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Recycling von Kunststoffen aus dem Automobil in Bezug auf die EU-Altauto-Verordnung

Titel: Recycling von Kunststoffen aus dem Automobil in Bezug auf die EU-Altauto-Verordnung

Hausarbeit , 2000 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lars Melde (Autor:in)

Umweltwissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Projektarbeit wird das Recycling von Kunststoffen, die aus dem Altauto stammen, nähern erläutert, insbesondere was sich nach dem In-Kraft-Treten der EU-Altauto-Verordnung für die Automobilbranche verändert hat.
Die umweltgerechte Altautoentsorgung gewinnt hinsichtlich eines immer größer werdenden Fahrzeugbestandes zunehmend an Bedeutung.
In Deutschland sind momentan 42,4 Millionen Fahrzeuge zugelassen, die nach Schätzungen der Kölner Arbeitsgemeinschaft Deutscher Autorecyclingbetriebe über 12 Millionen Tonnen nicht verwertbares Material enthalten. Von diesen rund 42 Millionen Fahrzeugen werden in Deutschland jährlich ca. 3 Millionen stillgelegt und ungefähr 1,5 Millionen verschrottet. EU-weit sind dies sogar 10 bis 12 Millionen Fahrzeuge. Doch die wenigsten landen bei einem qualifiziertem Verwerter. Viele dieser ausrangierten Kraftfahrzeuge wandern als „Gebrauchtwagen“ ins osteuropäische Ausland. Diesen Zustand will die Altauto-Verordnung der Europäischen Union ändern.
Seit vielen Jahren wird auf allen politischen Ebenen über das Recycling von Altautos diskutiert. In der Praxis jedoch zeigt sich ein ernüchterndes Bild. Es wird im Wesentlichen der Stahlschrott, der bis zu 75% des Fahrzeuggewichts ausmacht, verwertet. Der Großteil der Kunststoffe, Textilien, Glas- und Nichtmetallanteile wandert in den Schredder und landet als Schredderleichtmüllfraktion (SLF) auf der Deponie. Ob die SLF noch weiter verwertet werden kann, welche Recycling-Verfahren für Kunststoffe angewandt werden und welche Probleme die EU-Altauto-Verordnung in sich birgt wird in den nachfolgenden Kapiteln ausführlich erläutert.[1,2,3]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Altauto-Verordnung

2.1 Probleme

2.2 Forderungen der Automobilindustrie

3 Recycling von Kunststoffen aus dem Automobil

3.1 Stoffliches Recycling – Stand der Technik und zukünftige Konzepte

3.1.1 Bisheriges Recycling im Automobilbereich

3.1.1.1 Thermoplaste

3.1.1.2 Vernetzte Werkstoffe

3.1.1.3 Nachwachsende Rohstoffe

3.1.1.4 Rezyklierbare Konstruktionen und Verbunde

3.1.2 Zukünftige Konzepte

3.1.2.1 Physikalische Trenntechnik

3.1.2.2 Kunststoff-Erkennungssysteme

3.1.2.3 Mehrfachverarbeitung von Thermoplasten

3.1.2.4 Recycling von Duroplasten und Elastomeren

3.2 Recycling von naturfaserverstärktem Polypropylen

3.2.1 Umpressen von Altteilen

3.2.2 Recompoundieren von Mahlgut

3.3 Kunststoff-Recycling in der In-house-Fertigung

3.3.1 Anwendung von Rezyklaten bei BMW

3.4 Airbagmodul aus PA6-Rezyklat

3.5 Stabilisierung – Doping für Rezyklate

3.6 Recycling beim Doppelslush-Prozess

4 Erfolgreiche Recycling-Systeme

4.1 Mercedes-Benz Recycling System

4.2 Recycling – Infrastruktur bei der Adam Opel AG

5 Schredderleichtmüll

5.1 Neue Anlage trennt Schredderleichtmüll in Wertstoffe auf

5.2 Verwertung von Nichtstahl-Anteilen aus Altautos

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Projektarbeit untersucht das Recycling von Kunststoffen aus Altfahrzeugen im Kontext der EU-Altauto-Verordnung. Dabei wird analysiert, wie sich gesetzliche Anforderungen auf die Automobilbranche auswirken, welche technologischen Ansätze für das stoffliche Recycling existieren und inwiefern ökologische sowie ökonomische Zielsetzungen bei der Fahrzeugkonstruktion und -verwertung vereinbar sind.

