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Schizophrenie - Symptomatik, Verlauf, Therapiemöglichkeiten

Title: Schizophrenie - Symptomatik, Verlauf, Therapiemöglichkeiten

Term Paper , 2002 , 21 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Michael Baerwald (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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2. Einleitung

Einleitend möchte ich einen kurzen Kommentar zu dem Oskar preisgekrönte Film "A beautyfull mind" geben.
Der anfänglich relativ normal wirkende Mathematiker John Nash beschäftigt sich während seines Studium mit der Erforschung des Phänomens der regulierenden Dynamik (Gleichgewicht). Sein Mitbewohner und Studienkollege verhilft ihm zum durchbrechenden Erfolg seiner Idee und somit zu einer hohen Anstellung an einer staatlichen Forschungseinrichtung.
Seine Genialität bei der Decodierung verschlüsselter Nachrichten wird in einem geheimen Projekt des Verteidigungsministeriums benötigt. Er bekommt, von einem amerikanischen Agenten den Auftrag, in den Zeitungen nach geheimen Botschaften, an die von den Russen eingeschleusten "Sleeper", zu suchen. Die Wichtigkeit dieses Projektes beruht auf dem geplanten Einsatz einer russischen Atombombe auf amerikanischem Territorium.
Zunehmend leidet Prof. Nash an Verfolgungswahn und sozialer Isolation. Erst die Heirat mit einer Studentin holt ihn aus dieser Zurückgezogenheit wieder in ein gesellschaftliches Leben.
Prof. Nash wird während einer Rede an seiner ehemaligen Universität gefangen genommen.
Er denkt der russische Geheimdienst hätte ihn gekidnappt aber erst hier wird deutlich welche Ausmaße die Symptome der Schizophrenie angenommen haben.
Sein Studienkollege, der amerikanische Agent und die Verfolgungen durch russische Spione waren alles nur Halluzinationen.
Nach der Einlieferung in eine geschlossene Anstalt und wochenlanger medikamentöser Behandlung versucht Nash wieder zu forschen und zu lehren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der sozialen Integration und dem Umgang mit den immer noch vorhandenen Halluzinationen wird Prof. Dr. Jon Nash 1994 in Stockholm, Schweden, der Nobelpreis für seine geniale Entwicklung des regulierenden Gleichgewichts verliehen.
Genie und Wahnsinn liegen also manchmal ganz dicht beieinander.

Das Auftreten des Wahns bei einem Menschen ist für seine Umwelt ein erschütterndes Ereignis, das oft mit Unverständnis, Angst und Verachtung beantwortet wird.
(...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Begriffsdefinitionen

3.1 Psychische Störungen

3.2 Klassifikationsmodelle

3.3 Psychopharmaka

4. Die Schizophrenie

4.1 Grundlagen

4.2 Genese

4.3 Das schizophrene Erscheinungsbild

5. Symptomatik der Schizophrenie

5.1 Formale Denkstörungen und Sprachstörungen

5.2 Inhaltliche Denkstörungen

5.3 Wahrnehmungsstörungen/Halluzinationen

5.4 Affektstörungen

5.5 Motorische Störungen

5.6 Sozialer Rückzug und Probleme der persönlichen Versorgung

5.7 Nebenmerkmale

6. Verlauf

7. Therapiemöglichkeiten

7.1 Pharmakotherapie

7.2 Psychotherapie

7.3 Soziotheraphie

7.4 Elektrokrampftheraphie

8. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Schizophrenie als eine der schwersten Formen psychischer Störungen. Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Krankheitsbild, dessen Symptomatik sowie die modernen therapeutischen Ansätze zu vermitteln, wobei der Schwerpunkt auf der pharmakologischen Behandlung durch Neuroleptika liegt.

  • Klinische Definition und Klassifikation psychischer Störungen.
  • Differenzierte Darstellung der schizophrenen Symptomatik (Denk-, Wahrnehmungs- und Affektstörungen).
  • Biologische Grundlagen und Genese der Erkrankung.
  • Therapeutische Interventionsmöglichkeiten mit Fokus auf Neuroleptika und psychosoziale Maßnahmen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Grundlagen

