Im Rahmen dieser Arbeit wird untersucht, wie das Internet evident zur Leistungsgenerierung genutzt wird. Dafür wird aufgezeigt, welche für das Gesundheitswesen relevanten Geschäftsmodelle im World Wide Web existieren (Abschnitt 2.4), und wie diese im Bereich der Gesundheitsbranche angewendet werden (Kapitel 3). Bei der Recherche zur Ermittlung des Internetangebots werden alle Akteure des Gesundheitswesens betrachtet (Abschnitt 2.1), thematisch aber den Geschäftsmodellen unterstellt. Eine wichtige Besonderheit beim Umgang mit Gesundheit ist die erhöhte Sensibilität des Themas, die besondere Ansprüche an die Glaubwürdigkeit der Anbieter stellt. In wie weit diesem im Internet Rechnung getragen werden kann, wird in Abschnitt 2.2 aufgezeigt. Schließlich folgt noch eine Bewertung des Entwicklungspotentials der Geschäftsmodelle und ihrer Kombination (Abschnitt 3.3).
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Vorstellung der Akteure des Gesundheitswesens, Glaubwürdigkeitsaspekte und Online-Geschäftsmodelle
2.1 Akteure des Gesundheitswesens
2.2 Problem Glaubwürdigkeit beim Umgang mit Gesundheitsinformationen im Internet
2.3 Begriff des Online-Geschäftsmodells
2.4 Geschäftsmodelle nach dem „4 C"-Ansatz von Wirtz
2.4.1 Geschäftsmodell Content
2.4.2 Geschäftsmodell Commerce
2.4.3 Geschäftsmodell Context
2.4.4 Geschäftsmodell Connection
3 Einsatz von Online-Geschäftsmodellen im Gesundheitswesen
3.1 „4 C“-Ansatz von Wirtz im Gesundheitswesen
3.1.1 Geschäftsmodell Content im Gesundheitswesen
3.1.1.1 Content für die eigene Homepage
3.1.1.2 Content-Syndication
3.1.1.3 Newsletter
3.1.2 Geschäftsmodell Commerce im Gesundheitswesen
3.1.2.1 Bereitstellung von Online-Werbeflächen
3.1.2.2 Online-Shops
3.1.2.3 Auktionen
3.1.3 Geschäftsmodell Context im Gesundheitswesen
3.1.4 Geschäftsmodell Connection im Gesundheitswesen
3.1.4.1 Communities
3.1.4.2 Virtuelle Messen
3.1.4.3 Integrierte Gesundheitsversorgung
3.2 Weitere Online-Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen
3.2.1 Recherche in digitalen Datenbanken
3.2.2 Vertragsvermittler zwischen Patienten und Apotheken
3.3 Analyse des Potentials der Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen
4 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie das Internet evident zur Generierung von Gesundheitsleistungen genutzt wird. Dabei wird analysiert, welche Geschäftsmodelle für die Gesundheitsbranche relevant sind, wie diese angewendet werden und wie die Glaubwürdigkeit der Informationsanbieter sichergestellt werden kann.
- Strukturierung von Internet-Geschäftsmodellen im Gesundheitswesen
- Analyse der Glaubwürdigkeit bei Gesundheitsinformationen
- Anwendung des „4 C“-Ansatzes (Content, Commerce, Context, Connection)
- Bewertung des Entwicklungspotentials der Geschäftsmodelle
- Untersuchung der Rolle von Communities und virtuellen Messen
Auszug aus dem Buch
2.2 Problem Glaubwürdigkeit beim Umgang mit Gesundheitsinformationen im Internet
Aus dem Erkenntnisfortschritt der modernen Medizin und den daraus erwachsenden Handlungsoptionen, z.B. bezüglich konkurrierender Präventions- und Therapiekonzepte, ergibt sich die Notwendigkeit des Patienten, eigenständig informierte Urteile zu treffen. Dabei spielt das Internet als Informationsquelle eine zunehmend wichtige Rolle. Die Glaubwürdigkeit der Informationen hat eine stärkere Bedeutung als in anderen Disziplinen, da ihre Qualität Einfluss auf die Gesundheit ihres Anwenders hat. Der aufwendigste Internetauftritt nützt wenig, wenn er vom Patienten als nicht glaubwürdig eingestuft wird.
