Diese Arbeit soll die gesellschaftliche Bedeutung der futuristischen Manifeste, namentlich des italienischen und des russischen, untersuchen. Der Fokus soll hierbei auf der historischen und literarischen Entwicklung liegen, welche zum Futurismus hinführte. Außerdem wird auf die Nachwirkung und den Vergleich der futuristischen Manifeste eingegangen.
Das italienische Manifest auf der einen Seite, verfasst von Filippo Marinetti im Jahr 1909 und das russische (1912) auf der anderen, veröffentlicht durch die Vereinigung „Gileja“, gegründet von David Burljuk, Velimir Chlebnikov, Vladimir Majakovski et al., sind das Beweisstück einer ganzen revolutionären Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bevor jedoch auf die einzelnen Manifeste näher eingegangen werden kann, sollte man sich zunächst den Personen hinter diesen Werken widmen.
Inhaltsverzeichnis
I. Ziel und Thema der Arbeit
II. Zu den Personen hinter den futuristischen Manifesten
1. Zu Filipo Marinetti
2. Zu David Burljuk
III. Einwirkung historischer Ereignisse und vorangegangener Literatur auf die Manifeste
1. Historischer Hintergrund der futuristischen Bewegung in Italien und die gesellschaftliche Stimmung
2. Russland und der Kubofuturismus
IV. Wirkung der Manifeste in der Gesellschaft- Ein Vergleich
Zielsetzung und Themenfelder
Diese Arbeit untersucht die gesellschaftliche Bedeutung der italienischen und russischen futuristischen Manifeste, indem sie deren historische Genese, die Persönlichkeiten hinter den Bewegungen sowie deren Vergleich und Nachwirkung analysiert.
- Historische und literarische Entwicklung des Futurismus
- Biographische Analyse von Filippo Marinetti und David Burljuk
- Politischer Kontext des frühen 20. Jahrhunderts in Italien und Russland
- Vergleichende Untersuchung der Wirkung auf die Gesellschaft
- Zusammenhang zwischen avantgardistischer Kunst und revolutionären Bewegungen
Auszug aus dem Buch
1. Historischer Hintergrund der futuristischen Bewegung in Italien und die gesellschaftliche Stimmung
Die politische und gesellschaftliche Situation im Königreich Italien in den 1860er Jahren ist sehr schwierig. Als Staatsstruktur herrscht eine parlamentarische Monarchie vor. Ein Staat, zusammengewürfelt aus mehreren Teilgebieten (Königreichen) aus der Risorgimentobewegung 1815 heraus.
Der König, als exekutive Gewalt, hat im Vergleich zu der legislativen weitaus höhere Kompetenzen, sodass er beispielsweise für die Ernennung der Regierung samt dem Premierminister zuständig ist. Wie auch in der vor knapp 70 Jahren zuvor entstandenen französischen Republik, gab es im Italien dieser Zeit einen Senat („königlicher Hof“) und eine Deputiertenkammer („Opposition“). Letztere hat die Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren und besaß zudem Gesetzgebungskompetenzen. Was zunächst aussieht, wie ein vorbildliches politisches System, entpuppt sich als großer Betrug.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Ziel und Thema der Arbeit: Einleitung in die Fragestellung und Abgrenzung der untersuchten italienischen und russischen Manifeste.
II. Zu den Personen hinter den futuristischen Manifesten: Porträtierung der prägenden Figuren Filippo Marinetti und David Burljuk als Initiatoren ihrer jeweiligen Bewegungen.
III. Einwirkung historischer Ereignisse und vorangegangener Literatur auf die Manifeste: Analyse des gesellschaftspolitischen Umfelds in Italien und Russland, das den Nährboden für den Futurismus bildete.
IV. Wirkung der Manifeste in der Gesellschaft- Ein Vergleich: Gegenüberstellung der beiden Manifeste und Untersuchung ihres Einflusses auf das gesellschaftliche Denken und spätere politische Bewegungen.
Schlüsselwörter
Futurismus, Kubofuturismus, Filippo Marinetti, David Burljuk, Manifeste, Avantgarde, Italien, Russland, Gesellschaft, Revolution, Moderne, Kunstgeschichte, Politik, Transformation, Ideologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Relevanz der futuristischen Manifeste in Italien und Russland im frühen 20. Jahrhundert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die historische Entwicklung, die handelnden Akteure, der politische Kontext und die Auswirkungen der futuristischen Ideologien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein Vergleich der Manifeste hinsichtlich ihrer Entstehung, ihres Inhalts und ihrer Wirkung auf die gesellschaftliche Stimmung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine historisch-vergleichende Literatur- und Quellenanalyse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den Biographien der Protagonisten, den historischen Hintergründen und einem direkten Vergleich der Manifest-Wirkung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Konzepte umfassen Futurismus, Kubofuturismus, Avantgarde und gesellschaftlichen Umbruch.
Was bedeutet der Begriff "fisicofollia" in Bezug auf Marinetti?
Er beschreibt Marinettis performativen Redestil, bei dem er seinen gesamten Körper einsetzte, was als "Körperwahnsinn" assoziiert wurde.
Wie unterscheidet sich der russische Kubofuturismus vom italienischen Futurismus laut Autor?
Während das italienische Manifest Gewalt und Krieg verherrlicht, wird das russische als humorvoller, ironischer und "kindlich harmloser" charakterisiert, bei dennoch ähnlichem Freiheitsdrang.
- Arbeit zitieren
- Rauf Mischijeff (Autor:in), 2019, Die gesellschaftliche Bedeutung der futuristischen Manifeste, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520958