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Veränderte Kindheit - Mögliche Auswirkungen durch veränderte Familienkonstellationen und verstärkten Medieneinfluss auf Kinder

Title: Veränderte Kindheit - Mögliche Auswirkungen durch veränderte Familienkonstellationen und verstärkten Medieneinfluss auf Kinder

Term Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anika Peschel (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Ausgehend von der seit den 80er wieder weit verbreiteten Thesen, die Kindheit verändere sich ständig – und dies meist zum Negativen, was ein Begriff wie „Verlustkindheit“, der z.B. Verluste in sozialen Beziehungen oder möglichen Spielorten beinhaltet, erahnen lassen – und die Schüler seien schwieriger geworden, sollen nachfolgend mögliche Gründe durch empirisch überprüfte Daten und Fakten dargelegt und begründet oder widerlegt werden. Zuvor jedoch soll kurz der Wandel der Auffassung des Lebensabschnittes „Kindheit“ dargestellt werden, dann werden mögliche Veränderungen aufgeführt, die anschließend direkt überprüft und beurteilt werden. „Kindheit“ wird hier hauptsächlich auf die frühe Kindheit (bis 13 Jahre, also vorrangig das Grundschulalter) beschränkt. Auch werden hier hauptsächlich Veränderungen der letzten 20 Jahre angeführt, darüber hinaus wird nur stellenweise zurück geblickt.
Zu überprüfen ist, sofern sich Veränderungen belegen lassen, in wiefern sich diese überhaupt negativ auf die nachfolgende Generation auswirkt. Denn oft werden sie ja als Problembelastungen für Kinder ausgelegt, die sich auch auf den Unterricht (z. B. durch Konzentrationsschwäche, Gewalt und Aggressivität) auswirken sollen.
Für Veränderungen in der Kindheit werden oft noch die gleichen gesellschaftlichen Entwicklungen angeführt, wie vor 20 Jahren (z.B. veränderte Familienkonstellationen und die Medien), in letzter Zeit sind jedoch auch neue (z.B. Krankheitsbelastung und Armut) hinzugekommen. Im Folgenden soll jedoch ausschließlich überprüft werden, inwiefern sich die beständig anhaltend aufgeführten Veränderungen „Veränderte Familienkonstella-tionen“ und der „Zuwachs der Mediennutzung“ auf die Entwicklung des Kindes auswirken.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Kindheit als gesellschaftliches Konstrukt

3. Veränderungen der Familienkonstruktionen

3.1 Scheidungsfamilien

3.2 Ein-Eltern-Familien

3.3 Ein-Kind-Familien

4. Steigende Mediennutzung

4.1 Radio, Kassette, CD

4.2 Fernseher

4.3 Computer

4.4 Internet

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die verbreitete These einer negativen Veränderung der Kindheit in den letzten zwei Jahrzehnten. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob veränderte Familienkonstellationen und eine zunehmende Mediennutzung tatsächlich ursächlich für beobachtete Verhaltensauffälligkeiten oder Leistungsprobleme bei Grundschulkindern sind.

  • Wandel des gesellschaftlichen Verständnisses von Kindheit
  • Einfluss von Scheidungs-, Ein-Eltern- und Ein-Kind-Familien auf die kindliche Entwicklung
  • Analyse des Medienkonsums (Radio, Fernsehen, Computer, Internet)
  • Differenzierung zwischen Unterhaltungsnutzung und negativen Auswirkungen
  • Kritische Würdigung aktueller Forschungsergebnisse zum Schülerverhalten

Auszug aus dem Buch

4.2 Fernseher

Dies ist das für die Kinder wichtigste (74% möchten am wenigsten darauf verzichten) und aus Sicht der Erwachsenen für diese das problematischste Medium. 1994 waren bereits 98% der Haushalte mit mindestens einem Fernsehgerät ausgestattet. Befinden sich sogar Geräte im Kinderzimmer, ist dies vorwiegend in unteren sozialen Schichten (hier sehen die Kinder auch mehr fern) oder in Ostdeutschland der Fall; ferner ist der Fernseher eines der wenigen Medien, die in Haushalten mit geringerem Einkommen annähernd häufig aufzufinden sind, wie in Haushalten, die mehr Geld zur Verfügung haben.

