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Die römische Religion in den Provinzen: Gallien und Britannien. Die Interpretatio Romana und die Grenzen der Toleranz

Title: Die römische Religion in den Provinzen: Gallien und Britannien. Die Interpretatio Romana und die Grenzen der Toleranz

Seminar Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Gergely Kapolnasi (Author)

World History - Early and Ancient History
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n seiner größten Ausdehnung umfasste das Imperium Romanum einen sehr großen Teil Europas. Es reichte von der Atlantikküste des heutigen Spaniens bis nach Kleinasien, von den heißen Wüsten Nordafrikas bis zu den Wäldern Britanniens. In diesem Weltreich trafen die unterschiedlichsten Menschen, Kulturen und Glaubensvorstellungen aufeinander. Eine der größten Leistungen des Römischen Reiches war wohl die Integration so vieler verschiedener Völker. Dies gelang nicht zuletzt durch die Toleranz der Römer gegenüber anderen Kulturen und fremden Göttern. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu untersuchen, wie das Imperium Romanum mit den einheimischen Religionen der eroberten Provinzen umging. Dies soll anhand zweier ausgewählter Provinzen, nämlich Gallien und Britannien, geschehen. Die römischen Eroberer trafen hier auf die äußerst vielfältige keltische Kultur mit ihren Kulten, welche für die Römer fremd und barbarisch erschienen. Doch wie sollten die neuen Herren Galliens und Britanniens die einheimischen Glaubensvorstellungen behandeln? Stellten sie gar eine Gefahr für das mächtige Imperium Romanum dar? Im Folgenden soll untersucht werden, wie weit die römische Toleranz bei fremden Kulten ging und wo der römische Staat die Grenzen dieser Toleranz setzte. Um dies zu verstehen, ist es wichtig, einen Blick auf die religiösen Vorstellungen in Gallien und Britannien vor der römischen Eroberung zu werfen. Da die Kelten dieser Zeit keine eigenen schriftlichen Aufzeichnungen hinterließen, soll dies anhand der Beschreibungen antiker römischer und griechischer Autoren geschehen. Dies ist nicht unproblematisch, da diese die Kelten häufig als Barbaren betrachteten und ihre Kultur dementsprechend darstellten. Es ist daher ausgesprochen wichtig, die Aussagen antiker Schriftsteller mit Vorsicht zu bewerten und auch archäologische Quellen hinzuzuziehen Anschließend werden wir näher auf die Religion in den beiden Provinzen nach der römischen Eroberung eingehen und Einflüsse der Römer auf die keltische Götterwelt untersuchen. Schließlich wenden wir uns der Frage zu, wo die Toleranz des Römischen Reiches endete, dies soll anhand der Verfolgung der Druiden geschehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. DIE RELIGION IN GALLIEN UND BRITANNIEN VOR DER RÖMISCHEN EROBERUNG

1.1. GÖTTERWELT, KULTSTÄTTEN, KULTBILDER

1.2. OPFER UND RITEN

1.3. DIE DRUIDEN

2. DIE RELIGION IN GALLIEN SOWIE BRITANNIEN NACH DER RÖMISCHEN EROBERUNG UND DIE INTERPRETATIO ROMANA

2.1. GALLIEN

2.2. BRITANNIEN

3. DIE GRENZEN DER TOLERANZ: DIE VERFOLGUNG DER DRUIDEN

FAZIT

BIBLIOGRAFIE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang des Imperium Romanum mit den einheimischen Religionen der eroberten Provinzen Gallien und Britannien. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie weit die römische Toleranz gegenüber fremden Kulten reichte und an welchen Punkten der römische Staat diese Grenzen überschritt, um seine Ordnung und Macht zu sichern.

  • Die religiösen Strukturen und Glaubensvorstellungen der Kelten vor der römischen Expansion.
  • Die Praxis und Bedeutung der Interpretatio Romana als Instrument der kulturellen Integration.
  • Die Auswirkungen der römischen Eroberung auf lokale Kultstätten und Götterwelten.
  • Die Rolle der Druiden als religiöse, soziale und politische Führungselite.
  • Die Gründe und der Verlauf der systematischen Verfolgung der Druiden durch römische Autoritäten.

