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Die Mona Lisa in Hinsicht auf die sozialen Medien

Title: Die Mona Lisa in Hinsicht auf die sozialen Medien

Term Paper , 2019 , 22 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Melanie Metzlaff (Author)

Art - History of Art
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Die Mona Lisa, wer sie war und wer sie wurde.

Die Mona Lisa ist eines der bekanntesten Kunstwerke der Welt, zu ihrer Bilderwelt gehören aber auch ähnliche Portraitdarstellungen, ihre Kopien, Karikaturen und Bildzitate, die teilweise dadurch bekannt geworden sind, dass sie die Mona Lisa verfremdet darstellen. Im Internet lassen sich auf sozialen Plattformen wie Pinterest unzählige neue Bilder der Mona Lisa aufrufen und speichern, die sich auf irgendeine Art vom Original absetzen oder mit ihm vergleichen. Social-Media bedeutet nicht, dass wir Kunstwerke, wie die Mona Lisa, im Internet einfach abrufen, sondern, dass wir sie immer besser erleben und verstehen. In Hinsicht auf die sozialen Medien steht die Mona Lisa archetypisch für ein Phänomen der Präsentierbarkeit von Kunst in unserer Zeit. Zum einen nutzen Künstler, Kuratoren, Journalisten, Kunstwissenschaftler und Museumsbesucher gemeinsam das Internet, zum anderen gehört zur Kunstwelt heute auch dazu mit ihr und über sie zu kommentieren.
Weil die Mona Lisa stellvertretend für andere bekannte Kunstwerke in den sozialen Medien oft zitiert wird, stellt sich immer wieder die Frage, wer die Mona Lisa war und wer sie, in Bezug auf formale Merkmale ihrer Popularität, historisch wurde. Zum Beginn dieser Arbeit werde ich deshalb die wesentlichen Merkmale ihres Originals und seiner kunsthistorischen Einordnung darstellen, bevor es um sie als Ausstellungsobjekt im Louvre, um sie als Kopie oder Reproduktion und um einige Beispiele ihrer Verfremdung in der Moderne oder als Art-Mem gehen soll. Im Schlussteil widme ich mich der Frage, was sich von ihrem Motiv formal über die sozialen Medien ableiten lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Original

2.1. Leonardo da Vincis Mona Lisa

2.2. Kunsthistorischer Rückblick zur Mona Lisa

2.3. Die Mona Lisa im Pariser Louvre

2.4. Reproduktionen und Kopien der Mona Lisa

2.5. Neues zur Mona Lisa

3. Die Zitation der Mona Lisa

3.1. Das Bildzitat

3.1.1. Arthur Sapeck: La Joconde fumant la pipe

3.1.2. Marcel Duchamp: L.H.O.O.Q

3.1.3. Philippe Halsman: Dali as Joconde

3.1.4. Andy Warhol: Fifty Are Better Than One

3.1.5. Klaus Staeck: Niemand ist vollkommen

3.2. Die Mona Lisa als Internet-Meme

4. Zusammenfassung und Ausblick

4.1. Das Mona-Lisa-Motiv

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Transformation der Mona Lisa vom kunsthistorischen Original zum allgegenwärtigen Internet-Mem. Dabei wird analysiert, welche formalen und historischen Merkmale des Gemäldes dessen Popularität begründen und wie sich diese durch Zitationen und Reproduktionen in den sozialen Medien weiterentwickelt haben.

  • Kunsthistorische Einordnung und Herkunft des Originals
  • Die Mona Lisa als Ausstellungsobjekt und Medienspektakel im Louvre
  • Analyse historischer Bildzitate (Duchamp, Warhol, Staeck u.a.)
  • Mechanismen der Meme-Kultur und Viralität in sozialen Netzwerken
  • Vergleich von Bildsprachen: Klassisches Kunstwerk versus Internet-Meme

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Mona Lisa als Internet-Meme

Eine ähnliche Bildsprache wie bei Plakaten finden wir auch bei Internet-Meme, denn die Bilder müssen auch auf kleineren Bildschirmen, wie bei Smartphones gut erkennbar sein, dabei ist die Qualität, mit der sich ein Mem im Internet verbreitet vergleichbar mit einem mehr oder weniger feinporigen Sieb beim Siebdruckverfahren.