Interessant ist die Tatsache, dass zwar 78% der befragten Kinder angeben, (fast) jeden Tag fernzusehen, doch immerhin 58% sagen auch, dass sie sich (fast) jeden Tag mit Freunden treffen oder draußen (60%) oder drinnen (51%) spielen. 1978 sahen Drei- bis Dreizehnjährige noch durchschnittlich 54 Minuten fern, 10 Jahre später waren es bereits 87 und von da an stieg die Nutzungsdauer weniger rapide an (2000 waren es 97 Minuten im Durchschnitt, 2003 zwar 102, jedoch waren es hier schon wieder zwei Minuten weniger als noch 2002).

Die o.g. Sehdauer je Kind beträgt zwar etwa 1,5 Stunden täglich, ist aber eher unproblematisch. Denn hier ist die Tatsache, dass es sich um eine durchschnittliche Sehdauer handelt, von enormer Bedeutung. Demnach gibt es dann zwar Kinder, die sehr wenig bis gar nicht fernsehen, dafür aber auch solche, die weitaus mehr schauen. Diese Kinder werden als „Vielseher“ bezeichnet, wenngleich auch nicht eindeutig definiert ist, wie viele Stunden ein solcher mindestens täglich fernsieht. Er zeichnet sie jedoch dadurch aus, dass er hauptsächlich abends guckt und auch Action- und Horrorfilme schaut.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und der Forschungsabsicht, die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen der letzten 20 Jahre auf Kinder zu prüfen.

2. Kindheit als gesellschaftliches Konstrukt: Erläuterung des historischen Wandels von Kindheit und der Bedeutung der modernen Kindheitsforschung, die das Kind als aktiven Gestalter seines Lebens begreift.

3. Veränderungen der Familienkonstellationen: Analyse der Auswirkungen von Scheidungs-, Ein-Eltern- und Ein-Kind-Familien, wobei die Bedeutung familiärer Strukturen gegenüber dem Familienstatus betont wird.

4. Steigende Mediennutzung: Untersuchung der Nutzungsentwicklung von Radio, Fernsehen, Computer und Internet sowie deren vermuteter Zusammenhang mit schulischen Leistungsproblemen.

5. Schluss: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Appell, bei zukünftigen Studien stärker die Perspektive der Kinder selbst einzubeziehen.

Schlüsselwörter

Kindheit, Sozialisation, Familienkonstellationen, Scheidungskinder, Mediennutzung, Fernsehen, Computer, Internet, Grundschulalter, Kindheitsforschung, Medienkompetenz, Schulleistung, Sozialverhalten, Kindheitskonstrukt, Medienkonsum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Annahme, dass sich Kindheit in den letzten 20 Jahren negativ verändert habe und dies zu Problemen im schulischen Kontext führe.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wandel der Familienstrukturen und dem Einfluss verschiedener Medien wie Radio, Fernsehen, Computer und Internet auf Kinder.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob sich die "veränderten Familienkonstellationen" und der "Zuwachs der Mediennutzung" nachweislich negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse und Auswertung bereits vorhandener empirischer Daten, Studien und sozialwissenschaftlicher Kindheitsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von drei spezifischen Familienformen sowie eine detaillierte Analyse der Mediennutzungsdaten von Grundschulkindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kindheit, Familienkonstellation, Mediennutzung, Schule, Sozialverhalten, empirische Forschung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "Durchschnittswerten" und "Vielsehern" beim Fernsehen eine so große Rolle?

Die Autorin argumentiert, dass Durchschnittszeiten bei der Mediennutzung wenig über das individuelle Verhalten aussagen und negative Auswirkungen eher auf eine kleine Gruppe von Vielsehern zurückzuführen sein könnten.

Wie bewertet die Arbeit den Einfluss des Internets auf Grundschulkinder?

Der Einfluss wird als kontrovers diskutiert. Die Autorin stellt fest, dass es keine repräsentativen Studien gibt, die einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Internetnutzung und Persönlichkeitsveränderungen belegen.

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Details

Title
Veränderte Kindheit - Mögliche Auswirkungen durch veränderte Familienkonstellationen und verstärkten Medieneinfluss auf Kinder
College
University of Cologne  (Seminar für Pädagogik, Abteilung Schulpädagogik)
Course
Einführung in die Grundschulpädagogik
Grade
2,0
Author
Anika Peschel (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V52168
ISBN (eBook)
9783638479523
ISBN (Book)
9783656799917
Language
German
Tags
Veränderte Kindheit Mögliche Auswirkungen Familienkonstellationen Medieneinfluss Kinder Einführung Grundschulpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anika Peschel (Author), 2005, Veränderte Kindheit - Mögliche Auswirkungen durch veränderte Familienkonstellationen und verstärkten Medieneinfluss auf Kinder , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52168
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