Auszug aus dem Buch

1.1. Götterwelt, Kultstätten, Kultbilder

Es existieren keine eigenen schriftlichen Aufzeichnungen der Kelten Galliens und Britanniens über ihre religiösen Ansichten, Riten, Kultstätten und Priester. Die Erforschung ihrer Glaubensvorstellungen basiert daher heute größtenteils auf zwei Quellengruppen: Archäologische Quellen und Beschreibungen antiker römischer und griechischer Schriftsteller. Erste Beschreibungen der keltischen Religion stammen aus hellenistischer Zeit. Eine wichtige Quelle sind die Schilderungen des griechischen Philosophen Poseidonios aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert, welche in späterer Zeit immer wieder verwendet wurden. Auch C. Iulius Caesar schildert detailliert Aspekte der keltischen Kultur in seinem Werk „Der gallische Krieg“. Allerdings sind seine Äußerungen vor dem Hintergrund, dass Caesar als Eroberer nach Gallien kam, kritisch zu betrachten. Caesar charakterisiert die Gallier als sehr abergläubisch, dies gehe soweit, dass „Leute, die von schwerer Krankheit befallen sind oder sich in Krieg und Gefahr befinden, [...] Menschen als Opfer dar[bringen]“, um die Götter zu besänftigen. Caesar gibt im Folgenden eine Beschreibung der gallischen Götterwelt. Seiner Ansicht nach verehrten die Gallier an erster Stelle einen Gott der „Handwerke und Künste“, der auch für Reisen und den Handel zuständig war. Diesen Gott identifiziert Caesar als Mercurius.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die Integrationsleistung des Imperium Romanum und führt in die Thematik der religiösen Toleranz sowie die Problematik der Quellenlage ein.

1. DIE RELIGION IN GALLIEN UND BRITANNIEN VOR DER RÖMISCHEN EROBERUNG: Dieses Kapitel beschreibt die vorrömische Götterwelt, die rituellen Praktiken sowie die gesellschaftliche Bedeutung der Druiden anhand antiker und archäologischer Zeugnisse.

2. DIE RELIGION IN GALLIEN SOWIE BRITANNIEN NACH DER RÖMISCHEN EROBERUNG UND DIE INTERPRETATIO ROMANA: Hier wird der Prozess der Romanisierung und die Vermischung keltischer und römischer Glaubensvorstellungen durch das Konzept der Interpretatio Romana in den beiden Provinzen analysiert.

3. DIE GRENZEN DER TOLERANZ: DIE VERFOLGUNG DER DRUIDEN: Das Kapitel untersucht, warum die Druiden aufgrund ihres Einflusses als Gefahr für die römische Ordnung wahrgenommen und in der Folge systematisch unterdrückt wurden.

FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass die römische Toleranz pragmatisch motiviert war und dort endete, wo politische Stabilität und die römische Herrschaft unmittelbar in Frage gestellt wurden.

BIBLIOGRAFIE: Verzeichnis der herangezogenen antiken Quellen und der modernen wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Imperium Romanum, Römische Religion, Gallien, Britannien, Interpretatio Romana, Druiden, Romanisierung, Kelten, Kaiserverehrung, Mithraskult, Religionspolitik, Götterwelt, Opferriten, Toleranz, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das Römische Reich als expansive Macht mit den komplexen religiösen Systemen der Kelten in Gallien und Britannien umging und welche Integrationsstrategien dabei zur Anwendung kamen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf dem religiösen Leben vor der Eroberung, dem Synkretismus durch die Interpretatio Romana sowie der politischen Instrumentalisierung von Religion, die schließlich in der Verfolgung der druidischen Führungsschicht gipfelte.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie weit die römische Toleranz bei fremden Kulten ging und an welchem Punkt der römische Staat diese Grenzen bewusst zog, um seine Vorherrschaft zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, bei der antike schriftliche Quellen wie die Werke von Caesar und Tacitus kritisch bewertet und durch moderne archäologische Erkenntnisse ergänzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die vorrömischen Verhältnisse, den Prozess der religiösen Verschmelzung durch die Romanisierung in den Provinzen und den Konflikt zwischen römischen Machthabern und der druidischen Priesterkaste.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben der Interpretatio Romana sind vor allem der Begriff der Romanisierung, die Rolle der Druiden als politische Akteure und die römische Integrationsfähigkeit entscheidende Charakteristika.

Warum wurden gerade die Druiden von den Römern verfolgt?

Die Druiden fungierten als ideologische Führungsschicht, Richter und Mediatoren mit großem Einfluss auf die Bevölkerung. Ihre Macht und ihre Fähigkeit, antirömischen Widerstand zu legitimieren, machten sie zu einer Bedrohung für die römische Verwaltung.

Spielte der Kaiserkult eine Rolle bei der Romanisierung?

Ja, der Kaiserkult war ein wesentlicher Bestandteil der römischen Präsenz. Während andere religiöse Praktiken oft privat toleriert wurden, forderte der Staat die Einhaltung der Kaiserverehrung als Zeichen politischer Loyalität.

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Details

Title
Die römische Religion in den Provinzen: Gallien und Britannien. Die Interpretatio Romana und die Grenzen der Toleranz
College
University of Heidelberg  (Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik)
Course
Proseminar: Die römische Religion
Grade
1
Author
Gergely Kapolnasi (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V52165
ISBN (eBook)
9783638479493
ISBN (Book)
9783638791847
Language
German
Tags
Religion Provinzen Gallien Britannien Interpretatio Romana Grenzen Toleranz Proseminar Religion Römische Religion Romanisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gergely Kapolnasi (Author), 2006, Die römische Religion in den Provinzen: Gallien und Britannien. Die Interpretatio Romana und die Grenzen der Toleranz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52165
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