Das Wort Meme stammt vom britischen Evolutionsbiologen und Zoologen Richard Dawkins (*1941), der im elften Kapitel seines 1976 erschienenen Buches Das egoistische Gen, den Begriff einführt für neue Replikatoren einer kulturellen Evolution, also als Einheiten der kulturellen Vererbung. Ein Mem kann zum Beispiel eine beliebte Melodie sein. Einige Meme sind überaus erfolgreich, andere halten sich, seiner Theorie zufolge, nicht lange im Mem-Pool. Darüber hinaus spricht man bei Internet-Phänomenen von ihrer Viralität, also der Geschwindigkeit und der Art, in der sie sich im Netz verbreiten. Eine vollständige Analyse der Internet-Meme-Forschung liefern Lars Bülow und Michael Johann 2018 in ihrem Artikel Die Verbreitung von Internet-Memes.

Von Bildern auf denen die Mona Lisa mal mit verändertem Hintergrund, mit veränderter Frisur oder in veränderter Kleidung zu betrachten ist, gibt es unzählige Versionen im Internet, allein auf megamonalisa.com befinden sich über 5800 davon. Alle diese Uploads sind mehr oder weniger als eigenständige Kunstwerke zu betrachten, die sich bewusst auf die Mona Lisa beziehen. Art-Meme unterscheiden sich von classical-Art-Meme, indem sie nicht nur ein Bild oder ein Ausschnitt eines Kunstwerkes sind, der beispielweise geschickt kommentiert ist, sondern ein bereits vorhandenes Motiv in irgendeiner Art weiterentwickeln, wie es Sapeck mit La Joconde Fumant la pipe, Duchamp mit L.H.O.O.Q. und Staeck mit Niemand ist vollkommen einst taten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Allgegenwart der Mona Lisa in den sozialen Medien ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich ihrer formalen Merkmale und ihrer Wandlung zum Internet-Mem.

2. Das Original: Dieses Kapitel behandelt die kunsthistorischen Grundlagen, die Herkunft und die museale Präsentation des Gemäldes im Louvre sowie dessen Reproduktionsgeschichte.

3. Die Zitation der Mona Lisa: Der Hauptteil analysiert verschiedene Formen der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Mona Lisa, von historischen Bildzitaten der Moderne bis hin zu ihrer zeitgenössischen Verwendung als Internet-Mem.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet, warum gerade das Motiv der Mona Lisa aufgrund seiner ikonischen Formsprache so erfolgreich in der Meme-Kultur agiert.

Schlüsselwörter

Mona Lisa, Leonardo da Vinci, Kunstzitat, Internet-Meme, Louvre, Bildgeschichte, Viralität, Reproduktion, Bildsprache, Readymade, Fotomontage, digitale Medien, Ikonografie, Art-Mem, Sozial-Media

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kulturellen Bedeutung der Mona Lisa und ihrer Transformation von einem Renaissance-Gemälde zu einem weltweit verbreiteten Internet-Phänomen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die kunsthistorische Einordnung des Originals, die Geschichte der Reproduktion und die vielfältigen Formen der künstlerischen und digitalen Zitation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erklären, welche visuellen und historischen Merkmale dazu führen, dass die Mona Lisa auch heute noch als eines der meistzitierten Motive in sozialen Medien fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische Analyse der Bildsprache und der Rezeptionsgeschichte angewandt, ergänzt durch medientheoretische Aspekte der Meme-Forschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des Originals sowie eine detaillierte Analyse spezifischer Bildzitate von Künstlern wie Duchamp, Warhol und Staeck, bis hin zu modernen Internet-Memes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Mona Lisa, Bildzitat, Internet-Meme, Viralität, Kunstgeschichte und digitale Transformation.

Warum spielt der Louvre eine besondere Rolle in dieser Untersuchung?

Der Louvre ist der physische Ort, an dem das Original als Medienspektakel inszeniert wird, was maßgeblich zur Popularität und zur Entstehung der modernen Bildkultur um das Werk beigetragen hat.

Was unterscheidet Art-Meme von klassischen Bildzitaten laut der Autorin?

Art-Meme im Internet zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein vorhandenes Motiv interaktiv weiterentwickeln, anstatt es nur als isoliertes Bildobjekt in einen neuen Kontext zu setzen.

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Details

Title
Die Mona Lisa in Hinsicht auf die sozialen Medien
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Kunst- und Bildgeschichte)
Course
Kunst und Social Media
Grade
2,7
Author
Melanie Metzlaff (Author)
Publication Year
2019
Pages
22
Catalog Number
V520918
ISBN (eBook)
9783346123695
ISBN (Book)
9783346123701
Language
German
Tags
Mona Lisa Social Media
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Metzlaff (Author), 2019, Die Mona Lisa in Hinsicht auf die sozialen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520918
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