  • Auswirkungen der EU-Altauto-Verordnung auf die Automobilindustrie
  • Technologien für das stoffliche Kunststoff-Recycling und zukünftige Konzepte
  • Optimierung von Recycling-Systemen und In-house-Fertigung bei Automobilherstellern
  • Strategien zur Verwertung von Schredderleichtmüll und Nichtstahl-Anteilen

Auszug aus dem Buch

3.1 Stoffliches Recycling – Stand der Technik und zukünftige Konzepte

Thermoplastische Werkstoffe und Verbunde mit Thermoplasten lassen sich nach dem heutigen Stand der Technik wirtschaftlich recyceln, dagegen ist die Wiederverwertung vernetzter Werkstoffe wirtschaftlich kaum tragbar.

Die heute im Automobil eingesetzten Rezyklate stammen hauptsächlich von Produktionsabfällen. Stoffströme von Altfahrzeugen existieren kaum, sieht man von gebrauchten Teilen (Stoßfänger) aus der Werkstattentsorgung ab. Ein stärkerer Effekt wird von der EU-Altauto-VO erwartet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den Hintergrund der Kunststoffentsorgung bei Altfahrzeugen und die Notwendigkeit sowie Zielsetzung der EU-Altauto-Verordnung.

2 Altauto-Verordnung: Erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, Rücknahmefristen und Verwertungsquoten für Altfahrzeuge.

3 Recycling von Kunststoffen aus dem Automobil: Analysiert den Stand der Technik für stoffliches Recycling, Konzepte für verschiedene Kunststoffarten sowie spezielle Ansätze für naturfaserverstärktes Polypropylen und In-house-Prozesse.

4 Erfolgreiche Recycling-Systeme: Stellt beispielhafte Recycling-Infrastrukturen und -Systeme der Automobilhersteller Mercedes-Benz und Adam Opel AG dar.

5 Schredderleichtmüll: Untersucht Herausforderungen bei der stofflichen Trennung von Schredderleichtmüll und präsentiert neue Anlagenkonzepte zur Wertstoffrückgewinnung.

6 Zusammenfassung: Fasst die politischen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen sowie die industriellen Recycling-Ambitionen im Lichte der EU-Richtlinie zusammen.

Schlüsselwörter

Altauto-Verordnung, Kunststoff-Recycling, Automobilindustrie, stoffliche Verwertung, Schredderleichtmüll, Thermoplaste, Fahrzeugleichtbau, Kreislaufwirtschaft, Rezyklate, In-house-Fertigung, Verwertungsquoten, Nachhaltigkeit, Entsorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektarbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Recycling von Kunststoffen aus dem Automobilbereich unter besonderer Berücksichtigung der EU-Altauto-Verordnung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen gesetzliche Verordnungsvorgaben, technologische Verfahren für das Kunststoff-Recycling, In-house-Verwertung bei Herstellern sowie Methoden zur Aufbereitung von Schredderleichtmüll.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung der Veränderungen für die Automobilbranche durch die EU-Altauto-Verordnung und die Analyse von Möglichkeiten zur umweltgerechten Altautoentsorgung.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine technische Projektarbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen aus der industriellen Praxis basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden technische Verfahren zum stofflichen Recycling von Thermoplasten, Duroplasten und Naturfaserverbunden sowie konkrete Recycling-Systeme der Industrie (BMW, Mercedes, Opel) detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Kreislaufwirtschaft, stoffliche Verwertungsquoten, Leichtbau und technische Trennverfahren gekennzeichnet.

Warum wird der Leichtbau laut Dokument durch die EU-Verordnung behindert?

Die starren Recyclingquoten bestrafen den Leichtbau, da bei leichteren Fahrzeugen ein prozentual höherer Anteil an Nichtmetallen stofflich verwertet werden muss, was den Einsatz innovativer Werkstoffe wirtschaftlich oder ökologisch unattraktiv machen kann.

Wie kann Schredderleichtmüll zukünftig besser verwertet werden?

Durch den Einsatz neuer Verfahren wie Trocknungs- und Sortiertechnik oder spezielle Trennverfahren zur Stoffstromzerlegung in Kunststoffe, Metalle und organische Bestandteile kann ein Großteil des Schredderleichtmülls als wertvoller Rohstoff zurückgewonnen werden.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Recycling von Kunststoffen aus dem Automobil in Bezug auf die EU-Altauto-Verordnung
Hochschule
Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Wolfenbüttel
Note
1,3
Autor
Lars Melde (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
26
Katalognummer
V52234
ISBN (eBook)
9783638479998
ISBN (Buch)
9783638693073
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Recycling Kunststoffen Automobil Bezug EU-Altauto-Verordnung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lars Melde (Autor:in), 2000, Recycling von Kunststoffen aus dem Automobil in Bezug auf die EU-Altauto-Verordnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52234
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Leseprobe aus  26  Seiten
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