Besteht generelle Akzeptanz bezüglich des Internets als Informationsmedium zu Gesundheitsangeboten? Verbraucher sind, laut einer Studie von Wittner, Bromme und Jucks, gegenüber Gesundheitsinformationen aus dem Internet skeptischer eingestellt als gegenüber Informationen aus den traditionellen Medien. Dies lässt sich dadurch erklären, dass das Internet ein offenes Medium ist, in dem Informationen ungefiltert, also ohne Qualitätskontrolle, präsentiert werden können, und damit die Gefahr von Fehlinformation gegeben ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung des Internets im Gesundheitswesen und definiert das Ziel der Arbeit, die Wissenslücke bei der Strukturierung von Internet-Geschäftsmodellen für Anbieter zu schließen.
2 Vorstellung der Akteure des Gesundheitswesens, Glaubwürdigkeitsaspekte und Online-Geschäftsmodelle: Dieses Kapitel klassifiziert die Akteure des Gesundheitswesens, thematisiert das Vertrauensproblem bei Gesundheitsinformationen und führt die theoretischen Grundlagen der Online-Geschäftsmodelle nach Wirtz ein.
3 Einsatz von Online-Geschäftsmodellen im Gesundheitswesen: Hier werden die theoretischen Modelle aus dem vorherigen Kapitel anhand von Praxisbeispielen aus der Gesundheitsbranche konkretisiert und auf ihr Potential hin untersucht.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Marktsituation zusammen, hebt den Konzentrationsprozess hervor und zeigt zukünftige Chancen durch intersektorelle Vernetzung auf.
Schlüsselwörter
Gesundheitswesen, Online-Geschäftsmodelle, Internet, E-Health, Content, Commerce, Context, Connection, Glaubwürdigkeit, Gesundheitsinformationen, Community, Integrierte Gesundheitsversorgung, Praxisnetze, Virtuelle Messen, Patient
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert systematisch, wie Geschäftsmodelle im Internet im Bereich des Gesundheitswesens eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen, die Rolle der Glaubwürdigkeit bei Online-Informationen und die konkrete Anwendung von Internet-Geschäftsmodellen.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, eine Strukturierung der im Gesundheitswesen vorhandenen Internet-Geschäftsmodelle zu bieten, um Anbietern von Webangeboten Orientierung zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es handelt sich um eine systematische Analyse und Strukturierung, basierend auf Literatur, Studien und einer Untersuchung vorhandener Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird der „4 C“-Ansatz von Wirtz auf das Gesundheitswesen übertragen und anhand von Beispielen wie Online-Apotheken, Communities und virtuellen Messen detailliert ausgeführt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Geschäftsmodellansätze Content, Commerce, Context und Connection sowie die Bedeutung von Glaubwürdigkeit für den Anwender.
Warum ist das Thema Glaubwürdigkeit im Internet so wichtig?
Da die Qualität von Gesundheitsinformationen direkten Einfluss auf die Gesundheit des Nutzers hat, ist eine hohe Glaubwürdigkeit essenziell für den Erfolg eines Gesundheitsangebotes im Netz.
Welches Potenzial schreibt der Autor der Integrierten Gesundheitsversorgung zu?
Der Autor sieht in der Integrierten Gesundheitsversorgung ein immenses Potenzial zur Effizienzsteigerung und Vermeidung von Fehlversorgungen durch den Einsatz moderner Internettechnologien.
Warum wird die „Kostenlos-Kultur“ im Internet erwähnt?
Die „Kostenlos-Kultur“ erklärt, warum viele Gesundheitsangebote werbefinanziert sind, da bei privaten Nutzern oft keine hohe Zahlungsbereitschaft für reine Informationsinhalte besteht.
- Quote paper
- Jan Schoeps (Author), 2005, Online Health Care - Systematische Strukturierung des Angebots von Gesundheitsleistungen im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52198