Mürwik, Starke Wikipedia

21 Flottillenarzt hier Dienststellung, nicht wie heute Dienstgrad

22 Bild Slg Hildebrand

23 Bilder Schwab, Schwaer Archiv des Autors, Bild Rosenberg Wikipedia, Bild Sontag Slg Hildebrand

24 Bilder Forstmann Wikipedia, Olshausen, Wedding, Niekau Archiv des Autors

25 Stammliste MarSanOffzKorps Nr. 979 R: gefallen 1.6.1916 auf „Pommern“

26 Bilder Kophamel Wikipedia, Schultze, Lützow Slg Hildebrand

27 Bilder Lorey Wikipedia, Püllen, Grasshoff Slg Hildebrand

28 MarSARes Dr. Fritz Reschop 1918 Verbandsarzt beim F.d.U. Flandern, weiter zwei Ärzte sollen eingesetzt gewesen sein, konnten jedoch nicht ermittelt werden; Bild Lorey, Bartenbach, Walther Wikipedia. Reschop Archiv des Autors

29 Michelsen, Andreas: Der U-Boot Krieg 1914-1918, Köhler 1925

30 Rössler, Eberhard: Die deutschen U-Kreuzer und Transport U-Boote, Bernard&Graefe 2003

31 Dr. Husen, Martin: Der Sanitätsdienst der U-Boot Waffe der Kaiserlichen Marine 1910-1918, nicht veröffentlicht

32 Bilder Wikipedia

33 Rössler, Eberhard: Die deutschen U-Kreuzer und Transport-U-Boote, Bernard&Graefe 2003, S.128

34 Nöldeke, Hartmut/Hartmann,Volker: Der Sanitätsdienst in der deutschen U-Boot-Waffe, Mittler 1996, S. 22

35 Bilder U 139 WGAZ Mürwik, Arnauld de la Perrier Wikipedia

36 Bild Kophamel Wikipedia, U 140 Privatsammlung

37 Bilder Kophamel, U 151 Wikipedia, Nostitz WGAZ Mürwik

38 Bild Fülscher Archiv des Autors, U 152 Wikipedia

39 Bilder Goetting WGAZ Mürwik, Hornbostel Archiv des Autors

40 Spindler, A.:Der Handelskrieg mit U-Booten, 5. Bd.: Januar bis November 1918. In: Der krieg zur See 1914-1918. Hrdg. Marine Archiv, Frankfurt 1966

41 Rössler, Eberhard: Die deutschen U-Kreuzer und Transport-U-Boote, Bernard&Graefe 2003

42 Bild Eckelmann Wikipedia, Studt WGAZ Mürwik, Kollmeier Archiv des Autors

43 Bild Privatsammlung

44 Bilder Feld U-boat.net, Schlemm Archiv des Autors, U 156 Privatsammlung

45 Bilder Haedenkamp, Valentiner Wikipedia, Rave WGAZ Mürwik

46 Kriegssanitätsbericht über die deutsche Marine 1914-1918, Bd. 1, S. 162

Ende der Leseprobe aus 112 Seiten

Details

Titel
Der Sanitätsdienst der U-Boot-Waffe der Kaiserlichen Marine
Untertitel
1910-1918
Autor
Jahr
2020
Seiten
112
Katalognummer
V520909
ISBN (eBook)
9783346178947
ISBN (Buch)
9783346178954
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kaiserlichen, marine, sanitätsdienst, u-boot-waffe
Arbeit zitieren
Dr. Martin Husen (Autor), 2020, Der Sanitätsdienst der U-Boot-Waffe der Kaiserlichen Marine, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520909

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