Schizophrenie ist eine schwere Form psychischer Erkrankungen, die weltweit jeden hundertsten Menschen trifft unabhängig von Geschlecht, Rasse, Lebensbedingungen, politischer Herrschaftsform oder Klimabedingungen. Die Krankheit verläuft entweder schleichend und mit zunehmender Schwere oder schubförmig mit eingestreuten Episoden von relativer Symptomfreiheit oder sie kann nach einem Schub völlig wieder ausheilen. Das erste Auftreten der Krankheit liegt bei Männern vor dem 25.Lebensjahr und bei Frauen nach dem 25. jedoch vor dem 45. Lebensjahr. Etwa 65% aller psychiatrischen Langzeitpatienten werden unter der Diagnose Schizophrenie behandelt. In ihren Kernsymptomen ziemlich einheitlich, weist die Schizophrenie in den Randphänomenen eine Vielgestaltigkeit und in ihrem Verlauf eine Unregelmäßigkeit mit unterschiedlichem Ausgang auf. Die Kernsymptome lassen sich als Wahn, Sinnestäuschungen und Denkstörungen definieren. In Verbindung mit diesen »positiven« Symptomen einer Psychose treten in unterschiedlicher Häufigkeit und Schwere auch Defizitsymptome (negative Symptome) auf, die zur Beeinträchtigung kognitiver, emotionaler und sozialer Funktionen führen.

Das individuelle Risiko, jemals im Leben an einer Schizophrenie zu erkranken, liegt bei eng definierter Diagnose bei etwa 0,8%. Das bedeutet, dass nur etwas weniger als jeder 100. Bürger im Laufe seines Lebens mindestens einmal an einer schizophrenen Episode erkrankt. Rechnet man auch die schizophrenieähnlichen Wahnerkrankungen hinzu, die vor allem im höheren Lebensalter gehäuft auftreten, so steigt das Lebenszeitrisiko auf über 1,4% (Häfner, 2000).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführende Reflexion über die Definition psychischer Störungen und die Relevanz der Schizophrenie.

2. Einleitung: Analyse des Krankheitsbildes anhand des Films „A beautiful mind“ und historischer Betrachtung.

3. Begriffsdefinitionen: Erläuterung der Kriterien für psychische Störungen, Klassifikationssysteme und Grundlagen der Psychopharmakologie.

4. Die Schizophrenie: Darstellung der epidemiologischen Grundlagen, der Genese und des allgemeinen Erscheinungsbildes.

5. Symptomatik der Schizophrenie: Detaillierte Untersuchung von Denk-, Sprach-, Wahrnehmungs- und Affektstörungen.

6. Verlauf: Beschreibung der verschiedenen Phasen der Erkrankung und der Prognosefaktoren.

7. Therapiemöglichkeiten: Überblick über pharmakologische, psychotherapeutische, soziotherapeutische und elektrokrampftherapeutische Ansätze.

8. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Lebensqualität, Prognose und den therapeutischen Fortschritten.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Psychose, Neuroleptika, Denkstörungen, Halluzinationen, Symptomatik, Pharmakotherapie, psychische Störung, Psychiatrie, Krankheitsverlauf, DSM-IV, ICD-10, positive Symptome, negative Symptome, Rehabilitation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Schizophrenie als schwere psychische Störung und beleuchtet deren Symptome sowie den aktuellen Stand der Therapiemöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Symptomkomplexe der Schizophrenie, die biologischen und familiären Einflussfaktoren (Genese) sowie die medikamentöse Behandlung durch Neuroleptika.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine fundierte Aufarbeitung des Wissensstandes über die Schizophrenie, um zu verstehen, wie medikamentöse und psychosoziale Maßnahmen die Lebensqualität der Betroffenen verbessern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung klinischer Konzepte sowie diagnostischer Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-IV.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der verschiedenen psychotischen Symptome, die Analyse der Krankheitsursachen und die detaillierte Vorstellung therapeutischer Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Schizophrenie, Neuroleptika, Symptomatik, psychische Störung, Pharmakotherapie und Rehabilitation.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Positiv- und Negativsymptomatik wichtig?

Sie ist entscheidend, da klassische Neuroleptika vor allem die Positivsymptomatik (z.B. Halluzinationen) gut beeinflussen, während die Negativsymptomatik (z.B. Antriebsarmut, soziale Defizite) schwerer zu behandeln ist.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Schizophrenie?

Die Familie nimmt eine schützende Funktion ein, trägt jedoch eine hohe Verantwortung. Studien zeigen, dass ein unterstützendes soziales Umfeld die Rückfallquote signifikant senken kann.

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Details

Title
Schizophrenie - Symptomatik, Verlauf, Therapiemöglichkeiten
College
University of the Federal Armed Forces München  (Pädagogik)
Course
Geistige Störungen
Grade
1,4
Author
Michael Baerwald (Author)
Publication Year
2002
Pages
21
Catalog Number
V5217
ISBN (eBook)
9783638131858
ISBN (Book)
9783640126606
Language
German
Tags
Schizophrenie Symptomatik Verlauf Therapiemöglichkeiten Geistige Störungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Baerwald (Author), 2002, Schizophrenie - Symptomatik, Verlauf, Therapiemöglichkeiten , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5217
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